Rückblick des großen AVD e.V.-Events, Essen Oktober 2005 ! (viele Fotos/many pictures)

Essen 15.&16. Oktober 2005

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Um es gleich vorweg zunehmen die AVD e.V.-Info-Veranstaltung in Essen war ein voller Erfolg, sehr viele interessierte Besucher, hochmotivierte Teilnehmer, sehr gutes Hundematerial, gute Organisation, schöne und gepflegte Platzanlage, fantastische Helfer, sehr gute Bewirtung, perfektes Wetter also rundum eine gelungene Veranstaltung in freundlicher Atmosphäre!

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…lauter nette Leute…

Zwar hatte die Dessidenz im Oktober auch irgendwo etwas gemacht, so ein bis zwei Veranstaltungen und man könnte meinen das es den Besucherandrang der AVD e.V.-Infoveranstaltung negativ beeinflußt hätte, doch weit gefehlt, die große Mehrheit kam dann doch zu uns. Eine gute Organisation, ein gutes Program, proffesionelle Ausbilder und Figuranten, ein geregeltes Prüfungswesen mit offizieller Prüfungsordnung und eine klare Richtung in Zucht und Ausbildung ist den meisten Freunden unserer Rasse doch bedeutend lieber als chaotische Schutzdiensttreffen ohne Program.

Wir hatten uns ja an diesen beiden Tagen viel vorgenommen, wir veranstalteten ein Treffen mit non stop Hundeaktivitäten, das Program war so voll gestopft das wir es fast nicht geschafft hätten es innerhalb der beiden Tage durchzuziehen. Dafür war aber auch wirklich für Jeden etwas dabei und es kam nicht einen Moment Langeweile auf.

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Was für die Besucher sicher auch sehr schön war, ist das überall auf dem großen Vereinsgelände Pavilions mit Sitzgelegenheiten aufgebaut waren und die Küche wie auch der Getränketresen durchgehend geöffnet war. Eine weitere Besonderheit für viele war das es zwei große Stände gab wo zwei proffesionelle Hundesportausstatter ihre Waren zu fairen Preisen anboten. Hier gab es neben den üblichen Accessoire wie Leinen, Halsbänder, Geschirre, Futterschüsseln etc. auch ausgefallenes wie Vollanzüge, Zivilmanschetten und alles erdenkliche Schutzdienstmaterial.

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Die Besucher reisten aus dem gesamten Bundesgebiet an.

Die ersten Enthusiasten trudelten sogar schon am Freitagabend ein um ja nichts zu verpassen.

Nach einem schönen Frühstück im Clubheim wurde der Trainingsparcour aufgebaut und die Stationen besetzt.  Dannach wurde die Veranstaltung vom AVD e.V.-Ausbildungswart für NRW Björn Blasberg und von mir eröffnet.

Der erste Programpunkt war dann auch der Trainingsparcour. Alle waren eingeladen ihre Hunde zu holen und den Parcour zu durchlaufen. Der Parcour war so konzipiziert das der Hund durch Planen, über Hürden und Hindernisse, vorbei an verschiedenen Schrecksituationen und freundlichen Pasanten laufen mußte.

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Nach dem alle den Trainingsparcour ausgiebig genutzt hatten kamen unsere Figuranten zum Einsatz. Es wurde eine große Ringhetze für alle Jung- und wenig trainierten Hunde durchgeführt.

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Hier waren jetzt mehrere Figuranten an der Arbeit die Hunde im Schutzdienst aufzubauen. Es gab fast keine Totalausfälle, und auch bei denen gaben sich die Figuranten größte Mühe, annährend alle Hunde haben im Schutzdienst sehr gut gearbeitet, es waren auch mehrere Naturtalente dabei die zuvor noch nie im Schutzdienst geführt wurden und trotzdem absolut überzeugende Arbeit machten mit vollen und festen Griffen und allem drum und drann…

Dann kamen noch ein paar routinierte Hunde dran die dann auch ihr Können demonstrierten.

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Inzwischen war es schon nachmittags geworden und die Prüfer und Prüfungsfiguranten betraten den Platz. Jetzt wurden die Zuchtwertprüfungen eingeleutet. Insgesamt wurden 6 “Alanos/Dogo Canarios” gemeldet, wobei drei der sechs fast roh oder zumindest nicht professionell trainiert waren, was zeigt das genetisch hochveranlagte Hunde unsere Zuchtprüfungen sehr wohl auch auf Anhieb bestehen können. Es waren zwar noch einige mehr die überlegt hatten ihre Hunde bei einer ZWP vorzustellen, doch leider bekamen sie dann doch kalte Füße und entschieden sich dieses mal doch lieber nur zu zuschauen.

