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Rasselisten und Hundesteuer

Rasselisten und Hundesteuer
Vorab aus der Sicht des AVD e.V., sind sämtliche Listen „zur Bekämpfung gefährlicher Hunde“
der verschiedenen Bundesländer vollkommen ungeeignet.

Wie in der Vergangenheit durch unzählige Studien belegt wurde, kann man eine eventuelle Gefährlichkeit einer Hunderasse definitiv nicht von der Rassezugehörigkeit des Hundes abhängig machen.

Zu unserer Rasse ist zu sagen, dass sie in der Historie vornehmlich als Jagdhund, als Wach- und Schutzhund, als Kriegshund und als Rinder-Treibhund Verwendung fand.

Hieran kann man deutlich erkennen, dass eine klare Einteilung in eine Kategorie (wie z.B. in die Kategorie der Jagdgebrauchshunde) anhand der geschichtlichen Verwendung nicht möglich ist.

Es gibt mehrere internationale Hundeverbände, die unsere Rasse in die sog. Gruppe der “Pinscher u. Schnauzer, Molosser, Schweizer Sennenhunde“ einteilen.

Die Zurechnung zu den sogenannten Molossern ist recht naheliegend, da unsere Rasse über ein molossoides Erscheinungsbild verfügt und einem brachyzephalen Typ entspricht.

Und doch ist es nur eine Einteilung anhand von optischen Merkmalen:
breiter Fang, dicker Kopf, lose Haut usw…….

Hier müssen wir aber klar rausstellen, dass die sogenannten Rasselisten „zur Bekämpfung gefährlicher Hunde“ nichts mit den Einteillungen in die Rassegruppen der Hundeverbände zu tun haben.

In Welche Gruppe würden die Spanier unsere Rasse stecken?

Das ist hier sicher auch eine legitime Frage. Auf den Kanaren hört man häufig, dass man die Rasse der Gruppe der Wachhunde zuordnen muss. Die Vereine der Schönheitszüchter stellen heraus, dass es sich bei ihren Hunden um einen Molosser handelt.

Auf dem spanischen Festland möchten die sportlich orientierten Hundehalter, unsere Rasse immer im Lager der Schutz-, Dienst- u. Gebrauchshunde angesiedelt sehen.

Des weiteren gibt es die (im Internet wenig vertretende) Gruppe der spanischen Jäger die klar meinen, dass unsere Rasse einzig und allein der Gruppe der Jagdgebrauchshunde zuzuordnen ist.

Sie sehen über die Zugehörigkeit in einer gewissen Rassegruppe könnte man also vortrefflich streiten.

Zum eigentlichen Thema zurück, die deutschen Rasselisten der Hundeverordnungen.

Wie bereits erwähnt gibt es keinerlei belegbare Punkte mit denen die in vielen Bundesländern bestehenden Rasselisten begründet werden können.
Gleichfalls gibt es seit bestehen der einzelnen Rasselisten keine Vorteile für Bürger der Bundesrepublik Deutschland. Etwaige Beißvorfälle bzw. Unfälle mit Hunden haben sich überhaupt nicht vermindert.

Viele der Rassen sind auch absolut willkürlich auf diese Listen gesetzt worden.
Fachkompetenz scheint dabei nicht vorhanden oder gewünscht gewesen zu sein.

Die ersten Listen wurden bereits in den 80er Jahren herausgegeben.

Die angegeben Rassen gehörten teilweise überhaupt keiner Hunderasse an,
wie z.B. der Bandog oder der Römische Kampfhund und viele andere Fantasienamen.

Auch wurde nicht darauf geachtet, ob überhaupt eine theoretische Gefahr bestehen könnte,
so z.B. beim Tosa Inu der in Bayern bereits auf der Rasseliste stand ohne dass es auch nur
einen einzigen davon in Bayern gab!

Die Häufigkeit von Beißvorfällen wurde überhaupt nicht in die Überlegungen der Schöpfer der Rasselisten einbezogen. Sonst wären in den meisten Bundesländern sicher auch alle Mischlinge (!) und auch viele beliebte deutsche Rassen wie z.B. der Deutsche Schäferhund mit dabei gewesen.
Hieran sieht man sehr deutlich die Willkür der „Verfasser“ dieser Listen.

Dies ist allerdings nicht nur ein deutsches Problem, Rasselisten gibt es auch in anderen Ländern.

So nun für uns zum leidigsten Thema, steht die spanische bzw. kanarische Dogge auch in manchen Bundesländern auf einer sog. Rasseliste?

Wir wissen, dass viele deutsche Schwarzzüchter und Hundehändler diese Frage
häufig mit NEIN beantworten, obwohl Sie es besser wissen.
Sie lügen Ihre Welpeninteressenten an, um ja keine „Kunden“ abzuschrecken.

Diesen Weg wollen wir im AVD e.V. nicht gehen!

Vor einigen Jahren, zumindest weit vor der Auflistung, stellten wir unsere Rasse und unseren
Verein sogar zwei oder drei mal in Anzeigen, mit dem Zusatz “nicht auf Rasseliste“, vor.

Dies war ein moralischer Fehler, denn wir gerne bereit sind einzuräumen!

Allerdings muss man der Wahrheit die Ehre geben, wir waren nicht die einzigsten, die auf diese
“Nicht-Listung“ hinwiesen. Einige Züchter außerhalb des AVD e.V. bauten darauf ihre komplette Vermarktungsstrategie, ihrer unkontrolliert produzierten und auf den Markt geworfenen Welpen, auf.

Des weiteren nutzen viele Mischlingszüchter die Chance ihre Welpen unter falschem Deckmantel zu verkaufen. So gab es Leute die z.B. Pitbulls mit Dogo Canarios kreuzten und diese Kat.1-Mischlinge
dann als reinrassige Dogo Canarios (Alanos/Perro de Presas) anboten.

Einige dieser Mischlinge führten dann z.B. zur Auflistung unserer Rasse in Bayern. Da dort ein Sachverständiger meinte, dass wenn diese Mischlinge als Alanos und Presa Canarios ausgegeben werden, er dann einfach behaupte in jedem Presa Canario sei ein Blutanteil der Rasse “Pitbull” (die laut FCI übrigens garnicht existiert) anzunehmen.

