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Kampfstiere und Arbeit an der Rinderherde / Perro de Toros !

Arbeit an Kampfstieren und Rinderherden

Hier folgt in kürze ein Bericht über Stierkämpfe und die traditionelle Verwendung von Alanos als Treiber und vorallem Bändiger von Stieren.

Zuvor möchten wir aber klar stellen das es sich bei diesem Bericht nicht um die Verherlichung irgendwelcher Tierkämpfe, sondern um einen objektiven und wertfreien Bericht von dieser alten spanischen Tradition, die sehr eng mit unserer Rasse verbunden ist, handelt.

Auch zu der Haltung der spanischen Kampfstiere sollte man vorab folgendes wissen:

Lebendige spanische Tradition

Tradición de Toros y de “Perro de Toros”

De-la-Arena-1aa.jpg

TEXT folgt in Kürze / 

Text coming soon!!!

Kampfstiere verbringen drei bis fünf Jahre Ihres Lebens auf großen Weideflächen. Diese weideflächen bieten Lebensraum für unterschiedlichste Vogel- und Reptiliernarten. Wenn der Stierkampf nach dem Willen der Stierkampfgegner abgeschaft werden würde, wie lange blieben dann diese Weideflächen noch erhalten, die ohne den Stierkampf nicht mehr rentabel wären? Sicher würde man dies Biotope zum größten Teil in geldbringende Monokulturen umwandeln. Die Stiere würden von den Weiden in enge Ställe wandern und nach zwei Jahren, wenn sie schlachtreif sind getötet werden, statt nach vier Jahren vielleicht das gleiche Schicksal in der Arena erliegen, wobei nicht alle Kampfstiere in den Arenen getötet werden. Besonders mutige Tiere werden verschont für eine Laufbahn als Zuchtstier.

Und man sollte vielleicht auch den kulturellen Aspekt nicht vergessen, der Stierkampf spanischer Prägung ist immerhin ein jahrhunderte alter Bestandteil der spanischen Geschichte und Kultur.

Der spanische Alano in Italien

Der spanische Alano in Italien

 

 

 

 

 

Hier veröffentlichen wir  nun den ersten Artikel unseres Vereinskameraden Tim Barche (AVD e.V.-Zuchtzwinger „Eldorado“). Dieser Artikel befasst sich mit einem sehr interessanten und auch wichtigen Thema, dem Alano in Italien.

 

 

Bevor wir zu dem Artikel kommen möchte ich noch eine kurze Einleitung bzw. eine kurze Anmerkung verfassen.

 

 

Anmerkung:

 

 

Timm Barche stellt in dem nachfolgenden Artikel sehr schön heraus, dass der alte Doggenschlag, den auch wir züchterisch immer noch anstreben, durch die Spanier erst in Italien eingeführt wurde.

Er bezieht die modernen FCI Hunderassen Mastino Napoletano und Cane Corso ein. Der Mastino Napoletano stellt eine italienische Doggenform dar, die erst in den 1940er geschaffen und aus verschieden modernen Hunderassen zusammen gemischt wurde. Keinesfalls handelt es sich beim Mastino Napoletano aber um eine altrömische Kampfhunderasse.

 

 

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Der Cane Corso wiederum, stellt ebenfalls eine moderne Hunderasse dar, die zwar noch sehr viel Blut der alten spanischen Presas (Alanos) führt, aber leider im großen Rahmen (von Ausstellungszüchtern) mit Fremdrassen vermischt wurde.

 

(Moderner Cane Corso)

 

Weitere, hin und wieder auftauchende, italienische Doggenformen oder Namensgebungen, wie z.B. Dogo Sardo, Bucciriscu Calbrese, Mezzolevrino, Brachiero Sicliano, Bucciriscu Calabrese etc., läst der Autor bewusst und zu Recht aus , da es unmöglich erscheint, Fantasie, Abstammung, reine Namensvarianten und eine eventuelle Reinheit zu erkennen bzw. zu belegen.

 

 

Am interessantesten erscheint es mir, dass Timm Barche hier auch Quellen und Namen (als lose Beispiele) von geachteten Kynologen benennt die ebenfalls bestätigen, das die spanischen Alanos (Presa) in Italien eingeführt wurden, was auch das, eindeutig spanische, Wort „Presa“ belegt.

Eine Reihe weiterer hochrangiger Kynologen (auch deutscher) wie z.B. Ludwig Beckmann bestätigen dies. Ludwig Beckmann der 1895 die Italienischen und Spanischen Doggen in einem Kapitel zusammenfasst und sie ebenfalls gleichbedeutend als Presa sowie als Alano bezeichnet und anmerkt dass er davon ausgeht, dass sich im italienischen das Wort Alano (Alan) für eine Dogge im allgemeinen in Anlehnung an den spanischen Alano erhalten hat.  (Übrigens kennt auch Beckmann ebenso wohl, schon den Synonymnamen Dogo zum Alano).

In unserer heutigen Zeit haben sich einige wenige spanische Presa-Stämme in Italien erhalten. Doch nur der Experte versteht es sie vom modernen Cane Corso zu unterscheiden.

 

(Alter “Presa” in Italien)

 

 

Auch gab und gibt es immer wieder neue ital. Importe aus Spanien und von den Kanaren.

 

 

 

(Bitte lesen, aus unserem Artikel “Anfang der Deutschen Zucht”)

 

 

(nicht lautere Absichten…)

 

(“Canario” in Italy)

 

(Italienischer é Presa oder Cane Corso?!)

 

 

 

 

(“Canarios” in Italy)

 

Diese Zeilen habe ich nur zur weiteren Verdeutlichung angeführt.

 

  1. Pohlmeyer

 

Nun aber viel Spaß beim lesen des Artikels:

 

 

 

 

Der spanische Alano in Süditalien von Timm Barche

Wenn man über den Alano in Italien sprechen möchte, muss man sich zwangsläufig mit zwei in Italien beheimateten Doggenschlägen auseinandersetzen dem Cane Corso und dem Mastino Napoletano.

 

Mit letzterem wollen wir beginnen. Der Mastino Napoletano wird gerne als altrömischer Kampfhund bezeichnet, was so mit Sicherheit nicht korrekt ist, da die meisten Quellen aus dem alten Rom eher auf einen Hirtenhund ähnlichen Hund schließen lassen.

 

(Früher Mastino Napoletano)

 

Selbst der Mastino „Pabst“ W. Weisse schreibt, das wohl mehrere Rassen an der Entstehung des heutigen Mastinos beteiligt waren, unter anderem eine blaue Deutsche Dogge um 1930 die die ersten einfarbig blauen Mastino Napoletanos produziert haben soll.

 

Des Weiteren schreibt er, dass der moderne Mastino das Werk eines einzigen Mannes, Dr. Piero Scanziani, ist.

Vor Dr. Piero Scanziani gibt es keine Quellen die auf einen Hund wie den Mastino Napoletano schließen lassen. Allerdings gibt es sehr wohl Nachweise für einen etwas kleineren oft als rot oder gestromt beschriebenen kampftriebstarken Doggenschlag.

 

Dieser Doggenschlag wurde von den verschiedenen italienischen Geschichtsschreibern als Presa, Cane e`Presa, Cane Corso oder Mastin(o) bezeichnet. Die Bezeichnung Mastin(o) führte zu vielen Fehldeutungen der historischen Quellen durch Anhänger der modernen Rasse Mastino Napoletano.

Diese Anhänger meinten ihren modernen Mastino wieder zuerkennen, auch wenn diese Quellen von einem Hund um die 45 kg sprachen und ihn eben als immer rot oder gestromt darstellten.

 

 

Die erste Erwähnung des „Cane Corso“ ist um das Jahr 1550 zu datieren, dort erwähnt der italienische Dichter Crasmo Valvasone ihn in einem seiner Werke und lobt seine Kraft , Härte und seinen festen Griff.

Diese erste Erwähnung ist deshalb sehr interessant da Süditalien von 1503 bis 1738 (über zwei Jahrhunderte!!!) zu Spanien gehörte und vom spanischen Vizekönigen regiert wurde.

 

 

Von den Spaniern weiß man sehr genau, dass sie (wie z.B. auch nach Südamerika) ihren Alano („Presa“) in großer Zahl mit nach Italien nahmen.

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Nach dem Jahr 1550 gibt es regelmäßige Erwähnungen durch Schriftsteller und Maler, die sehr genau den Alano („Presa“) beschreiben bzw. zeigen.

An dieser Stelle möchte ich kurz den Autor Holzheimer zitieren, der in seinem 1926 erschienenen Buch “Natürliche Rassengeschichte der Haussäugetiere” zu ähnlichen Schlüssen kommt. Zitat Holzheimer: „…die klassischen Völker, Griechen, Römer scheinen ursprünglich die eigentlichen Doggen nicht gekannt zu haben, an ihrer Stelle hielten sie Hunde vom Typ Canis Familiaris Inostranzewi(Hirtenhunde)…“.

 

 

 

Auch der Kynologe Holzheimer war der Meinung, dass die italienischen Doggen neuere Importe sind, und weist auf die Verwandtschaft zwischen der Kalabrischen Dogge und dem Spanischen Mastin hin, (soviel zu dem Thema “was Großvater noch wusste”).

 

 

Der angeführte spanische Mastin ist hier natürlich nicht der Mastin Espanol, der ja auch ein Hirtenhund (Herdenschutzhund) wäre, sondern die klassische spanische Dogge der „Spanische Alano“.

(Der Name Mastin, Mâtin oder Mastino beschreibt seit jeher nur einen doggenartigen Hund im allgemeinen).

 

Auch die im italienischen übliche Bezeichnung (Cane e’) Presa ist laut namhaften Kynologen wie z.B. Herrn Holzheimer, Herrn Räber und auch Herrn Weisse kein Zufall sondern weist deutlich auf die Abstammung vom spanischen (Perro de) Presa hin.

(Redaktionelle Anmerkung: Wie allgemein bekannt wurde die Bezeichnung „Presa“ wie auch die Bezeichnung „Alano“ identisch verwandt. Das italienische Wort „Cane“ sowie das spanische Wort „Perro“ steht wiederum nur für das deutsche Wort „Hund“).

 

Nun sollte man allerdings nicht annehmen, dass wir im modernen Cane Corso (nach FCI) einen reinen Alano Sohn gefunden haben, denn dieser moderne Cane Corso, wie man ihn zuhauf auf Hundeausstellungen sehen kann, hat heute nicht vielmehr mit dem Alano gemein als der Mastino Napoletano.

 

 

(heutiger Cane Corso)

 

Bedingt durch Selektion auf äußere Merkmale und Einkreuzungen verschiedener Rassen wie z.B. Deutscher Boxer, Mastino Napoletano, Deutscher Rotweiler und andere ist der moderne Cane Corso für die (Presa-) Alano-Zucht nicht weiter relevant.

 

Es gibt aber auch heute noch (wenn auch in sehr geringer Population) in Süditalien Familien die diese Einkreuzungen nicht mitgemacht haben, seit Generationen ihre “Presa” rein Züchten und sie zur Arbeit an den Rinderherden benutzen.

 

 

(Perro de Presa / Cane é Presa)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Also ist der Alano in Italien (noch) nicht ausgestorben und konnte in seinen alten Aufgabengebieten als Wachhund, Schutzhund und als Bändiger für Rinder in wohl recht reiner Form überleben.

Timm Barche

09.12.08

Internationaler Experten-Besuch im Zwinger De la Arena

Internationale Gäste zu Besuch beim Zwinger De la Arena:

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Wir hatten mal wieder Besuch aus dem Ausland…Häufig nicht besonders erwähnenswert,doch diesmal waren es Rasse-, Fach- und Sachkundige. John, Dan und Sati reisten aus dem Vereinigten Königreich an, um sich selbst ein Bild von der Qualität unserer Hunde zu machen.

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Einigen dürften diese Namen sicher geläufig sein, da diese Männer international aktiv sind, und vielen als Rasse- und Linienexperten bekannt sind. Dan hat und pflegt wichtige Kontakte (über den gesamten Erdball verteilt) und ist ein wandelndes Lexikon was die Canario-Blutlinien betrifft. Er ist ein bescheidener aber überaus fachkundiger Experte des Perro de Presa Canario (Dogo Canario). Dan wusste auch ohne unser Zutun, sehr viel über die Geschichte und den Beginn des Dogo Canario (Perro de Presa) in Deutschland.

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Dan’s Freund John ist einer der wenigen wirklichen Leistungszüchter außerhalb von Deutschland, er beschäftigt sich seit zig Jahren mit der Zucht von „starken Hunden“. Ursprünglich züchtete John Deutsche Schäferhunde, Pitbullterrier, Mastino Naopletano, dann Olde Bandogges (in Linienzucht), und fand in den frühen 90ern zum Perro de Presa Canario (Dogo Canario). Er gehört zu den „Vertrauten“ von Manuel Curto Gracia, durfte die Hunde des Zwingers „Irema Curto2 im Schutzdienst sehen und steht im ständigen Kontakt mit diesem. Weiß welche Hunde aus diesen Linien etwas taugen und welche nicht. Er hat mehrere interessante Züchter auf  Kanaren Besucht und war z.B. auch bei der „legendären“ Überprüfung von Nala Leon Penate anwesend (Großmutter von unserer Emma). Bei seinen Reisen auf die Kanaren traf er unter anderem auch Stefan Baumgartner und Alexander Vyatkin und weiß einige Anekdoten aus dieser Zeit zu berichten. John importierte eine Reihe von Zuchthunden von den Kanaren. Für mich ist er der interessanteste ausländische Züchter, der bislang ;-) ausschließlich mit reinen Kanaren-Hunden gezüchtet hat. Er macht schon länger einen guten Job mit diesen Kanaren-Importen und hat die Qualität noch deutlich verbessert…  Wie auch immer, John ist ein echter Hundemann, der seit 1989 dabei ist.

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Der dritte im Bunde war Sati. Der extrovertierte Sati ist Inhaber einer großen Security-Firma, zu der auch eine größere Zahl von Diensthunden gehört. Die Firma ist in einer Gegend mit hohem Kriminalitäts- und Gangvorkommen angesiedelt. Sati besitzt unter anderem den ersten dualzertifizierten Security-Dog „J7’s Cruz“ seiner Rasse (Presa/Dogo Canario).

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Alle drei haben schon x Züchter der Rasse besucht. Sind wirkliche Insider, ob es nun die Rasse im Allgemeinen oder  Lage in Spanien, in den USA oder auf den Kanaren betrifft.

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Für uns war es eine Freude die Jungs bei uns begrüßen zu dürfen. Dan brachte mir zwei Welpen aus John’s Zwinger mit, die sich gleich nach ihrer Anreise sehr gut gezeigt haben und später für eine eventuelle Blutlinienerweiterung betragen können.  John brachte einen seiner Zuchtrüden mit (Großvater der Welpen), damit wir ihn im Schutzdienst nach unseren Maßstäben prüfen können.

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Der Rüde hat sich übrigens absolut überzeugend präsentiert. Nach so einem Hund könnte man sich in Spanien wohl lange umsehen. Doch wer wirklich engagiert ist, Ahnung hat, bekommt auch Resultate bzw. Hunde die er verdient…

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Allen drei hat es bei uns gut gefallen, sie wollen wiederkommen und auch ich werde versuchen für ein Trainingswochenende, Seminar etc. zu ihnen zu reisen. Hinter ihnen gibt es noch eine Gruppe von Personen, die regelmäßig ihre Hunde arbeitet und die ebenfalls zur modernen und fundierten Schutzdienstausbildung steht.

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Die Reise der drei stand unter dem Credo „man lernt nie aus und sollte immer dazu lernen wollen“. Diesen Slogan kann ich nur unterstützen und möchte sagen „dito“. Auch wir sind immer willig über den Tellerrand hinaus zu blicken.

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Abschließend will ich erwähnen, dass wir sehr wohl stolz sein können, denn sie verabschiedeten sich mit dem Statement, dass sie nirgendwo eine so hohe Leistungs-Qualität von „Presas“ gesehen hätten wie bei uns. Wir sind eigentlich bei weitem darüber hinaus, dass wir auf fremde Bewertungen angewiesen wären, wir wissen was wir haben und wie dies zu beurteilen ist. Doch erfüllt es uns natürlich mit Freude und Stolz, wenn ebenfalls weit bereiste und erfahrene Rasseexperten und Züchter uns dies bezeugen.

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Nun habe ich einen, von Dan verfassten,  Bericht in einem internationalen Forum gesehen und möchte Ihnen diesen nicht vorenthalten.

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Arne Pohlmeyer


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Hier Dan’s Reisebericht im Original:

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J7 Presa Canario & 5K Security road-trip to Alano Verein Deutschland e.v. June 2010

Sati, J7 and myself just wanted to share a great road-trip with those who may be interested.

We finally were able to make the long road-trip to the extremely beautiful part of Germany wherein lies the Kennel de la Arena and some of the other members of the Alano Verein Deutschland e.v. (AVD)

For those not on the European continent, the term ‘Alano’ is an extremely generic term akin to ‘Bulldog’ used extensively across Europe from Germany, France, parts of Spain and most of Italy and as such the title of the club herein refers to a breed club representing a type of dog/function just as the SV refers to the “Verein für Deutsche Schäferhunde” association for German shepherd dogs.

We also stopped-off briefly to meet-up with some friends in Holland (KNPV) but as we were looking exclusively at Police dogs (Malinois and German Shepherd’s) I’ll just cover the Presa visit.

 

 

Background & History: The Presa has a long and storied history in Germany which for some is the cause of quite some controversy, for others a source of jealousy and for folks like us that like to believe what we see not what we hear it just gave us an excuse for a road-trip!

The club members are all very open, honest, genuine and interesting people. They showed us all extensive, documented evidence about the origins and history of the breed in Germany dating back over 27 years. We were able to discover information about which breeders in the islands the dogs came from testing criteria and such like; very enlightening given many of the big names of today, had not even started to breed the dogs back then. Much of the old German bloodline preserved today, goes back to the very forefathers of the breed. All over the place you could see documents, books, video footage (from tape to DVD), pictures, photo’s, mementos, trophies dating back from the present to the distant past.

A number of folks, including J7 have travelled extensively as part of their involvement with the breed, but never have I personally encountered a group, let alone so many individuals that have so exhaustively travelled the length and breadth of Spain and the Canary Islands, so frequently and for so many years. When you speak with these guys, Presa’s are their passion even if they have to register them as Dogo Canario’s for FCI acceptance . These folks are open and inclusive, but as per most true dog men, they are clearly very serious and observe the highest standards.

 

Breeding Standards: The point of stating this is to demonstrate this inclusivity, for any affiliated club member can breed through either protection testing or hunting and both types of dogs can also be bred together to ensure continuation of the true, versatile working Presa. All must pass the same physical criteria that demonstrate suitability for breeding toward either purpose, the 25KM SchH-AD style endurance test along with passing hips, elbows, eyes, heart and other medical tests. They must also represent a temperament that is deep in drive, intensity and ability, coupled with innate stability without forfeiting mental hardness or diminished fighting spirit.

Whilst many feel intimidated or resentment in face of such standards I can say to us it was enlightening and a benchmark for which we can also strive …but more on that later

 

The Experience: Despite the very direct sun making the temperature seem even hotter than 28 d/c, we were able to not only see at least 20+ dogs at the De la Arena kennel itself, but also to see a great many other dogs either produced by De la Arena or other members of the AVD during our visit and what’s more, we were able to see them work!

 

All of the dogs had sound, functional type, none were over-done or inhibited by their size, such an example would be Oso de la Arena (aka Pancho) who despite being a tall dog of almost 60Kg and having realistically out-grown hunting, has transitioned over to protection work whereupon he displayed good quickness, excellent speed, agility and great endurance for a dog of such size. He was an extremely balanced dog with great ability to turn it on and dial-up the intensity where needed.

 

There were so many dogs to see I find it difficult to remember and name them all so my apologies are extended to those I fail to mention. Of those we saw, others included Pantera (Rocky x Zora a great looking bitch), Zora, Honra (Demonio x Sheila), Ramera (Arnold x Elly), Riquesa (Arnold x Elly), Hampa (Odin x Sheila), Emma (Urbo x Duna), Qunina (Demonio x Cobra), Arnold von Badem, a load of young 12 month and under pups from the last 2 breedings (all of whom worked better than most adults we’ve seen!) plus, Artus de la Legion (Hampa x Artus), Mago (Wotan x Abja), Paco, Alero de la Guardia (Demonio x Maxima) and many more.

 

We saw many dogs during this trip doing many forms of protection work including sport and AVD trial tests, some pictures of which accompany this piece. We also saw some training for professional applications in security, police work and such like, both with Malinois and Presa Canario’s; it was quite interesting to see the different techniques used, as well as how many similarities there were between trainers in Germany and the UK, Greece etc. for these applications, I guess it show’s nothing is new and that if it works, use it!

 

What we saw was frankly quite amazing for this breed; we did not see a single dog that did not work and to a high level. At 8-12 months of age, we were seeing dogs doing high quality sleeve and suit work that would put many titled sport dogs of traditional breeds to shame. Upon maturity we saw dogs consistently showing intensity, hardness and resilience to all manner of environmental distractions and objects that can seldom be seen anywhere else. The minimum breed suitability tests make many traditional and modern sports/tests appear far less demanding and some of this seriousness about quality dogs can be heard when you hear why elements from a number of working disciplines; KNPV, NVBK, French Ring, Mondio Ring and IPO/VPG/SchH have all been drawn upon to test every possible element of a dog’s ability and nerves.

 

Without wanting to sound arrogant, whilst we would never assert that “the best Presa’s are in Britain”, having gained a significant basis of experience amongst us, we know there’s some damn good dogs in the UK, some of which have been tested to very demanding standards to determine their genetic worth and suitability for breeding. Dog’s like J7’s Stomper, Raptor Kennels’ Diesel, Crunch, Zulu, Blaze, Judy, Tilly, Ebony, Bluester, Diesel, Riddick, Busted etc. down to the latest generations including dogs like Cruz are all high quality individuals within the breed and beyond it. Dog’s like Loco, by and large, are simply put quite freaky and until we made this visit experience made us think they were similarly quite rare. Never have I seen such consistent quality and ability to the point that by and large, the aforementioned UK dogs would simply be considered somewhere between ‘commonplace’ to ‘extremely good’.

Pre-match friendly, England vs Germany: In true J7 style, the only way to find out what you have is to ‘suck it and see’ so with the excellent performance Four Germany, we three from England took One dog, Loco with us to benchmark the J7 bloodline in what I think most people would agree to be quite trying circumstances; 700+ miles travelled, high temperatures, ‘hostile’ training field (right when Germany’s playing England at soccer!!!) and a battery of tests for a dog team that had zero preparation or knowledge of what was going to happen until the point at which they did it!

 

J7 was offered ‘toned down’ tests reserved for foreign dogs, but instead did the whole lot as per the German’s dogs and Loco passed with flying colours! A video of which may follow soon if anyone is interested.

Thanks & congratulations must also be extended to Manuel and Valeria Curto for breeding M’Loco, who rated as the finest performing Spanish-bred dog tested by the AVD and one of the very few that can match-up to the standards of long-term German breeding purely on basis of his genetic quality.

Parting thoughts: The final highlight of the trip was the hand-over of two puppies; J7’s Moro and Mora from the Romper-Stomper x Kelly Litter. It was a great honour for the J7 strain derived originally from Manuel and Valeria’s Irema Curto bloodline to be deemed worthy by such an accomplished group of working dog people, even more of an honour that the pups picked by J7/Liz!/Sati/DanUK specifically for our friends in the AVD impressed as well as their maternal grandfather Loco!

This year I feel so spoiled/fortunate, what with my trip earlier in the year to On/Off kennel in Greece (Great food, fantastic people and awesome Bandogs and one nice Presa in Negro!), quick stop in again with the awesome KNPV guys! so, before finishing, I must make a point of delivering the utmost thanks and gratitude to a number of people that made this trip what it was;

Starting firstly with both Arne & Nadine Polhmeyer of De la Arena kennel; for making this possible to begin with, extending such great warmth, friendship and hospitality to us all; Arne’s a great guy, a true dog man and Nadine’s not only lovely but also a fantastic cook! 
Amongst our new friends we can now also count:

Dennis Grasow of Kennel Monteria tradicional, 

Steffan Lauß of De la Legion, 

Marius Brecht of el Patron, 

Timm, Frank and all of the other friendly, helpful and most welcoming people we met during this wonderful trip (there were so many and apologies to those I have missed); 
I think I can say that for myself, but also probably for both J7 and Sati, it truly was right up there with the best trips ever and in so many ways we wished we could’ve stayed longer!!!

This was a great result and the only time that weekend where there was a tie, because both England and Germany “won”!!!

Dan

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Übersetzung

Der Bericht ist in einem gut zu verstehendem englisch verfasst, doch für diejenigen die ihn nicht verstehen ist hier eine übersetzte Variante (Einfache Google-Übersetzung): 

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Roadtrip zum Alano Verein Deutschland e.V. 

Sati, J7 und ich wollte einfach nur eine große Straße-und Rückfahrt mit denen, die interessiert sein könnten teilen.

Wir konnten endlich den langen Weg-Reise zu den sehr schönen Teil von Deutschland machen, worin liegt die Kennel de la Arena und einige der anderen Mitglieder des Alano Verein Deutschland eV

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(AVD) Für diejenigen, die nicht auf dem europäischen Kontinent, den Begriff “Alano” ist ein sehr allgemeiner Begriff verwandt mit ‘Bulldog’ ausgiebig genutzt, in ganz Europa aus Deutschland, Frankreich, Teile von Spanien und die meisten von Italien und als solcher den Titel der Club hier bezieht sich auf eine Rasse Club vertreten eine Art Hund / Funktion wie der SV zu den “Verein für Deutsche Schäferhunde”  bezieht.

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Wir haben auch ein Kurz-Treffen mit einigen Freunden in Holland (KNPV), sondern wie wir waren ausschließlich Blick auf Polizeihunde (Malinois und Deutsche Shepherd’s) werde ich nur die Abdeckung Presa besuchen.