Was für die Zuschauer sehr schön war ist das alle drei Prüfungsstufen (ZWP 1,2,3) zu sehen waren.

Die Zuchtwertprüfungen wurden nach AVD e.V.-Prüfungsordnung durchgeführt, erst wurde der Hund in der Ruhelage geprüft wobei sich der Hund möglichst offen, freundlich, schußfest, selbstsicher und mutig zeigen muß. Danach trennt sich dann meist die Spreu vom Weizen, dann kommt nämlich der Reizlagenteil in dem der Prüfling während eines Überfalls und einer Mutprobe seine Härte, seine Belastbarkeit, sein Durchsetzungsvermögen, seine Nerven, seine Wehr- u. Beutetriebveranlagungen zeigen muß.

Die “Zuchtwertprüfung 1″ (ZWP1) ist die Mindestanforderung die wir im Punkto Wesen an einen Zuchthund stellen. Die “Zuchtwertprüfung 2″ ist dann schon für die wirklich sehr guten und weit überdurchschnittlichen Hunde. Und die “Zuchtwertprüfung 3″ ist dann für die handverlesene Wesens-Elite.

Wobei man aber klar sagen muß das der AVD e.V. die weltweit härtesten Zuchtüberprüfungen für die Rasse durchführt. Und nach unserer Erfahrung bestehen auch im Ausland nur ca. 10% der Hunde eine Wesensüberprüfung die mit unserer “Zuchtwertprüfung 1″ gleichzusetzen wäre! Unter diesem Gesichtspunkt müßte man also auch die “ZWP 1-Hunde” bereits als Elite bezeichnen!!!

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Zurück zu den Zuchtwertprüfungen vom 15. Oktober. Es konnte nur ein Hund, trotz recht guter Leistung, nicht bestehen. Die anderen Hunde hatten die Wesensprüfungen uneingeschränkt bestanden.

Wir gratulieren den Hundeführern zu ihren Hunden!

Die “Zuchtwertprüfung 1″ konnte der Hunde “Dardo de la Arena” bestehen. “Dardo” ist ein Rüde der nicht konsequent im Schutzdienst aufgebaut wurde, sondern ein Hund der das Wesen wirklich von Natur aus mitbringt. In der Ruhelage zeigte er sich sehr gelassen, nervenstark, mutig und freundlich, einzig die beiden Schüsse aus naher Distanz schienen ihn etwas zu beeindrucken.

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In der Reizlage machte er keinen hoch triebigen Eindruck, auf Belastung reagierte er aber mit voller Gegenwehr, hoher Härte und satten Griffen.

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Im Fazit kann man sagen das es sich bei “Dardo” um einen etwas temperamentlosen, aber sehr harten und selbstsichern Rüden handelt. (An die Schüße hat er sich mitlerweile auch gewöhnt)! Er zeigt für unsere Rasse ein sehr schönes Naturwesen, vom Charakter ist er sicher kein prädestinierter Sporthund, allerdings für die harte Gangart ist er schon wesentlich besser geeignet. Denn nimmt man ihm im Schutzdienst hart antwortet er seinerseits mit sehr harten Griffen die er auch unter starker Belastung hält oder sogar noch verbessert. “Dardo” wäre sicher sehr gut für Hündinen mit viel Temperament und Trieb aber vielleicht nicht so guten Nerven, als Deckpartner geeignet.

Die “Zuchtwertprüfung 2″ konnte die Hündin “Honra de la Arena” mit einer nahezu perfekten Vorführung bestehen. Die Ruhelage meisterte sie (fast) optimal, es gab (fast) kleine Beanstandung. Einzig der Schirm beeindruckte sie leicht, wobei sie sich aber sofort wieder fing.

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In der Reizlage konnte sie ebenfalls absolut überzeugen. Beim Überfall zeigte sie sehr schnelle Reaktionen, volle und feste Griffe bei hoher Härte. Auch die Stockschläge beeindruckten sie nicht. Die Hündin trennte auf Hörzeichen.

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Auch bei der Mutprobe setzte sie sehr schnell nach und zeigte wieder volle und feste Griffe. Die Stockschläge verdaute sie problemlos. Auf das Hörzeichen “Aus” ließ sie problemlos ab.