Da es uns vom AVD e.V. nicht, wie vielen anderen ums „Geschäfte machen“ geht, sondern uns wirklich am Wohl der Rasse liegt und nicht in erster Linie am Wohl unseres Geldbeutels, wollen wir die ursprüngliche Frage richtig beantworten:

Ja unsere Rasse steht in (soweit uns bekannt) drei Bundesländern auf der sogenannten
Kategorie 2 der Rassenliste.

Die Bundesländer sind Bayern, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.

Kategorie 2 bedeutet, dass die Hunde dem Verdacht der Gefährlichkeit unterliegen, diesen
Verdacht kann man gegenüber den Ordnungsämtern durch einen Wesenstest widerlegen.

Sie dürfen ohne irgendwelche Genehmigungen einen Kat. 2 Hund erwerben und führen!

Wenn man also einen Kategorie 2 Hund in Bayern, Brandenburg oder NRW angemeldet hat, muss dieser ab einem gewissen Alter an der Leine geführt und mit einem Maulkorb versehen sein (teilweise reicht auch Leine), wenn man mit ihm auf der Strasse läuft.

Wenn man mit dem Hund dann einen Wesenstest absolviert, der beweisen soll, dass von dem Hund keine erhöhte Gefahr ausgeht, ist er wieder wie jeder andere Hund zu sehen.

Sehr vereinfacht gesagt wenn man z.B. in NRW mit seinem Rottweiler einen Wesenstest ablegt,
ist er wieder genau wie zum Beispiel ein Pudel zu führen.

Soweit zu den Verordnungen über das Halten potentiell gefährlicher Hunde.
Erhöhte Hundesteuern
Das Thema “Hundesteuer“ ist übrigens wieder ein ganz anderes Thema!!!

Erhöhte Hundesteuern für sog. gefährliche Hunde kann in der Regel jede Kleinstgemeinde selbstständig erheben. Dabei ist es vollkommen unwichtig ob die festgelegten Rassen auf der Rasseliste der Haltungsverordnungen stehen.

Uns sind Gemeinden bekannt in denen über 30 Hunderassen aufgelistet sind vom Schäferhund über den Boxer bis zur Französischen Bulldogge, obwohl es im dazugehörigen Bundesland überhaupt keine Rasselisten über das Halten gefährlicher Hunde gibt. Da haben einfach einige Städte und Gemeinden gemerkt, dass sich hier ein neuer Weg eröffnet hat, einfach an zusätzliche Steuereinnahmen zu kommen.

Genauso gibt es Städte in denen man für (z.B.) einen “American Staffordshire Terrier“ keine erhöhten Hundesteuern zahlen muss, obwohl die Städte zu Bundesländern gehören in denen diese Rasse auf Kategorie 1 steht und nicht ohne Sondergenehmigung legal zu halten ist.

Sie sehen also, dass Regeln der einzelnen Städte und Bundesländer sehr weit voneinander abweichen und dass das zahlen erhöhter Hundesteuern nicht unbedingt von der Rasselistung abhängig gemacht werden kann bzw. dass eine Listung nicht automatisch zu einer erhöhten Hundesteuer führt.

Warum sind wir in Bayern, Brandenburg und Nord Rheinwestfalen auf Kat 2?

Also, warum ist unsere Rasse in drei Bundesländern auf der Kat 2-Liste?

Nun dazu kann man ganz einfach folgendes sagen, weil es die Urheber der Listen ganz
willkürlich so wollten!

Es gab keine negativen Vorfälle, die zur Auflistung in all diesen drei Bundesländern geführt hatte.

Es ist ein absoluter Irrglaube das ein Hund einer Rasse jemanden beißen muss, damit seine Rasse gelistet wird. Dazu gibt es zahlreiche Statistiken.

Nun komme ich zu einem Punkt der uns natürlich empört:
Es rennt jemand in Deutschland herum, der „Opfer“ eines sehr aufmerksamen Ordnungsamtes wurde und plötzlich Kampfhundesteuern zahlen musste, der behauptet, dass der AVD e.V. und alle Leute die für einen rassereinen, mit rassetypischen festen Charakter ausgestatten Dogo Canario eintreten, ihn fördern, ihn ausbilden und sein Wesen dauerhaft aufmerksam prüfen, daran Schuld sind, dass der Dogo Canario in NRW gelistet ist.

Genau diejenigen die sich um die Rasse also so sehr kümmern wie kein anderer und sich ständig bemühen die Rasse so zu züchten wie sie sein sollte, Wesensfest, Gesund, Kinderlieb, Mutig, Charakterstark und Leistungsfähig.

So eine Aussage ist ja wohl ein Hammer, oder?!

Aber bei genauerer Betrachtung merkten wir schnell es ging ihm um die Steuern, da will jemand Geld sparen und wir sind also Schuld an seinen „Mehrausgaben“, sehr logisch, nicht wahr?!
Ob das Finanzamt wohl das Geld nicht haben will, wenn es wüsste, dass das liebe Hündchen doch großen Wert drauf legt korrekt als Dogo Canario angesprochen zu werden?!

Man kann so einen ausgemachten Blödsinn vielleicht ja noch irgendeinem absoluten Hundelaien vorlügen, aber sicher keinem Hundekenner. So wird versucht dem Laien zu erklären das im AVD e.V. ja auch Schutzdienst praktiziert wird und das im Schutzhundesport ja der Hund den Ärmel oder Anzug des Scheintäters beißen muss und deshalb sind wahrscheinlich alle Hunde böse usw…..
Sie haben diese Schauermärchen vielleicht auch schon mal gehört. In diese Schublade gehört auch,
dass ein Hund durch die Fütterung von rohem Fleisch SCHARF und BÖSARTIG wird, usw…..

Das aber der AVD e.V. der einzige Verein ist, der den Dogo Canario auch in der Ruhelage prüft, ihn als Umweltsicheren-Begleithund ausbildet, ihn einem Wesenstest unterzieht, der alle Hunde sofort zur Zucht sperrt die aggressiv sind, der als einziger Öffentlichkeitsarbeit auf Hundeplätzen, in Schulen und Kindergärten leistet etc. das alles wird nicht erwähnt, merkwürdig nicht wahr?!