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Hintergrund und Geschichte: Die Presa hat eine lange und stockwerkartig Geschichte in Deutschland, die für einige ist die Ursache einiger Kontroversen, für andere eine Quelle der Eifersucht und für Leute wie uns, die nicht gerne glauben, was wir nicht selbst sehen, gab uns keine Entschuldigung für ein Reise! Die Clubmitglieder sind alle sehr offen, ehrlich, seriöse und interessante Menschen. Sie zeigten uns alle umfassenden, dokumentierten Nachweis über die Herkunft und Geschichte der Rasse in Deutschland schon über 27 Jahre. Wir waren in der Lage, Informationen über die Züchter in den Inseln Entdecken Sie die Hunde kamen aus Prüfkriterien und dergleichen; sehr aufschlussreich da viele der großen Namen von heute, noch nicht einmal begonnen, die Hunde züchten dann zurück. Ein Großteil der alten deutschen Blutlinie bis heute erhalten, geht zurück auf die sehr Vorfahren der Rasse. Alle über den Ort sehen konnte, Sie Dokumente, Bücher, TV-Aufnahmen (von Band auf DVD), Bilder, Fotos, Erinnerungsstücke, Trophäen von der Gegenwart bis in die ferne Vergangenheit. Eine Reihe von Leuten, darunter J7 haben ausführlich im Rahmen ihrer Auseinandersetzung mit der Rasse gereist, aber niemals habe ich persönlich begegnet eine Gruppe, geschweige denn so viele Menschen, die so erschöpfend reiste kreuz und quer von Spanien und die Kanarischen Inseln, so haben häufig und über so viele Jahre. Wenn Sie mit diesen Jungs zu sprechen, sind die Presa ihre Leidenschaft, auch wenn sie sie als Register haben Dogo Canario FCI für die Akzeptanz. Diese Leute sind offen und integrativ, sondern als echte Hundmeister Männer, sie sind eindeutig sehr ernst und beobachten die höchsten Standards. 

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Zucht-Standards: Der Punkt, dieses festzustellen ist, diese Inklusivität zu demonstrieren, für jeden angeschlossenen Club Mitglied (Züchter) kann entweder über den Schutz-Prüfung oder die Jagd-Prüfung und beide Hunde zu züchten können auch zusammen gezüchtet werden, um eine Fortsetzung der wahren, vielseitig arbeiten Presa zu gewährleisten. Alle müssen die gleichen Kriterien, die körperliche Eignung für die Zucht demonstrieren, die 25 km-AD SchH Stil Härtetest, dann Prüfung von Hüften, Ellenbogen, Augen, Herz und anderen medizinischen Tests. Außerdem müssen sie repräsentieren ein Temperament, dass tief und triebstark ist, die Intensität und die Fähigkeit, mit angeborenen mentalen Stabilität einzubüßen, ohne Härte oder vermindert Kampfgeist gekoppelt. Während viele fühlen sich eingeschüchtert oder Ressentiments angesichts solcher hoher Standards. Ich kann für uns sagen, dass es sehr aufschlussreich war und ein Qualitätsstandart für die wir auch anstreben … aber dazu später mehr…

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Die Erfahrung: Trotz der sehr direkten Sonne, der hohen Temperatur, noch heißer als 28 d/c, könnten wir nicht nur sehen, mindestens 20+ Hunde im Zwinger De la Arena, sondern auch viele andere Hunde entweder Produziert von De la Arena oder andere Mitglieder des AVD bei unserem Besuch und was mehr ist, konnten wir sehen, wie sie funktionieren! Alle Hunde hatten Trieb, funktionalen Typ, keine Übertypisierung, nicht schwerfällig, oder gehemmt durch ihre Größe, so wäre ein solches Beispiel Oso de la Arena (alias Pancho) werden, die trotz einer hohen Hund von 60kg und mit realistischer geworden out-Jagd , hat über den Schutz der Arbeit, worauf er transitioned angezeigten gute Schnelligkeit, gute Geschwindigkeit, Wendigkeit und große Ausdauer für einen Hund von solcher Größe. Er war ein sehr ausgeglichener Hund mit großem Geschick, um es einzuschalten und Dial-up der Intensität, wo nötig. Es waren so viele Hunde zu sehen, ich finde es schwer zu merken und sie alle nennen, damit meine Entschuldigung an diejenigen, die ich nicht erwähnte. Von denen haben wir gesehen, inklusive anderer Pantera (Rocky x Zora ein großer suchen Hündin), Zora, Honra (Demonio x Sheila), Ramera (Arnold x Elly), Riquesa (Arnold x Elly), HAMPA (Odin x Sheila), Emma ( Urbo x Duna), Qunina (Demonio x Cobra), Arnold von Badem, eine Last von 12 Monaten und Jugendliche unter Welpen aus der letzten 2 Züchtungen (von denen alle besser gearbeitet als die meisten Erwachsenen die wir wo anders haben gesehen!) plus, Artus de la Legion (HAMPA x Artus), Mago (Wotan Abja x), Paco de la Guardia Alero (Demonio x Maxima) und viele mehr.

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Wir sahen viele Hunde während dieser Reise, dabei viele Formen der Schutz-Arbeit einschließlich Sport-und AVD-Studie Tests, ein paar Bilder, von denen diesen Bericht begleiten. Wir sahen auch eine Ausbildung für den professionellen Einsatz in Sicherheits-, Polizei-Arbeit und dergleichen, sowohl mit Malinois und Presa Canario’s, es war sehr interessant, die verschiedenen Techniken zu sehen, und wie viele Ähnlichkeiten gab es zwischen Ausbildern in Deutschland und Großbritannien, Griechenland etc. für diese Anwendungen, schätze ich es zeigen, ist nichts neu ist und dass, wenn es funktioniert, benutzen Sie es!

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Was wir sahen, war ehrlich gesagt ziemlich erstaunlich für diese Rasse, wir haben nicht einen einzigen Hund gesehen, der nicht funktioniert hat und dies auf einem hohen Niveau. Bei 8-12 Monate alt, sahen wir Hunde die bissen auf hochwertige Manschetten und Anzug-Arbeit, es wurden Hunde gezeigt, die in der Lage sind, viele Titel-Sport-Hunde der traditionellen Rassen beschämen zu können. Bei Fälligkeit sahen wir konsequent Hunde zeigen Intensität, Härte und Widerstandsfähigkeit gegen alle Arten von Ablenkungen Umwelt und Objekte, die man selten findet können anderswo. 

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Die minimale Zuchttauglichkeitsprüfungen anderer Rassen machen viele traditionelle und moderne Sportarten / tests weit weniger anspruchsvoll und etwas von dieser Ernsthaftigkeit Qualität Hunde zu hören, wenn Sie hören, warum erscheinen Elemente aus einer Reihe von Arbeitsgruppen Disziplinen; KNPV, NVBK, Französisch Ring, Ring und Mondio IPO / VPG / SchH haben alle auf gezogen worden, um alle möglichen Elemente eines Hundes die Fähigkeit und die Nerven zu testen.

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Ohne arrogant zu sein, wir würden nie behaupten,  “das die absolut besten Presa’s sind in Britain”, obwohl wobei ihm das eine wesentliche Grundlage von Erfahrungen unter uns, wir wissen, es gibt einige verdammt gute Hunde in Großbritannien, von denen einige getestet wurden sehr anspruchsvolle Normen, um zu bestimmen, ihre genetische Wert und die Eignung für die Zucht. Dog’s wie J7’s Stomper, Raptor Kennels “Diesel, Crunch, Zulu, Blaze, Judy, Tilly, Ebenholz, Bluester sind Diesel, Riddick, Busted etc. bis zu den neuesten Generationen einschließlich Hunde wie Cruz allen hochwertigen Individuen innerhalb der Rasse und darüber hinaus es. Dog’s wie Loco, im großen und ganzen sind einfach gesagt ziemlich ausgeflippte und bis wir aus dieser Erfahrung haben uns zu besuchen glaube, sie waren ebenfalls sehr selten. Nie habe ich so eine gleichbleibende Qualität und Fähigkeit, bis zu dem Punkt, dass im Großen und Ganzen gesehen, die vorgenannten UK Hunde würden einfach irgendwo zwischen betrachtet werden “alltäglich” bis “sehr gut”. Pre-Match freundlich, England vs Deutschland: In der wahren J7 Stil, der einzige Weg, um herauszufinden, was haben Sie zu “Suck it and see” so mit der ausgezeichneten Leistungsfähigkeit Four Deutschland, wir drei aus England nahm einen Hund, Loco mit uns ist zum Qualitätsmerkmal der J7 Blutlinie in dem, was ich denke, die meisten Leute würden zustimmen recht widrigen Umständen; 700 + Meilen gereist, hohe Temperaturen, “feindlichen” Gebiet der proffessionellen Ausbildung (erst recht, wenn Deutschland und England spielen im Fußball!) und eine Batterie von Tests für ein Hund Team, das Null-Zubereitung oder Wissen darüber, was passieren würde hatte bis zu dem Punkt, an dem sie taten es!

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J7 wurde angeboten einen “abgemilderten” Test (für ausländische Hunden9 durchzuführen, doch John hat die gesamte Partie nach der deutschen Hunde und Loco mit Bravour bestanden! Ein Video von denen bald folgen kann, wenn jemand interessiert ist es zu sehen…

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Danke & Gratulation auch an Manuel Curto und Valeria Zucht M’Loco, die als die schönste Erfüllung spanischen reinrassiger Hund durch die AVD und einer der ganz wenigen getestet bewertet verlängert werden kann, dass Spiel-bis zu den Standards der langfristigen Deutsch Zucht rein auf Grund seiner genetischen Qualität. 

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Abschließender Gedanke: Der letzte Höhepunkt der Reise war die Übergabe von zwei Welpen; J7’s Moro und J7’s Mora aus dem Romper Stomper x Kelly Wurf. Es war eine große Ehre für den J7-Stamm ursprünglich von Manuel und Valeria’s Irema Curto Blutlinie, um würdig erachtet werden durch eine solche durchgeführt Gruppe von Menschen, Gebrauchshund, der noch eine Ehre, dass die Welpen von J7/Liz abgeholt! / Sati / DanUK Speziell für unsere Freunde im AVD beeindruckt, ebenso wie ihr Großvater mütterlicherseits Loco!

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Dieses Jahr fühle ich mich so verwöhnt / Glück, was mit meiner Reise früher im Jahr auf AN-AUS Zwinger in Griechenland (Great Food, fantastische Menschen und herliche Doggen und einem netten Presa in Negro!), Quick Stop wieder mit dem beeindruckenen KNPV Jungs! Ja, vor dem Abschluss, muss ich einen Punkt der Empfindung von größter Dank und Dankbarkeit auf eine Reihe von Menschen, die diese Reise zu dem gemacht haben was sie war; Als erstes zunächst mit beiden Arne & Nadine Polhmeyer von De la Arena Zwinger, für die das möglich gemacht, erweitern so große Wärme, Freundschaft und Gastfreundschaft für uns alle;

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Arne ist ein toller Kerl, ein wahrer Hundemann und Nadine ist nicht nur schön, sondern auch eine fantastische Köchin! Zu unseren neuen Freunden können wir jetzt auch rechnen: Dennis Grasow der Kennel Monteria tradicional, Steffan Lauß von De la Legion, Marius Brecht von El Patron, Timm, Frank und alle anderen freundlich, hilfsbereit und freundlich die meisten Menschen, die wir während dieses wunderbare Reise traf (es waren so viele und entschuldige mich bei denen, die ich vergessent habe); Ich glaube, ich kann sagen, dass nicht nur für mich, sondern wahrscheinlich auch für beide J7 und Sati, es war wirklich die besten Reisen überhaupt und immer in so vieler Hinsicht. Wir wünschten, wir könnten länger geblieben sein! Dies war ein großartiges Ergebnis und das einzige Mal an diesem Wochenende, wo es ein Unentschieden, da beide England und Deutschland gewonnen (von einander gewinnen)!

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Die aktuelle Lage in Spanien und auf den Kanaren

Die aktuelle Lage in Spanien und auf den Kanaren

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Spanien ist das Haupt-Herkunftsland des Hundetyps des historischen Alano! Welchen wir seit vielen Jahren bewundern, erforschen und versuchen seine authentischen Nachkommen bestmöglich am Leben zu erhalten oder wieder zu neuem Leben zu verhelfen.

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Wir stimmen hier mit vielen ernstzunehmenden, geschichtsbewanderten, spanischen Kynologen überein, dass der Alte Alano (in der Geschichtsschreibung häufig auch als Perro de Presa oder Dogo betitelt) in seiner direkten Nachkommenschaft, am reinsten in den heutigen Nachfolgerassen Presa/Dogo Canario und in einigen wenigen Exemplaren der iberischen Halbinsel  erhalten geblieben ist.

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(Artikelausszug aus einem deutschen Hundemagazin 

von Sanz Timón -Kynologe, Tierarzt, Jäger und Spezialrichter für spanische Hunderassen)

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Natürlich wissen auch wir, dass ebenso die iberischen Doggen-Schläge des Fila de Sao Miguel oder der auf den Balearen ansässige Ca de Bou (Ochsenhund) Nachfolger der historischen Spanischen Dogge (Alano) sind. Oder auch die in Übersee beheimateten Rassen und Nachfolger der Cordoba Dogge, des Perro de Cimarrón, des Mastino de Borinquen, des Farm Fila, der Kubadogge etc. .

Doch sind sie heutzutage, soweit vermischt und teilweise wieder in agierungsunfähige Unterrassen zerstückelt worden, dass man Sie nur noch als Enkel oder entfernte Urenkel des alten sagenumwobenen, historischen Alano bezeichnen kann.

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Auf dem spanischen Festland, gibt es eine Reihe von Züchtern, die versucht eine neue Rasse anhand ihrer geschichtlichen Eckdaten zu kreieren, den so genannten Alano Espanol bzw. (korrekt bezeichnet und auch besser zu unterscheiden) den „Alano Espanol Moderno“. 

Die Entstehung der noch nicht etablieren, neuen Hunderasse Alano Espanol, basiert auf einer Vermischung von (eventuell) überdauerten alten Alanolinien wie z.B. dem „Villano de las Encartaciones“ (lesen Sie auch diesen Artikel, Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterklick hier). 

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mit verschiedenen modernen Hunderassen wie z.B. dem Deutschen Boxer, dem Dogo Argentino, dem Dogo Canario etc. .     

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Auf den Kanarischen Inseln, die bekanntlich eine Inselgruppe im östlichen Zentralatlantik, etwa 100 bis 500 Kilometer westlich des südlichen Marokko gelegen, dar stellt, existiert als einzige Nachfolge Rasse der Perro de Presa Canario (Dog Canario FCI). Auffällig hierbei, ist dass die historische Synonymbezeichnung Perro de Presa immer noch gebräuchlich ist. 

Diese Perros de Presas (Hunde zum Packen) sind durch die spanischen und portugiesischen Eroberer (Konquistadoren) eingeführt worden, die sie als Kriegshunde mit sich führten. 

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Durch das sprichwörtliche Inseldasein und die große Entfernung zum europäischen Festland, blieb hier unsere spanische Dogge, mehr oder weniger rein erhalten. Sicherlich gab es in der „Neuzeit“ auch einige Einkreuzungen von fremden Rassen, doch spielten diese (Gottlob) nur eine untergeordnete Rolle. Es ist auch heute immer noch möglich, trotz einer fortschreitenden, kanarischen Selektion auf Masse und dem verstärkten Aufkommen von Schönheitsausstellungen, vereinzelt leistungsfähige Hunde im historischen Urtyp zu finden. Diese guten Hunde, zeigen deutlich die Züge ihres Stammvaters des alten, iberischen Alano.

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Natürlich sind dies einzelne, wertvolle „Perlen“, die man natürlich nicht in größerer Masse anzutreffen vermag.   

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Die verklärte, romantische Vorstellung

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Die verklärte, romantische Vorstellung

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Alle Züchter einer ausländischen Hunderasse, haben immer das Problem, ich würde es sogar als die Krux der ganzen „Geschichte“ bezeichnen, dass man nicht nur zu der Hunderasse an sich, sondern in mehr oder weniger ausgeprägter Form auch zum Herkunftsland der Rasse stehen muss. 

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Es mutet immer etwas merkwürdig an, wenn man behaupten würde, dass eine Rasse im Ausland besser gezüchtet wird, als in ihrem Herkunftsland. Doch tatsächlich ist dies gar nicht mal so selten… (Oder glauben Sie dass z.B. der Foxterrier, der Airedale Terrier, der Bullterrier in seinem England leistungsfähiger und gesünder ist als hier zu Lande?!)   

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Die „Top-Hundezucht-Länder“ sind schon seit geraumer Zeit Deutschland, England, Belgien, Holland und mit gewissen Abstrichen Frankreich. Nirgendwo in der Welt ist, die Hundeausbildung und die Gebrauchshundeselektion so ausgeprägt wie in Deutschland, als Begründerland der Dienstgebrauchshundeausbildung zählt wiederum Belgien. Von den 9 Dienstgebrauchshunderassen kommen alleine 6 aus Deutschland, zwei aus Belgien und eine aus England. Der größte Rassehundezuchtverein der Welt kommt ebenfalls aus Deutschland. Das deutsche Jagdgebrauchshundewesen ist ebenfalls weltweit führend und von allen anderen Ländern unerreicht. Doch auch England gebührt, alleine schon geschichtlich betrachtet, ebenfalls ein Potestplatz auf der internationalen Bühne der Kynologie. Unzählige Hunderassen haben ihren Ursprung in Britannien. 

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Nun haben wir, mit der spanischen bzw. kanarischen Dogge, eine Hunderasse die aus einem (vorsichtig ausgedrückt) für europäische Verhältnisse „kynologischem Entwicklungsland“ stammt. Zwar gibt es neben dem historischen Alano/Perro de Presa und seinen Nachfolgerassen, noch weitere interessante Rassen, vor allem im Jagdhundebereich, doch fundiertes Ausbildungswesen, sowie die planmäßige Gebrauchszucht, ist nur in Ausnahmefällen anzutreffen, bzw. steckt sie noch in den Kinderschuhen.  

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Nur bemängelt man als Ausländer, die zum Teil dürftige Zucht-Qualität, dann wirkt dies natürlich etwas „arrogant“ oder überheblich. So müssen wir fortwährend einen, wohl noch akzeptablen, Spagat zwischen unserer Sicht einer soliden gebrauchs- und leistungsorientiertenZucht und der durchschnittlichen, spanischen Hundeproduktion hinlegen. 

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Unser spanischer Freund Antonio, der selbst Bewunderung für das die deutsche Jagd- und Dienstgebrauchshundewesen hegt, fragte mich vor ein paar Monaten warum wir überhaupt in Spanien nach Hunden schauen würden. Es lege doch offensichtlich auf der Hand, dass die spanische Gebrauchszucht auf keinen Fall mit der deutschen Zuchtselektion konkurrieren kann. 

Antonio, ist Jäger und Rüdemann, kennt viele wichtige Personen aus Spaniens Jagd- und Hundeszene und war bereits mehrfach bei deutschen Hundeprüfungen sowie bei Drückjagden, als Hundeführer dabei. Auch bei Rudolf Sewerin war er damals mehrfach zu Besuch und traf ihn in Deutschland sowie in Spanien. Antonio erwähnte auch heute noch die löbliche Qualität von „Rolf’s“ Bullterriern und Alanos.

Dies nur kurz eingeschoben, damit auch verdeutlicht wird, dass nicht alle Spanier meinen, sie hätten hundemäßig das Nonplusultra.

Für uns ist dies natürlich nicht weiter von Belang, da wir von Zeit zu Zeit, auf neues Blut angewiesen sind. Und deshalb auch in Zukunft weiterhin das benachbarte Ausland und Spanien aufsuchen werden.            

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Natürlich stellen sich die meisten Leser, unsere Spanienreisen als überaus prickelnd, aufregend und vielleicht sogar etwas romantisch vor. Doch die Realität ist meist nicht ganz so Werbekonform…

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Gerade Spanien, was als traditionsbewusst und vorgeblich auch als sehr “stolz” bekannt ist, mit seinen vielen verschiedenen Regionen und Klimazonen, eignet sich natürlich hervorragend für das Spinnen von mystischen Geschichten.    

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Und gerade diese Geschichten, sind den Welpenkäufern, bei nahezu allen seltenen Hunderassen überaus wichtig! Wo früher der Hundehalter, hinter der vorgehaltenen Hand, über seinen „Pitbull“ erzählt hatte, aus welcher geheimen „Undergroundfightline“ er wohl stamme, und wo der Mastinobesitzer von den löwengefüllten Arenen in Rom berichtete, und wo der Leistungs-Bully-Freund immer noch von tschechischen Keilerpackern und österreichischen Ziviltötern schwärmt, oder wo der Owtscharka-Mann vom rauen Leben in Russlands finsteren Weiten berichtete, vermitteln heute nahezu alle Alano/Presa/Dogo Canario-Züchter ein vollkommen romantisch verklärtes Bild von Spanien und den Kanaren. 

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Verbindet der Alano/Presa-Liebhaber wenn er an Spanien denkt, dies in seiner Vorstellung häufig mit Flamencotänzerinnen,  dem sonnigen und mediterranen Leben auf Mallorca, mit dem spanischen Stierkampf und mit den harmonisch dudelnden „Kanaren-Klampfen“… An Wirtschaftskrise, politischer und regionaler Zerstrittenheit, Einwanderungsschwemme und hohe Arbeitslosigkeit denken wohl nur die wenigsten.

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Analog hierzu stellen sich viele Amis wohl Deutschland, als das Land der Kuckucksuhren, Trachtenfeste, Lederhosen und des Weizenbieres vor. 

Natürlich, wenn man will kann man dies auch finden. Genauso findet man bei den Spaniern auch deren Folklore und alles womit man dieses Land assoziieren will. Wer Suchet der Findet.       

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Doch gilt unser Interesse den Hunden, den Dogos, Presas, Villanos, Alanos oder wie man sie dort auch immer schimpfen mag. Und dies ist meistens weit weniger romantisch, als der Laie vermutet.

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Viele der „Festland-Presa Canario-Züchter“ gehören mehr oder minder einer „milieulastigen-Schicht“ an. Viele der Canario Züchter auf Teneriffa und Gran Canaria sind arbeitslos und investieren, nachvollziehbarer Weise, nur wenig in ihre Hunde. Die Pflege und Haltung ist für das tierschutzgeprägte, deutsche Auge häufig schlicht als katastrophal zu bezeichnen. Ausschließlich die, für uns weniger interessanten, ausstelungsorientierten Züchter pflegen ihre Hunde, da sie zum Teil für horrende Summen in die USA verkauft werden. 

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(Normale, private Hundehaltung auf den Kanaren)

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(Gepflegte Showdogs…)

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Das neu formatierte Lager der Züchter ohne Papiere, auf Gran Canaria, pocht zwar auf die traditionelle Authentizität ihrer bunten Presas, doch machen sie im Grunde nichts anderes. Wenn Sie zusammen kommen halten Sie Hundeausstellungen ab. Eine Selektion auf Gesundheit, Wesen oder Leistung findet leider nicht statt. 

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Ausstellungen (Exhibiciónes) auch im neuen “alten” Lager von Gran Canaria

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Die „Alano Espanol Moderno-Züchter“ stehen hier häufig besser da, sind geschichtlich bewandert und verfolgen ihre Sache mit wirklichem Interesse. Nur ist deren Interesse, wie auch die Zucht im Großen und Ganzen, eher theoretischer denn praktischer Natur. 

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Einzig bei den spanischen Jägern und Rinderzüchtern findet man diesen „romantischen Faktor“, der so vielen bei unserer Rasse überaus wichtig erscheint. Die Jäger wie auch die spanischen „Cowboys“, sind funktionsgebunden fest mit den alten Traditionen verschmolzen. Doch werden hier häufig sehr leichte und wendige Hunde favorisiert. Hunde die vom optischen Typ, dem Geschmack der meisten deutschen Molosser-Freunde sicher weniger zusagen

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Dass es innerhalb der Familien Zuchtlinien gibt, die von Generation zu Generation (vom Vater zum Sohn) weitergereicht wurden, ist wiederum keine Fabel. Diese Familienverbundenheit zur Rasse, gibt es tatsächlich. Allerdings nur in wenigen Fällen auf Gran Canaria und bei einigen „Alano-Villano-Festlandjägern“. 

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Auf den Kanaren gibt es verschieden Clubs für den Presa Canario (Dogo Canario) die zum Teil unterschiedliche optische bzw. farbliche Typen favorisieren. Eine Unterteilung zwischen der Bezeichnung Presa und Dogo ist definitiv nicht möglich, da es sich bei genauer Betrachtung des kanarischen Zuchtmaterials nicht um verschiedene Linen handelt.

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 Auch ist mir kein einziger, der vielen kanarischen Züchter bekannt, der die Bezeichnung „Presa“ ablehnt. Demnach kann auch anders herum kein Schuh draus werden!!!

(Lesen Sie auch diesen Artikel Dogo vs. Presa, klick hier!)

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Auf dem spanischen Festland haben sich mittlerweile ebenfalls einige Clubs und Gruppen um den Presa Canario oder wahlweise ;-) den Dogo Canario gerankt. Die meisten favorisieren, den Showtyp, einige andere wiederum rühmen sich mit der Aussage, dass sie auf  Arbeitsfähigkeit (Trabajo=Arbeit) züchten würden. Ihr Interesse hierbei, liegt sehr einseitig auf den Schutzdienst und auf Aggressionsarbeit. Hier fehlt es an der Fähigkeit das Wesen als Gesamtpaket zu beurteilen und wirkliche Wesensstärke von Angst- und territorialer Aggression zu unterscheiden! 

Die meisten dieser Leute kommen ursprünglich vom Pitbull und deren Mischformen. Ihre aktuellen Presas werden mit Mastinos, Schäferhund- und Bullterrier-Rassen vermischt. Anders als es im Internet oft geschildert wird, verfügt diese lose Gruppe weder über reine noch über durch gezüchtete Presa Canario Linien. Fragt man einige der wirklich alten Züchter auf den Kanaren, nach diesen losen Madrider Clubs, so winken diese meist ab und bezeichnen deren Hunde als wilde „Mix-Bandogs“. Dies ist nicht (unbedingt) unsere Meinung, doch sollte in diesem Artikel versucht werden,  etwas mit den unwahren „Propaganda-Märchen“ aufräumen. (lesen Sie auch diesen Artikel, klick hier). 

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Wie bereits erwähnt wollen wir hier niemanden anprangern, sondern nur die aktuelle Lage in ihrer Gesamtheit schildern!    

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Anmerkend will ich in aller Deutlichkeit klar stellen, dass wir allen (aufrichtigen) Züchtern und Freunden unserer Rasse immer mit Respekt gegenüber treten und dies gilt nicht nur in Spanien. Trotzdem üben wir in diesem Artikel auch ein gewisses Maß an Kritik. Diese Kritik soll informieren und kann sehr wohl auch konstruktiv verstanden werden!

Suche und Überprüfung von Hunden

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Suche und Überprüfungen von wertvollen Hunden in Spanien und auf den Kanaren:

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Wir sind bekanntlich häufiger im Ausland (vornehmlich in Spanien) unterwegs, um nach zuchtwertvollen Hunden und Blutlinien Ausschau zu halten. Wir fahren mit dem Auto oder fliegen mit dem Flugzeug dorthin, wo wir eventuell noch ansprechende Hunde auffinden können. 

Dann machen wir mit Züchtern und möglichst vielen „privaten“ Hundehaltern Termine, um deren Hunde zu überprüfen. (Gerade bei den „Privatpersonen“ ist der Erfolg häufig größer als bei den bekannten Züchtern).