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Insgesamt eine sehr gute, triebige und leistungsstarke Nachzuchthündin, die sich bei dieser Prüfung nahezu perfekt präsentierte. Was will man mehr?!

Ebenfalls die “Zuchtwertprüfung 2″ konnte der, kaum trainierte,

Nachzuchtrüde “Arnold von Baden” mit sehr guter Leistung bestehen.

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“Arnold” übersprung die ZWP1″ und wurde sofort für die “Zuchtwertprüfung 2″ gemeldet. Sein Besitzer wollte ihn sogar gleich in der “Zuchtwertprüfung 3″ vorstellen und ließ sich nur auf Rat der Prüfer etwas bremsen. Das “Arnolds” Besitzer zu recht sehr überzeugt von seinem Hund war, bestätigte seine souveräne Leistung bei dieser Prüfung. Wir sind jetzt auch überzeugt das “Arnold” ein Kandidat  für die “ZWP3″ ist. Auch bei der späteren Nachtübung wurde er gleich in die “Goldklasse” geworfen und das meisterte er auch sehr gut,  er machte nur einen Fehler der ihn an einem noch besseren Abschneiden hinderte. Bei der Nachtübung griff  sich “Arnold” während eines Überfalls nämlich das Fass mit dem der “Scheintäter” angriff und nicht den Scheintäter selbst. Das kostete ihm 10 von insgesamt 30 Punkten. Aber zurück zu seiner “Zuchtwertprüfung 2″ in  der Ruhelage war er absolut ohne Beanstandung.

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Er machte einen freundlichen aber schon etwas angespannten und stets abwehrbereiten Eindruck, was neutral gewertet wurde da dieses Verhalten Ok oder besser gesagt Geschmackssache ist .

In der Reizlage zeigte er beim Überfall, obwohl er falsch fixiert war, sehr schnelles Einsteigen mit vollem und festem Griff im Oberarm und ließ sich durch die Stockschläge nicht im geringsten beeindrucken.

Bei der Mutprobe zeigte er sehr schnelles Nachsetzen, bremst nicht ab, geht voll in den Scheintäter, bekommt einen Anbiß im Arm und nimmt die Stockschläge sehr gut. Danach wechselt er seinen Griff in das Bein des ST und wechselt wieder zurück in den Arm.

Insgesamt ein hoch veranlagter, selbstbewußter Rüde mit bestem Wesen, von dem wir sicher noch viel erwarten können.

Der dritte Hund der bei diesem Treffen die “Zuchtwertprüfung 2″ erfolgreich abgelegt hatte war “Hampa de la Arena”, in der Ruhelage war er absolut super. “Hampa”(alias Greif) war durch nichts zu beeindrucken, er nahm sogar die Plane, den Schirm und den Kanister als Spielobjekt oder besser alsBeute an, obwohl diese Gegenstäde, in den dazugehörigen Stationen, eigendlich die Hunde beeindrucken sollten.

Reizlage: Bei der Mutprobe steigt er gut ein, wechselt die Griffe im Arm und hält die Stockschläge gute. Der Hund zeigt hohe Härte und hätte sicher noch deutlich mehr vertragen…(Die Stockschläge wurden beim Überfall etwas verhemmt ausgeführt).

Bei der Mutprobe zeigt “Hampa” schnelles nachsetzten, bremst nicht ab und hält den Griff auch während der Stockschläge weiterhin gut. Nach Einstellung der Kampfhandlung lässt er selbstständig ab.

Das Griffverhalten war nicht ganz optimal, das haben wir bei ihm schon besser gesehen.  Und der Figurant machte zwei kleine Fehler, er führte während der ersten Kampfhandlung die Stockschläge etwas zu verhalten aus und der Figurant wich leicht bei der Mutprobe aus.

Insgesamt aber ein selbstsicherer, noch junger, Rüde mit einer ordentlichen Vorstellung der voll bestehen konnte. Hampa de la Arena stellte sein Wesen abends während der Nachtübung noch deutlich besser unter Beweis, da wurde er dann Sieger der “Silberklasse”.

Die äußerst harte “Zuchtwertprüfung 3″ konnte der  junge Rüde “Parko (de la Arena/Nedel)” erfolgreich ablegen, womit er jetzt auch zu dem elitären Kreis der Hunde gehört die diese Prüfung bestehen konnten.