Auch die anhand von offiziellen Studien nachgewiesenen Fakten, dass Hunde die im Schutzhundebereich ausgebildet werden, über eine bessere Unterordnung verfügen, sicher im Umgang und in der Öffentlichkeit sind, ausgeglichener, beherrschter sind, führiger sind, trieblich ausgelasteter, absolut kontrollierter, bei weitem ungefährlicher sind und wesentlich seltener Beißvorfälle verursacht haben, als Hunde ohne Schutzhundeausbildung, ja auch diese Fakten werden natürlich nicht erwähnt!!!

Der AVD e.V. ist der einzige Verein der wirklich bemüht ist die Rasse als charakterfeste Hunde positiv vorzustellen, und zwar mit alle Facetten, wir müssen nichts leugnen und haben nichts zu schönen.
Wir arbeiten hart daran und nicht nur mit bloßen Worten.

Da gibt es Leute die erklären uns, dass wir angeblich ausschließlich Schutzdienstfotos auf unserer Vereinshomepage haben… Auf welcher Homepage zum Teufel waren die denn?
Wir haben viele schöne Schutzdienstbilder das ist sicher richtig, aber nur? Wir unterhalten schließlich die umfangreichste Homepage über den Dogo Canario im ganzen Internet (welche auch sehr gerne als Vorlage benutzt wird) und wir haben auch extrem viele Fotos zusammengetragen, wobei die Schutzdienstfotos bei weitem nicht überwiegen! Auf welcher Homepage finden Sie denn bitte mehr
Fotos die Dogo Canarios bei Ruhelagetests, bei der Unterordnung und im Umgang mit Kindern zeigen???

Wir sind sehr stolz das wir im AVD e.V. (mit unseren guten Hunde), die wesensfestesten Dogo Canarios weltweit haben!

Wir sind stolz, dass sie so kinderlieb sind.
Wir sind stolz, dass sie so guten Schutzdienst machen.
Wir sind stolz, dass sie hervorragende Familienhunde sind.
Wir sind stolz, dass sie so ausdauerfähig sind.
Wir sind stolz, dass sie so sicher in der Ruhelage sind.
Wir sind stolz, dass sie so mutig in der Reizlage sind.
Wir sind stolz, dass wir echte Linen aufgebaut haben.
Wir sind stolz, dass sie über so gute Formwerte verfügen.
Wir sind stolz, dass sie so gut ausbildbar sind.
Wir sind stolz, dass sie über ein perfektes Balancewesen verfügen.
Wir sind stolz, dass unsere Hunde über eine gute Reizschwelle verfügen.
Wir sind stolz, dass unsere Hunde absolut glasklar im Kopf sind.
Wir sind stolz, dass so viele gute Hundehalter, Hundesportler, Diensthundeführer und Polizisten zu unseren Welpenkäufern gehören und aktiv mit uns zusammenarbeiten.

Aber auch wenn das sicher politisch nicht ganz klug ist, will ich erwähnen das wir auch öfters Dogo Canarios auf unseren Plätzen haben, die nicht wesensfest sind, die feige sind, die nervös sind, die bissig sind. Ganz unsichere, gefährliche, linksliegende Tölen. (Die es aber leider bei jeder Rasse gibt). Und diese wesensschwachen Dogo Canarios kommen zu fast 100% aus Schönheits- oder Schwarzzucht, da wo das Wesen nicht nach unseren Maßstäben kontrolliert wird!!!

Tricks und Kniffe
Da nicht jeder der in den genannten Bundesländern gewillt ist mit seinem Dogo Canario einen Wesenstest zu absolvieren, wird natürlich kräftigt getrickst und gemogelt.
Da wird versucht den Hund als Boxermischling oder als Deutsche Dogge oder als geheime spanische Kreation anzumelden. Über diese Lügerei möchten wir hier nicht weiter urteilen, dass soll jeder selbst mit sich abmachen.

Nun ist es nur so, dass es verschiedene Bezeichnungen in den drei erwähnten Bundesländern gibt. So erwähnt z.B. das Bundesland Bayern die folgenden drei Bezeichnungen „Alano“, “Dogo Canario“,. „Presa Canario“ und das Bundesland Nord Rheinwestfalen nur die Bezeichnung “Alano“. Doch wenn Sie Ihren Hund nun als „Spanische Dogge“ oder als „Spanischer Stierhund“ oder als „Perro de Presa Espanol“ etc. anmelden, werden die Behören Ihnen sicher sagen, dass Ihr Hund trotzdem unter die Kat. 2 fällt. Und ob das nun korrekt ist oder nicht müssen Sie sich jetzt mal selbst überlegen…

Nord Rhein Westfalen hat es sich ganz einfach gemacht und hat alle Ihnen bekannten Bezeichnungen und Namensvarianten (inklusive einiger Fehler) für unsere Rasse unter dem Sammelbegriff „Alano“ gestellt. Das heißt wenn Sie Ihren Hund z.B. als Dogo Canario, Perro de Jabali oder Perro de Presa Canario anmelden, wird er unter dem Sammelbegriff „Alano“ geführt.

Und selbst wenn jetzt einige immer noch versuchen es den Ämtern vorzumachen, dass es sich jeweils um völlig verschiedene Rassen handelt, bringt das ja doch nichts. Wir wollen auch diesmal gar nicht auf die Geschichten mit den angeblich völlig verschieden Rassen eingehen.

Es geht doch nur darum, welche Hunde wollten die Macher der Liste in z.B. NRW wenn auf Ihrer Liste haben?

Wenn man es den Ämtern einreden könnte, dass es sich beim Alano um eine Rasse handelt und das die Rasse Dogo Canario eine völlig andere ist, was wäre dann? Nichts alles wäre genauso, dann würden sie halt beide Bezeichnungen führen.

(Wenn ich den Pitbull nicht will muss ich auch den AM. Staff erwähnen oder ich packe beide unter Pit, ist doch gehüpft wie gesprungen).