Uns interessiert hierbei weniger das Aussehen, als die Abstammung und der Charakter der Hunde. 

Wenn wir Dokumente von Gesundheitsuntersuchungen zu sehen bekommen, ist dies immer sehr erfreulich, allerdings (vor allem in Spanien und auf den Kanaren) doch eher die Ausnahme. Röntgenbilder vom Hüftgelenk gibt es nur zu den wenigsten Tieren. Viele, durch das Internet bekannt gewordene, Züchter haben häufig einen geröntgten Hund in ihrer Zwingeranlage. Fragt man im Vorfeld nach einem anderen Hund, bekommt man (für vollkommen verschiedene Hunde) ein und dasselbe Röntgenbild zugeschickt. Deshalb heißt es, wie immer, Augen auf beim Hundekauf.

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Hunde die im Ausland als „gesund“ eingekauft wurden, müssen somit in Deutschland selbstverständlich (erneut) einen Gesundheitstest machen und dies sollte von der offiziellen Auswerteklinik kontrolliert werden.

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Zum Wesen: Wir suchen in erster Line Hunde die erkennbar Beutetrieb, Wehrtrieb und möglichst wenige Fluchttrieb aufweisen. Scheue, über- bzw. angst-aggressive oder lethargische Rassevertreter kommen für uns nicht in Frage! (Und davon gibt es leider mehr als genug). 

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Häufig brachten wir neue Ideen mit, und sorgten somit auch nach unserer Abreise für gute und neue Impulse…

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Wirkliche Linien die auf Schutzdiensteigenschaften selektiert wurden, existieren nicht bzw. nicht in der Form, wie sich dies ein deutscher Schutzdienstpraktiker vielleicht vorstellen mag!

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Es gab und gibt immer mal wieder einige, die mit ihren Hunden irgendeine Art von Schutzdienst probieren, doch eine wirkliche Zuchtselektion existiert hierfür nicht.

Vor allem in Spanien gibt es nur sehr wenige, die den Unterschied zwischen einem linksliegenden, aggressiven „Kettenbeißer“ zu einem sauberen, mutigen, dursetzungsfähigen Schutzhund mit echtem Sports-, bzw. Kampfgeist erkennen. 

Jeder Hund der dort am weichen Ärmel oder Anzug einen Anbiss setzt, wird schon umjubelt ohne genauer hinter die Facetten seines Wesens zu schauen. 

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Genauso gibt es natürlich Züchter (sicher 90%) denen es absolut egal und unwichtig erscheint, welchen Charakter ihre Hunde haben. Viel wichtiger ist ihnen die Optik der Hunde. Nun könnte man davon Ausgehen, dass doch genau dadurch eine logische und deutliche Differenzierungsmöglichkeit besteht, die Schönheitszüchter von den Leistungszüchtern zu trennen. Doch dieses viel versprechende Unterscheidungsmerkmal hinkt deutlich und dies können wir durch jahrelange Arbeit auf diesem Gebiet sozusagen sogar beweisen.  

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Um nicht in die Versuchung abzudriften alles nur an einem einzigen Hund abzumachen, müsste man also die Züchter, die behaupten sie würden Arbeitslinien („Linea de Trabajo“) züchten, im Durchschnitt mit den so genannten Schönheitszüchtern im Vergleich setzten. Das Resultat hierbei ist leider erstaunlich ernüchternder, als es der „webseitengläubige“, deutsche Schutzhundefreund wohl vermuten mag. Wir haben aus allen bekannten und aus vielen unbekannten Linien Hunde überprüft und wir kommen eigentlich immer zum selben Resultat: 

Nur ca. 10% der modernen Rasse Perro de Presa Canario (Dogo Canario FCI) zeigt für uns annehmbares Wesen, mit belastbaren Nervenkostüm und anständigen Triebbereichen.

Und hierbei ist es durchschnittlich betrachtet (prozentual) vollkommen einerlei ob es sich um so genannte „Presa Canario-Arbeitslinien“ oder um die blutsverwandten „Dogo Canario-Schönheitslinien“ handelt (wie es die „Internet-Experten“ gerne versuchen zu trennen).

Diese Trennung ist selbstverständlich absoluter Blödsinn, denn egal wo man hinsieht ist keine Trennung möglich und selbst theoretisch wird sie überhaupt nicht praktiziert. Sämtliche kanarische Dogo Canario Schönheitszüchter akzeptieren ebenfalls die Bezeichnung Presa(was genau genommen nur im Sammelbegriff einen „Packer“ definiert). Genau wie auch die „Presa Canario-Namens-Verfechter“ ihre Hunde auch als Dogo Canario inserieren. Der größte existierende Züchter (nicht älteste, sondern der der am meisten Hunde gezüchtet und verkauft hat) Manuel Curto Gracia (Zwingername Irema Curto) ist ein glühender Verfechter von der Abgrenzung seiner Presas Canarios zum Dogo Canario. Doch seine Zuchthunde lies er bei der FCI als Dogo Canario registrieren. In Verkaufsanzeigen spricht er vom „Perro de Presa Canario (FCI Dogo Canario)“ in dieser Schreibweise etc. . Dies glaubt der Internetexperten jetzt sicher nicht, dass ausgerechnet der Guro des Presa Canario und Feind des Dogo Canario seinen Hunden den Zusatz Dogo Canario gibt. Um erst gar keine Zweifel aufkommen zu lassen, habe ich mir die Mühe gemacht und mal eine Verkaufsanzeige aus einer spanischen Zeitschrift eingescant. Wie gesagt, die Realität hat auch in Spanien selten viel mit der “Internet-Wahrheit” gemein… 

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Registrierung als “Dogo Canario”, Name und Unterschrift Manuel Curto Gracia

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Dies stört uns natürlich nicht im Geringsten, da wir eine weitere Unterteilung der Rasse, in wieder teilbare Unterrassen nicht nur schlicht als dumm sondern sogar als (genetisch betrachtet) sträflich bezeichnen würden. Zu dieser Thematik lesen Sie bitte noch folgenden Bericht, klick hier).

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Zurück zum Thema, ich wollte nur kurz aufzeigen, dass es überhaupt nicht möglich ist vor einem Besuch zu sagen wer wohl diesmal die besten Hunde haben mag. Wenn wir als Beispiel einen Malinois, Schäferhund, Jagdterrier, Dobermann etc. -Züchter besuchen würden, dann wüssten wir spätestens beim zweiten Mal, was uns ungefähr von der Qualität seiner Hunde erwarten wird. Beim Presa/Dogo Canario sieht dies grundlegend anders aus! 

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Da wir in der Regel bei jedem Zwinger nur ca. einen interessanten Hund  entdecken, kann dies natürlich zwei Jahre später schon grundlegend anders aussehen. Vor allem darf man nicht vergessen, dass vor allem im mittel- und südspanischen Raum die Leishmanniose so stark verbreitet ist, dass viele Hunde nicht  älter als 5 Jahre alt werden. Das gleiche gilt natürlich auch für importierte Hunde!  Das fiese an der Krankheit ist, dass sie bei einem Deckakt häufig übertragen wird. Manche sprechen deshalb auch von „Hunde-Aids“, ohne das es eine wirkliche Verwandtsacht zum HIV-Virus gibt.

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Nachträglich betrachtet (seit 1990) waren  ca. 70% aller Presas Canarios die vom mittleren bis südlichen Spanien nach Deutschland verbracht wurden, mit dieser ansteckenden Krankheit infiziert!  

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Wie bereits erwähnt haben wir bei den so genanten Schönheitszüchtern nicht weniger arbeitsfähige Hunde (ich würde sogar fast sagen wir haben mehr gefunden) gefunden als bei den so genannten Arbeits-Züchtern (Criador de Trabajo). 

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Vor allem herrscht ein erschreckender Mangel an qualitativ guten Hündinnen vor. Zwei drei akzeptable Rüden finden man eigentlich immer bei einer längeren Reise, bei guten Hündinnen sieht dies schon deutlich schlechter aus. Für die Skeptiker sei als Beispiel angemerkt, dass wir die besten 5 Presa/Dogo Canario-Hündinnen die wir im Ausland angetroffen haben, in Polen und in Belgien gefunden haben. Meine „gute Nummer 6“ war bei einem so genannten Dogo Canario Schönheitszüchter auf dem spanischen Festland, also auch nicht auf den Kanaren wo die Rasse im modernen Sinn ja eigentlich herkommt (herkommen soll ;-) )        

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Für die die jetzt wieder versuchen uns zu verunglimpfen und uns als unglaubwürdig darzustellen, statt selbst etwas zu leisten und „ihr Ding“ zu machen, sei angeführt, dass es natürlich unmöglich ist alle Hunde zu überprüfen. Es wird nie möglich sein in ganz Europa alle vorhandenen Rasseexemplare zu testen. Dies ist noch nicht einmal in ganz Spanien möglich. Bei einem „Trip“ auf die Kanaren überprüfen wir ca. 100 Dogos/Presas Canarios, bei einem Festlandtrip sind es meist weniger, da wir hier nicht so starke Ballungsgebiete vorfinden. 

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Doch eines sei klar angemerkt, bislang stelle jeder bei dem wir anfragten seine Hunde vor. Wir standen bislang noch nirgendwo vor verschlossener Tür!!! 

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Nur ein einziger, für uns nicht besonders interessanter Mix-Züchter zog es einmal vor, das Wochenende mit seiner Familie an die See zu fahren, als den noch losen Termin mit uns wahr zu nehmen. Sicher ein verständliches Verhalten, jeder von uns hat wohl schon einmal einen Termin platzen lassen. Wir haben aber Hunde aus nahezu allen was man in irgendeiner Art und Weise als Zuchtlinie bezeichnen könnte überprüft und getestet (incl. einiger Züchter die wir nicht besucht haben, die aber logischer Weise auch Hunde an andere uns bekannte Personen verkauft haben. 

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Woher kommen, dann jetzt wieder die deutschen Gerüchte, dass wir in Spanien angeblich so unbeliebt seien? (Jeder Mensch der selbst produktiv im Leben steht, wird sich sicher fragen, warum dies überhaupt für andere so spannend sein kann. Aber es ist wie ich oben schon erwähnt habe, leider so dass es eine Reihe von Neidern gibt, für die wir scheinbar immer das wichtigste Thema, das Nonplusultra sind. Personen die selbst nichts vorzuweisen haben… Um nicht deren albernen Maßstab anzunehmen, und um weiter seriös zu informieren, möchten wir übrigens darauf verzichten, uns über andere namentlich im Internet auszulassen. So etwas macht kein seriöser Züchtverband und kein seriöser Züchter!!!)

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Einräumen und für den aufmerksamen Leser sicher auch nachvollziehbar, will ich hinzufügen, dass eines sicher ist, manche Spaniermögen uns und viele mögen uns auch nicht so sehr. Wir sind nämlich die, die sich NICHT von tollen Geschichten begeistern lassen, sondern wir überprüfen die Hunde tatsächlich! Und so wie die Resultate sind, so ist danach meist unser Beliebtheitsfaktor. Haben Sie Hunde die unsere Anforderungen, halbwegs erfüllen, finden Sie uns und unsere „Arbeits- bzw. Gebrauchs-Hunde-Idee“ sehr gut. Sind die Hunde wie 90% in Spanien, nicht ausreichend wesensfest, dann sind wir und unsere Tests angeblich „Scheiße“ – Entschuldigen Sie bitte das Wort.
Dann hören wir meist, etwas in der Art, dass der „echte“ Presa Canario auch keine Schutzdienst Mutprobe und keinen Umwelt-Wesenstest bestehen muss, er ist schließlich eine Hundekampfhund, oder wahlweise auch ein Ausstellungshund…und ähnlichen Unfug… 

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Natürlich gab es neben uns noch einige wenige Dogo Canario/Alano Züchter, die auf den Kanaren und in Spanien Hunde auf ihre Charaktertauglichkeit getestet haben. Doch muss man auch hier erwähnen, dass diese Begebenheiten meist auch mit viel Tamtam zu überaus spannend anmutenden „Storys“ aufgebauscht wurden. Jeder Kettenhund der einmal auf den Arm gebissen hat, wurde gleich als „Der Berserker“ schlecht hin dargestellt. Und selbstverständlich war dann dieser einmalige Toprüde nur über unbekannte und geheime Pfade (hinter den sieben Bergen,bei den sieben Zwergen) zu erreichen…

Auch ich bin schon so auf einige alte Geschichten reingefallen, forscht man nach und betrachtet die Sache nüchtern und neutral, stellt man häufig faktische Dinge fest die überhaupt nicht zu den ruhmvollen und verwegenen Geschichten passen. Viele der geheimen Hunde die in den frühen Jahren der internationalen „Presa-Welle“ auf ihre Schutztauglichkeit hin  überprüft wurden, standen bei ganz normalen bekannten Schönheitszüchtern. Wenn man sich, wie wir dies notgedrungen tun mussten, so tief in die Materie reinkniet, geht leider viel von dem Flair der „geheimen und abenteuerlichen“ Geschichten der 80er und 90er Jahre verloren.

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Nun denke ich haben wir die Problematik der ausländischen und explizit der spanischen Hundesuche ausreichend erläutert. „Amigos“ hin oder her, die Qualität der Hunde muss stimmen.

Wir wollen einen echten Arbeitshund selektieren und  betreiben Leistungszucht im AVD e.V. . Und dies ist international einmalig! Ob man dies nun als passend oder unpassend erachtet, spielt keine Rolle, es ist so!

Etwas analoges hierzu (Zuchtauswahl nach geprüften Hunden, ZWP’s, Gesundheitstests, Ausdauerprüfungen etc.) gibt es im Ausland definitiv nicht, leider! 

Und dieses „Leider“ sage ich mit Überzeugung! Viele meinen wir könnten doch umso mehr „stolz“ auf unseren Verein und unsere Züchter sein, umso chaotischer es im Ggensatz woanders zugeht. Doch für uns ist es kein Vorteil. Es ist nun mal extrem schwer leistungsfähige Hunde aus dem Ausland zu importieren und dass es keine adäquaten Arbeitsclubs (mit leistungsselektiven Zuchtvorschriften) im Ausland gibt, macht die Sache für uns nicht einfacher. 

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Mir ist nur eine einzige Gruppe im Ausland bekannt, die tatsächlich ihre Perros de Presas Canarios versucht auf Leistung zu züchten. Bei dieser Gruppe handelt es sich nicht um einen Verein oder Club, sondern nur um eine Gruppe von fünf sechs Personen, die Hund aus reinen kanarischen Linien für den realen Schutzdienst selektieren. (Die ersten Importe aus dieser Line, treffen noch diesem Monat bei uns ein! Mal sehen was sie uns in der Zukunft bringen werden…).

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Doch in Spanien fehlt für eine vernünftige Zuchtauswahl, ein genetisch fundiertes und haltbares Zuchtsystem. 

Die einzigen die in Spanien mehr oder minder regelmäßig ihre Hunde im Schutzdienst  arbeiten, stehen überhaupt nicht zu Rassehundezucht. (Wir sind weiter oben im Text, bereits auf diese spanische Festland „Gruppe“ eingegangen“. Da wird alles gehetzt und mit allem gezüchtet, egal aus welcher Kreuzung es entstanden ist. Die meisten Presas Canarios (linea de trabajo) führen nicht weniger Pitbull, Mastino, Schäferhund etc. –Blut als das Blut von den kanarischen Inseln…. Wir sind sicher keine FCI-Fanatiker und keine Befürworter eines übertriebenen Reinheitsfetisch, wirklich reine Rassen existieren eigentlich nicht (lesen auch diesen Artkiel, Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterklick hier). 

Doch wilde Mischlinge gibt es in Deutschland genug, da muss man wohl nicht noch extra einen spanischen Kampfhundemix nach Deutschland importieren, nur damit der dann hier angekommen, als authentischer Presa Canario gilt.  

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Der größte Witz, ist die häufig zu hörende Aussage, dass wenn ein Spanier in Spanien einen Presa Canario mit einer fremden Rassekreuzt, es sich bei den Nachkommen trotzdem um einen authentischen und reinen Presa Canario handelt, die gleiche Kreuzung im Ausland allerdings ein Mischling sei. Klingt verwirrend bis bekloppt, wird aber tatsächlich häufig so geäußert. Da wird in Spanien z.B. ein Pitbull mit einem Presa Canario gemischt und das Resultat als „Presa Canario Autentico Linea de Pitbull“ bezeichnet. Das gleiche gibt es sozusagen auch mit jeder anderen Rassen. Zum Beispiel: Presa Canario Linea de Mastino, -Linea de Majorero, -Linea de Bullmastiff -Linea de Bullterrier etc. .   

Wenn ein Spanier eine spanische Rasse mit einer Fremdrasse kreuzt, ist es kein Mischling, macht dies allerdings jemand im Ausland ist es selbstverständlich ein schnöder Mischling!?! Diese Logik wird wohl kein normal denkender Mensch verstehen, doch bekommt man sie tatsächlich häufiger zu hören und zu lesen, als man glauben mag…

Gibt es also gar keine Arbeitslinien in Spanien?

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Gibt es also gar keine wirklichen Arbeitslinien in Spanien?

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Jeder, der die vorangegangenen Zeilen gelesen hat, wird jetzt wohl mit der Antwort „Nein“ gerechnet haben. Aber auch da muss ich widersprechen. Es gibt sehr wohl echte spanische Arbeitslinien! Nur halt nicht auf die Schutzhundearbeit bezogen. Was es tatsächlich noch immer in Spanien gibt, sind Züchter, die ihre Hunde für die Arbeit an den Rinderherden und für die Schwarzwildjagd züchten.

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Rinderarbeit und Jagd!

Beides traditionelle und überaus authentische Arbeitsaufgaben für unsere Hunde. Nun muss man aber auch hierbei ganz deutlich differenzieren! Es gibt einige die ihre Hunde hin und wieder mal an Rindern und Wildschweinen (sozusagen) getestet haben, wohl hauptsächlich um „nette“ Bilder für das Internet zu erhalten. Doch diese Art der Züchter meine ich hier in keiner Form, denn es handelt sich meistens um Züchter, die alles (incl. Schönheitsshows) mitmachen um möglichst bekannt zu werden. Bekannt? Bekannt natürlich um einen möglichst großen Welpenabsatz zu erlangen und dies vor allem im Ausland. Da helfen Bilder von Gattersauen und zahmen Hausrindern nämlich ungemein.

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Hier wollen wir aber von Züchter sprechen die nicht in erster Linie Hundezüchter, sondern Meutejäger oder Rinderzüchter sind. Diese Leute brauchen und züchten die Hunde also für sich selbst und nicht für den Verkauf. Hunde die durchgehende Rinder nicht sicher einfangen können, oder Hunde die bei der Jagd nicht in der Lage sind eine wehrhafte Sau mit sicherem Griff zu binden, sind untauglich und werden selbstverständlich nicht ihren Weg in die Weiterzucht finden. 

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Es handelt sich also um eine knallharte und wirkliche Leistungszucht. Ganz anders als bei vielen „Presa Canario-Schutzhund-Züchtern“ da wird zwar der scharfe „Beißer“ mit dem hohen Aggressionspotential favorisiert bzw. beworben, doch alle anderen Hundein der Zwingeranlage kommen „selbstverständlich“ ebenso in die Zucht.  Wenn sie schmal da sind wird auch mit ihnen gezüchtet… Leistung, Gesundheit, Rassezugehörigkeit alles eher nebensächlich…

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Der Rinderzüchter oder der wahre Jäger macht nur einen Wurf, wenn er selbst neue Hunde braucht. Denn jede Hündin die sich um ihre Welpen kümmern muss, fällt für die Arbeit in dieser doch recht langen Zeit aus. Da die Welpen in aller Regel nicht gegen Geld abgegeben werden, ist ein Wurf also nur als produktiv anzusehen, wenn die Welpen als zukünftige Arbeitshunde Verwendung finden.

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Hierbei reden wir natürlich weniger von modernen Dogos Canarios, sondern von alten klassischen „Presas Espanoles“. Unter diesem Sammelbegriff kann man alles zusammenfügen, was im einzelnen häufig (nie ausschließlich) als Alano oder Perro de Presa geführt wird. Natürlich gibt es auch einige Arbeits-Züchter, die zwar mit eigenen Linien züchten, die allerdings aus verschieden modernen Rassen entstanden sind. Hunde die man also als Mischlingsrasse bzw. aus Mischlingslinien stammend bezeichnen könnte. Analog hierzu sei ein Vergleich zum (für einige Leser sicher bekannten) X-Mechelaar angeführt. Es gibt allerdings auch einige Linien die wirklich alt sind und wohl tatsächlich an die historischen iberischen Doggen (Alanos) anknüpfen. Besonders die alten Linien aus dem Norden von Spanien scheinen durch ein (wirtschaftliches Inseldasein) recht rein erhalten geblieben zu sein. Die Encartaciones und ihre angrenzenden Regionen bilden hier wohl den ältesten erhaltenen Pool von echten spanischen Festland-Presas. 

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Die Hunde haben in erster Line, durch die notwenige Existenz von fähigen Hunden für die Rinderarbeit überlebt. Noch heute halten die spanischen Rinderzüchter, ihre Rinder dort halbwild in den Bergen. Insgesamt betrachtet mutet dort noch vieles etwas mittelalterlich an. Das ideale Umfeld für das Überleben eines mittelalterlichen Hundetyps!

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Wie in anderen Artikeln schon mehrfach erwähnt, halten wir es in diesem Bezug mit dem überaus qualifizierten und bekannten spanischen Kynologen, (Spezialrichter, Tierarzt, Züchter, Ausbilder und Jäger) Sanz Timón, der sagt: „…heute existiert der alte Alano nur noch im Presa Canario und in einigen Presas der nordspanischen Regionen weiter, diese Hunde sind die reinsten Nachfolger der alten Alanos…“ !!!

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Bei diesen nordspanischen Regionen, oder auch dem oft erwähnte geheimnisvollen Tal im Norden Spaniens, handelt es sich übrigens um die Region Encartaciones und dessen Umfeld wie z.B. Carranza.

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Die wenigen, aber streng der Leistungsselektion verbundenen, Züchter favorisieren allerdings einen sehr leichten Presa/Alano-Typ. Hunde mit Bulldog- bzw. Boxerköpfen wie wir dies bei den Züchtern des modernen Alano Espanol Moderno häufig sahen, werden hier überhaupt nicht gewählt. Die „Packer der Encartaciones“ müssen wahre Ausdauercracks sein. Lange Fänge, lange, gerade Läufe und einen für einen Packer eher leichte Knochenbau, sind hier charakterisch. Schwere und deutlich molossoide Hunde kommen zwar vor, werden aber definitiv nicht favorisiert. Wiederum streng regional geprägt, werden diese Hunde übrigens meistens als Perro de Presa Ecarto oder als Villano de las Encartaciones betitelt.  (Lesens Sie auch diesen Artikel hierzu, Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterklick hier).

Wir sind in den Genuss gekommen in dieser Region zu jagen und hierbei den wichtigsten Mann des „Perro de Presa Encarto“ kennen zulernen. Anmerken will ich, nicht ganz ohne Freude und Stolz, dass dieser Mann niemals Hunde an nicht Praktiker (Jäger oder Rinderzüchter) abgegeben hat, niemals Hunde ins Ausland gab und selbst gute Angebote von spanischen Meutejägern aus Mittel- und Südspanien für seine Welpen ausschlug. Doch uns schenke er einen Welpen aus seiner Line. Dies ist natürlich eine große Ehre für uns, da es aus unserer Sicht hier einen riesengroßen Unterschied zu den bekannten Presa/Dogo Canario-Züchtern gibt, die natürlich ihre Welpen an jeden verkaufen, der anständig zahlt. Es war für uns ein hoher Vertrauensbeweis, dass wir zusammen mit diesem Mann jagen konnten und wir diesen erwähnten Welpen erhalten haben. Dieser Hund soll ausschließlich für die Schwarzwildjagd gedacht sein. Auch hat er uns angeboten in der Zukunft weitere „Encartaciones Packer“ kostenlos zu geben, einzige Auflage sie müssen arbeiten! 

Sicherlich wirken diese traditionellen spanischen Packer, für viele in Deutschland etwas zu leicht und ausdruckslos, da sie ausschließlich auf Funktion und eher geringes Gewicht gezüchtet wurden. Doch ist es für uns sehr interessant, da wir hier wirklich etwas gefunden haben, was überaus authentisch ist. Reinerer Abstammung zu den alten spanischen Alanos aus dem Mittelalter wird man wohl kaum finden können. Nur gab es auch hier sicherlich einige (durch einseitige Zuchtselektion bedingte) Typ-Veränderungen. Wir gehen davon aus, dass der alte, historische Alano in einer enormen Typenvielfalt vorkam, im Gros aber ein Gewicht um die 40-45kg hatte. Hierauf weisen verschiedene historische Quellen hin (lesen Sie auch diesen Bericht, klick hier). 

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Wie sich der Alano der Konquistadoren auf den Kanarischen Inseln, verändert hat, so dass wir heute häufig Dogo Canarios von weit über 60 kg sehen, hat er sich in der bergigen nordspanischen Region Encartaciones ebenfalls im optischen Typ verändert. Bei diesen nordspanischen Linien haben wir hier meist Hunde von nur 30 bis 35kg.  

Vorerst das Ende dieses Artikels

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Vorerst das Ende dieses Artikels

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Um vorerst ein Ende dieses, sicher noch ausbaufähigen Artikels zu finden (schließlich befindet sich die Rasse in einem fortwährendem Entwicklungsprozess), sei folgendes noch einmal in aller Deutlichkeit herausgestrichen:

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Wir schätzen und lieben die moderne Hunderasse Dogo Canario (Presa Canario) und verehren den Hundetyp Alano aus dem sie hervorgegangen ist. Wir respektieren alle ehrlichen und anständigen Züchter der Rasse, vollkommen egal in welchem Land sie leben!

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Wir stehen im regelmäßigen Kontakt mit vielen spanischen und internationalen Züchtern und Rassekennern, dies heißt aber nicht, dass wir automatisch alles Beführworten was im Ausland geschieht. Noch heißt es dass wir die Hunde von befreundeten Züchtern über die anderer Züchter stellen. Es geht schlicht um die Qualität des einzelnen Hundes!

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Nicht die selbstgestrickten Geschichten der Züchter, sondern die beweisbare und überprüfbare Qualität der Hunde zählt für uns! Und dies gilt für uns auch im Ausland!  

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Was wir allerdings nicht wollen und akzeptieren ist eine ständige Beweihräucherung von Blut-Linien die vollkommen zu Unrecht als authentisch beworben werden, andere Blutlinien wiederum (ebenso unberechtigt als) unrein und unecht diffamiert werden. Im Endeffekt sollte der Hund und nicht die Politik im Vordergrund stehen. Handelt es sich um ein gesundes, wesensfestes, ausdauerfähiges und charakterstarkes Rasseexemplar, ist es auch ein gutes Rasseexemplar. Sind diese Eigenschaften nicht vorhanden ist der Hund nicht gut, und dieses gilt ob der Hund nun aus Spanien kommt oder aus sonst einem Land!