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Bei der “ZWP 3″ geht es in der Reizlage wirklich zur Sache, weshalb sich verständlicher Weise die meisten Hundebesitzer streuben würden ihren Hund solch einer harten Probe zu unterziehen. Aber bitte vergessen Sie nicht es handelt sich hier um eine Zuchtprüfung die den Hund so hart rannimmt das er auf seine Genetik zurüchgreifen muß und nicht um eine Sporthundprüfung oder ähnliches die ja viele Hundeführer auch nur zum Spaß ablegen. Die “ZWP’s” sind generell so ausgelegt das man wirklich sieht was der Hund von Natur aus mitbringt und nicht was er erlernt hat. Denn wie ich immer sage das erlernte vererbt er nicht!

In der Ruhelage zeigte sich “Parko” etwas zurückhaltend und angespannt. Das der Rüde sich in der Ruhelage nicht optimal zeigen würde war uns klar, da er sich in Umweltstreßsituationen immer etwas unwohl fühlt. Dieser Mangel ist auf die schlechte Sozialisierung des Rüden zurück zuführen. Wobei man aber klar sagen muß das der Rüde keine offensichtliche Aggression oder Angst gezeigt hat!

In der Reizlage legte er einen sensationellen Überfall hin, es war auch mit härtester Gangart nicht möglich  den Rüden zu sperren.

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“Parko” zeigte sehr harte Griffe und ließ sich absolut nicht beirren. Bei der Mutprobe setzte er schnell nach und ignorierte den Kanister. Durch einen 9mm Schuß direkt über seinen Kopf bremste er ab. Durch die folgenen Einwirkungen des Scheintäters ließ er sich nicht sperren oder beeindrucken und bekam so einen verzögerten aber festen Einbiß. Den Griff wechselte er nach einiger Zeit und hielt dann wieder fest und ruhig.

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Bei beiden Reizlageteilen zeigte er stark ausgeprägtes Konterverhalten. Der Rüde ließ bei beidemale schlecht ab.

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Der Scheintäter hatte den Rüden nach dem Einbiß eigentlich schon über Gebühr deutlich, durch starke Einwirkungen über einen längeren Zeitraum, belastet.

Insgesamt eine beeindruckene Vorführung des jungen Rüden. Ein sehr guter Rassevertreter, der durch mangelnde Sozialisierung in der Ruhelage nicht ganz optimal dasteht, allerdings hat er die Fähigkeit sich blitzschnell wieder zu fangen, falls er einmal unsicher wird. In der Reizlage ist er absolut hart und gradlienig.

Wir gratulieren dem Besitzer Frank Nedel zu seinem Mut und vorallem zu der Leistung seines Hundes, eine Leistung die zu bringen nur extrem wenige Hunde fähig sind.

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 Nach dem baldigen Eintritt der Dunkelheit begannen wir mit der Nachtübung.

In der Nachtübung mußten die Hunde die verschieden Situation des Parcours durchlaufen. Während des Parcours wurde die Umwelttauglichkeit, die Schreckhaftigkeit und die Verteidigungsbereitschaft des Hundes geprüft. Diese Nachtübung wurde als Wettkampf ausgetragen und hatte einen sehr realitätsnahen Bezug. In den verschiedenen Stationen erhielten die Hunde Punkte die dann zu Schluß zusammen gezählt wurden und so die Platzierung der Hunde ergaben. Die Punkte wurden durch sachkundige Bewerter vergeben.

Aber wichtiger als die Punkte und Plazierungen sollte der Spaß sein den der interessierte Hundeführer dabei haben sollte und vieleicht auch die Beantwortung der Frage die wir immer wieder hören: “Würde mich mein Hund verteidigen”?

Die Nachtübung wurde in der Jugend-, Silber-, und Goldklasse durchgeführt.

Da wir etwas Rücksicht auf die Anwohner nehmen wollten begannen wir diesmal zuerst mit der Goldklasse, da das mit Abstand die lärmintensivste Klasse war.

Die Goldklasse war für die Vollprofis gedacht, für die Hundeführer die meinten das ihre Hunde durch nichts zu beeindrucken seien und über eine sehr hohe Härte verfügen. Gleich nach dem ersten Hund der Goldklasse harderten einige unter uns doch sehr ob sie ihren Hund wirklich starten lassen sollten oder ihn doch lieber zurück ziehen sollten.