So auch bei unserer Rasse. Wer glaubt denn, dass sich (wenn es so wäre) die Ämter jetzt bedauernd entschuldigen würden, das sie den lieben knuffigen Dogo Canario mit seinem süßen Gesichtchen aus versehen mit einem unknuffigen Alano mit bösem Gesicht verwechselt haben oder gar mit einem Presa Canario der wahrscheinlich eher einem rabiaten Rauhhaardackel ähnelt, oder was? Ist doch glatter Schwachsinn!

Wenn man genau demjenigen der in NRW durchgesetzt hat, dass dort alle spanischen Doggentypen unter dem Sammelbegriff „Alano“ geführt werden, Fotos von einem Hund „von den Pretorianern“, einen von „Campo del Norte“ und einen aus dem Zuchtzwinger „of Bavarian Presas“ und einen aus dem Leistungszwinger „De la Arena“ zeigen würde, was würde er wohl sagen?. (Wie vielleicht bekannt wählt der erste die Bezeichnung Dogo Canario, der zweite die Bezeichnung „Alano“, der dritte die Bezeichnung „Presa Canario“ und der vierte erkennt alle Bezeichnungen an.
Also? Was würde derjenige wohl sagen? Das er einmal den falschen gelistet hat oder dreimal oder zweimal? Jetzt mal ehrlich, bei aller Liebe, der wird sagen ja genau die meinte ich. Alle vier Hunde auf den Fotos passen haar genau zu dem was er meinte!
Das ist nun mal leider so!

Und wenn wir die Behörde nun gerichtlich zwingen könnten, nicht alle Bezeichnungen unter „Alano“ zu führen? Dann werden Sie sich halt die Mühe machen und alle einzeln auflisten, oder sie packen dann alle unter einem neuen Sammelbegriffe, vielleicht ja alle Bezeichnungen unter „Dogo Canario“… Was soll das bringen? Gar nichts!

Und selbst wenn man nur mit den kompletten Fehlern aufräumen würde, wie z.B. das in NRW die Rasse „Boerboel“ auch unter „Alano“ läuft, würde das doch nicht viel bringen. Leute die solche Listen erstellen mögen nämlich keine Hunde die aussehen wie der „Boerboel“, ob er nun aus Afrika kommt und nicht aus Spanien ist denen dann doch auch völlig egal…

Die Herren haben genau die Hunde drauf gesetzt die sie wollten und dabei haben sie einige erwischt.

Und das wir, ungewollt, durch unsere aufklärende Homepage jetzt für die Auflistung der verschiedenen Namensvarianten gesorgt haben, mag eventuell sogar sein, aber sicher nicht für die Auflistung der Rasse!

Damit haben wir also unbewusst dafür gesorgt, dass einige Trickser jetzt Probleme haben ihre Hunde unter einer Synonym- oder Alibi-Bezeichnung anzumelden und so dem Maulkorb bzw. Wesenstest zu entgehen.

Auch glauben manche, dass es immer besser ist andere anzuprangern als zusammenzuarbeiten. Da hört man dann so etwas:

-Nein mein Hund ist ein Dogo Canario, die Rasse Presa Canario oder Alano Espanol müsst ihr bestraffen aber doch nicht mich.

-Oder, nein unsere spanischen Doggen sind voll lieb (sind sie i.d.R. ja auch wirklich) aber die Mastinos und Bordeauxdoggen da habt ihr die richtigen das sind ja Kampfhunde aus der Antike.

-Oder, ähhh ihr müsst den Rottweiler verbieten, der beißt ja immer, aber mein Cane Corso der kann das gar nicht.

-Oder, Ey Mann mein Ca de Bou der hat ja gar nichts mit nem spanischen Alano zu tun, der Ca de Bou ist nämlich der iberische Stierkampfhund und der Alano ist die Deutsche Dogge, verstehste.

Und ja nicht vergessen zu erwähnen wie viel Tonnen Beißkraft ein Englischer Bullterrier hat und das der Belgische Malinois ja eine so niederige Reizschwelle hat und messerscharf, das bringt uns dann alle viel weiter, na Prost Mahlzeit!

Wie können wir unsere Rasse zukünftig schützen?
Also, wie können wir unsere Rasse in der Zukunft besser schützen.

In dem unsere AVD e.V. Züchter noch strenger, (als sie es sowieso schon tun), ihre Welpeninteressenten auswählen.

Wir alle dürfen keine Hunde an Rasselaien, Lust und Laune-Käufern und an Menschen mit asozialen Tendenzen abgeben!

Wir brauchen gute Plätze für unsere guten Hunde, bei Leuten die Wissen was Sie wollen. Wir brauchen Interessenten die einen gesunden, wesensfesten und rassetypischen Hund suchen, den sie dann auch optimal sozialisieren, fördern und ausbilden wollen.

Jemand der einen Hund dafür braucht, um mit ihm in der Fußgängerzone den “Dicken Max“ zu markieren, überall rumprollt wie dick und fett sein Dogo Canario ist, den brauchen wir bei uns im AVD e.V. ganz sicher nicht.

Solche Leute sind bei den Schönheits- bzw. Ausstellungszüchtern sowieso besser aufgehoben, da gibt es dann zwar keine Gesundheit, keine Reinrassigkeit, keine Wesensfestigkeit aber dafür jede Menge FETT und MASSE. Dort wird man gerne mit BOAH EY angesprochen.

Wir im AVD e.V. haben Wesensprüfungen für unsere Hunde entwickelt, leider aber
noch nicht für unsere Welpenkäufer.

Wir sollten eigentlich alle unsere Interessenten einem Charakter-, Intelligenz- und Eignungstest unterziehen.

Wir haben im gros zwar sehr gute Hundeführer im Verein, doch wenn ich (wie leider so häufig) Leute am Telefon habe, die in aller Regel schon ihren Dogo Canario aus Schönheits- bzw. Schwarzzucht gekauft haben, dann läuft es mir regelmäßig kalt den Rücken runter, mit welcher unnachgiebigen Dummheit diese Leute ausgestattet sind, das ist kaum zu glauben. Von Intelligenz nicht mal angekränkelt.
Und solche Figuren mit unserer Rasse oder Mischlingen daraus? Schlimm ist so was!