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Ihr

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Arne Pohmeyer    

Reinrassigkeit der Rasse Dogo Canario und die Urform des alten Alanos!

Reinrassigkeit des Dogo Canario und seines Urtyps Alano

Reinrassigkeit der modernen Rasse Dogo Canario und Reinheit des Urtyps des alten Alanos.

Fakt ist dass eine Rasse nur als Rasse bezeichnet werden kann wenn sie “rein” gezüchtet wird. Nur ist die Frage was “rein” bedeutet, bzw. ab wann rein auch tatsächlich als rein gilt…?!

In der Regel gehen wir davon aus, dass eine Rasse als reine Rasse gilt wenn ihre Exemplare über mehrere Generationen nach einen festgelegten Standart gezüchtet wurden. Der Standart beschreibt neben der Anatomie und dem allgemeinen Erscheinungsbild natürlich auch das Wesen, die Funktion und die Charaktereigenschaften!

Nun wäre eigentlich erstmal zu klären ob per Definition ein z.B. “Dobermann”, der in allen optischen Punkten den Standart voll entspricht aber ein nicht typisches Wesen aufweist, eigentlich als reinrassig gelten kann?!?

Bei einem fehlfarbenen Hund kommt schnell die Frage, ob er überhaupt reinrassig ist, wenn allerdings deutliche Fehler (laut Standart) im Wesen, Charakter oder der Funktionsfähigkeit vorliegen, fragen wenige ob es sich vielleicht gar nicht um einen Rassehund handelt, nicht wahr?!

Eigentlich sollte bei der Zucht von Gebrauchshunden die Reinrassigkeit der Rasse in dem Punkten Wesen, Charakter und Funktion höher bewertet werden als die Reinrassigkeit in der “Optik”.

Klar sollte aber auch sein, dass (im Gegensatz zur allgemeinen FCI/VDH-Meinung) nicht die Clubzugehörigkeit oder die Papiere des Hundes alleinig über seine Reinrassigkeit entscheiden können.

Bei unserer Hunderasse Dogo Canario (Typ: Alano/ Perro de Presa ) muss aber klar differenziert werden was man als Mischling bezeichnen kann und was man (noch) als reinrassig akzeptieren muss.

Ein Hund den ich aus einem Land hole wo bis Dato noch nie spanische Doggen hin verkauft wurden (sprich von Spanien exportiert wurden) der aber in allen Punkten den Standart entspricht, kann sicher nicht reinrassig sein!

Als Beispiel, wurden Dogo Canarios aus der Tschechei und aus Ungarn gekauft obwohl zu dem Zeitpunkt noch gar keine Importe in die Länder stattgefunden hatte…

Genauso gab es innerhalb von kürzester Zeit, eine beachtliche Zahl Dogo Canarios (Canary Dogs) in den USA obwohl die Zahl der Importe minimal waren. Zu diesem Zeitpunkt gab es ein paar Importe von Spanien (hauptsächlich Tenerife) und etwas später einige sehr gute Importe aus Deutschland, die wiederum auf spanische Linien zurückgingen. Aber trotzdem gab es in den USA ein enormes Aufkommen, was nur darauf zurückzuführen ist, dass vollkommen andere Rasen bzw. Mischlinge als Dogo Canarios ausgegeben wurden. Auch gab es z.B. einen amerikanischen Schönheits-Champion der null spanisches Blut führte und definitiv kein Dogo Canario war und doch wurde er ausgestellt und von einem bekannten kanarischen Richter bewertet. Es gab sogar eine (kanarische) Zuchtempfehlung vom „Club Espanol del Presa Canario“, für diesen Rüden, da auch der spanische Richter meinte, dass dieser Rüde gute Substanz in die amerikanische Zucht bringen werde, wohl wissend, dass es sich um keinen Dogo Canario (Presa Canario) handelte…

Ein wichtiger Punkt ist die Tatsache, dass alle Rassen immer Kreuzungspunkte mit anderen Rassen aufweisen, so auch bei unserer Rasse. Und hier kommen wir zum Unterschied zwischen Urtyp und Rasse, der Urtyp ist tatsächlich als rein zu bezeichnen die Rasse eigentlich nie! (Abgesehen davon das natürlich jeder Hund, seine Abstammung vom Wolf hat und danach natürlich noch sehr viel Entwicklungsweg vor ihm lag…).

Der Urtyp unserer Rasse liegt in den alten Doggen des mediterranen Raumes, die wiederum im Zuge der Völkerwanderung eingeführt wurden. Dieser Hundetyp wurde allgemein als Alano (Alano bedeutet übersetzt Dogge – nicht mehr und nicht weniger!) eingeführt.

Sprich der alte, historische Alano ist definitiv der reine Urtyp!

Auch wenn der Typ nie als Rasse im modernen Sinn gezüchtete wurde, ist er doch die reine Mutter des Ganzen.

Man muss sich klar vor Augen führen, dass dieser Urtyp sich entwickelt hat, die Zucht wurde nicht von langer Hand geplant, noch unterlag  sie vorgeschriebenen Regeln. Doch war sie ein Produkt ihrer eigenen funktionsgebundenen Selektion.

Die Hunde wurden (wie zu dieser Zeit üblich nur für ihren Verwendungszweck, gezüchtet, und geschätzt). Es wurden die Hunde miteinander verpaart, die  die ihnen gestellten Arbeitsaufgaben am besten erfüllen konnten.

Die strenge Auswahl basierte darauf, dass nur die Hunde blieben die ihre Arbeit erfüllten. Die anderen wurden schlicht „abgeschafft“. Keiner hätte einen nutzlosen Hund gehalten, geschweige den gefüttert. Da die Arbeit der Alanos wohl eine der härtesten und anspruchsvollsten war, die man sich vorstellen kann,   hat diese Arbeit auch entsprecht hart und nachhaltig selektiert. Hierzu bedurfte es keiner weiteren Selektionshilfen, geschweige denn „Zucht-Vorschriften“.

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Bei gewissen Arbeitsaufgaben wären auch schon früher verschiedene Hundetypen denkbar gewesen. Da die Aufgaben der Alanos (mediterranen Doggen) aber sehr viele verschiedene, unumgängliche Vorraussetzungen erforderten, führte ihre Selektion sehr schnell zu einem einheitlichen Hund. Für seinen Funktionsbereich blieb nur der Alano. Da es keine anderen Hunde-Typen gab, die seine Aufgaben hätten erfüllen können.

Die wirklich urtümlichen Funktionen, die diesen Hund formten waren folgende:

-Jagd auf wehrhaftes Hochwild (Bär, Sau, Wolf, Hirsch)

-Bändiger von Rindern (vornehmlich Stieren)

-Begleiter der spanischen (zum Teil auch portugiesischen und französischen) Soldaten. Kriegshund.

Diese Alanos oder wie sie nach ihrer Funktion auch häufig genannt wurden „Perros de Presas“ (Hunde zum packen) verbreiteten sich nicht nur in Spanien, sondern auch im heutigen Portugal, Italien und Frankreich.

Bedingt durch die Eroberung Südamerikas, gelangte diese „Packer-Dogge“ auf die Kanarischen Inseln, wo die Eroberer der „neuen Welt“ längere Pausen einlegten.

Die moderne Rasse / Einkreuzungen auf den Kanaren

Es ist nicht klar abzugrenzen, wo und wann unsere Hunde zur Rasse geworden sind. Auf dem Festland, wo ihre Arbeits-Funktionen voll erhalten blieben (Stierbändiger / Jagdpacker), wurden sie lange Zeit weiter nach der oben geschilderten Methode selektiert.

Auf den Kanarischen Inseln wiederum, verschwand die „natürliche Selektion“, da es dort keine wilden Rinderherden und kein jagdbares Hochwild gab. Die neue Funktion war eigentlich eine, die auch andere Hunde erfüllen könnten, die Funktion des wehrhaften Wachhundes.

Später entdecken die Einwohner der Kanaren, ihre Liebe zu den Hundekämpfen. Zu diesen Kämpfen wurden viele der „Alanos“ (oder „Perros de Presas“, die Funktionsbezeichnung die sich auf den Kanaren durchgesetzt hatte) herangezogen. Als die Engländer ihre Bulldogen, Bull and Terrier und Mastiffs, auf den Kanaren einführten, wurden auch diese für Kämpfe missbraucht. Sicher gab es auch einige die diese neuen Hunde mit den spanischen Doggen kreuzten.

Wenn man mal von den frühen Einflüssen der alten englischen Jagd- und Bulldoggen und der einheimischen Treiberhunde (Majoreros) absieht, gab es erst in neuster Zeit vornehmlich in den 70er, 80er und Beginn der 90er Jahre Einkreuzungen von modernen Rassen.

Ab da an, wo auch weitere moderne Rassen, ihren Einzug auf den Kanarischen Inseln hielten, gab es auch immer mal wieder Vermischungen mit diesen. (Hierbei handelte es sich um Deutsche Doggen, spanischen Mastin, moderne Bullterrier, Mastino Napoletano, Cane Corso, Bullmastiff etc.). . Diese Einkreuzungen veränderten, zumindest anfänglich,  diese spanischen Doggen aber nur unwesentlich.

Der so oft angeführte bzw. vermutete amerikanischen Pitbull (eine Rasse die tatsächlich immer wieder von Mischlingszüchtern der verschiedensten Rassen und Kreuzungen gern benutzt wird) war bei diesen Einkreuzungen, in unsere Rasse, übrigens weit weniger bedeutend als allgemein vom Laien angenommen wird.

Auf den Kanaren wurden recht viele Bull & Terrier eingekreuzt diese Terrier entsprachen aber ganz deutlich dem Typ des English Hinks Bullterrier und nicht seiner amerikanischen Variante.
Neben dem Bullterrier wurden hauptsächlich Deutsche Doggen, Mastino Napoletano, Cane Corso, Bullmastiff, einige englische Bulldoggen, wenige Mastin Espanols, und wenige amerikanische Pitbullterrier eingekreuzt.
Interessant ist hier natürlich, dass es sich nicht um vollkommen überzüchtete Showhunde handelte, sondern durch die Bank (mit Ausnahme des Bullmastiff) um noch funktionsfähige Exemplare der Rassen.

Ein großer Fehler ist auch die simple Annahme, die man immer wieder hört, dass angeblich die kampforientierten Züchter Pitbullterrier und die showorientierte Züchter Molosserrassen einkreuzten.

Die moderne/neuzeitige Einkreuzungswelle startete zu einem Zeitpunkt wo die Shows noch nicht im Interesse bzw. der Reichweite der Züchter lagen. Jeder hatte sein eigenes Zuchtziel, was überwiegen auf die Charaktereigenschaften abzielte, in der Regel traf man sich bei folgendem Statement: „…um so mehr Feuer um so besser…”.

Viele die dem Hundekampf nahe standen kreuzten z.B. Mastinos, Filas und Deutsche Doggen ein. Klingt für die Fachleute dieses unseriösen Treibens sicher unlogisch, doch trotzdem war es an dem.

Im Festland gab es in den letzten Jahren auch einige Einkreuzungen von Dogo Argentinos, Pitbulls/AmStaff und italienischen Cane Corsos (die in ihrem Arbeitstyp, selbst auf die spanischen Presas zurückgehen. Perro de Presa wurde in Italien zu Cane e´ Presa).

Nun könnte man damit den Standpunkt untermauern, der von einigen (die gern behaupten Sie wären die Erfinder der Rasse) häufig vertreten wird, dass es sich um eine Mischlingsrasse handelt. Dies ist aber falsch(!), da man sich darüber klar sein muss, dass die Einkreuzungen doch eher als gering anzusehen waren und dass sie eigentlich schon längst in der Masse untergegangen sind. Ausnahmslos jede(!) moderne Rasse hat Kreuzungen mit anderen Rassen erfahren.

Es mag „reinrassigere Rassen“ als unsere geben, aber auch genauso viel,e die als Rasse bezeichnet werden, die ungefähr den gleichen „Reinheitsgrad“ aufweisen.

Wichtig dabei ist das man bei unserer Rasse immer die direkte Abstammung/Verbindung zu den alten Alanos, als reinsten Pol annehmen und suchen muss! Um so weiter sie sich vom alten Alano entfernt, umso unreiner. (etwas vereinfacht ausgedrückt).

Auch muss gesagt werden das natürlich auch die alten Alanos in sehr vielen Rassen weiterleben, neben den Bordeauxdoggen, den italienischen Cane e´Presa und den (alten) Dogo Malourquins die faktisch fast reine Söhne des alten Alanos sind, kommen weitere eng verwandte Rassen wie der Dogo Argentino, der Farm Fila, der Cane Corso, der Fila de Sao Miguel, der Mastino Napoletano, der Fila Brasileiro und einige andere dazu.

Auch sollte man nicht vergessen, dass er ein wichtiger Baustein in der Kampfhundezucht der Engländer war (Bulldog und Mastiff). Es ist z.B. literarisch belegt, dass extrem viele Alanos von Spanien nach England exportiert wurden, die dort die “Bullfightingdog”-Zucht erweitern und auffrischen sollten.
Es ist davon auszugehen (übrigens auch nach Aussage des englischen Bulldog Clubs), dass es keine English Bulldog, Englischer Mastiff oder Bullmastiff gibt, in denen nicht ein Schuss altes Alanoblut fliest.

Die spanischen Stierkampf-Alanos waren (laut englischer Literatur) den englischen Bullenkampfhunden weit überlegen.

Die anzustrebende Reinform ist und bleibt der “Alte Alano” und auch hier will ich anmerken, dass es heute keine Rasse gibt (die eingekreuzt wurde) die annährend mit der Qualität der Alanos aus frühren Zeiten mithalten könnte!

Wenn also weiter hinten in den Ahnenreihen Einkreuzungen mit anderen Rassen zu finden sind, dann ist das sicher akzeptabel. Vor allem muss auch berücksichtigt  werden, ob es sich um moderne Rassen handelt, die auf den „Alten Alano“ zurückzuführen sind, sprich Kinder oder Enkel von ihm sind, oder ob es sich um vollkommen fremde, sprich unverwandte Hunderassen handelt.

Es ist ein nicht zu leugnender, ausschlaggebender Unterschied ob eine spanische Dogge mit Blut ihrer Nachfolgerassen gemischt wurde (Wie zum Beispiel Cane e´ Presa  (Cane Coros-tradizionalmente) und Perro de Presa Malorquin.), oder mit blutsfremden Rassen, die selbstverständlich zu einer viel größeren Abweichung von der authentischen Urform führen.

Gerade in Deutschland hat der „Alano“ einen zweifelhaften Ruf erlangt, da es einige wenige Züchter gab, die sich nicht an den echten „Presas“ (Alano-Nachfolgern) orientierten bzw. hielten, sondern vollkommen wahrlos, ohne jeglichen Zuchtplan, verschiedene Hunderassen kreuzten und diese der Öffentlichkeit als reine Alanos präsentierten. Manche sprechen sogar vom deutschen Alanos, was aus unserer Sicht vollkommener Blödsinn ist. Der deutsche Alano wäre die „Deutsche Dogge“ (Alano Alemán). Der „Alano“ der gemeint ist, ist keine neue Kreation, es ist die „Spanische Dogge“ und selbstverständlich keine deutsche Erfindung. Der „Alte Alano“ ist ein spanischer Hund, der seine Nachkömmlinge hauptsächlich auf den Kanaren, in Süd-Italien, und natürlich auf dem spanischen Festland hinterließ.

Auch bei anderen Rassen, bei denen versucht wird ihre Gebrauchsfähigkeit zu erhalten und zu sichern, wird hin und wieder auf blut-verwandte Rassen zurückgegriffen. Beispiel, der Verein für die Brandlbracken, erlaubt planmäßige und geordnete Verpaarungen mit Kopovs. Der Verein der den Deutsch Stichelhaar betreut, greift zur Erhaltung seiner leistungsorientierten Zucht auf planmäßige Einkreuzungen, der verwandten Rasse „Deutsch Drahthaar“ zurück etc. etc. – Alles im VDH/FCI).

Wie bereits erwähnt, gab und gibt es auch auf den Kanaren und in Spanien Einkreuzungen von nichtverwandten Hunden. (z.B. steckt in fast jedem Hund, der im „Club Espanol del Dogo Canario“ gelistet ist, eine englische Bulldogge die namentlich bekannt ist. Genauso ist auch eine Reihe von Ausstellungs-Champions bekannt, die nachweislich aus einer direkten Kreuzung (F1) mit einer Fremdrasse entstanden sind).

“Rocote /Rokote del Jardin Canario”

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Hier ein Beispiel: der bekannte und typvolle kanarische Zuchtrüde: (Rocote) “Rokote del Jardin Canario”, er entstand aus der Verpaarung von einer Bullmastiffhündin mit einem „Presa Rüden“, der selbst wiederum einen Bullterrier als Vater hatte und eine “Presa-Mutter“ die ihrereseits wieder „Deutsches Doggen-Blut“, sowie Mastino Napoletano- und Majoreroblut führte. Optisch sehr schön aber rein?

In den meisten Linien finden wir z.B. auch einen der folgenden Hunde: Tinguaro de Irema Curto, Campeon de Irema Curto, Tasco de Irema Curto, Teguise de Irema Curto und Catire de Irema Curto, die laut Angaben des Züchters alle samt eine Englische Bulldogge als Vater hatten!

(Ch. Baron 1.)

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Oder kennen Sie nicht auch den bekannten und ersten Spanischen Champion “Ch. Baron”? Und seine ebenfalls bekannte Mutter „Nusca de Irema Curto“ die eine Tochter von einem Dogo Canario Rüden und einer Mastin Espanol Hündin war? Also war der erste Schöheits-Champion der Rasse zu einem Viertel ein Mastin Espanol (Spanischer Mastiff – Hirtenhund)!

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Ein weiteres kleines Beispiel, ist dieser Zuchtrüde aus dem Hause “Casa Pancho” der auf Gran Canaria viele Nachkommen hinterließ, er selbst stammte aber direkt (F1) aus einer Kreuzung mit einem Fila Brasileiro.

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Nach außen hin, präsentieren die spanischen Züchter ihre Hunde natürlich schon als „rein“. Haben sie vertrauen gefasst, erläutern sie aber schon ihre Ansicht zum Thema „Reinrassigkeit“, auch wenn sie nicht gerade opportun erscheinen mag.

Die meisten spanischen Züchter konnte ich vor Ort, ebenfalls dazu bewegen, realistische, bzw. ehrliche Aussagen über die „Reinrassigkeit“ ihrer Hunde zu treffen. Genau genommen, ist es für die meisten spanischen Züchter überhaupt nicht so „dramatisch“, wenn ihre Hunde auch andere Rassen in ihren Ahnenreihen aufweisen, wie es scheinbar bei uns in Deutschland häufig gesehen wird. Es werden eher mal die ahnen verheimlicht, wenn sie aus einem fremden (konkurrierenden) Zwinger stammen, als wenn sie einer anderen Hunderasse angehören.

Ein, mittlerweile international bekannter, sehr großer Züchter aus Madrid, hat mir klar und deutlich mitgeteilt, dass seine „Presas“ bereits genügend „Bull & Terrier“-Blut in ihren Ahnenreihen führen würden, er sehr wohl aber nicht abgeneigt ist hin und wieder einen guten Vertreter einer anderen Molosser-Rasse einzukreuzen.

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Doch dies alles soll nicht weiteren Bandog- Mischlings-Züchtern den Weg ebnen und ihnen Argumentationskrücken für Ihr schädliches Verhalten liefern.

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Es gibt genügend reine und qualitativ gute Rasseexemplare, die noch von den alten Alanos abstammen.

.Gekreuzt wird häufig, nicht (oder nur sehr selten) aus dem (zum Teil zu rechtfertigem) Grund etwas zu verbessern, sondern häufig aus Bequemlichkeit oder planloser Experimentierfreude.

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Dies gilt übrigens nicht nur für Deutschland, einige Leute gehen in ihrer unrationalen Meinung sogar soweit, dass sie erklären, dass wenn ein Züchter in Spanien Mischlinge als reine “Presa Canarios” ausgibt, dies trotz der Mischlingszucht “Presa Autenticos” ;-) sind und wenn der gleiche Wurf in einem anderen Land fallen würde, es Mischlinge wären?! Verrückte Hundelaien… .

Die heutige, moderne Hunderasse (Definition nach FCI) „Dogo Canario“, ist wohl die direkteste Nachfolgerasse des alten Alanotyps. Eine Rasse, die man sehr wohl als Rasse bezeichnen kann. Ihre Reinrassigkeit würde ich im Vergleich z.B. mit der Rasse des Belgischen Malinois gleichsetzten. Dort weiß ebenfalls jeder Insider, dass es keine Malinois gibt die nicht auch so genannte „X-Malis“ (X-steht für Kreuzung) in ihren Linien aufzuweisen haben.

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Beenden möchte ich diesen Artikel mit einem Zitat von dem bekannten spanischen Kynologen, (Spezialrichter, Tierarzt, Züchter, Ausbilder u. Jäger) Sanz Timón, der sagt: …heute existiert der alte Alano nur noch im Dogo/Presa Canario und in einigen Presas der nordspanischen Regionen weiter, diese Hunde sind die reinsten Nachfolger der alten Alanos… !

Arne Pohlmeyer

Präsident – AVD e.V.

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Leistungszucht: “De la Arena”

Der Anfang der deutschen Presa Canario/Alano/Dogo Canario Zucht!

Der Anfang der Deutschen Zucht

Gründung des ersten deutschen Perro de Presa Vereins, des Presa Canario Club e.V.

Die ersten Erwähnungen in deutschsprachiger Literatur

 

Diesmal wollen wir unseren Focus nicht auf aktuelle, alte und uralte spanische Schriften richten, sondern uns ausschließlich auf die in Deutschland erschienene Literatur über die spanischen Doggen, konzentrieren und eingehen, da sie ein wichtiger Schlüssel zum Anfang der deutschen Zucht sind.

1904 schrieb R. Strebel in seinem Meisterwerk “Die Deutschen Hunde” neben vielen anderen und nachfolgenden Doggenarten, auch über den mittelalterlichen Alano (Alaunt/Alan).

1956 wurde im Molosser Magazin von Ruiz E. B. ein Artikel über die iberischen Hunde im Ursprung des Fila Brasileiros veröffentlicht.

1965 schrieb Emil Hauck in seinem Buch “Doggenartige Hunde” sehr genau über die Alano-Nachkommen, wie z.B. über die Kubadogge.

1978 wurde das französische Buch des Gaston Phoebus von Gabriel Bise ins deutsche übersetzt:”Das Buch der Jagd”. In diesem bekannten Werk wird ausführlich auf den Alano eingegangen.

Anfang 1983 erschien in dem deutschen Hundemagazin “Der Kampfhund“ erstmals ein Bericht zum Thema  Ca de Bou / Perro de Presa Canario mit dem Titel “Der mallorquinische Bullenbeißer –eine verlorene Kampfhunderasse“. Dieser Artikel wurde von Rudolf Sewerin verfasst. Rudolf Sewerin, auf den wir später noch genauer eingehen werden, war auch der Hauptverantwortliche dieser Zeitschrift.

Der Bericht behandelt in erster Linie den mallorquinischen Bullenbeisser (Ca de Bou / heute FCI-Nachfolgerasse Dogo Mallorquin). Darüber hinaus werden Vergleiche und Parallelen zum kanarischen Packer (Perro de Presa Canario/ heute FCI Nachfolgerasse Dogo Canario) und dessen direktem Vorgänger, dem spanischen Alano gezogen. Nach unserem Wissen war dies der erste Artikel, der im deutschsprachigen Raum diesen Hundetyp “Spanischer Packer” und seine Rassen behandelte.

Ebenfalls im Jahre 1983 erschien ein Artikel eines anonymen Autors aus der DDR. Der Titel hieß “Die Doggen”. In diesem Artikel wird der Alano bei der Eroberung in Südamerika beschrieben.

Dr. Mag. Otto Schimpf schrieb in der Zeitschrift “Unsere Hunde Ausgabe 3/83″, dass die Basis der argentinischen Dogge, der Perro de Plea (Cordobesischer Kampfhund/Alano) ist. Dieser Alano wurde von spanischen Einwanderern mitgebracht.

Auch der bekannte Kynologe Wolfgang Burenkopf schrieb schon 1983 in einem seiner Artikel vom Alano. Originalzitat Wolfgang Burenkopf:” …die Konquistadoren kamen hauptsächlich aus dem Westen Spaniens, der Extremadura; sie brachten sehr wohl Alanos mit, wie den berüchtigten Bercerrillo, der mehr Indianer tötete als manch tapferer eisengekleidete Hidalgo. Nach einer sehr glaubhaften Theorie sind diese Alanos auch die Vorfahren des Cordobeser Kampfhundes…”

Ende desselben Jahres folgte ein weiterer Artikel im gleichen Magazin. Geschrieben wurde dieser interessante Artikel von Volker Stahl, späteres Mitglied des Presa Canario Club e.V./ Alano Club. Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Expeditions-/Reisebericht auf der kanarischen Insel Teneriffa. Unterstützt wurde Volker Stahl von der Kanarin Carmen Tejera Leandro, keiner Kynologin, aber einer Einheimischen, und somit Expertin für kanarische Kultur, und natürlich einer sehr hilfreichen Übersetzerin. Volker Stahl erzählt hier von seinen Erfolgen und Misserfolgen auf der Suche nach dem legendären Bardino. Allerdings galt diese Suche nicht dem Perro de Bardino Majorero, einem kanarischen Hütehund, sondern dem Perro de Presa Canario. Originalzitiat V.S.: “…Der Bardino, den wir suchen, ist jedoch ein Perro de Presa Canario, also eine Art kanarischer Saupacker oder Bullenbeißer. Unter diesen Bullenbeißern kommt auch ein gestromter Farbschlag vor, eben jener Bardino, den wir meinen…” (Anmerkung Bardino bedeutet gestreift / gestromt). Es handelt sich in diesem Artikel also um die erste deutsche Expedition auf den Kanaren, um die erste Suche nach dem Perro de Presa Canario, den Volker Stahl hier ebenfalls als Sohn des alten Alano bezeichnet. Original Zitat von Volker Stahl:”…liegt die Wahrheit wie so oft in der Mitte, und der kanarische Bullenbeißer ist ein Abkömmling der Alanos, die von den Spaniern im 14.,15. und 16. Jahrhundert mit auf die Inseln gebracht wurden, sich dann dort aber bis zu Beginn dieses Jahrhunderts, beziehungsweise bis zum Bürgerkrieg, weitgehend reinblütig erhalten haben…”

In derselben Ausgabe dieses Hundemagazins wurde noch ein weiterer Artikel über die Entstehung des modernen Dogo Argentino abgedruckt. Dieser stammte vom spanischen Mitarbeiter J.M.Sanz Timón. In diesem Artjkel geht der spanische Kynologe, Jäger, Züchter, Form-Richter und Tierarzt Sanz Timón sehr akribisch und ausführlich auf den spanischen Alano ein. Einige aufschlussreiche und markante Zitate aus diesem Artikel:” …der Cordobeser Kampfhund hat als Basis den spanischen Alano, der in Portugal unter dem Namen “Cao de Fila”, auf den Kanaren als “Perro de Presa Canario” und auf den Azoren als “Fila da Terceira” bekannt ist…, …der heutige Dogo Argentino ist das Ergebnis einer Selektion auf Typ und Farbe des alten spanischen Alano, zu dem man sehr wenig Blut fremder Rassen genommen hat…, …so ist der heute wohlbekannte und durchaus lebendige Perro de Presa Canario ein direkter Nachkomme des ausgestorbenen Alano…”

 

In einem weiteren Artikel über den Dogo Argentino pflichtet Dr. Mag. Otto Schimpf Herrn Sanz Timón in seinen Ansichten über den spanischen Alano und dem Dogo Argentino als vermischte Nachfolgerasse bei. Originalzitat von Dr. Schimpf:”…die Überlegungen, unter Einbeziehung des Alano, treffen meines Erachtens, ziemlich genau den Nagel auf den Kopf…, …indem er einen Presa Canario als Cordobeser ausgebe, muß ich Norez Martinez rechtfertigen…”

 

In derselben Ausgabe des Magazins schreibt der heute verstorbene Präsident des deutschen Dogo Argentino Clubs (Dogo Argentino Club 1976 e.V.):”…die Ausführungen des Herrn Sanz Timón finden unsere Zustimmug…, …auch die Wahrscheinlichkeit seiner Theorie, dass die Grundlage des Dogos viel auf dem spanischen Alano basiert, ist uns seit den Veröffentlichungen von Dr. Schneider-Leyer klar…”

 

Mitte der 80er schrieb R. Sewerin einen Bericht über die Herkunft des Dogo Argentino und des Fila Brasileiro, in dem er sehr genau auf den Alano eingeht.