Nach dieser sehr harten und schwierigen Klassen kam dann die Silberklasse. Die Silberklasse war zwar in der Härtestufe deutlich abgeschwächter aber trotzdem nicht minder realitätsnah, auch hier wurden Angriffe der Scheintäter im Vollanzug ausgeführt.

Insgesamt wurden einige Hunde die zur Nachtübung bereits gemeldet waren wieder zurück gezogen und viele Hunde die tagsüber auf dem Vereinsgelände dauerhaft zu sehen waren wurden erst garnicht gemeldet.

Was schade war ist das viele Besitzer von Hunden die Ihre “Alanos/Dogo Canarios/Perro de Presas” aus Nicht-AVD-Zucht haben, sich nicht getraut hatten ihre Hunde vorzustellen. Wir haben vollstes Verständnis das sich nicht Jeder traut seinen Hund in diesem Wettkampf vorzuführen und sicher auch nicht jeder Hund die besten Vorraussetzungen hat. Doch werden bei uns immer alle Hunde fair behandelt und bewertet!!!

Einige haben aber auch nicht gezögert ihren Hund vorzustellen obwohl er nicht aus AVD-Zucht stammt und wir sind sicher das diejenigen auch bestätigen können das bei uns alles fair abläuft. Der AVD e.V. hat keine Vorurteile! Bei uns kann Jeder seinen  Hund vorstellen egal wo er ihn gekauft hat.

Nur Leute die uns tagsüber erzählen ihr Hund kann alles, habe angeblich Prüfungen und ist natürlich auch noch Welt- oder mindestens Europameister auf einer obskuren Schönheitsausstellung geworden (Und das natürlich nicht in Spanien sondern in irgend einem Dorf in Deutschland, na Prost Mahlzeit). Und diese Leute führen ihre Hunde natürlich nicht vor, die haben dann nämlich meistens gerade zu viel oder zu wenig gefressen, sind gerade in der Hitze, haben sich am Ballen oder an den Krallen verletzt, oder die Besitzer halten es für Quatsch da sie ja sowieso wissen das ihr Hund der Beste ist und hätte er mitgemacht dann hätte er auch gewonnen, oder die Lieblingsausrede “Wir haben leider nicht solange Zeit, wir müßen noch weg” natürlich schauen sie dann doch die ganze Veranstaltung an. Ja diese Pralhänse die mögen wir dann wirklich nicht so gerne…

Wir haben immer wieder Starter die wissen das ihr Hund erhebliche Schwächen hat und trotzdem haben sie die Courage ihren vierbeinigen Partner bei unseren Nachtübungen vorzustellen und bestmöglich zu unterstützen.

Wir haben immer großen Respekt vor diesen Teilnehmern!

Diesesmal wurden sogar zwei Junghunde von den Kindern Lena Jendrycki und Sven Blasber vorgeführt. Gratulation zu der richtigen Einstellung!!!

Das einige zurückgezogen wurden war allerdings auch nicht schlimm da wir mit den gemeldeten Hunden bei weitem genug zu tun hatten. Wir mußten sogar die Jugendklasse auf den nächsten Morgen verschieben, so das die Jugendklasse also eigentlich ein Wesensparcour und kein Nachtübungsparcour war, was die Jugendklasse aber nicht beeinflußt hatte.

 Nach Beendung der Silberklasse war es schon sehr spät.

Wären es zu wenig Hunde geworden hätte ich selbst auch noch 6 weitere “De la Arena-Hunde”  im Hänger gehabt, die wir hätten vorführen können.

Nach dem Ende der Silberklasse ging es ins Clubheim, oder für die weniger hartgesottenen ins Hotel, in den  Wohnwagen, ins Auto oder  Zelt.

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Nach einer all zu kurzen Nacht wurde dann am nächsten morgen gleich die Jugendklasse durchgeführt.

Die bei der Nachtübung vorgestellten Hunde zeigten fast alle ein sehr gutes Wesen.

Natürlich hat eine Nachtübung nicht so eine Aussagekraft wie eine “ZWP”, doch konnte man sehr schön die verschieden Wesensveranlagungen der Hunde sehen.

Es liegt in der Natur der Sache das sich einige Hunde unter Wert verkauft haben und andere vielleicht etwas Glück hatten. Doch glaube ich waren die Platzierungen absolut richtig, gerechtfertigt und für alle Experten sicher keine Überraschung.