Wie auch immer, alle unsere Zuchthunde würden einen Wesenstest zur Maulkorbbefreiung in Bayern, Brandenburg und NRW bestehen, da bereits unsere eigenen Anforderungen, was wir vom Wesen eines Dogo Canarios verlangen, bei weitem höher einzustufen sind als so ein Wesenstest dieser drei Bundesländer.

Ohne dass das Wesen unserer Hunde ausführlich geprüft ist, darf ein Hund bei uns nicht zur Zucht!
Da gibt es kein wenn und aber! Punkt!

Es haben übrigens mehrere Hunde aus dem AVD e.V. freiwillig einen Wesenstest absolviert, und alle mit besten Bewertungen! (Dies nur am Rande).

Also wie bereits deutlich gesagt, wir halten die Rasselisten für uneffektiv, undemokratisch, rassistisch und für das komplett falsche Mittel.

Einen kynologisch ausgearbeiteten Wesenstest, aber dann bitte auch für alle Hunde, halten wir für überaus sinnvoll! Deshalb haben wir mit unseren ZWPs bereits solche, als festen Bestandteil unserer Zuchtordnung erarbeitet.

Wenn ein Hund, jedweder Rasse, gefährlich in der Öffentlichkeit zu führen ist, weil er zum Beispiel ein ängstlicher oder linksliegend scharfer Beißer ist, dann kann der ja wohl auch bitte einen Maulkorb, zum Schutze der Gesellschaft besonders der Kinder, tragen.

Und wenn ein Hund, jedweder Rasse, dies nicht ist, dann braucht er ja wohl auch keinen Maulkorb.

Und wenn er nicht voll in der Hand steht braucht er eine Leine, wenn er aber gut ausgebildet ist dann nicht usw. usw.

In der Theorie ganz logisch und einfach, nur darf man sich bei diesem Thema nicht von rassistischen Vorurteilen leiten lassen.

Von unserer Seite aus fordern wir also:

Wenn man in Deutschland (dem Land in dem es bereits mehr Gesetzte gibt als in jedem anderen Land der Welt) Gesetzte und Regeln für das Halten und Führen von Hunden braucht, dann:

Gleiches Recht für alle!

-Wesenstest für alle Hunde
– Keine pauschalen Rasselisten
– Sachkundenachweis für alle Hundehalter

Ihr

Arne Pohlmeyer
AVD e.V. Präsident

P.s.:

Wenn Sie mit Ihrem Dogo Canario in den betroffenen Bundesländern einen Wesenstest ablegen wollen, empfehlen wir:

Für Nordrhein-Westfalen den staatlich geprüften Verhaltensprüfer
Herrn Horst Wickerath, in Kevelaer, Tel.: 02832/975436 oder Mobil: 0160/8980706

Für Brandenburg den staatlich geprüften Verhaltensprüfer
Herrn S. Trebschuh, in Zossen, Tel.: 033 77 – 30 17 49

Für Bayern den staatlich geprüften Verhaltensprüfer:
Norman Weckmüller +49 (0)151 – 23 45 93 65

Rassebeschreibung Dogo Canario (Alano / Perro de Presa)

Rassebeschreibung der spanischen Dogge

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Der heutige Dogo Canario stammt vom alten Alano ab. Der Alano (spanisch “Dogge”) war ein Hundetyp den wir uns am einfachsten als wehrhafte Dogge, als kraftvoller “Packer” vorstellen können, er entstand im mediterranen Raum, wie in ähnlicher Weise auf den britischen Inseln Mastiff und Bulldog sowie in Mitteleuropa der Bullenbeißer (Vorläufer des deutschen Boxers) als vergleichbare Spezies herausgezüchtet wurde.

Der Dogo Canario stellte in Spanien den direkten Nachfolger des alten Alano dar. Auch wenn diese spanischen Doggen (Alanos) bereits im Mittelalter ziemlich rein gezüchtet wurden, scheint es uns hier trotzdem richtiger von einem Hunde-Typ als von einer Hunde-Rasse im modernen Sinn zu sprechen. Der alte Alano taucht in unzähligen Büchern und Schriften verschiedener Autoren ab dem 14. Jahrhundert auf. Auch im altertümlichen Schrifttum wurde dieser Hundetyp schon immer als Alano bezeichnet. (Später folge als gleichbedeutendes Synonym auch häufig die Bezeichnung „Perro de Presa“).
Die hier beschriebenen Hatz- und Kriegshunde entsprechen erstaunlich genau unseren Dogo Canarios (aus leistungsorientierten Zuchten) von heute. Der Dogo Canario hat sich Gottlob noch nicht zu weit von seinem Ahnherrn dem spanischen “Alano“ entfernt.
Die modernen Dogo Canario Ausstellungsexemplare sind mittlerweile nicht mehr ohne weiteres mit ihrer leistungsfähigen Urform zu vergleichen.

Der historische “Alano” wurde ausschließlich auf seine Funktion gezüchtet. Er war ein reiner Arbeitshund, der mit verschiedenen Namen belegt wurde.
In seiner Reinform hat er nur auf den Kanarischen Inseln und in einigen abgelegten Teilen des spanischen Festlandes überlebt. Wobei das Wort „Reinrassigkeit“, bei distanzierter Betrachtungsweise, in der gesamten Kynologie nicht wirklich wörtlich genommen werden kann.
Heute wird diese Ur-Rasse nun häufig als “Dogo Canario”, manchmal auch “Presa Canario“ oder auch “Perro de Presa“ bezeichnet. Aber auch eine ganze Reihe weiterer Synonymnamen sind gebräuchlich.
Die FCI (Belgien) hat, in Spanien, den alten spanischen “Alano” (Spanische Dogge) nun unter dem Synonymnamen “Dogo Canario” vorläufig als Rasse anerkannt. Aus den verschiedenen Lagern heraus, wird aber versucht, ebenfalls die Synonymnamen Presa, Alano und Perro de Toro bei der FCI „registrieren“ zu lassen. Dies wird natürlich nur zu einer weiteren schädlichen Zersplitterung der spanischen Doggen führen. Der „Namens-Fetisch“ lässt sich nur auf einen regional politisch geprägten Egoismus einzelner Personen begründen. Jeder will seine Dogge, jeder will seinen Lieblingsnamen, jeder will der Begründer der Rasse sein. Das dies zu einer Zersplitterung und somit zu einem enormen Genverlust führen wird, scheint den spanischen Clubs nicht bewusst zu sein.