Gleich zu Beginn der 90er veröffentlichte die Zeitschrift “Wild und Hund” einen Artikel von Klaus Böhme, mit dem Titel:”Das Buch der Jagd des Gaston Phoebus”. Gaston Phoebus, der im 14.Jahrhundert über die Jagd schrieb, ist wohl allseits bekannt. Ebenso ist bekannt, dass er sehr ausführlich über die Schwarzwildjagd mit Packern berichtete, wobei er zwischen den Bezeichnungen Alano, Alant und Alanz wechselte.

1991 wurde in Deutschland ein Artikel über die “Spanische Monteria” von Sanz Timón veröffentlicht. In diesem Artikel wird genau auf den Alano und seinem direktesten Nachfolger, dem Perro de Presa Canario, eingegangen.

1991 ist ein Artikel über die Bordeauxdogge in Deutschland erschienen. In diesem Artikel wird auf die Alano-Doggender Spanier genau eingegangen.

In einem Bericht über Bullterrier bei der spanischen Saujagd, aus dem Jahr 1991, geht der Autor auch auf die spanischen Alanos der Meuteführer ein.

1992 wurde in einem Hundefachmagazin ein umfangreicher Artikel mit dem Thema:”Der Presa Canario” veröffentlicht.

Ein weiterer Artikel erschien 1992 in den BV Nachrichten mit dem Titel:”Vom Mauerblümchen zum brauchbaren Hund/Presas auf dem Vormarsch”.

1994 erschien der Artikel:”Was tut sich bei den Presas?”

 

1994 veröffentlichte Rudolf Sewerin ein Büchlein, was er “Der Alano und seine Söhne” nannte. Dieses Büchlein war zwar ein interessantes Werk, wies auch exakt die geschichtlichen Eckdaten des alten Alanos auf, und es wurde wohl auch erwähnt, dass der Presa Canario dem alten Alano am dichtesten stünde, doch hat es sicher mehr geschadet als genützt, weil es auch immer wieder als Anlass für Feinde der Rasse benutzt wurde, es als Beweis für sämtliche Verunglimpfungen gegen die Rasse heran zu ziehen:

 

In diesem Buch gibt es Textpassagen aus denen man mit etwas Böswilligkeit ableiten könnte, dass eine Kreuzung aus den Rassen Presa Canario, Presa Mallorquin, Rafeiro d’ Alentejo, Fila da Terceira, Fila de Sao Miguel, Cane Corso, Mastino Napoleatano, Bordeauxdogge, Dogue du Midi, Dogo Argentino, Fila Brasileiro und der Kuba Dogge, immer noch einen spanischen Alano ergeben würde. Zwar müsste man dann schon sehr überspitzt die Dinge betrachten, aber Leute, die Böses im Schilde führen, gibt es ja nun bekanntlich genug. Auch fällt in diesem Buch auf, dass die Presa Canario-Importe des Presa Canario Club e.V., schlicht weg verheimlicht werden. Auch erhält man in diesem Büchlein den Eindruck, als sehe sich der Autor plötzlich als eine Art Erfinder dieser Rasse. Warum der Autor dieses in diesem Büchlein so schreibt, und hier so verfährt, ist mir ein Rätsel. Ich denke, er hatte zu diesem Zeitpunkt vielleicht politische Gründe, die ich aus unserer heutigen Sicht nicht nachvollziehen, und schon gar nicht für gut oder gar richtig, erachten kann. Wie auch immer. So unterscheidet sich dieses kleine Büchlein doch deutlich von den vorherigen Schriften.

Im Augenblick, wo ich diese Zeilen hier niederschreibe, fallen mir spotan noch mehrere Publikationen, Artikel und Veröffentlichungen ein, die ich vergessen habe, aufzulisten. Doch diese kleine Sammlung will absolut keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben, sondern lediglich verdeutlichen, dass es sehr wohl Lektüren zum Thema “Spanische Doggen”- und das auch in Deutschland- gab!

Rudolf Sewerin ein wichtiger Eckpfeiler der deutschen Alano-Dogo Canario Zucht

Gründung des ersten Deutschen Presa Canario Club

Ende der 80er Jahre wurden die ersten Rasseexemplare von Spanien und den Kanaren nach Deutschland importiert. Es wurde gehofft, dass man mit dieser alten robusten Rasse nun endlich einen gesunden und leistungsfähigen Molosser gefunden habe, der in der Lage sei, den Hunden aus dem Gebrauchshundelager, Paroli bieten zu können.

1989 wurde dann auch der erste deutsche Verein für die Rasse in Deutschland unter dem Namen “Presa Canario Club e.V.” eingetragen. Dem  Presa Canario Club e.V. PCC e.V. saß Herr Rudolf Sewerin vor. Dieser Club verschrieb sich der  Zucht von wesensfesten und arbeitsfähigen Perro de Presa Canarios, und suchte gesunde Rasseexemplare, die nach Meinung der Verantwortlichen, dem alten Alano, bekannt aus der Literatur, am nächsten kamen.

Der am 10.04.89 erste, durch die spanische Cania Central (FCI) anerkannte und veröffentlichte Standart, wurde bereits 1992 ins Deutsche übersetzt, und in Deutschland veröffentlicht.

 

Dieser Presa Canario Club e.V. bewarb sich, trotz seiner Zuchtziele, um die Aufnahme im VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen). Dieser Antrag wurde allerdings abgelehnt, da die Rasse noch nicht von der FCI-Dachorganisation anerkannt war. Rudolf Sewerin brachte die folgenden Tatsachen gegen die Verweigerung des VDH vor:

1. Dass sich die Rasse Presa Canario im Aufbau befände.

2. Dass die spanische Canina (ein FCI-Mitglied, genau wie der VDH) die Rasse bereits anerkenne, bzw. bereits FCI-Ahnentafel für die Hunde des Perro de Presa Canarios ausstellen würde, obwohl es laut FCI keine Rasse unter dem Namen gäbe.

3. Dass auch in Österreich, ein weiteres FCI-Mitgliedsland, FCI-Ahnentafeln für diese Hunde ausgestellt werden.

Erste FCI-Registrierung in Österreich: Rudolf Sewerin (Präsident des Presa Canario Clubs e.V., Dr. Otto Schimpf (Präsident des Österreichischen Dogo Argentino Clubs), Ing. Reisingr (Präsident des ÖKV), Sanz Timón (spanischer Tierarzt, Jäger, Kynologe und Spezialrichter für spanische Rassen) und Thomas Schulz (Mitglied im PCC e.V.) (Alle Angaben auf den damaligen Zeitpunkt bezogen). Und die Perro de Presa Canarios (Alanos) “Tara” und “Bindo”, beides kanarische Importe.

Der VDH blieb aber hart und erklärte, dass die Rasse nach ihren Statuten nicht existieren würde, und es sogar für jedes VDH-Mitglied strikt verboten wäre, sich mit ihr zu beschäftigen.

Zu diesem Zeitpunkt gab es drei eingetragene Zuchtzwinger im PCC e.V.: Dem ersten Zwinger “Matarife” von Rudolf Sewerin selbst, folgten die beiden Zwinger “De Tinguaro” und “Bentaiga”, viele weitere sollten später folgen.

Da es dem Verein unter Führung von Rudolf Sewerin anfangs wichtig schien, die selbst gezogenen Welpen des Presa Canario Club e.V. doch mit FCI anerkannten Ahnentafeln abzugeben, ließ sich Rudolf Sewerin einen gewieften Schachzug einfallen. Alle vorhandenen Züchter des PCC e.V. hatten ihren Wohnsitz in Deutschland, weshalb es unmöglich war über Spanien oder Österreich zu züchten und somit die gewünschten internationalen Papiere zu bekommen. (Kleine Anmerkung: Übrigens stellte neben Spanien und Österreich auch noch Puerto Rico FCI anerkannte Ahnentafeln für unsere Rasse unter der Bezeichnung Perro de Presa Canario aus.)

Aber der PCC e.V. hatte ein wichtiges Mitglied, allerdings keinen Züchter in Österreich. Dieses Vereinsmitglied hieß Andreas Freiwald.

Dieser Herr Freiwald wurde später auch einige Zeit lang als Zuchtbuchführer des Alano Club/Presa Canario Club e.V. eingesetzt.

Nun war es also so, dass man jemanden in Österreich hatte, der zu diesem Zeitpunkt zwar kein Züchter war, aber Willens war, zu helfen. Nun wurde für Herrn Freiwald der Zwingername “De La Selva Libre” im ÖKV (Österreichisches FCI Mitglied) geschützt. Alle Welpen des Presa Canario Club e.V. sollten nun als angebliche Zuchtprodukte des Herrn Freiwald in Österreich registriert werden. Um aber deutlich zu machen, woher die Welpen wirklich stammten, erhielten die Welpen sehr lange Namen in denen neben den Namen des FCI Zwingers auch der Name des wirklichen Zuchtzwingers auftauchte. So z.B. “Duque Matarife De La Selva Libre”.

Noch der D-Wurf des Zwingers Matarife wurde im ÖKV registriert und mit österreichischen FCI-Ahnentafeln versehen an deutsche Hundeführer abgegeben.

 

Unter den ersten spanischen Import-Hunden traten besonders Linda, Catalina, Tara, Moro, Ron, Bindo und Hacha in Erscheinung.

 
                            (1989: Bindo 5 Jahre, 54 kg, 65 cm, typvoll, HD-frei, wesensfest und kampftriebstark – einer der besten Importe. Importiert wurde er von Thomas Schulz mit Unterstützung von Rudolf Sewerin. Er gewann zwar 1990 nicht die Pfingstnachtübung, eine verbreitete Fehlinformation, war aber sicher rundum ein echter Ausnahmehund. Über Hunde wie unsere Zora haben auch wir ihn in unseren Linien).

Im Presa Canario Club e.V. ging die Arbeit eher schleppend voran. Hündinnen nahmen nicht auf, der Nachwuchs war teils zu klein und substanzlos, es fielen nur vereinzelt Würfe, und es gab auch noch nicht viele interessierte Mitglieder.

Auch wurde dem Vorsitzenden des Presa Canario Clubs e.V. bewusst, dass die Anerkennung des Perro de Presa Canarios noch in weiter Ferne läge. Zwar war es ihm möglich, weitere wichtige Importe aus Spanien durchzuführen, doch stellte er ebenfalls fest, dass die spanischen, vor allem die kanarischen  Züchter untereinander sehr zerstritten schienen, weshalb es auch keine guten Aussichten auf eine Zusammenarbeit auf internationaler Ebene gab. Der Name bzw. die Rassebezeichnung “Perro de Presa Canario”, die zu diesem Zeitpunkt auf den Kanaren zwar recht gebräuchlich war, kannte in Deutschland außerhalb des PCC e.V. wohl kaum jemand.

 

Das Ziel war es von Anfang an gewesen, einen robusten, traditionellen Arbeitstyp des spanischen Presas zu erhalten und wieder rauszuzüchten. Einen Perro de Presa Canario zu erhalten, der seinen Ahnherrn, dem alten Alano, nahe käme. Rudolf Sewerin hatte als erster Vorsitzender des Presa Canario Clubs mehrfach geäußert, dass es ihm klar sei, dass der Ursprung des Perro de Presa Canario fast ausschließlich im alten spanischen Alano läge.

Auch wollte er keinen modernen Presa Canario, der in jeder zweiten kanarischen Zuchtanlage, unter vollkommen verschiedenen Zuchtzielen, gezüchtet wurde. Rudolf Sewerin wollte den Urtyp des Presa. (Anmerkung: Es ist aber nicht so, dass Rudolf Sewerin der erste war, der sich als Zuchtziel den ursprünglichen, alten Alano gesetzt hatte. Schon vor Beginn der ersten Presa Canario-Importe nach Deutschland, begannen spanische Kynologen, aus verschiedenen Presas, wieder den Typ des alten, legendären spanischen Alano, heraus zu filtern. Dieses Zuchtprogramm in Spanien sollte auch weitreichende Früchte tragen.)

Wenn Sie also durch extra gestreute Fehlinformationen einiger Hundehändler glauben, der Alano als Rasse, sei ein deutscher Mischling oder eine deutsche Erfindung des Herrn Rudolf Sewerin, oder wie ab und zu auch behauptet wird, eine Erfindung des Herrn Stefan Baumgartners, (dessen Name ja auch für allerlei unwahre Stories herangezogen wird), liegen Sie definitiv falsch!

In Spanien wurden Saupacker und Bullenbeißer schon immer als Alanos -was im übrigen nur Dogge heißt – bezeichnet. Auch vor den Sicherungsversuchen von Luis Arribas, Dr. Carlos Contera, Luis Centenera, Juan Manuel Ahedo und ihren Mitstreitern, war der Name Alano in Spanien bei Jägern, sowie Rinderzüchtern, gebräuchlich, und wurde mit der Bezeichnung “Perro de Presa” oder “Perro de Agarre” gleichgesetzt. Aus den 1960er Jahren gibt es z.B. Belege, dass viele Kampfstier- und Rinderzüchter ihre Hunde als Alanos bezeichnen.

Unter Berücksichtigung der oben aufgeführten Gründe, schien es recht logisch, dass Rudolf Sewerin als Vorsitzender, den Verein (PCC e.V.) intern in “Alano Club e.V.” umbenannte.

Es wurden auch Zuchtbestimmungen ausgearbeitet, die Anfangs aber nicht absolut streng befolgt wurden. Es musste erst einmal eine Basis geschaffen werden, die dann immer strenger nachselektiert werden sollte. So war der Plan des Vorsitzenden und Zuchtleiters Rudolf Sewerin.

(Anmerkung: Diese Vorgehensweise wurde zwar später öffentlich kritisiert, doch wollen wir nicht vergessen, dass sie bei vielen vom Aussterben bedrohten Rassen, weltweit angewandt wurde: Man züchtete mit dem Besten, was man finden konnte, auch wenn nicht alle Zuchttiere den Anforderungen voll entsprachen. Eine Zucht mit ausschließlich hervorragenden Hunden, hätte eine Einstellung der Zucht bedeutet!)

 

Die selbstgezüchteten Hunde sollten in der Lage sein, im Schutzdienst einer Mutprobe und einem Überfall standzuhalten, sollten möglichst gesunde Hüften haben, sollten sich tauglich für die Arbeit am Schwarzwild zeigen, und allgemein über ein festes, rechtsliegendes Wesen verfügen.

(“Moro”:Extrem durchsetzungsfreudiger und belastbarer Rüde von Gran Canaria, zu leicht vom Typ, HD-frei, wesensfest und kampftriebstark.)

Wesensmäßig waren die ersten Presa Rüden Moro und Bindo schon sehr gut. (Wobei es Moro an Größe und Substanz fehlte). Beide Rüden hinterließen zwar Nachwuchs in Deutschland, (zusammen 7 Würfe), doch standen ihre Nachzuchten dem Verein nur vereinzelt zur Weiterzucht zur Verfügung.

Ein Problem vor dem die ersten Züchter des Alano Clubs (PCC e.V.) standen, war die Tatsache, dass es weit einfacher war, wesensfeste und kampftriebstarke Rüden zu finden, und auch zu züchten, als Hündinnen in derselbgen Qualität. So wurde auch mit Hunden gezüchtet, die zwar gute Anlagen zeigten, die aber die geplanten Zuchtprüfungen doch noch nicht, wie gewünscht, bestehen konnten. Es wurden im Punkto Wesen und Kampftrieb sehr hohe Erwartungen in die ersten Perro de Presa Canario-Importe gelegt, die sie im Gros so aber noch nicht erfüllen konnten.

Der ehemalige Präsident des Clubs für Dogo Canarios auf Teneriffa meinte hierzu, dass Rudolf Sewerin mit falschen Vorstellungen auf die Kanaren gekommen sei. Man hätte zu diesem Zeitpunkt zwar noch wesensstarke Presas auf den Kanaren gehabt, aber Rudolf Sewerin habe seiner Meinung nach zu sehr erwartet, einen kompletten und fertigen Gebrauchs- Kampf- und Schutzhund zu finden. Quasi einen Allrounder, vergleichbar mit den guten Exemplaren seiner Bullterrierzucht.

 

Doch der Packer der Kanaren war damals zwar noch nicht durch die Schönheitszucht entstellt, doch züchtete ihn auch niemand nach strenger, prüfungsorientierter Leistungs- und Gebrauchsauswahl. Es gab keine modernen, kynologisch fundierten Prüfungen, die angewendet wurden, um die Zuchttauglichkeit zu bestimmen.

So ist es auch verständlich, dass es erst noch gravierende Ausreißer bei den Nachzuchten der ersten Würfe gab. Erst wesentlich später konnte man von guten Durchschnitten in den Würfen sprechen, und auch hier waren die Resultate doch häufig noch sehr unterschiedlich, bzw. stark davon abhängig, welche Elterntiere sich hier genetisch trafen.

 

Der Verein importierte seiner Zeit, mit die besten Presas, die überhaupt nach Deutschland importiert wurden. Rüden wie Tornado, Tschüß, Moro, Jamito, Tristrán, Sultán, Bindo, Capitán oder Leone brachten wirkliche Qualität nach Deutschland. Auch wurden im Presa Canario Club e.V. (Alano Club) mitunter sehr gute Hunde gezüchtet.

(“Leone”: Ein sehr guter Presa Rüde, hervorragender Packer aus besten Arbeitslinien.)

Doch musste man auch genau wissen, was man wollte, denn sehr homogen waren die Würfe im Club alle noch nicht. Auch gab es immer wieder Vermutungen und einzelne Hinweise von Einkreuzungen fremder und verwandter Rassen.

Es gab z.B. einmal einen Wurf im Club, den ein belgischer Züchter machte: Dabei verpaarte er eine Dogo Argentino-Hündin aus dem “Hause Knauserwald” mit einem spanischen Presa Rüden, der in Spanien stand und keine deutsche Zuchtzulassung hatte. Der Wurf erhielt Papiere vom Verein. Es gab zwar folgenden, abstrafenden Zusatz:”Vater in einem vom AC/PCC e.V. anerkannten Zuchtbuch nicht nachweisbar. Nicht zuchtzugelassen. Rassezugehörigkeit unbekannt. Mutter im Zuchtbuch des argentinischen Kennel Clubs unter Dogo Argentino nachweisbar.”

Sicher gibt es als Zuchtleiter immer wieder Fälle, wo man gewillt und gedrängt ist, ein Auge zuzudrücken, allerdings wurde im Presa Canario Club e.V. (später Alano Club) teilweise ein Spagat hingelegt, der für unseren Geschmack deutlich zu weit geht. Doch dies war nicht ein Problem des einzelnen Züchters. Auch wollen wir hier den, nur als Beispiel angeführten belgischen Züchter, der selbstständig in Spanien Kontakte auftat, in keiner Weise verunglimpfen.

Allen war klar, dass der alte Alano, neben seinem engsten Nachkommen, dem Perro de Presa Canario, auch seine Spuren in vielen weiteren Nachfolgerassen hinterließ. So gab es auch einige, die damit rechtfertigten, dass sie auch für Verpaarungen zwischen verwandten Rassen, Ahnentafeln vom Verein beziehen könnten, da auch ihre Hunde Alano-Abkömmlinge seien. Dies ist kynologisch gesehen, wenn man mal das oft festgefahrene stolze Ego des Rassehundezüchters weglässt, sicher sogar zu einem Teil richtig.

Denn wie wir alle wissen, ist keine Rasse, so wie sie ist, vom Himmel gefallen. Alle sind sie Kreuzungen zwischen verschiedenen Hunde-Rassen und -Typen. Hier ein wichtiger Link zum Thema Reinrassigkeit. Klick hier!

So musste also jeder sehr genau schauen, aus welchen Zuchthunden er sich seine Welpen aussuchte, bzw. was ihm wichtig war. Denn die Kontrolle vom Zuchtverein selbst, ließ hier, unserer Meinung nach, etwas zu wünschen übrig, bzw. war man sich nicht ganz einig, wie man das gesetzte Ziel erreichen sollte und wollte. Es gab Stimmen im Verein, denen eine möglichst große, genetische Vielfalt, und eine schnelle Verbesserung des Kampftriebes wichtiger waren, als die Reinrassigkeit und die Ahnenreihen des jeweiligen Hundes – andere wiederum lehnten einige Hunde mit fragwürdigem Hintergrund im Verein strickt ab, und beschränken ihre Interesse ausschließlich auf die reinen Presa-Linien bzw. Hunde.

                              (Terror beim “CS-Rad”, Terror hatte die AD (20 km) ZTP-BV, war HD-frei, was zusammen die Bewertrung 2-1-2 (Wesen-Gesundheit-Typ) ergab. Sehr interessanter Importrüde von den Kanaren, der zum Teil recht ungewöhnliche Farbschläge vererbte).

Als Beispiel hatten wir diesbezüglich auch eine feste Meinung, insofern unser Interesse ausschließlich den reinen Presas galt.

(Anmerkung: Man darf in diesem Zusammenhang aber auch nicht den festgefahrenen, kynologischen Dünnbrettbohrern nach dem Maul reden, die meinen, jeder importiere Presa aus Amerika, sei vielleicht ein American Stafford, oder jeder importierte Presa aus Portugal, sei ein Fila de Sao Miguel, oder jeder importierte Presa aus Italien sei ein Mastino oder Cane Corso, oder jeder importierte Presa aus Frankreich sei eine Bordeaux Dogge etc.)

 

Die Jahre 96, 97, 98 und 99 waren sicher die Stärksten des Vereins. Nie zuvor wurden so viele Alanos vorgestellt, geprüft und zuchttauglich geschrieben. Auf einmal war das Interesse für Alanos und den Presa Canario Club e.V. voll erweckt.

“Monster”, Züchter Rudolf Sewerin. Monster war der am umfangreichsten ausgebildete Presa des Clubs, neben dem S, der AD, AD II, der CS-BV, hatte er auch die Ausbildungsprüfungen SchH, BH und FH I erfolgreich bestanden.

K-Indio Basanta “Tschüß”, der Vater  unserer Zora – einer der aller besten Importrüden- wenn nicht DER beste Importrüde, der je importiert wurde. Durch Familie Basanta, von den Kanaren nach Spanien, vom spanischen Festland durch Rudolf Sewerin nach Deutschland.

Importrüde “Terror”: Besitzerin Leoni Sütterlin

“Balou”:  Importiert von den Kanaren durch Eveline Bader, auf Anhieb die PCC/AC-ZTP bestanden. Hervorragender Rüde, (auf dem Foto noch erkrankt, Filarienbefall), der kaum die Aumerksamkeit erfuhr, die ihm zugestanden hätte.

“Quijarudo Matarife”: Unser “Rocky”, PCC/AC-ZTP, BV-ZTP, S-Keiler, BH, Formwertnote 2, HD-frei, ED-frei.

“Tornado”, (Vollberg), war eine absolute Perle. Markus importierte ihn, ohne zuvor etwas über unsere Rasse zu wissen. Aufmerksam geworden, stellte er ihn im AC/PCC e.V. vor und legte vollkommen ohne Training die ZTP-BV ab. Ein extrem wesensfester Importrüde, der alle seine Vorzüge beeindruckend unter Beweis stellte. Er ist der Großvater von “unserem” Puma. Markus machte mit ihm noch die BH und stellte ihn im AVD e.V. zur Formwertprüfung vor, wo er die Note 1 (mit deutlichen Abstrichen) errang.

Im Gegensatz zu den doch häufig mäßigen Rasseexemplaren des deutschen Zuchtbeginns, standen da plötzlich eine große Zahl typvoller und absolut leistungsfähiger Packer mit bestem Wesen. Die Treffen waren voll ,und die Alanos machten den deutlich länger durchgezüchteten Bullterriern, die Plätze bei Wettkämpfen und in Nachtübungen streitig. Der Bullterrier Verein e.V., ebenfalls unter dem Vorsitz von Rudolf Sewerin, und der Alano Club/Presa Canario Club e.V., teilten sich zu diesem Zeitpunkt einen Hundeplatz, eine Zeitschrift, ein Clubhaus, einen Vorsitzenden – und auch die Treffen und Veranstaltungen wurden zusammen abgehalten. Das, was bei Gründung des Presa Canario Clubs niemand geglaubt hätte, passierte: Die Alanos zogen mit den Bullterriern auf Augenhöhe. Natürlich sind die Rassen schwer zu vergleichen, da sie einfach zu viele unterschiedliche Facetten, sowie vollkommen unterschiedliche Vor- und auch Nachteile aufwiesen.

Aber bei den Schutzdienstwettkämpfen, und vor allem bei den Nachtübungen, wurde es deutlich: Die Alanos standen nicht länger im Schatten! Egal bei welcher Rasse, sie waren absolut konkurrenzfähig in jeder Klasse!

 

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war der Durchschnitt der Alanos/Presas des Clubs qualitativ weit besser als der Durchschnitt in Spanien.