Hier sehen Sie die Platzierungen der

Nachtübung

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Resultate:

Goldklasse

1. Platz:  Wotan (de la Arena), Alano/Dogo Canario, Rüde, mit Besitzer  Arne Pohlmeyer

2. Platz: Delicia de la Arena, Alano Dogo Canario, Hündin, Besitzer: Melanie Hillebrand

3. Platz: Lisa, APBT, Hündin, Besitzer: Alexander Scheidemantel

4. Platz: Parko (de la Arena/Nedel), Alano/Dogo Canario, Rüde, Besitzer: Frank Nedel

5. Platz: Arnold von Baden, Alano/Dogo Canario, Rüde, Besitzer: Adnan Selli

6. Platz: Puma (Blasberg), Alano/Dogo Canario, Rüde, Besitzer: Jennifer Blasberg

7. Platz: Ass, Malinois-Mix, Rüde, Besitzer: Dieter Blasberg

Silberklasse

1. Platz: Hampa de la Arena, Alano/Dogo Canario, Rüde, Besitzer: Timm Barche

2. Platz: Dardo de la Arena, Alano/Dogo Canario, Rüde, Besitzer: Josepf Reger

3. Platz: Dalton de Eterna Primavera (Import de la Arena), Alano/Dogo Canario, Rüde, Besitzer: Wolfgang Schüler

4. Platz: Justus, Deutescher Schäferhund, Rüde, Besitzer: Claudia Kemena

4. Platz: Faye Bentaiga, Alano, Hündin, Besitzer: Ralf Lukauecz

5. Platz: Honra de la Arena, Alano/Dogo Canario, Hündin, Besitzer: Thomas Grüneberg

5. Platz: Fly vom rotem Milan, Malinois, Rüde, Besitzer: Dieter Blasberg

6. Platz: Roko, Rotweiler, Rüde, Besitzer: Hannes

7. Platz: Pilgrim, Malinois, Rüde, Besitzer: Claudia Kema

7. Platz: Dora Walhalla, Alano, Hündin, Besitzer: Florian Fiedler

8. Platz: Jinete de la Arena, Alano/Dogo Canario, Rüde, Besitzer: Sven Selbeck

8. Platz: Rocky, Malinois, Rüde, Besitzer: Andreas Kasfeld

9. Platz: Igneo de la Arena, Alano/Dogo Canario, Rüde, Besitzer: René Venohr

9. Platz: Jorge de la Arena, Alano/Dogo Canario, Rüde, Besitzer: Heike Waxweiler

9. Platz: Boyero del Canaveral, Alano, Rüde, Besitzer: Koppe

10. Platz: Belicia de la Arena, Alano/Dogo Canario, Hündin, Besitzer: Wolfgang Schüler

Jugendklasse

1. Platz: Lennox de la Arena, Alano/ Dogo Cananrio, Rüde, Besitzer: Björn Blasberg

2.  Platz: Leo de la Arena, Alano/Dogo Canario, Rüde, Besitzer: Christian Raubenheimer

3. Platz: Red Star Emma (Import de la Arena), Alano Dogo Canario, Hündin, mit HF Nadine Schmidt

3. Platz: Luna de la Arena, Alano/Dogo Canario, Hündin, Besitzer: Andrea Blasberg

4. Platz: Aaliah, Alano, Hündin, Besitzer: Jessica Kindermann

5. Platz: Adriano, Alano, Rüde, Besitzer: Anja Reintsch

6.Platz: Pepina, Mischling, Hündin, Besitzer: Sven Blasberg

7. Platz: Pepe, Mischling, Rüde, Besitzer: Anna-Lena Jendrycki

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Nach Ende der Jugendklasse wurde dann die Siegerehrung für die gesamte Nachtübung durchgeführt. Die einzelnen Bewertungen wurden verlesen und die Urkunden vergeben. Die jeweiligen Gewinner der einzelnen Klassen erhielten darüber hinaus einen hochwertigen Pokal.

Und unsere Melanie erhielt für ihren zweiten Platz in der Goldklasse eine Medaille die wir direkt von unseren Freunden vom  “Club Espanol del Dogo Canario” aus Tenerifer importiert hatten.

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Nach der Siegerehrung ging es dann wieder streng nach Veranstaltungsplan weiter:

Unterordnung und Schutzdienst für alle!

Die Ausbilder und Figuranten gaben sich größte Mühe auf die Wünsche der Hundeführer einzugehen und die Hunde bestmöglichst zu trainieren.