Namenswirrwarr:

Merksatz zu der Namens Bedeutung:

Alano bedeutet übersetzt Dogge!

Alano = Dogge

Das Wort Dogo wiederum bedeutet ebenfalls übersetzt nur Dogge!

Dogo= Dogge

Die Wörter Alano sowie Dogo bedeuteten also genau das Gleiche nämliche Dogge!

(Die Pauschalbezeichnung “Perro de Presa“ bedeutet schlicht “Hund zum Packen“).

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(“Dogo Canario”, 2001)

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(“Alano” Spanien, 1905)

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(“Perro de Presa” Kanaren, 1983)

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(“Capitán de la Arena”, 2007)

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Der Name Dogo Canario betitelt die gleiche Rasse die in alter Zeit als “Alano” und in den letzten Jahren auch häufig als “Perro de Presa Canario“ bezeichnet wurde!
Ein paar deutsche behaupten gerne auch mal das es sich beim Dogo Canario, Perro de Presa Canario und Alano um drei völlig verschiedene Rassen handelt, das ist definitiv falsch und historisch wie genetisch nicht haltbar.

—-Das Wort “Alano“ wie auch das Wort “Dogo“ bedeuten im spanischen genau das selbe nämlich “Dogge“!—-
Viele Quellen berufen sich darauf dass der Name “Alano” ursprünglich von den Alanen, einem indogermanischem Volksstamm abgeleitet sei. Die Alanen wurde von den Hunnen vertrieben, schlossen sich den Westgoten bei der Völkerwanderung an und verteilten sich hauptsächlich im Mittelmeerraum. Einige Alanen erreichten sogar die nördliche Spitze des afrikanischen Kontinents. Laut Geschichte wurden sie von doggenartigen wehrhaften Hunden begleitet, die dann schlussendlich auch nach ihnen benannt wurden.

Erst wesentlich später wurden diese Alanos von den spanischen “Conquistadoren” auf die Kanarischen Inseln gebracht. Auf den Kanaren hat sich der alte historische Alanotyp weitgehend unvermischt erhalten. Die Erhaltung dieses Hundetyps hing wohl sicher mit der Vorliebe der Guanchen, der kanarischen Ureinwohner, für kriegerisches Tun zusammen. Auf den Kanaren wechselte der alte Alano allerdings recht häufig seinen Namen.
Weitere reine Stämme alter Alanos haben sich auf dem Festland von Spanien erhalten, wo er auch heute noch für seine ursprünglichen Aufgaben verwendet und geschätzt wird. Auch der Zuchtaustausch zwischen Spanien und den Kanarischen Inseln brach nie ab.
Es existieren und existierten dutzende Namensvarianten für diese Rasse, je nach Ursprungsland, Region und Epoche, wie z.B.: Dogo Canario, Perro de Presa Canario, Alao, Chato, Alan, Alaunt, Alant, Alani, Presa Canario, Presa, Presa Espanol, Perro de Torro, Villano, Perro de Agarre,Perro de Jabali, Dogo Espanol…
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Allgemeine Beschreibung:

-leichtere, kurzhaarige Doggenart
-übermittelgroß, gestreckt, sehr muskulös und leistungsfähig
-brachyzephaler Typ ohne molossoide Übertreibungen und Überladenheit
-ruhig, ausgeglichen und nervenstark
-Jagdhund für Hochwild, vornehmlich Schwarzwild
-ernstzunehmender Wächter und Schutzhund für Personen und Besitz
-Traditionsgemäß sehr guter Treiber und Bändiger von Großvieh.
-Von ausgeglichener Wesensart, in der Grundstimmung zeigt er bei geringer Schärfe und mittlerer bis hoher Reizschwelle viel Durchsetzungsvermögen. Im Körperbau neigt er bei aller Kraft und Wucht nicht zu Übertreibungen, sondern ist funktionell und leistungsfähig.
-Unerwünschte Schärfe, Bissigkeit und Nervosität sind ihm fremd, er ist belastbar, geradlinig und nie falsch. Er zeigt deutlich seine Stimmungen und Absichten.

Herkunft:

Die europäischen Länder des westlichen Mittelmeerraumes Spanien, Portugal, Südfrankreich und Süditalien, einschließlich der ihnen zugehörigen Inseln, bildeten im Mittelalter kulturell eine geschlossene Einheit.
So ist ihnen, neben dem Klima, das überkommene römische Kulturerbe, die Ableitung ihrer Sprachen vom lateinischen, die Macht des katholischen Glaubens sowie die historische Erfahrung der arabischen Besetzung gemeinsam, um nur einige Beispiele zu nennen. In diesem Raum entstand mit dem Alano auch ein ihnen gemeinsamer Hundetyp, wie in ähnlicher Weise auf den britischen Inseln Mastiff und Bulldogge sowie in Mitteleuropa der Bullenbeißer als vergleichbare Spezies herausgezüchtet wurde.

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In Spanien existierte also seit dem Mittelalter eine wehrhafte Dogge die zur Jagd auf wehrhaftes Wild, zum bändigen von Stieren, als Wach- bzw. Schutzhund und als Kriegshund Verwendung fand. Diese Dogge wurde allgemein als Alano bezeichnet.
Dieser alte spanische Alano erreichte im Laufe der Jahrhunderte einen weltweiten Ruf als unübertrefflicher Packer.

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Ist der alte Alano restlos ausgestorben?