Auch waren diese Hunde weit besser und hochwertiger als die Hunde der ersten deutschen Züchter außerhalb des Clubs. Es verhielt sich nämlich so, dass Mitte der 90er die ersten Züchter außerhalb des AC/PCC e.V. anfingen, auch Hunde unter dem Namen “Presa Canario” zu verkaufen. Sie wussten über die Rasse nicht viel und kopierten einfach die Rassebeschreibungen aus den Cluborganen des AC/PCC e.V.. Deren Zuchthunde stammten aber weder aus Spanien und noch aus dem deutschen AC/PCC e.V., sondern aus dem Ostblock: vornehmlich aus Ungarn. Die Nachwuchshunde dieser Ostblockimporte wurden wiederum an andere Deutsche verkauft, die wiederum mit ihnen züchteten. So entwickelte sich also eine parallele Presa-Zucht in Deutschland, die allerdings mit Hunden gezüchtet wurde, die nicht annährend mit den Hunden im Club mithalten konnten – weder vom Wesen, noch von der Gesundheit, noch von der Leistung, noch von der Reinrassigkeit, noch vom Typ! Und das, obwohl wir hier, von dem aus unserer heutigen Sicht, doch recht chaotischen und uneinheitlichen AC/PCC e.V. sprechen.

Bitteres Kapitel und Untergang des Alano Club PCC e.V.

Ein etwas bitteres Kapitel für die Rasse begann, als einige aus dem AC/PCC e.V. ausschieden und nach einer gewissen Zeit, wo man nichts von ihnen hörte, plötzlich massiv in der Presse auftauchten, sie bewarben ihre Alanos, ihre Welpen und ihre Treffen, die auf keinem festen Hundeplatz sondern überall verteilt auftauchten. Diese Treffen wurden als Alano on Tour bezeichnet.

Und das was wohl alle Außenstehende am meisten verwunderte die ganzen Anzeigen liefen unter dem Namen Alano Club e.V,. (PCC e.V.).

Wie sich aber als bald herausstellte, hatte dieser Verein oder besser diese Gemeinschaft, den ein eingetragener Verein sind sie nie geworden eigentlich nichts mit dem echten Alano Club (PCC e.V.) gemein.

Zwar waren dort jetzt einige Leute anzutreffen, die frührer auch bei Veranstaltungen im BV e.V. und AC/PCC e.V. anwesend waren und teilweise sogar wichtige Ämter im Verein bekleideten, doch handelte es sich nicht um Anzeigen und Veranstaltungen des echten AC/PCC e.V. .

Die Personen die nun diese neue Gruppe oder auch Absplitterung des Alano Clubs führten und sich selbst als Alano Club bezeichneten, sind aufgrund von Streitigkeiten mit Rudolf Sewerin wohl zu dieser Vorgehensweise gekommen. Geleitet wurde diese Gruppe von Herrn Baumgartner, der zuvor im AC/PCC e.V. selbst auch recht aktiv war und unter dem Zwingernamen Bentaiga züchtete.

 
Eine Anzeige die noch aus dem AC/PCC e.V. (Vorsitz Sewerin) stammte. Herr Baumgartner züchtete vier Würfe im AC/PCC e.V. (unter Vorsitz von Sewerin), wobei er für den vierten Wurf (Toni x Lara) keine Papiere mehr ausgestellt bekam. Danach arbeitete er ausserhalb des AC/PCC e.V. (Vorsitz Sewerin).

Das ganze führte natürlich zu jeder Menge Verwirrung, da es Außenstehen kaum möglich war zu erkennen welcher AC/PCC e.V. hier nun für seine Veranstaltungen wirbt.

 
Aus einer Mitteilung/Veröffenlichung von Herrn Baumgartner. Man kann an diesem Auszug gut erkennen, das er mit Alano Club e.V. (gegründet als PCC e.V.) gekennzeichnet war. (ZTP,KöI, KöII sind übrigens Wesensprüfungen. ScH-steht für eine Ausbildunsprüfung.  HD & ED sind die Gesundheitsauswertungen der Hüften und der Ellbogen. K. AD bedeutet keine Ausdauerprüfung.)

Diese neue abgesplitterte Gruppe richtete auch Veranstaltungen zusammen mit dem Bullterrier Club 97, der selbst wiederum eine abgesplitterte Gruppe des Bullterrier Verein e.V. darstellte. Klingt alles recht verwirrend, nicht wahr?

Auch gab es in dieser Gruppe rund um Herrn Baumgartner, einen großen Prozentsatz von Hunden an deren Reinrassigkeit viele zweifelten.

Rudolf Sewerin meinte das dieser aus Italien importierte, in Deutschland als  “Alano” geführter Rüde Namens Rosso R-Bentaiga, seiner Meinung ganz klar ein Boxer oder Boxermischling sei, sicher  aber kein Alano. Wir wollen uns hier nicht zuweit aus dem Fenster hängen, da auch uns die Abstammung des Rüdens vollkommen unbekannt ist. Er ist nur als Beispiel recht schön herran zu ziehen, da er ein typischer Streitfall war. (Wie gesagt vollkommen wertfrei).

Aus dieser kurzen Zeit heraus hat sich auch die Behauptung entwickelt und bei manchen gefestigt, das jeder Presa bzw. Alano ein Mischling sei.

 

Der Vorsitzende des AC/PCC e.V. Rudolf Sewerin war sehr wütend darüber weshalb er sich über die Initiatoren dieses neuen Clubs, in der Club eigenen Zeitung sehr vehement Luft machte. Dort wurden diese Gründer die sich einfach unter demselben Namen aufmachten, nun auf das allerschärfste abgeurteilt.

Doch die Gegenreaktion lies nicht lange auf sich warten, denn der Anführer der neuen Gruppe verfasste ein kleines Büchlein über den Alano und den Alano Club / Presa Canario Club und stellte sich selbst dort als ersten Vorsitzenden und Rasseerfinder vor. Um der Wahrheit aber Platz zu geben, muss hier auch erwähnt werden, dass fast der ganze Text des Büchleins aus den Schriften des Herrn Severin selbst und aus seiner Zeitung stammte. Natürlich die Seiten in denen die Hunde des Herrn Sewerin unter aller Sau dargestellt werden und die Zeilen in denen Rudolf Sewerin selbst abgestraft wird nicht.

Wir wollen auch hier möglichst neutral bleiben und nicht von privaten Dingen schreiben, die wir selbst nur vom Hörensagen haben. Es gibt sicher einiges was zwischen dem Vorsitzenden Rudolf Sewerin und seinen frühren Weggefährten vorgefallen ist, worüber sich wohl niemand anders anmaßen sollte zu schreiben oder zu urteilen.

Einige Leute fragen sich scheinbar häufig, wer denn nun mehr Leichen im Keller hatte. Hierzu sagen wir klar, dass wir die Meinung vertreten, dass man es auch einfach mal gut sein lassen kann, die Herren in Ruhe lassen sollte, denn schließlich züchten sie nicht mehr. Das ganze “schmutzige Wäsche waschen”, hat unserer Rasse immer nur geschadet.

Wir respektieren sowohl den ersten (heute nicht mehr existenten) deutschen Club unter der Leitung von Rudolf Sewerin, der ihn von Gründung an bis zu seinem Ende vorsaß, sowie den Züchter des Zwingers Bentaiga, der auch einige exzellente Presas nach Deutschland importierte!

Doch eines muss klar gestellt werden es gab nur einen echten und auch eingetragenen Verein, den Alano Club (Presa Canario Club e.V.) unter Vorsitz des Herrn Rudolf Sewerin. Und dieser Verein wurde aufgelöst und existiert nicht mehr, es gibt in Deutschland also keinen Presa Canario Club e.V. oder Alano Club mehr, oder zumindest einen der tatsächlich etwas mit dem echten Verein zu tun hätte.

Wie oben erwähnt ein bitteres Kapitel, da es die Ära der Schlammschlachten einleitete. Und diese Ära scheint leider heute noch nicht zu Ende, ganz im Gegenteil es ist kein Ende abzusehnen.

Der eingetragene Verein importierte bis zu seiner Auflösung im Jahr 2000 weiter Presa Canarios nach Deutschland. Kurz nach der Auflösung des “Presa Canario e.V. (AC)“ wurde dann der “Alano Verein Deutschland e.V.“ gegründet. (der allerdings erst etwas später seine Anerkennung beim Amtsgericht beantragte) Der AVD e.V. ist zum jetzigen Zeitpunkt der einzige Verein für die spanischen Doggen und die Rasse Dogo Canario in Deutschland, der zuchtbuchführend ist und diese Hunde auch tatsächlich betreut.

Die Unterschiede zwischen dem alten AC/Presa Canario Club e.V. und dem neuen Alano Verein Deutschland e.V. (AVD e.V.)

Zum Abschluss dieser kleinen Exkursion in die deutsche Presa/Alano Vergangenheit, möchten wir noch ein paar wichtige Punkte und Unterschiede zwischen unseren heutigen AVD e.V. und den früheren AC/PCC e.V. herausstellen.

 

Der AVD e.V. verwendete für sein Zuchtprogramm einige Hunde die noch im AC/PCC e.V. geboren waren, dabei wurde allerdings genau beachtet welche Ahnenreihen hinter den Hunden standen. Die Gründer des AVD e.V. hatten ausschließlich an echten Presa Linien Interesse. Des Weiteren importierte der AVD e.V. auch weiterhin Hunde aus guten spanischen Linien. Die wichtigsten Punkte und teils auch Unterschiede zum früheren AC/PCC e.V. sind folgende:

-Der AVD e.V. steht bei der Zucht klar zu seinen Prioritäten: Gesundheit, Wesen, Leistung und Typ! Ohne dabei das Interesse, den Ruhm und das Ansehen einzelner in den Vordergrund zu stellen.

-Der AVD e.V. sieht sich nicht als Nachfolger des AC/PCC e.V.. Er ist direkt nach und auch Aufgrund der Einstellung des AC/PCC e.V. gegründet worden, allerdings wurde er vollkommen selbstständig und frei gegründet. Der AVD e.V. ist völlig autark, nur seinen eigenen hohen Zielen verpflichtet.

-Dem AVD e.V. ist es unter seiner Zuchtleitung gelungen, eigene Linien aufzubauen. Der AVD e.V. hat es also geschafft eine wirkliche Linie von gesunden, wesensfesten, typvollen und leistungsstarken Presas zusammen zustellen. Kein wildes Verpaaren mehr und hoffen, dass vielleicht der Vater durchschlägt und den einen Extremhund bringen, kein experimentelles Kreuzen, sondern wirkliche Zucht. Ein überaus wichtiger Punkt, denn dass ist bisher niemanden in Deutschland gelungen.

-Der AVD e.V. ist nicht darauf aus sich mit Gott und der Welt anzulegen, wir wollen einfach nur gute und vor allem gesunde, im Körper wie vom Wesen, Hunde züchten. Doch steht fest dass wir auch rückhaltlos hinter unserer Rasse und unseren Züchtern stehen müssen.

-Der AVD e.V. verfügt über sehr gute und hilfreiche Kontakte ins europäische Ausland (vornehmlich Spanien). Doch will er sich nie unterordnen, kleinmachen oder sich bei irgend Jemanden anbiedern. Das hat der AVD e.V. nicht mehr nötig, wir können mit Stolz behaupten, dass die nach AVD e.V. Zuchtordnung gezogen Hunde, in der Leistung, dem Wesen und in der Gesundheit den weltweit besten Durchschnitt darstellen. Selbst vom Formwert, der bei uns weiß Gott nicht an erster Stelle steht, können wir es sicher mit jedem deutschen Züchter außerhalb des AVD e.V. aufnehmen. Auch geht der AVD e.V. nicht den Weg, den einige der einzelnen Züchter außerhalb des AVD e.V. gehen, dass plötzlich nur noch Hunde aus fremden Zwingern zählen und die eigenen versteckt werden. Wir sind nämlich im Gegensatz zu einigen anderen stolz auf unsere Hunde und auf unsere Linien.

-Der AVD e.V., steht nicht für die so genannte Vereinsmeierei. Um sich selbst zu schützen, werden im AVD  e.V. keine privaten Streitereien geduldet. Wir brauchen keine Paragraphenreiter, sondern wirkliche Enthusiasten zum Wohle der Rasse.

-Der AVD e.V. versteht unter dem Begriff Wesensfestigkeit weit mehr als nur einen Hund der gut im Schutzdienst beist, wir achten genauso streng auf seinen Mut und seine Durchsetzungskraft, wie auch auf seine Ruhelage, seine Reizschwelle, seine Familienfreundlichkeit und seine Umwelttauglichkeit.

Fellfarbe oder Fehlfarbe?!

Dogo Canario (Perro de Presa Canario) aus Spanien / Kanaren

Die Bildergallerie zeigt, als lose Beispiele, Presa Canarios /Dogo Canarios aus Spanien. Um unseren Neidern gleich vorwegzugreifen, wir haben extra darauf verzichtet Hunde von uns hier einzustellen.

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Wenn sie die Bildergalerie anschauen, werden sie feststellen, dass sie viele schwarze, graue, blaue Presas sehen. Auch Hunde mit schwarzen Platten und den angeblich ungeliebten weißen Abzeichen sind alles andere als selten.

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Wussten Sie das sich das sogenannte Weißscheckungsgen auch versteckt über Generationen vererben kann? Oder das aus Verpaarung von zwei dunkel gestromten Hunden häufig schwarze und graue Fellfarben hervorkommen? Oder das die “Farbe” blau nur ein genetisch verhindertes schwarz ist, und somit genetisch als gleich zu betrachten ist?

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Lesen Sie den Bericht, unten:

Dogo Canario (Presa Canario) Farbschläge

(Libro Perro de Presa Canario – Aus dem spanischen Buch von “Manuel Curto Gracia”)

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Spanien, von Valero Pahl

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Alter Zwinger auf Gran Canaria

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Spanien

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Spanien 

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Spanien

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Ausstellungs-Gewinner, Gran Canaria

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Rüde stammt von Tenerife

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Kanaren / La Palma

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Spanien, alte Blutline…

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Die Schönheitsaussteller sagen: “die Maske reicht bis zu den Augen aber nicht über die Augen”. Also gibt es diese beiden typischen Exemplare quasi gar nicht?!

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Mollosser des Monats: Dogo Canario Senorita

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bekannter Rüde auf Tenerife

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Ausstellung auf Tenerife

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Kanaren

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Kanaren

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“Casa del Presa”, ziemlich schwarz wie man sieht…

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Irema Curto Linie

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…spanische Vorstellung der Rasse…

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Kanaren (Tenerife)

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Alter Ausstellungs-Champ, bekannt aus vielen Büchern.

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Die Maske geht immer bis zu den Augen?

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I.C.-Linie

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Int. Ausstellungs-Champ, aus kanarischen Zwinger

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Ausstellung Gran Canaria

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Hündin auf Gran Canaria

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Schwarze Maske bis zu den Augen?

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“Dogo Canario, Mastiff der kanarischen Inseln”

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…Molosser of the month…

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Dogo Canario mit Welpe

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Aus einem spanischen Dogo Canario Buch: Maske bis zu den Augen? Wohl das Schminken vergessen?!

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Vorstellung der Rasse in dem Buch: ” The Real Bulldog”

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Ausstellungsgewinner, auch ohne schwarze Maske.

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Gran Canaria

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Irema Curto

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Und sogar ein FCI-Weltsieger. Schwarze Maske bis zu den Augen?! Häufig wissen die Show-Richter selbst nicht einmal, was in ihren “Show-Standarts” steht.

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Lesen Sie folgenden Artikel:

Die Farben des Dogo Canario (Perro de Presa Canario)

Fellfarben oder Fehlfarben

…Das gibt’s nicht, gibt’s nicht…

Diesen Artikel  wollen wir hier veröffentlichen, da es auch in Deutschland eine Anzahl von fehlerhaften bzw. unfundierten Quellen gibt die die Reinrassigkeit eines Hundes an seinem Haarkleid bestimmen wollen. Einige „Züchter“ machen sich dies sogar zur Marktlücke und behaupten nur die von ihnen favorisierten Haarfarben wären so zu sagen Original. Andere wiederum versuchen extra Verpaarungen zu erzeugen, die wiederum seltene bzw. sehr unpopuläre Farben bringen.

Hat Ihnen lieber Leser, vielleicht auch schon einmal ein angeblicher „Rassekenner“ erklären wollen, dass es doch gar keine echten Presas (Dogo Canario /Perro de Presa) gibt, die große weiße Abzeichen tragen, schwarze Platten aufweisen, oder vielleicht schwarz, grau, blau oder falb ohne schwarzer Maske bis zu den Augen gibt etc. etc. .?

Nun kommen wir auch schon zu dem Punkt bzw. zu dem Wort woran sich einige gerne klammern „original“. Ja welche Farben sind denn nun die originalen der spanischen Doggen und was sind Fehlfarben, und wer entscheidet dass?

Dazu muss man erst einmal wissen und akzeptieren, dass die spanischen Doggen zu den ältesten, in der Literatur nachgewiesenen und klar definierten , Hunderassen zählt die es überhaupt gibt. Bereits 1342 wird diese Doggenform genau beschrieben und über ihre große Verbreitung und ihre noch deutlich längere Existenz berichtet.

Selbstverständlich lassen sich zu diesem Zeitpunkt diese spanischen Doggen, wie auch alle anderen Hundetypen, nicht als Hunderasse im Sinne der heutigen Schönheitszucht-Verbände definieren. Grob gesagt, kann man behaupten, dass bis zum Beginn des 20 Jahrhunderts  alle „Hunde-Rassen“ nur auf Ihre Funktion hin selektiert und gezüchtet wurden. Diese Gebrauchsselektion, wurde in der modernen Zeit, zu einem großen Teil von der Form- u. Schönheitsselektion  abgelöst. Anhand dieser definieren viele Vereine die Rassereinheit ihrer Hunde.

Eine typische Feststellung die ich in diesem Zusammenhang häufig erwähne, ist die folgende:

Wenn man Jemanden einen Hund zeigt, der von der Optik aussieht wie ein z.B. ein „originaler“ Deutscher Boxer  der vom Wesen aber überhaupt nicht dem „originalen“ Wesen eines Boxers entspricht, fragt niemand ob der Hund vielleicht überhaupt nicht reinrassig ist. Ist es anders herum, dass das Wesen typisch ist, die Optik (z.B. die Farbe) aber eher untypisch, stellt jeder sofort die Reinrassigkeit des Hundes in Frage.

Nun gibt es auch die Leute, die die Geschichte, die Traditionen die Herkunft und eine große Masse von alten Züchtern ausblenden, und alles nur vom Rassestandart ableiten, der in vielen Fällen von nur einer Person oder einer kleinen Gruppe nach ihren individuellen, „politischen“ Orientierungen erstellt wurde, der aber in den seltensten Fällen der Geschichte sowie der Realität den angebrachten Tribut zollt. Hunderassen verkommen zum persönlichen Spielball einiger Egozentriker, die zumindest ihre eigene markante Note in der Rasse oder in dem Standart der Rasse verankern wollen.

Apropos Standart, gibt es denn pro Hunderasse nur einen Standart? Und bleibt der immer bestehen? Die Leser die sich mit dieser leidigen Materie befasst haben, wissen es natürlich. Nein, da es für nahezu jede Rasse verschiedene Vereine, Verbände, Organisationen, angebliche Erfinder und Rassebegründer und mit ihnen verschiedene Meinungen gibt, existieren natürlich häufig auch verschiedene Rassestandarts für ein und den selben Hund.

Viele werden jetzt sagen, dass die Rassestandarts der FCI (Belgien) das „alleinig Wahre“ sind. Woran man allerdings diese „Übermachtsstellung“ und die „Wahrheit“ dieser privaten Organisation ableiten soll, bleibt fraglich bzw. zumindest diskutabel. Mit dem Wort „anerkannt“ muss man hier auch nicht kommen, da jeder Verein selbst entscheiden kann wenn und was er anerkennt und nicht. Da gibt es nichts offizielles oder sogar staatliches, auch wenn es häufig gern so hingestellt wird. Und auch diese Organisation verändert hin und wieder IHRE Hunderasse-Standarts in ganz wesentlichen Punkten. Aber bleiben wir ruhig bei den Rasse-Standarts der FCI (Belgien), denn auch hier gibt es einen ganz interessanten Punkt, mit dem ich wieder den Bogen zu meiner obigen Aussage schließen kann. In den FCI Standarts (die sich vom Aufbau alle sehr ähneln, wird immer die Herkunft/Geschichte und das Wesen als erstes angeführt, erst weiter unten in der Reihenfolge, werden dann die optischen Schönheitsmerkmale erklärt. Warum wird eine Hunderasse dann nicht auch in dieser Reihenfolge auf ihre Rassereinheit bzw. Typik beurteilt. Denn dass wird sie in den aller meisten Fällen nicht, als Maßstab wird nur in den seltensten Fällen die Funktion und die Charakterveranlagungen herangezogen, überwiegen wird bei einer dieser Standartbewertungen nur die Form und Farbe….

Anmerken will ich noch kurz, dass es aber auch Ausnahmen gibt, in Spanien z.B. gibt es jemanden der einen Rassestandart für die spanische Dogge erstellt hat, der ausschließlich von seiner Funktionalität, dem Wesen und der Charakterveranlagung spricht. Sozusagen ein Gebrauchsstandart, niedergeschrieben und veröffentlicht aber wie ein FCI-Schönheitsstandart.

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Zurück zum Thema die Farben der spanischen Doggen. Wie erwähnt gibt es jede Menge verschiedener Standarts und Vorstellungen wie nun die spanische bzw. kanarische Dogge auszusehen hat. Der für uns viel zu enge und einseitig gegliederte und ausschließlich auf die Schönheitszüchter  zugeschnittene Standart der FCI, für die Kanarische Dogge, weißt seine Show-Richter an, z.B. Hunde ohne schwarzer Maske bis zu den Augen oder mit schwarzer Maske bis über die Augen negativ zu bewerten. Schwarze Canarios oder welche mit großen weißen Abzeichen werden ebenfalls schlechter bewertet. Nun könnte man doch sagen „ist doch OK, ist doch deren Sache wie sie im Ausstellungs-Ring bewerten“, theoretisch ist dass sogar richtig, nur ergibt es das folgende Problem. Jeder der sich nur oberflächlich mit der Materie befasst hat und der etwas zu einfach kombiniert hat, läuft jetzt in der Dogo-Welt rum, erklärt dass es die und die Farbe oder die und die Farb-Abzeichen nicht gibt, oder dass nicht original wären oder aber dass sie verboten wären oder dass auch in Spanien damit nicht gezüchtet werden dürfe etc. – Und das ist definitiv falsch!

Die Richtigstellung:

1.)

In Spanien züchten die Züchter mit den Farben und Farbvarianten mit denen sie wollen. Wenn einige Ihrer Hunde bei Schönheitsausstellungen negativ bewertet würden, heißt dass nicht, dass sie nicht mit Ihnen züchten dürfen. Der Standart ist nur eine Art „Anleitung“ für die Ausstellungsrichter, anhand von diesem sie bewerten wer den ersten, wer den zweiten und wer den letzten Platz auf ihrer Ausstellung bekommt. Nicht mehr und nicht weniger. Es gibt eine ganze Reihe Züchter auf den Kanaren die mit „nicht schönheitsstandart-konformen“ Hunden züchten, die wiederum aber Nachwuchs bringen der auf den Shows häufig hoch prämiert wird. Ausstellungstaugliche Hunde („Showquality“ wie der Ami sagt) werden ausgestellt und international promotet, die nicht ausstellungstauglichen Hunde eines Wurfes werden privat verkauft. Beide gelangen aber irgendwie fast immer wieder in die Zucht.

Und „Showquality“ ist nicht unbedingt von der Farbe abhängig. Denn was auf der anderen Seite, schon in lächerlicher Art und Weise, üblich ist, dass die Züchter die zu den Ausstellungen wollen, neben Anabolika und ähnlichen Medikamenten, die Hunde auch vom Haarkleid „aufwerten“. Viele würden es gar nicht glauben, wenn sie die „Schönheits- Champions“ mal außerhalb der Ausstellungen anträfen, so völlig ungeschminkt. Vor den Ausstellungen, werden die Hunde (häufig nicht unwesentlich) angemalt, ja Sie haben richtig gehört, angemalt! Die Züchter malen klarere Stromung auf, sie malen die gestromten oder nicht vorhandenen Masken tief schwarz, übertünchen weiße Flecken usw. .

Auch dies mag der ein oder andere Ausstellungsfreund noch tolerieren, was aber auch dem letzten kynologischen Laien klar sein sollte, dass diese Handhabungen der Schönheitsaussteller natürlich nicht vererbt wird.

2.)

Jetzt stellt sich für viele sicher noch die (eigentlich wichtigste) Frage, ob denn die Hunde mit der „Schönheits-Ausstelungs-Optik“ auch die sind, die auf die alten Linien zurück gehen also am reinsten, am echtesten, am originalsten sind. Und das ist ja was die ursprüngliche Frage in der Überschrift ausmacht, „Fellfarbe oder Fehlfarbe“, denn die Farben, die von den echten und alten Hunden in die Zucht gebracht wurden, müssen respektiert und als original angesehen werden. Wer dies nicht tut, ist nicht nur rassegeschichtlich unversiert und intolerant, sondern stellt sich freiwillig auf die moderne Seite der unauthentischen Ausstellungskreationen, die sich immer weiter vom alten Original entfernen. Es gab schon immer eine riesige Farbpalette über die die spanischen/kanarischen Doggen verfügten.

Schon im Neunzehntenjahrhundert schrieb der deutsche Kynologe und Autor Krichler über die spanische Dogge das sie häufig in den Farben, grau, braun, schwarz und gestromt daher kam. Ebenso findet man in alter Literatur über die Hunde die von Spanien aus, über die Kanaren auf Cuba landeten, dass sie häufig einfarbig „isabelfarbend“ waren. Es gibt alte Zeichnungen, von zeitgenössischen Malern, die immer wieder auch weiße Hunde mit nur minimalen dunklen Abzeichen zeigen. 1898 berichtet Pierre Megnin in seinem Buch „les Races de Chiens“ z.B. von zwei spanischen Doggen „Toro“ und „Alphonso“, der eine hirschrot, der andere steingrau etc.. (Es gibt natürlich noch viele weitere geschichtliche sowie literarische Belege für die Farbenvielfalt unserer Rasse, doch soll dieser Artikel kein geschichtlicher Exkurs werden).

Doch die Schönheitszüchter interessieren sich leider selten, für die Rasse die sie züchten, bzw. für die Geschichte, ihre Herkunft, ihren Ursprung und ihre Funktion. Sie wollen nur etwas (meist groteskes) erschaffen, was möglichst entartet und gleichwohl identisch aussieht.