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Jetzt ging es weiter mit den Formwertprüfungen die in Form einer Ausstellung durchgeführt wurden. Die Hunde erhielten ihre Bewertungen auf einer Skala von 1bis 6, wobei die eins die Bestnote da stellt. Die Formwertnote ist embenfalls eine Zuchtprüfung die für die Zuchtzulassung eines Hundes von Nöten ist.

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“Aisa (Import de la Arena)”

Auch wenn hier keine angeblichen Weltmeister gekürt wurden, waren doch verdamt typvolle und wirklich schöne Hunde im Ausstellungsring zu bewundern. Wenn man das mal mit den früheren Ausstellungen in Ellwangen verglichen hätte, wo immer nur vereinzelt typvolle Hunde (wie z.B. Sultán) zu sehen waren, wäre das eine Typsteigerung von 100% gewesen.

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“Sheila”

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(“Tornado (Vollberg)” Import aus Gran Canaria)

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Die ausgestellten Hunde waren alle von guter bis sehr guter Qualität!

Es wurde mehrfach die Bestnote “1” vergeben und kein Hund erhielt eine schlechtere Formwertnote als “3”. (und auch die drei steht immer noch für einen zuchtuneingeschränkten Formwert). Hierran können wir sehen das die AVD e.V.-Zuchtaktivitäten der letzten Jahre in die richtige Richtung gegangen sind und die äußerst typvollen Importe ihre Spuren im Formwert deutlich hinterlassen haben.

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“Dalton de Eterna Primavera (Import de la Arena)”

Gerichtet wurde nach dem spanischen FCI-Standarts. Um es für den interessierten Zuschauer deutlicher zu machen, wurden anhand der jeweiligen Hunden, die einzelnen Punkte des Standarts erläutert und per Megaphone übertragen. Um der Ausstellung einen noch schöneren Rahmen zu geben wurden auch einige Hunde ausgestellt die bereits ihre Formwertnote hatten.

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 “Puma”

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Hier können Sie sich die Formwertresultate der ausgestellten Hunde ansehen:

Die Formwertnote “1” konnten die folgende Hunde erlangen

Sheila (de la Arena) (“1″ ohne Abstriche)

Igneo de la Arena (“1″ ohne Abstriche)

Elly (Import de la Arena) (“1″ ohne Abstriche)

Red Star Emma (Import de la Arena) (“1″ Jugendnote ohne Abstriche)

Dureza de la Arena (Tara) (“1″ mit leichten Abstriche)

Puma (“1″ mit leichten Abstrichen)

Arnold von Baden (“1″ mit leichte Abstrichen)

Dalton de Eterna Primavera (Import de la Arena) (“1″ mit leichten Abstrichen)

Parko (de la Arena/Nedel) (“1″ mit leichten Abstrichen)

I (Atila)de la Arena (“1″ mit leichten Abstrichen)

Jinete de la Arena (“1″ mit leichten Abstrichen)

Tornado (Vollberg)(“1″ mit deutlichen Abstrichen)

Aisa (Import dela Arena) (“1″ Jugendnote mit leichten Abstrichen)

Leo de la Arena (“1″ Jugendnote mit deutlichen Abstrichen)

Die Formwertnote “2” konnten die folgende Hunde erlangen

Lennox de la Arena (“2″ Jugendnote ohne Abstriche)

Abaja (Import de la Arena) (“2″ mit leichten Abstrichen)

Jorge de la Arena (“2″ mit deutlichen Abstrichen)

Die Formwertnote “3” konnten die folgenden Hunde erlangen

Luna de la Arena (“3″ Jugendnote ohne Abstriche)

Ilka of Bavarian Presa (“3″ ohne Abstriche)

Adriano (“3″ Jugendbeginnote ohne Abstriche)

Aaliah (“3″ Jugendbeginnote mit leichten Abstrichen)

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“Boyero del Canaveral”

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 “Jinete de la Arena”

Nach der sehr zeitintensieven Ausstellung ging es dann mit den Vorführungen weiter.

Hier wurden, von den Demoteams, ausbilderische Leistungen präsentiert die viele unserer Rasse vielleicht garnicht zu getraut hätten.

Als erstes wurden einige Zuschauer auf den Platz gebeten, die als Ablenkung und als Demonstrationsobjekte der Menschenfreundlichkeit unserer Rasse fungieren sollten.