 

Der “Alte Alano“ verschwand im 20 Jahrhundert nahezu vollkommen von der Bildfläche, da sein Einsatzfeld immer kleiner wurde. Für Stierkämpfe wurde er kaum mehr verwendet, Kriegshunde brauchte man auch nicht mehr und bei den großen spanischen Monterias (Drückjagden) waren die, häufig etwas unverträglichen Packer auch nicht mehr so gern gesehen.So starb der “Alte Alano“ fast(!) aus.Die reinsten Nachfolger der alten Alanos (Alanotypen) finden wir heute in der Rasse Dogo Canario (Perro de Presa Canario) und in einigen wenigen Exemplaren, die in abgelegten Regionen auf dem spanischen Festland rein erhalten blieben.Diese wenigen Exemplare reichten aber nicht vollkommen aus um den alten Alano ohne neues Blut am Leben zu erhalten.Der spanische Alano hinterließ nicht nur in Spanien, sondern auch in Südamerika, Italien, Frankreich und Portugal seine deutlichen Spuren.

Die reinsten spanischen Alanos findet man heute in der Rasse Dogo/Presa Canario!

 

Funktion:

Die alten spanischen Doggen (Alanos) dienten dem jagdpassionierten, mittelalterlichen Adeligen als kompromissloser Packer wehrhaften Wildes (Hirsch, Bär, Wildschwein). Ein gefährliches Unterfangen, bei dem häufig nicht nur das Blut des Wildes floss. Der Viehzüchter nahm sie zum zusammentreiben seiner halbwilden Rinder. Das einfache Volk erfreute sich in jenen Zeiten an Bären- und Kampfstierhatzen, wo auch wieder Alanos zum Einsatz kamen. Und schließlich wurde er von den spanischen Konquistadoren als Kriegshund mit in die überseeischen Kolonien gebracht.Der Alano hat sich aus diesen brutalen, rohen und kämpferischen Zeiten, aber auch einige nützliche Eigenschaften erhalten, die er an seinen reinsten Sohn, dem Dogo/Presa Canario, weitergab und die seine Besitzer noch heute sehr schätzen.Heute wird der Dogo Canario in erster Linie als Familien-, Wach- und Schutzhund gesehen.Über 90% aller im AVD e.V. gezüchteter Welpen sind in Familien mit Kindern vermittelt worden!Des Weiteren hat er sich auch als Diensthund der verschiedenen Sicherheitskräfte etabliert.

 

Aussehen:

Die spanische Dogge ist ein urwüchsiger, stämmiger, übermittelgroßer Hund. Die Funktion sollte beim Dogo Canario immer vor der Optik stehen.

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Auch darf man sich beim Dogo Canario keine Rasse vorstellen deren Exemplare alle absolut gleich aussehen, die Gesundheit, das Wesen und die Leistung sollten uns wichtiger erscheinen, dennoch muss der Dogo Canario aber Typ haben. Er soll molossoid sein aber nicht plump wirken, er soll kräftig aber nicht überladen sein, er soll stabile Knochen haben aber nicht schwerfällig wirken.Der Dogo Canario hat einen ausgeprägten Schädel vom brachyzephalen (breitköpfigen) Typus und einen muskulösen Körperbau.

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Das kurze, pflegeleichte Haarkleid ist einfarbig falb bis rot oder gestromt, Stromungen kommen in nahezu allen Varianten vor, von schwarz-, über grau-, braun-, rot-, bis falbgestromt ist alles als typisch zu bezeichnen, auch weiße Abzeichen kommen häufig vor.Größe: (Schulterhöhe) 58-68 cmGewicht: Der austrainierte, muskulöse aber nie fette Dogo Canario sollte je nach Schulterhöhe, 40 bis 60 kg wiegen. (Die Hündinnen entsprechend weniger).Die Formwertprüfungen werden im AVD e.V. anhand des Rasse-Standarts durchgeführt, des Weiteren wird aber nicht nur auf typvolle Hunde, sondern vor allem auf gesunde und funktionelle Anatomie geachtet.

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Das Wesen:

Wie sollte ein guter und typischer Dogo Canario sein?Vom Charakter sollte der Dogo Canario ruhig, ausgeglichen, geradeaus, nerven- und triebstark sein. Ein unbedingt ernstzunehmender Beschützer von Haus, Hof und Familie. Kein Feigling oder hinterhältiger Wadenbeißer. Er sollte sozial sein und sich gegenüber körperlich Schwächeren nachsichtig zeigen.

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Der echte Dogo Canario weist ein einzigartiges Balancewesen auf, einerseits präsentiert er sich als kinderlieber und absolut umwelttauglicher Begleiter seiner Familie, andererseits verfügt er über genügend Mut, Härte und den nötigen Instinkt, um Angriffe auf die Seinen äußerst effektiv zu vereiteln. Wir finden hier Wesenszüge, die sich wohl in keiner anderen Hunderasse so gut vereinigen.Sicher mag der eine oder andere einen guten Schutzhund einer anderen Rasse, zum Beispiel einen guten Rottweiler kennen, der einem Dogo Canario im Schutzdienst Konkurrenz bieten kann, doch wie wahrscheinlich ist es, dass dieser Hund auch freundlich und umweltsicher ist? Meist hört man dann, dass sich der Hund gerade einmal von seinem Besitzer anfassen lässt, von Fremden aber auf keinen Fall. Der echte Dogo Canario ist kein „Einmannhund“ sondern ein echter Familienhund.Natürlich gibt es eine ganze Reihe von Rassen, die ebenfalls kinderfreundlich und offen sind, Hunde mit denen man ohne Probleme über jeden Flohmarkt spazieren kann. Nehmen wir als Beispiel einen Golden Retriever oder einen Labrador, ich bin überzeugt davon, dass wir hier viele familienfreundliche und umweltsichere Begleiter finden, doch würden diese Hunde ihre Hundeführer auch in der Form eines effektiven Schutzhundes verteidigen? Sicher nicht!

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Beide Eigenschaften, die des freundlichen Begleiters und die des wehrhaften Schutzhundes, finden wir nur bei unserer Rasse. Vorausgesetzt der Dogo Canario kommt aus einer Zuchtstätte, die ihre Prioritäten und ihr Hauptaugenmerk auf diese Wesensmerkmale legt.Diese “Balancewesen“ ist für mich der entscheidende Grund gewesen, warum ich zur spanischen Dogge gefunden habe, und seit her versuche, diese Wesenseigenschaften zu erhalten, zu schützen und zu fördern.