Mittlerweile gibt es Schönheitsexemplare, die wie eine Karikatur des Alten und Authentischen wirken. In diesen Fällen geht es natürlich nicht nur um die Farbe, sondern vor allem um die Anatomie. Die Schönheits-Champions verkommen langsam zu bemitleidenswerten und völlig übertypisierten Krüppeln. Krumme, viel zu kurze Beine, viel zu starke Knochen, viel zu viel Belefzung, offene Pfoten, eingesättelte Rücken, lose Gelenke, raus gedrehte Ellenbogen und Knie etc. – vollkommen Arbeits- und Gebrauchsunfähig – Aber ja so bildschön…?!

Bei den Schönheitsausstellern geht die Zucht strickt in die falsche Richtung und das Ganze leider in riesigen Schritten. Was für unsere AVD e.V.-Hunde heute noch im Gros zutrifft, haben vor ein paar Jahren sogar ein paar Schönheitszüchter noch gesagt, dass der Dogo Canario eine urtümliche Molosserform wäre, fit und sportlich wie im Mittelalter… Schämen sollten sie sich heute!

Die Schönheitszüchter, die wechselnden Schönheits-Standarts, ihre Organisationen und ihre Schönheitsrichter tragen eine große Schuld. Die Schuld, dass der die kanarische Dogge den Weg der Übertypisierung geht, den vor ihr schon viele andere Rassen gegangen sind. Als lose Beispiele seien der englische Bulldog, der Bullmastiff, der eng. Mastiff, die deutsche Dogge und viele Weitere angeführt. Es ist mehr als traurig. Aber wir, der AVD e.V. und eine Reihe weitere, international verstreuter Züchter, halten die Fahne der arbeitsfähigen, gesunden, und authentischen spanischen Doggen hoch.

Nun gibt es auch Schönheitszüchter, die behaupten, dass gerade die leistungsorientierten Züchter häufig Fremdrassen in ihre Zucht-Linien eingekreuzt hätten. Diese Anschuldigung kann und muss man mit Fug und Recht postwendend zurückgeben. Wie ich bereits mehrfach geschrieben habe, gibt es nirgends wirklich reinrassige Linien, bzw. müsste man hierzu in der gesamten Hundezucht das Wort „reinrassig“ erst einmal klar definieren. (Lesen Sie hierzu unseren Artikel über das Thema Reinrassigkeit). Was aber Fakt ist, das gerade die Schönheitszüchter, sehr viele Fremdrassen (wie z.B. Bullmastiff und eng. Mastiff) in ihren Zuchtlinien haben. Diese Einkreuzungen, brachten nicht nur einen deutlichen  Anstieg der hellen Farben (gelb und Gelb-Töne) und Farbvarianten zum Vorschein, sondern auch deutlich mehr Gewicht und ein hohes Maß an „schöner“ Unbeweglichkeit.

Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass gerade wir niemanden anhand von der Farbe seines Hundes anprangern wollen bzw. wir definitiv nicht die Qualität und den „Wert“ eines Hundes an seiner Fellfarbe abhängig machen.

Ich selbst habe mehrfach vor Ort, die Züchter in Spanien und auf den Kanaren besucht und habe dort nahezu alle Farben und Farbvarianten gesehen.  Und so schließe ich diesen Bericht nun auch mit den folgenden Worten „Die Farbe gibt’s nicht? Das gibt’s nicht!“

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Arne Pohlmeyer

Präsident, AVD e.V.-Delegación Alemán del Dogo Canario©

Unsere Expeditionen ins Ausland / Our expedition trips to Spain and the Canary Islands. Viele Fotos/many pics.

Hier finden Sie einen Bericht über unsere Expeditionsreisen und über die Lage der Rasse in Spanien und auf den Kanaren.

 Kanaren Wappen.JPG

Wir besuchen regelmäßig die Herkunftsgebiete unserer Rasse immer auf der Suche nach zuchtwertvollen Hunden die unsere strengen Anforderungen, die wir an die Gesundheit, das Wesen, die Leistungsfähigkeit und den Typ potentieller Zuchthunde stellen, erfüllen können.

Wir haben mitlerweile nahezu alle bekannten, unbekannten und teilweise “geheimen” Zwinger in den meisten europäischen Ländern besucht. Unsere Zucht basiert im Gros seit langem auf gute spanische, italienische und kanarische Importlinien. Durch unsere guten Kontakte  ist es uns gelungen eine hohe Anzahl qualitativ sehr guter Dogo Canarios (Presas / Alanos) zu importieren (diese stammten aus Spanien, von den Kanaren und aus unseren benachbarten Ländern. Durch unsere einzigartige Selektion ist es uns bereits gelungen das wir mittlerweile international absolut führend sind. Wer wirklich einen urtümlichen, wesensfesten, robusten, gesunden, leistungsfähigen und vorallen reinrassigen Dogo Canario (historisch Alano oder Perro de Presa) sucht kommt irgendwann zu uns!

Wir wollen  nicht den Eindruck erwecken das wir betriebsblind wären oder wir der Meinung sind es gäbe niergendwo anders als bei uns gute Dogo Canarios (historisch Alanos od. Perro de Presa). Allerdings können wir Ihnen voller Stolz versichern, dass sich kein anderer Zwinger in den Punkten Gesundheit, Wesen, Leistung mit den unseren messen kann.

Auch in Spanien finden wir immer nur vereinzelt gute Hunde, da es keine Leistungszüchter im unseren Sinne gibt. Wohl gibt es zum Teil sehr gute Hunde, doch werden sie häufig völlig blind mit wirklich schlechten Hunden verpaart. Der Großteil der bekannten Züchter züchtet ausschließlich auf Schönheit bzw. auf das Aussehen, da sie eine Würdigung ihrer Hunde ausschließlich im Ausstellungsring der Hundeshows erhalten. Es gibt nur wenige Spaniern die unsere Rasse wirklich noch für die alten Aufgaben nutzen (Arbeit an Rinderherden, Saujagd und die heute verbotenen Peleas).  In privater Hand wird der Dogo Canario (Alano oder Perro de Presa wie er vo den Traditionalisten immer noch genannt wird) allerdings auch noch wegen seiner Funktion geschätzt und hauptsächlich als wehrhafter Wachhund genutzt. Die charakterlich wertvollsten Hunde finden wir meistens bei Privatpersonen oder bei den wenigen Züchtern, die wirklich noch mit ihren Hunden arbeiten. Diese Spanier, die den Hund wirklich als Arbeitshund halten und ihn wegen seiner Leistung schätzen, sind uns die liebsten Ansprechpartner.

Der optische Typ schwangt auch in Spanien erheblich. Bei den Exposicións (den spanischen Schönheitsausstellungen) liegt der Typ der ausgestellten Hunde schon wesentlich enger zusammen. Allerdings sieht man auch in den Zwingeranlagen der Schönheitszüchter immer wieder Hunde die weit ausserhalb des Standarts liegen. Diese Hunde werden nicht ausgestellt, allerdings gezüchtet wird sehrwohl mit ihnen, oft sind es sogar die Elterntiere der Schönheitschampions. (Auf den Schönheitsausstellungen sieht man also nur selten Hunde mit großem Weißanteil, blaue Hunde, rein schwarze Hunde, Hunde ohne Maske etc., doch in den Zwingeranlagen der Züchter, auch der Schönheitszüchter, sieht man sie sehr wohl. Die optische Bandbreite der Rasse ist gigantisch.

Durch unsere Reisen haben sich über die Jahre mehrere Tausend Fotos angesammelt. Es ist nicht möglich alle Fotos hier wiederzugeben da es einfach zu viele sind und wir auch den Großteil der Fotos nicht digitalisiert haben. Allerdings wollen wir Ihnen natürlich nicht alle Bilder unsere Expeditionsreisen vorenthalten. Deshalb haben wir hier begonnen einige Fotos einzustellen die Ihnen Eindrücke liefern mögen. Die folgenden Fotos sind in keinster Weise soritiert, es handelt sich einfach um ein gemischte Fotosammlung.

Manche mögen verständlicher Weise über die Haltung der Hunde auf einigen der folgenden Fotos erschrecken, aber auch solche Bilder wollen wir Ihnen nicht vorenthalten.

Die Zwingeranlagen und die gesamte Hundehaltung ist in Spanien leider häufig schlicht als katastrophal zu bezeichnen.

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Es werden noch ein paar hundert Bilder folgen, die wir dann nach und nach auch betiteln werden.

Jetzt wünsche ich Ihnen erst einmal viel Vergnügen!

Ihr Arne Pohlmeyer

Präsident AVD e.V.

Spanien-Bilder, Link klick hier!Spanien Fotos

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English Version

Here you will find in an article about our expeditions trips to different european countries and the situation about the breed Dogo Canario in Spain and the Canary Islands.

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We visit regulary the countries of origin of the Presa/Dogo Canario, every time we are searching for potentiel precious breeding material who can pass our extrem hard breeding rules. We are looking for Presa/Dogo Canarios who have a realy good working character, they must have strong nerves, they must be very bravely, and they must have an dominat protective chartacter and of course they must be health, athletic and  performance ability.

We have in meantime visited nearly every wellknown, unknown and secret kennel in nearly every european counrties. We have meet absolut differend kinds of peoples some very rich people, very poor people, Hoghunters, Showbreeders, Dogfighter, Farmers) they all have one passion togehter the Presa/Dogo Canario. Our breeding based on the Importdogs mostly from spain and the canary islands. Because of our good contacts we was in the position to import very good Dogo Canarios for our breeding program and our club. The breeding rules of our club are the hardest worldwide!

Because of our unique breeding selection we are now international on the head of the working/performance Presa/Dogo Canario kennels. Everybody how is realy intressting in a bravely Presa/Dogo Canario for Protectionwork knocks anytime on our door.

We do not want seem arrogant or conceited and we do not want to tell you that you can find nowhere elese a good Presa/Dogo Canario. But with pride we can say that no other european breeding program can compete with us in the points “Health”, “Agility”, Performance” and “Character”.

Also in Spain we find only a few good Presa/Dogo Canarios for our use and employment. Because there are no performance breeders in our mind. The large part of the Presa/Dogo Canario breeders are breeding for the optic because they get only in the Showring of the Exposicións recognitions for their dogs. There are only a few spanish breeders who use their dogs for the old jobs (work on bulls, hunting wild hogs, and for the now illegal Peleas). But in private hands the Presa/Dogo Canario is still respect for his functions. The main job of the Presa/Dogo Canario in private position is to watch of his owners house like a protective guarddog (not only barking).

For us the character precious Presa/Dogo Canarios we find mostly at privat owners or at the few breeders who use their dogs for the traditional works.

The optic typ is very vacillated and not clear in spain too. At the Exposicións (spanish Dogshows) the optic typ is more uniform. But also in the kennelbuildings of the Showbreeders you find dogs whos outside the standart typ, this dogs are not use to show at the Exposicións but they are use for breeding too, often this dogs are the mothers or fathers of the Showchampions.

Because of our many trips we have collected thousends of pictures. It is not possible to show you all pics, but of course we want to give you some impressions about our expedition trips. That is the reason why we have begin to add some pics. In the next weeks we will add some hundred pics again. We will titeled the pics later. This pictures are not ordering, it is only a absolut mixed picture collection.

We hope you enjoy!

Your Arne Pohlmeyer

President AVD e.V.

Pictures from Spain & Canary IslandsSpanien Fotos

We thank all our friends in the differend countries for help us during our Trips. It is not possible to write here every name of the peoples we have visited. So, thank you verry much! Muchas Gracias!

“Alano?, Presa?, Dogo Canario?” Vom alten Alano zum Dogo Canario von heute / The Way of the old Alano to the Dogo Canario of today (Erklärungen und Herkunft der verschiedenen Namensvarianten)!

Vom alten Alano zum Dogo Canario von heute

(Über die Entwicklung der verschiedenen Namensvarianten)

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Für diejenigen die nicht über genügend Zeit oder Interesse verfügen um den ganzen Artikel zu lesen, haben wir in äußerst vereinfachter Form einen Merkblock! Klick hier!!!

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Mit diesem Artikel will ich einige Richtigstellungen über das künstlich inszenierte Namenswirrwar geben. Anfangs hatte ich mich noch gestreubt auf die dümmlichen Versuche einiger deutscher “Züchter”, “Hundehändler”, “Antikfans”, “Clubgründer”, “Molosser-Experten” und anderer “Hobbykynologen” eizugehen. 

Da mich allerdings immer häufiger Fragen von verunsicherten Rasseinteressenten erreichen, die von einigen selbsternannten und absolut unqualifizierten “Rasseexperten” beraten wurden scheint Aufklärung von Nöten zu sein.  Diese “Rasseexperten”, die in Selbstüberschätzung ihre  zweifelhafte kynologische Fachkompetenz  jedem auftischen der ihnen zuhört und so unaufhörlich den Ruf unserer Rasse beschmutzen, sind auch Schuld an der Verwirrung die über die Namensgebung unserer Rasse zunehmend herrscht. Des Weiteren wurde ich auch vereinsintern von einigen Züchtern und Mitgliedern gebeten mich zu dem Thema zu Wort zu melden um so dem provozierten Chaos entgegen wirken zu können…

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Wir bezeichnen unsere reinrassigen spanischen Doggen als “Alanos“, “Perro de Presas” wie auch als “Dogo Canarios.

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Der Grund warum wir nicht nur die älteste oder nicht nur die modernste Rassebezeichnung verwenden, ist darin zu sehen, daß wir einerseits klar zu der Geschichte und der traditionellen Verwendung, wie andererseits auch zu der Zucht reinrassiger Hunde stehen und so auch respektvoll unserer Rasse  und den Typ aus dem sie entstanden ist huldigen. 

Des Weiteren sprechen wir uns, in aller Deutlichkeit, gegen die Zerteilung, Zersplitterung und Zerstückelung von Hunderassen aus. Da dies allen Hunderassen nur Schaden zugefügt hat. Aus einem Hund mehrere getrennte Rassen zu kreieren, führt zu genetischer Armut und zu einer extremen Verschlechterung der Hunde. Es würde ein nicht mehr gut zu machender Schaden entstehen.

In dem folgendem Artikel will ich die Entwicklung der Namensgebung unserer “Rasse” erklären.

Vorab hier noch einmal der Merkblock zum Namensthema im AVD e.V. :


Was züchtet der AVD e.V.?

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Wir züchten die Rasse: Dogo Canario (auf deutsch: die spanische bzw. kanarische Dogge).

Wir züchten nur reine: Dogo Canarios !!!

Züchten wir eine Rasse Namens Alano? Nein das tun wir nicht!

Es gibt überhaupt keine Rasse unter dem Namen Alano (mit 5 Buchstaben).

Das Wort Alano bedeutet übersetzt  Dogge, nicht mehr und nicht weniger.

Alano = Dogge

Das Wort Dogge ist keine Rassebezeichnung! Dogge ist eine Typ-/Kategoriebezeichnung, es gibt viele verschiedene Doggenarten.

Also gibt es auch viele verschiedene Alanos (Doggen) wie zum Beispiel den Alano Aleman (die Deutsche Dogge) oder den Alano de Burdeos (die Bordeauxdogge) etc..

Züchten wir die Rasse Dogo? Nein das tun wir nicht!

Es gibt überhaupt keine Rasse unter dem Namen Dogo (mit 4 Buchstaben).

Das Wort Dogo bedeutet übersetzt Dogge, nicht mehr und nicht weniger.

Dogo = Dogge

Das Wort Dogge ist keine Rassebezeichnung! Dogge ist eine Typ/Kategoriebezeichnung, es gibt viele verschiedene Doggenarten.

Also gibt es auch viele verschiedene Dogos (Doggen) wie zum Beispiel den Dogo Aleman (die Deutsche Dogge) oder den Dogo de Burdeos (die Bordeauxdogge) etc..

Die Wörter Dogo und Alano bedeuten im spanischen genau das gleiche nämlich Dogge!

Und  ja wir züchten auch eine spanische Dogge: den Dogo Canario!

Kann man einen Hund der Rasse Dogo Canario als Alano (Dogge) bezeichnen? 

Ja natürlich kann man das, es sind schließlich Doggen!

(!)

Die FCI hat den Hundetyp des alten “Alano (Perro de Presa)“ unter dem Synonymnamen “Dogo Canario“ vorläufig als Rasse anerkannt.

Erstens ist festzustellen, dass der Name “Dogo Canario“ ein brandneuer Name ist. Er wurde von angehörigen der FCI kreiert und existiert natürlich auch bei der FCI in verschiedenen Namensvarianten für die verschienen FCI-Länder. Zum Beispiel: in Spanien heißt er Dogo Canario, in Polen “Pies Kanryjski“, in Frankreich “Dogue des Canaries“ usw. usw. und bei uns in Deutschland ist die offizielle FCI-Bezeichnung „Kanarische Dogge“.

Die FCI hatte aus Spanien mehrere Namensvorschläge erhalten, für Spanien hat sich die FCI dann für den Namen “Dogo Canario “ entschieden. Die FCI-Führung stand der Verwendung des Wortes “Presa” oder “Alano” als Name oder Namenszusatz sehr kritisch gegenüber, da diese Worte zu diesem Zeitpunkt zu altmodisch und kampfbetont klangen. “Presa” (span.= festhalten=Packer) war ihnen zu dicht am Kampfhundethema, “Alano” (wehrhafte Dogge) zu leicht verwechselbar und zu allgemein. 

In Spanien existieren und existierten aber noch duzende Namensvarianten für unsere Rasse wie z.B. Alano, Presa Espanol, Pero de Presa, Bulldog Espanol, Perro de Presa Canario, Perro de Toro, Mastin Canario, Alano Jabali, Perro de Pelea, Dogo Espanol u.v.m. .

Nur  einige absolut professionelle Showzüchter benutzen ausschließlich die spanische FCI- Bezeichnung ”Dogo Canario”.

Zweitens ist festzustellen, dass die FCI (Federation Cynologioue  Internationale), zwar ein sehr großer, aber doch nur ein privater Hundeverband ist, sie ist nichts staatliches, halbstaatliches, keine Behörde oder sonst wie rechtlich maßgebend. Weshalb natürlich auch nicht alle Züchter dieser Organisation nacheifern und ihre Vorstellungen teilen.

Der Rassename “Dogo Canario“ betitelt die gleiche “Rasse“ die in alter Zeit als “Alano” oder “Perro de Presa”und in den letzten Jahren auch häufig als “Perro de Presa Canario“ bezeichnet wurde!

Ein paar deutsche behaupten gerne auch mal das es sich beim Dogo Canario, Perro de Presa und Alano um drei völlig verschiedene Rassen handelt, das ist definitiv falsch und historisch wie genetisch nicht haltbar.

Nur das Wort “Dogo Canario“ ist eine definierte moderne Rassebezeichnung. Aber ob alles was modern ist auch besser ist?!

Liebe Leser auch auf die Gefahr hin das Sie denken dass wir unser Niveau jetzt deutlich runtergesetzt haben, haben wir uns aus gegeben Anlass entschlossen auf unserer Internetseite mit deutlichen Merksätzen zu arbeiten und einige wichtige Punkte überdeutlich raus zu stellen.

Es gibt leider Leute die sich scheinbar größte Mühe geben uns absichtlich miss zu verstehen. Texte und Textpassagen von uns abschreiben (kopieren) und uns vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen zitieren.

Wir sind natürlich überzeugt, dass Sie als seriöser, erwachsener Mensch vom Intellekt her absolut in der Lage sind unsere Texte auch ohne Merksätze und Wiederholungen zu verstehen. Also lassen Sie sich bitte nicht beirren, dies sind nur Sicherheitsmassnahmen gegen Oberflächlichkeit und gegen diese geistigen Tiefflieger mit denen unserer Rasse sowieso schon ein schweres Los zu tragen hat…

Nun aber viel Spaß beim lesen des Artikels.


 

Anfang des Artikel:

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Die FCI hatte aus Spanien mehrere Namensvorschläge erhalten (unter anderem Alano, Presa Espanol, Perro de Presa, Alano Espanol, Presa Canario, Bulldog Espanol, Perro de Presa Canario, Perro de Torro, Mastin Canario, Dogo Espanol).

Der älteste und historisch belegteste Name ist definitiv “Alano”. Das Wort “Alano” beschrieb früher schon nichts anderes als eine molossoide, wehrhafte Dogge und wird im spanischen Sprachgebrauch auch immer noch für verschiedene doggenartige Rassen gebraucht, wie zum Beispiel der “Alano Alemán” (die Deutsche Dogge), der “Alano Argentino” (die Argentinische Dogge), der “Alano Burdeos” (die Bordeauxdogge), der “Alano Ingles” (Der englische Mastiff), der “Alano Malorquin” (die Mallorca Dogge) und viele weitere.

Diese verschiedenen Doggen-Rassen sind in Spanien natürlich erst im 20. Jahrhundert aufgetaucht. Davor existierte seit dem frühen Mittelalter nur eine Dogge in Spanien der “Alte Alano”. Das Wort “Alano” was später für so viele Doggenarten Verwendung fand, wurde früher also ausschließlich für einen Hund verwand. Und genau um diesen Hund, um diesen historischen Alano handelt es sich hier!

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Woher stammt der Name?

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Die meisten Kynologen gehen hier von einer Ableitung von den Alanen aus. Die Alanen waren ein indogermanischer Stamm, der sich den Westgoten bei der Völkerwanderung anschloß und so in den mediteranen Raum gelang. Einige Alanen erreichten sogar die nördliche Spitze des afrikanischen Kontinents. Die Alanen führten doggenartige Hunde mit sich und waren so die ersten die molosside Doggen in diese Länder brachten.

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Die Alanen nutzten diese Doggen als Kriegs-, Wach- und Jagdhunde.

Die ganzen mediteranen Länder ähnelten sich früher sehr, da sie von den gleichen religiösen, sprachlichen und kulturellen Einflüssen geprägt waren. In diesen Gebieten entstand ein nahezu gleicher Doggentyp, den wir nach seiner Funktion als “Packer” bezeichnen würden. Diese Packer wurden als Jagdhunde auf wehrhaftes Wild, als Treiber- und Stierkampfhunde, als Wachhunde und als Kriegshunde verwendet.

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Spanien entwickelte sich zu dem Land, dass über die stärkste Population dieser Packer verfügte. Die Spanier benutzen verschiede Namen für diese Hunde. Alle Namen waren funktionsbezogene Namen. Als Beispiel waren folgende Namen gebräuchlich: perro de Agarre, Alano, Perro de Toro, Perro de Presa, Dogo, Alao, Alan, Chato Presa, Alant, Alano de Toro, Perro de Presa Espanol, Alaunt, Dogo de Burgos, Alani, Perro de Jabali, Alano Jabali, Perro de Pelea und viele weiterte…

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Alle diese Namen meinen ein und den selben Hundetyp! Der meist verwendete Name war (historisch klar belegbar) “Alano”, (wohl in Anlehnung und Erinnerung an den Volksstamm der Alanen).

Auch in altertümlichen Schriften wurde dieser Hundetyp schon immer als “Alano” bezeichnet. Auch wird in mehreren alten Büchern das Wort “Presa” mit “Alano” gleichgestezt. Die beschriebenen Hatzhunde entsprechen erstaunlich genau der Beschreibung unserer “Dogo Canarios” (aus Leistungszucht nicht aus Schönheitszucht) von heute.

Als lose Beispiele seien hier die folgenden historischen Autoren und ihre Bücher über die Jagd angeführt: König Alfonso XI im Jahre 1342, Gaston Phoebus im 15 Jahrhundert, M. de Espinars im Jahre 1644 und das hoch interessante Buch “Tresoro de la Cazeria” aus dem Jahre 1864.

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König Alfonso XI und Alonso M. Espinar über die Namensvarianten:

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(Zitiert von Richard Strebel 1904/1905)

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Zitat ANFANG:  Alfonso XI., König beider Castilien und von Leon (1312-50) verdanken wir ein Jagdbuch (El libro de la Monteria 1342), welches erst 1877 gedruckt wurde. In diesem beschreibt er unter dem Namen “Alano” eine in Spanien gebräuchliche Doggenform, aus dessen Schilderungen eine große Ähnlichkeit mit dem Mastiff hervorgeht, er fügt ausdrücklich hinzu, daß er ihn nicht “ohne besondere Ursache” zu groß wünsche. Diese Schilderung deckt sich mit der Abbildung in der Alhambra sehr gut; leider finden wir keine weiteren Mitteilungen über seine Herkunft.

Erst zwei Jahrhunderte später hören wir wieder von der spanischen Dogge und zwar durch den Alonso M. Espinar (1644), der jetzt aber bereits drei Arten verzeichnet (Alano, Dogo und Mastin).
Der Alano stimmt nach seiner Beschreibung genau mit dem des Königs Alfonso XI. überein, der Dogo soll größer als dieser sein.

Heute ist in Spanien der Dogo wenigstens in der offiziellen Kynologie verschwunden, schon der in Madrid 1864 herausgegebene “Tesoro de la cazeria” führt ihn unter den Rassen nicht mehr an, sondern nur den Alano oder Perro de presa und den Mastin.

Der Alano ist hier bereits bulldogartig geschildert, die Bezeichnung “Perro de presa” ist eigentlich mehr Sammelname für den schweren Hetzrüden, vom Dogo hören wir aber nichts mehr.

Zitat ENDE

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1342 und 1644 originalere Quellen über ihre Synonymnamen, hat wohl kaum eine Rasse aufzuweisen.

Als die Spanier sich auf machten, um die neue Welt zu erobern, waren ihre Schiffe nicht nur mit Soldaten sondern auch mit unzähligen “Alanos” besetzt, die sie als gefürchtete Kriegshunde mit sich führten.

Die “Conquistadores”, die spanischen Eroberer, legten längere Pausen auf den heutigen Kanarischen Inseln ein, bevor sie zur großen Fahrt nach Südamerika auf brachen. Diese Pausen wurden genutzt um sämtlich Reserven nochmals aufzustocken. Selbstverständlich waren diese Pausen sehr viel länger, als man es sich in unserer Zeit vorstellen kann. Viele Spanier und ihre “Alanos” blieben auf den Inseln und wurden dort sesshaft.

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So gelangten die “Alanos” auf die Kanarischen Inseln. Es waren die ersten doggenartigen Packer die es dort gab!

Auf den Kanaren wurden diese Alanos ausschließlich als Wachhunde gehalten, bevor die Kanaren ihre Leidenschaft für die heute verbotenen “Peleas” (Kämpfe) entdeckten.

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Diese Hunde waren natürlich die absolut selben wie auf dem spanischen Festland und keine neuen Inselkreationen wie manche Leute gern behaupten. Es war natürlich immer noch die selbe Rasse wie auf dem Festland!