Dann betrat Björn Blasberg mit dem Rüden “Puma” den Ausbildungsplatz. Björn führte uns mit “Puma” eine eindrucksvolle Unterordnung mit Freifolge durch eine große Menschengruppe, mit Ablage unter straker Ablenkung und mit  einem Aport über weite Distanz vor. Das beeindruckenste aber war sicher das während der Vorführung ein, zuvor versteckter, Scheintäter mehrfach angriff. Puma vereitelte die spektakulären Angriffe des Scheintäters und ließ sich danach sofort wieder in Freifolge abführen um weiter seiner Unterordnungsdemonstration nachzugehen und das obwohl sich der bedrohliche Scheintäter immer noch in seiner Nähe aufhielt.

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Es war eine wirklich gelungene Präsentation von Pumas Gehorsam und der Ausbildungsfähigkeit unserer Rasse!

Dann betrat Melanie zusammen mit ihrer Couga (Delicia de la Arena)  und einem Scheintäter das Geschehen. Jetzt wurde den deutlich verblüfften Zuschauern gezeigt was ein ausgebildeter Personenschutzhund leisten kann und vorallem unter welchen Gesichtspunkten er ausgebildet wurde. Hier wurden wirklich neue Wege der Schutzhundeausbildung gezeigt. Das Demoteam wies deutlich auf das der Hund in keinster Weise Aggressionen gegen den Scheintäter hegt und auch das er keine klar ersichtlichen Beute- oder Wehrtriebreaktionen zeigt. Und doch agierte der Hund blitzschnell gegen Angriffe auf seine Hundeführerin. Dieser Hund wurde nach den Prinzipien der Hundeschule “Dog Control” im Personenschutzdienst ausgebildet. Der Hund darf keine Angriffe auf seinen Hundeführer zulassen, darf aber auch nicht zu hoch in Trieb kommen und muß sich sofort wieder absolut freundlich und umwelttauglich zeigen. Der Hund vereitelte während dieser Vorführung mehrere Angriffe unter großer Ablenkung und ließ sich dannach sofort wieder vom Scheintäter streicheln, der sich sogar zu dem Hund auf den Boden legte.

Das der Hund nicht equipmentfixiert ist wurde deutlich gezeigt, unteranderm wurde ihm sogar eine Beiswurst als Ersatz angeboten was der Hund aber ignorierte, sich nicht beirren ließ und weiter seine Hundeführern beschütze.AVD-Treffen-Essen-2005-035.jpg

Auch die Schußfestigkeit wurde bewiesen, indem der Scheintäter die Trommel seines 9mm Revolvers direkt über dem Kopf des Hundes leerrschoß.

Und alle diese realistischen Schutzdienstaktion in mitten der Zuschauer!

Während dieser langen Demonstration führte Melanie dann auch noch eine schöne Unterordnung (Fußgehen, Freiablage etc.) mit ihrer Hündin vor.

Diese Vorführung fazinierte die Zuschauer besonders und brachte auch die Zuschauer mit  viel Ausbildungserfahrung zum nachdenken.

Als dritte und letzte Vorführung traten dann Jennifer Blasberg und Andrea Blasberg mit ihren beiden Junghunden “Lennox de la Arena” und “Luna de la Arena” an.

Sie präsentierten uns den hohen Ausbildungsstand ihrer jungen Hunde.

Hier wurde positiv bestärkte Unterornung vom feinsten geboten.

Sehr schöne Freifolgen, Ablagen und super Motivationsvorschläge wurden uns hier von Jenny und Andrea gezeigt.

Sehr schön zu sehen wie unsere jungen Nachwuchshunde schon so perfekt im VPG-Sport arbeiten.

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Nach den Vorführungen wurde dann, für die unermüdlichen,  noch etwas Übungsbetrieb geboten.

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Dannach wurde die Veranstaltung dann offiziell beendet.

Die fleisigen Helfer halfen dann noch alle kräftig mit das Vereinsgelände wieder aufzuräumen um die vielen Übungsgeräte und Utensielien zu verstauen.

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Im Fazit war es also eine vollstens gelungene Veranstaltung die wir im nächsten Jahr zeitig wiederholen werden. Nächstes mal werden wir den Zeitplan vieleicht nicht ganz so voll stopfen, damit die Veranstalter auch mal Zeit finden etwas durch zu atmen.

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An dieser Stelle sei noch einmal der ganzen NRW-Gruppe und allen Helfern, ohne die dieses Event nicht möglich gewesen wäre, unser herzlichster Dank ausgesprochen!

Arne Pohlmeyer