Der echte Dogo Canario ist ein vorzüglicher Familienhund, der sich bestens mit Kindern versteht.Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass es sich bei ihm um den ursprünglichsten und wesensfestesten Vertreter unter den Molosser-Rassen handelt.Von vielen der modernen Molosser (wie zum Beispiel Mastiff, Bordeauxdogge, Bullmastiff, oder dem Mastino) unterscheidet sich der Dogo Canario deutlich, er ist absolut kein Schläfer, wohl ausgeglichen, aber bei weitem arbeits- und ausbildungsfreudiger als nahezu alle anderen Vertreter seiner Rassefamilie.Er verfügt über eine mittlere bis hohe Reizschwelle. Dank seiner Selbstsicherheit und seiner Furchtlosigkeit reagiert er auf fremde Umweltreize, in der Regel sehr gelassen. Negative Schärfe und Aggression sind ihm fremd.

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Bei all seiner Ruhe und Belastbarkeit ist er aber ein Hund, der nicht abgestumpft, langsam und reaktionsunfähig ist, sondern einer, der wenn es von ihm gefordert ist, auch blitzschnell agieren kann.
Wenn man einen guten Dogo Canario in Aktion gesehen hat, sei es beim Spielen, Fahrradfahren, Hundesport oder im Schutzdienst, kann man kaum glauben, dass diese Hunde im Haus oft stundenlang vollkommen ruhig und ausgeglichen auf ihrem Platz liegen. Hektik und Nervosität kennt er nicht.

Der Dogo Canario ist sehr menschenbezogen und liebt den Kontakt mit seiner Familie, nichts ist ihm wichtiger.
Er ist durch und durch ein selbstbewusster, menschenfreundlicher Hund, der aber nie zum unterwürfigen Kriecher wird.

Trotz seiner hervorragenden Eignung als Familienhund, muss ich aber auch herausstellen, dass der Dogo Canario ein Gebrauchs- bzw. Arbeitshund ist, der eine (Arbeits)-Aufgabe haben sollte. Für eine Verwendung als reiner Sofahund oder als Ausstellungshund für Hundeshows ist er bei weitem zu schade und sein Wesen würde verkümmern.

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Seine Verträglichkeit mit anderen Tieren hängt von seiner Sozialisierung und Prägung ab. Bei guter und konsequenter Erziehung ist der Dogo Canario ohne größere Probleme mit anderen Haustieren zusammen zu halten, allerdings wird es nur in seltenen Fällen vorkommen, dass er sich von anderen Tieren dominieren lässt.
Gerade heutzutage sollte das Wesen eines guten Dogo Canarios als Paradebeispiel und als Leitbild aller (Dienst-) Gebrauchshundezüchter dienen, denn es passt bestens in unsere heutige Zeit.

Heute wo wir in einer Zeit leben in der die Öffentlichkeit nicht viel Verständnis für uns Hundehalter aufbringt, eine Zeit in der die meisten Städte und Dörfer sehr dicht besiedelt sind und wir deshalb einen freundlichen, unkomplizierten und sicheren Begleiter schätzen. Und doch leben wir auch in einer Zeit in der die Kriminalitätsstatistiken, gerade im Bereich der Körperverletzungs- und Vergewaltigungsdelikte, explosionsartig steigen. Genau hier liegt dann auch die Grundlage auf die ich aufbaue, klar rauszustellen, dass auch die guten Schutzhundeigenschaften unserer Dogo Canarios ebenfalls ihre Daseinsberechtigung in der heutigen modernen Zeit finden.

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Es muss aber jedem klar sein, dass dieses einzigartige Wesen nicht automatisch da ist, es ist nicht von der Rasse Dogo Canario pauschal gepachtet. Die Züchter haben die schwerwiegende Aufgabe und Verantwortung zu übernehmen, dieses Wesen durch vernünftige Selektion zu festigen und immer wieder zu kontrollieren. Auch der Welpenkäufer trägt einen gewissen Anteil daran, ob dieses Wesen in der Rasse erhalten bleibt oder ob es durch Schwarzzucht und Fehlselektion langsam verloren geht. Der Welpenkäufer sollte sich umfangreich informieren und nur diejenigen Züchter unterstützen, die nachweislich ihre Zuchthunde einer Wesensprüfung in Ruhe und Reizlage unterziehen.
Züchter die streng auf die oben erwähnten Wesenseigenschaften achten und ihre Zuchthunde darauf selektieren, finden Sie bei unseren Wesens- und Leistungszüchtern im AVD e.V.

Fazit:

So gehören zu unserer Zielgruppe potentieller Interessenten alle jene,
-die zu einem großen Hund tendieren, denen aber die herkömmlichen Molosser zu krank, zu feige und zu lethargisch sind

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-die einen Dogo Canario aus reiner Schönheits-, Qual- oder Mischling-Zucht ablehnen, da sie einen wirklich gesunden und wesensfesten Hund suchen

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– die einen wehrhaften Schutz-, Begleit-, und Familienhund suchen und bisher vielleicht mit einem Boxer oder Rottweiler geliebäugelt haben

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-die nicht nur einen Wachhund wollen, der anschlägt, sondern einen, der genügend Mut und Härte besitzt, um seine Familie auch aktiv zu beschützen

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-die eine urtümliche, unverbrauchte und gesunde Hunderasse schätzen, die noch nicht durch das fatale Ausstellungswesesen und dessen ausschließliche Selektion auf Schönheit überzüchtet und verkrüppelt wurde (Sprich einen Molosser aus Leistungs- und nicht aus Schönheitszucht suchen)

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-die einen ruhigen Familienhund als angenehmen Hausgenossen und Partner suchen, der sich mit den Kindern gut verträgt

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Die spanische Dogge ist eine alte Rasse, die gerade wieder in der heutigen Zeit eine neue Daseinsberechtigung sucht und findet!

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Arne Pohlmeyer

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