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Einige der heutigen kanarischen Züchter behaupten gerne mal, daß es sich bei der Rasse um eine rein kanarische Mischung aus den besagten spanischen Kriegshunden und dem einheimischen Bardino Majorero, der englischen Bulldogge und englischen Mastiff handelte. Diese hin und wieder zu findene Behauptung wurzelt nicht in kynologisch beweisbaren Theorien, sondern viel mehr in der schon seit Jahren stetig steigenden Ablehnung gegen das spanische Festland und alles was von dort kommt. Die meisten Kanaren mögen es auch gar nicht wenn man sie als Spanier bezeichnet. Die Kanaren wollen lieber mit den Guanchen, den kanarischen Ureinwohnern, in Verbindung gebracht werden (Wobei sie bei genauer Betrachtung wohl doch alle auf Festlandspanier zurückgehen). Viele von ihnen fordern sogar die Unabhänigkeit von Spanien. Es handelt sich also nur um eine seit Jahren aktuelle politische Feindseligkeit, die natürlich nichts mit unseren Hunden zu tun hat.

Es war und ist eine spanische Rasse!

Die Rasse war bereits fertig und ausgereift, bevor sie von den Eroberern auf die Kanaren gebracht wurden. Natürlich ist es möglich das einige Exemplare auch mit anderen Rassen gekreuzt wurden, allerdings waren diese Vermischungen dann so verschwindend gering, daß wir uns damit nicht beschäftigen müßen. Es existieren auch keinerlei literarische Beweise, die auf einen Mischling hindeuten würden. Es war also kein Inselmischling sondern eine fertige spanische Rasse. Natürlich können wir uns die Rasse zu diesem Zeitpunkt nicht als Rasse im Sinn heutiger Zuchtvereine vorstellen, es wurde natürlich ohne Zuchtpapiere und Zuchtverband gezüchtet. Und es ist wohl richtiger von einem Typ als von einer Rasse im modernem Sinn zu sprechen. Sehr wohl aber wurde Wert auf Wesen und Funktion gelegt. Hunde wurden generell für ihre Verwendung gezüchtet und unsere Rasse hatte da schon eine jahrhunderte lange Selektion hinter sich.

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Der “Alano” oder wie er auf den Kanaren später auch oft genannt wurde “Perro de Presa Canario”verlor auf den Kanarischen Inseln viel von seinen Funktionen, die ihn auf dem Festland so groß gemacht hatten. Hier gab es keine großen Viehherden die er treiben konnte, keine Jagd auf wehrhaftes Wild (Wildscheine, Bären ect. existieren auf den Kanaren nicht), keine Stierkämpfe, keinen Krieg ect.). Auf den Kanaren war die Wachhundaufgabe lange Zeit die hauptsächliche Arbeit für unsere Hunde. Als die Hundekämpfe populär wurden (besonders auf Gran Canaria und Lanzarote) entwickelten sich einige dieser Alanos/Presas zu wahren Kampfexperten. Diese Hundekämpfe waren der hauptsächliche Grund weshalb unsere Rasse gerade von den Kanaren aus auf der ganzen Welt bekannt wurde. Dies Kämpfe sind heute natürlich verboten und finden nur noch im Untergrund stand.

Natürlich starb die Rasse auf dem spanischem Festland nie aus und die kanarischen Inseln hatten sehr wohl Zuchtaustausch mit dem spanischem Festland betrieben!

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Einige “Rasseexperten” behaupten gerne auch mal das die Rasse erst von den Kanarischen Insel auf das spanische Festland gelangt ist. Diese Behauptung ist aber in keinster Weise haltbar und schlicht falsch!

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Auf den Punkt, es ist eine rein spanische Rasse die auf den Kanarischen Inseln international bekannt geworden ist!

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(Alter Festland-Alano)

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(Dogo Canario aus Arbeitslinie) 

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Viele professionelle Züchter behaupen immer wieder gerne, dass ihre Hunde komplizierte Zuchtprodukte, hervorgegangen aus Kreuzung möglichst vieler verschiedener Rassen seien. Aber es ist absolut logisch, dass das in vielen Fällen gar nicht möglich wäre. Viele Züchter und Zuchtverbände suchen sich dann ein paar fremde Rassen die dann herangezogen werden, um so ihre Rasse interessanter zu machen. (Als Paradebeispiel sei hier die Rasse “Dogo Argentino” erwähnt. Senior Martines erklärte in der Vergangenheit das seine Rasse, eine geheime Kreuzung zwischen Alano Cordobes, Englischen Pointern, Deutschen Doggen, Englischen Bullterrieren, Bordauxdoggen, Englischen Bulldoggen, Deutschen Boxern, Irischen Wolfshunden, Mastin de los Pirineas und andere sei. So ein umfangreiches Zuchtvorhaben wäre in dieser kurzen Zeit unmöglich gewesen. Und genau so haben wir halt auch Leute, die im Bezug auf unserer Rasse, gerne von komplizierten Mischungen einiger weniger sprechen. Tja so ist es natürlich auch einfacher, dass sich eine einzelne Person als Rassevater provilieren kann…

Bei unserer Rasse handelt es sich also um eine spanische Rasse und nicht um einen Inselmischling!

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(Alano auf altem spanischem Geldschein)

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Wir haben heute genauso auf dem spanischen Festland, wie auch auf den Kanarischen Inseln, noch sehr gute und traditionelle Rassexemplare gefunden.

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Zurück zu den Namen, die Menschen auf den Kanarischen Inseln wie auch in Spanien haben sich für gute Hunde interessiert und nicht für die verschiedenen  Namensgebungen. Der auch in Deutschland oft benutze Name “Presa Canario” oder korrekt “Perro de Presa Canario” ist ein Name der hauptsächlich von einem Mann, Manuel Curto Gracia, international bekannt gemacht wurde und auch heute noch vehement verteidigt wird. Manuel Curto, züchtet auf Tenerife. Er ist ausnamslos mit allen anderen kanarischen Züchtern verstritten. Da sich Manuel Curto mit keinen anderen Züchtern austauscht, stellen seine Zuchtprodukte fast schon einen eigenen Typ dar. Es ist meines Erachtens aber mehr als bedenklich sich komplett von allen anderen Züchtern abzukapseln (gerade im Bezug auf hohe Inzucht ect.). Alle anderen kanarischen Züchter haben den neuen FCI-Namen akzeptiert, nutzen tun sie ihn allerdings nicht alle, aber akzeptiert haben die meisten den Namen und keiner behauptet das es sich beim “Dogo Canario” um eine andere Rasse handelt (außer Manuel Curto und einige internationale Trittbrettfahrer die ihm momentan nacheifern).

Zum Beispiel hat sich auch der Verein von Tenerife “Club Espanol del Presa Canario” einfach in “Club Espanol del Dogo Canario” umgenannt, ohne das es irgendwelche größeren Querelen gab.

Der Name “Presa Canario” ist ein guter alter Name, aber nicht wirklich historisch, er stellt das meist benutze Bindeglied zwischen den ältesten Namen “Alano” und dem modernen Namen “Dogo Canario” dar.

Der Name “Dogo Canario” betitel die gleiche “Rasse” die in alter Zeit als “Alano” und in den letzten Jahren häufig auch als “Perro de Presa Canario” bezeichnet wurde!(Entschuldigen Sie bitte das ich mich etwas wiederhole, aber ich will sicher gehen das diese Tatsachen klar verstanden werden).

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Juan Pérez Marrero, züchtet seit 1927

(Seit: Neunzehnhundertsiebenundzwanzig)

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Der moderne bzw. heutige Dogo Canario stammt vom alten Alano ab.  Der Dogo Canario stellte in Spanien den direkten Nachfolger des alten Alano dar. Auch wenn diese spanischen Doggen (Alanos) ziemlich rein gezüchtet wurden, scheint es uns hier trotzdem richtiger von einem Typ als von einer Rasse im modernen Sinn zu sprechen. Die hier beschriebenen Hatz- und Kriegshunde entsprechen erstaunlich genau unseren heutigen Dogo Canarios (aus Leistungszucht-!-) von heute. Es gibt heute leider auch eine große Anzahl von Schönheitszüchtern, die den Dogo Canario ausschließlich auf Optik und Masse züchten. Häufig weisen die Hunde der Schönheitszüchter Vermischungen mit schweren Rassen wie Mastino und Bullmastiff auf. Doch in der Gesamtheit, hat sich der Dogo Canario Gottlob noch nicht zu weit von seinem Ahnherrn dem alten “Alano“ entfernt.

Die FCI hat meiner Meinung nach einen nicht ganz glücklichen Namen gewählt. Namen wie z.B. “Dogo Espanol” oder “Perro de Presa Espanol” wären sicher historisch und politisch etwas besser gewesen.

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(“Kanaren Presa”)

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Wir haben in den letzten Jahren sehr häufig Spanien und die Kanaren besucht. Dort habe wir schnell gelernt, dass auch dort die Züchter und Rasseliebhaber viele verschiedene Namenssynoyme für unsere Rasse verwenden (wie z.B. Dogo Canario, Alano, Perro de Presa Espanol, Chato de Presa, Dogo de Burgos, Perro de Toro, Spanish Bulldog, Perro de Presa Canario, Perro de Pelea, Alano de Jabali ect.). Wobei die meisten Namensvarianten klar auf die Verwendungszwecke unserer Rasse zurück zuführen sind.

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(“Festland Alano”)

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Heute findet man im Internet auch mehrere Seiten von Züchtern aus den USA und Spanien die ihre Hunde als “Alano Espanols” anpreisen und unter einem eigenen Standard züchten. Bei diesen erwähnten Hunden handelt es sich leider häufig nicht um reinrassige “Alanos”, sondern meist um moderne Mischlinge, die nichts oder nur wenig mit den alten Jagd-Alanos/Presas zu tun haben. Viele der im Internet werbenden Alano Espanol Züchter kreuzen andere Alano-Nachfolgerassen ein, hier werden z.B. moderne Dogo Canarios mit Ca de Bous und Dogo Argentinos gekreuzt. Bedingt durch einen in Spanien fest verankerten Irrglauben, dass auch der Deutsche Boxer von den alten Alanos abstammt und nicht etwa von den germanischen Saupackern, Bären- und Bullenbeissern, wird extrem häufig auch der Deutsche Boxer zur Blutauffrischung verwand. Uns sind sogar mehrere reinrassige Deutsche Boxer bekannt, die ohne Probleme Alano Espanol Papiere erhalten haben und natürlich bei einigen der Kreuzungstheoretiker sofort für die Zucht genommen wurden.

Lustiger Weise ist dazu anzumerken: Um so mehr Internet um so mehr Boxer…!

Es gibt aber auch eine Reihe von spanischen Züchtern die mit, aus unserer Sicht, reinrassigen Hunden züchten, sie als “Alano Espanols” bezeichnen und die alten Traditionen hochhalten!

Wir halten es da mit dem bekannten spanischen Kynologen, (Spezialrichter, Tierarzt, Züchter, Ausbilder u. Jäger) Sanz Timón, der sagt: …heute existiert der alte Alano nur noch im Dogo/Presa Canario und in einigen Presas der nordspanischen Regionen weiter, diese Hunde sind die reinsten Nachfolger der alten Alanos… !

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(“Kanaren Presa” schwerer Typ.)

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Leider ist es aber schon richtig, dass es sich bei vielen deutschen Hunden, die als Alanos , Presas, Dogo Canarios ect. bezeichnet werden, gar nicht um reinrassige Hunde handelt… Dies ist wohl scheinbar auf die sehr große Anziehungskraft unserer Rasse, für die sog. Schwarzzüchter zurück zuführen.

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Man muss nur ehrlicher Weise auch anführen, dass auch in Spanien selbst, immer mal wieder verwandte Rassen zur Blutauffrischung herangezogen werden, weshalb der Begriff “reinrassig” etwas dehnbar gehandhabt wird.

Einige (angebliche) “Experten” widerum behaupten, dass es sich bei jedem Synonymnamen um eine eigene Rasse handeln würde. Einige haben sogar behauptet sie würden unter dem Namen Presa Canario und Dogo Canario zwei getrennte Rassen im selben Zwinger züchten.

Was die meisten dieser deutschen “Experten”  verbindet ist die Tatsache, dass die Ahnentafeln ihrer Hunde in den seltensten Fällen korrekt sind. Und sie die fatale Tatsache nicht erkennen, dass es für einen Hundetyp immer ein verhängnissvolles Vorhaben ist, ihn in verschiedene moderne Rassen zu zerztückeln. Dann kann man zwar aus einem Hund, gleich vier fünf neue “Rassen” züchten, doch was bleibt da an genetischer Vielfalt noch über? Nichts als inzest- und übergezüchtete jämerliche Kreaturen…

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(Perro de Agarre – Nordspanien)

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(Dogo Canario / Import de la Arena)

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Doch es gibt neuerdings leider viele von solchen selbsternannten “Experten”, ohne jeglichen Sinn für Zucht und ohne jegliche kynologische Weitsicht, die eine Zersplitterung fordern und propagieren.

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(“Kanaren Presa” leichter Typ).

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Die meisten Fehlinformationen die Sie über unsere Rasse und den Rassenamen finden basieren sicher nicht ausschließlich auf Unwissenheit der Autoren, sondern wohl auch darauf, dass die meisten deutschen Züchter, außerhalb des AVD e.V., nicht wissen wie sie sonst ihre Welpen für Käufer interessant machen können. Das hauptsächliche Problem liegt meiner Meinung nach darin, dass sich, neben den Leuten die aus komerziellen Interesse mutwillig Lügen verbreiten, viele Rasselaien dazu berufen fühlen ihr Halbwissen im Internet zu veröffentlichen. Einfach weil es ja sehr simpel ist und schließlich jeder im Internet schreiben kann was er will, dieser Typ von Hobbykynologe würde sicher nie etwas niederschreiben, wenn er dazu ein Blatt Papier und eine Füllfederhalter benutzen müßte.

Das Internet ist sicher eine gute Errungenschaft unserer Zeit, aber in Bezug auf die vielen Hundeseiten, die man im Internet finden kann, denke ich manchmal, dass es besser wäre wenn das Internet nicht existieren würde, da sich dann die Hundezüchter wieder durch die Qualität ihrer gezüchteten Welpen beweisen müßten und nicht durch die von ihnen gebastelten Internetseiten…

Um jetzt nicht noch all zu weit abzuschwenken, zähle ich die Fakten nochmals zusammen:

Es handelt sich im Ursprung um genau den selben Hund! “Alano” ist die älteste und historisch richtige Bezeichnung, die aber den Grundtyp und nicht eine moderne Rasse betitelt.Die gegenwärtige FCI-Bezeichnung für unsere Rasse lautet “Dogo Canario”, sie wird in Zukunft die meist benutzte Bezeichnung sein, obwohl es in Spanien auch wieder ein starke traditionelle Bewegung, gibt die den Namen  Alano favorisiert. Desweiteren existieren und existierten mehrere Synonymnamen.

—-Das Wort “Alano“ wie auch das Wort “Dogo“ bedeuten im spanischen genau das selbe nämlich “Dogge“!—-

Im AVD e.V. werden nur “reine” Exemplare zur Zucht verwendet!

Der AVD e.V. benutzt, aus oben genannten Gründen alle Bezeichnungen bzw. lehnt keine ab. Ob nun die moderne Rassebezeichnung Dogo Canario, die Funktionsbezeichnung “Perro de Presa”oder die Typbezeichnung “Alano”.

Arne Pohlmeyer

Präsident AVD e.V.


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 (Dogo Canario)

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(“Alano” Spanien 1905)

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(“Presa Canario”, Kanarische Inseln)

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(Canary Islands 1970er)       (“Festland Presa” 1898)       (Canary Islands 1930er)

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(Canary Islands 1920)

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(Perro de Agarre)

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(Dogo Canario / Import de la Arena)

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So bitte nicht:

Rein auf Optik (Schönheit) gezüchtete moderne “Show-Dogo Canarios”:

Weit vom Ursprung entfernt, man kann schon von einer “Entartung” sprechen, wenn man diese körperlich behinderten, modernen Ausstellungskreationen genau betrachtet.

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Anatomisch harmonisch aufgebaut, leistungsfähiger Rassevertreter

(1987 kanarische Ausstellung.”Roby” aus Piti x Mora)

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(Kanaren)

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(Balearen)

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(Kanaren)

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(Capitán de la Arena)

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(Spanien)

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(Nordspanien 1952)

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(Kanaren)

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(Spanien)

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(Kanaren)

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(Spanien)

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(Kanaren)

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(Spanien Alano)

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(Kanaren-Presa)

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(Dogo Canario)

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(De la Arena)

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(Balearen)

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(Kanaren)

Rassebeschreibung Dogo Canario (Perro de Presa / Alano)

Rassebeschreibung der spanischen Dogge

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Der heutige Dogo Canario stammt vom alten Alano ab. Der Alano (spanisch “Dogge”) war ein Hundetyp den wir uns am einfachsten als wehrhafte Dogge, als kraftvoller “Packer” vorstellen können, er entstand im mediterranen Raum, wie in ähnlicher Weise auf den britischen Inseln Mastiff und Bulldog sowie in Mitteleuropa der Bullenbeißer (Vorläufer des deutschen Boxers) als vergleichbare Spezies herausgezüchtet wurde.

Der Dogo Canario stellte in Spanien den direkten Nachfolger des alten Alano dar. Auch wenn diese spanischen Doggen (Alanos) bereits im Mittelalter ziemlich rein gezüchtet wurden, scheint es uns hier trotzdem richtiger von einem Hunde-Typ als von einer Hunde-Rasse im modernen Sinn zu sprechen. Der alte Alano taucht in unzähligen Büchern und Schriften verschiedener Autoren ab dem 14. Jahrhundert auf. Auch im altertümlichen Schrifttum wurde dieser Hundetyp schon immer als Alano bezeichnet. (Später folge als gleichbedeutendes Synonym auch häufig die Bezeichnung „Perro de Presa“).

Die hier beschriebenen Hatz- und Kriegshunde entsprechen erstaunlich genau unseren Dogo Canarios (aus leistungsorientierten Zuchten) von heute. Der Dogo Canario hat sich Gottlob noch nicht zu weit von seinem Ahnherrn dem spanischen “Alano“ entfernt.
Die modernen Dogo Canario Ausstellungsexemplare sind mittlerweile nicht mehr ohne weiteres mit ihrer leistungsfähigen Urform zu vergleichen.

Der historische “Alano” wurde ausschließlich auf seine Funktion gezüchtet. Er war ein reiner Arbeitshund, der mit verschiedenen Namen belegt wurde.
In seiner Reinform hat er nur auf den Kanarischen Inseln und in einigen abgelegten Teilen des spanischen Festlandes überlebt. Wobei das Wort „Reinrassigkeit“, bei distanzierter Betrachtungsweise, in der gesamten Kynologie nicht wirklich wörtlich genommen werden kann.

Heute wird diese Ur-Rasse nun häufig als “Dogo Canario”, manchmal auch “Presa Canario“ oder auch “Perro de Presa“ bezeichnet. Aber auch eine ganze Reihe weiterer Synonymnamen sind gebräuchlich.
Die FCI (Belgien) hat, in Spanien, den alten spanischen “Alano” (Spanische Dogge) nun unter dem Synonymnamen “Dogo Canario” vorläufig als Rasse anerkannt. Aus den verschiedenen Lagern heraus, wird aber versucht, ebenfalls die Synonymnamen Presa, Alano und Perro de Toro bei der FCI „registrieren“ zu lassen. Dies wird natürlich nur zu einer weiteren schädlichen Zersplitterung der spanischen Doggen führen. Der „Namens-Fetisch“ lässt sich nur auf einen regional politisch geprägten Egoismus einzelner Personen begründen. Jeder will seine Dogge, jeder will seinen Lieblingsnamen, jeder will der Begründer der Rasse sein. Das dies zu einer Zersplitterung und somit zu einem enormen Genverlust führen wird, scheint den spanischen Clubs nicht bewusst zu sein.

Namenswirrwarr:

Merksatz zu der Namens Bedeutung:

Alano bedeutet übersetzt Dogge!

Alano = Dogge

Das Wort Dogo wiederum bedeutet ebenfalls übersetzt nur Dogge!

Dogo= Dogge

Die Wörter Alano sowie Dogo bedeuteten also genau das Gleiche nämliche Dogge!

(Die Pauschalbezeichnung “Perro de Presa“ bedeutet schlicht “Hund zum Packen“).

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(“Dogo Canario”, 2001)

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(“Alano” Spanien, 1905)

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(“Perro de Presa” Kanaren, 1983)

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(“Capitán de la Arena”, 2007)

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Der Name Dogo Canario betitelt die gleiche Rasse die in alter Zeit als “Alano” und in den letzten Jahren auch häufig als “Perro de Presa Canario“ bezeichnet wurde!
Ein paar deutsche behaupten gerne auch mal das es sich beim Dogo Canario, Perro de Presa Canario und Alano um drei völlig verschiedene Rassen handelt, das ist definitiv falsch und historisch wie genetisch nicht haltbar.

—-Das Wort “Alano“ wie auch das Wort “Dogo“ bedeuten im spanischen genau das selbe nämlich “Dogge“!—-

Viele Quellen berufen sich darauf dass der Name “Alano” ursprünglich von den Alanen, einem indogermanischem Volksstamm abgeleitet sei. Die Alanen wurde von den Hunnen vertrieben, schlossen sich den Westgoten bei der Völkerwanderung an und verteilten sich hauptsächlich im Mittelmeerraum. Einige Alanen erreichten sogar die nördliche Spitze des afrikanischen Kontinents. Laut Geschichte wurden sie von doggenartigen wehrhaften Hunden begleitet, die dann schlussendlich auch nach ihnen benannt wurden.

Erst wesentlich später wurden diese Alanos von den spanischen “Conquistadoren” auf die Kanarischen Inseln gebracht. Auf den Kanaren hat sich der alte historische Alanotyp weitgehend unvermischt erhalten. Die Erhaltung dieses Hundetyps hing wohl sicher mit der Vorliebe der Guanchen, der kanarischen Ureinwohner, für kriegerisches Tun zusammen. Auf den Kanaren wechselte der alte Alano allerdings recht häufig seinen Namen.

Weitere reine Stämme alter Alanos haben sich auf dem Festland von Spanien erhalten, wo er auch heute noch für seine ursprünglichen Aufgaben verwendet und geschätzt wird. Auch der Zuchtaustausch zwischen Spanien und den Kanarischen Inseln brach nie ab.
Es existieren und existierten dutzende Namensvarianten für diese Rasse, je nach Ursprungsland, Region und Epoche, wie z.B.: Dogo Canario, Perro de Presa Canario, Alao, Chato, Alan, Alaunt, Alant, Alani, Presa Canario, Presa, Presa Espanol, Perro de Torro, Villano, Perro de Agarre,Perro de Jabali, Dogo Espanol…
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Allgemeine Beschreibung:

-leichtere, kurzhaarige Doggenart
-übermittelgroß, gestreckt, sehr muskulös und leistungsfähig
-brachyzephaler Typ ohne molossoide Übertreibungen und Überladenheit
-ruhig, ausgeglichen und nervenstark
-Jagdhund für Hochwild, vornehmlich Schwarzwild
-ernstzunehmender Wächter und Schutzhund für Personen und Besitz
-Traditionsgemäß sehr guter Treiber und Bändiger von Großvieh.
-Von ausgeglichener Wesensart, in der Grundstimmung zeigt er bei geringer Schärfe und mittlerer bis hoher Reizschwelle viel Durchsetzungsvermögen. Im Körperbau neigt er bei aller Kraft und Wucht nicht zu Übertreibungen, sondern ist funktionell und leistungsfähig.
-Unerwünschte Schärfe, Bissigkeit und Nervosität sind ihm fremd, er ist belastbar, geradlinig und nie falsch. Er zeigt deutlich seine Stimmungen und Absichten.

Herkunft:

Die europäischen Länder des westlichen Mittelmeerraumes Spanien, Portugal, Südfrankreich und Süditalien, einschließlich der ihnen zugehörigen Inseln, bildeten im Mittelalter kulturell eine geschlossene Einheit.

So ist ihnen, neben dem Klima, das überkommene römische Kulturerbe, die Ableitung ihrer Sprachen vom lateinischen, die Macht des katholischen Glaubens sowie die historische Erfahrung der arabischen Besetzung gemeinsam, um nur einige Beispiele zu nennen. In diesem Raum entstand mit dem Alano auch ein ihnen gemeinsamer Hundetyp, wie in ähnlicher Weise auf den britischen Inseln Mastiff und Bulldogge sowie in Mitteleuropa der Bullenbeißer als vergleichbare Spezies herausgezüchtet wurde.

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In Spanien existierte also seit dem Mittelalter eine wehrhafte Dogge die zur Jagd auf wehrhaftes Wild, zum bändigen von Stieren, als Wach- bzw. Schutzhund und als Kriegshund Verwendung fand. Diese Dogge wurde allgemein als Alano bezeichnet.
Dieser alte spanische Alano erreichte im Laufe der Jahrhunderte einen weltweiten Ruf als unübertrefflicher Packer.

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Ist der alte Alano restlos ausgestorben?

Der “Alte Alano“ verschwand im 20 Jahrhundert nahezu vollkommen von der Bildfläche, da sein Einsatzfeld immer kleiner wurde. Für Stierkämpfe wurde er kaum mehr verwendet, Kriegshunde brauchte man auch nicht mehr und bei den großen spanischen Monterias (Drückjagden) waren die, häufig etwas unverträglichen Packer auch nicht mehr so gern gesehen.So starb der “Alte Alano“ fast(!) aus.Die reinsten Nachfolger der alten Alanos (Alanotypen) finden wir heute in der Rasse Dogo Canario (Perro de Presa Canario) und in einigen wenigen Exemplaren, die in abgelegten Regionen auf dem spanischen Festland rein erhalten blieben.Diese wenigen Exemplare reichten aber nicht vollkommen aus um den alten Alano ohne neues Blut am Leben zu erhalten.Der spanische Alano hinterließ nicht nur in Spanien, sondern auch in Südamerika, Italien, Frankreich und Portugal seine deutlichen Spuren.

Die reinsten spanischen Alanos findet man heute in der Rasse Dogo/Presa Canario!

Funktion:

Die alten spanischen Doggen (Alanos) dienten dem jagdpassionierten, mittelalterlichen Adeligen als kompromissloser Packer wehrhaften Wildes (Hirsch, Bär, Wildschwein). Ein gefährliches Unterfangen, bei dem häufig nicht nur das Blut des Wildes floss. Der Viehzüchter nahm sie zum zusammentreiben seiner halbwilden Rinder. Das einfache Volk erfreute sich in jenen Zeiten an Bären- und Kampfstierhatzen, wo auch wieder Alanos zum Einsatz kamen. Und schließlich wurde er von den spanischen Konquistadoren als Kriegshund mit in die überseeischen Kolonien gebracht.Der Alano hat sich aus diesen brutalen, rohen und kämpferischen Zeiten, aber auch einige nützliche Eigenschaften erhalten, die er an seinen reinsten Sohn, dem Dogo/Presa Canario, weitergab und die seine Besitzer noch heute sehr schätzen.Heute wird der Dogo Canario in erster Linie als Familien-, Wach- und Schutzhund gesehen.Über 90% aller im AVD e.V. gezüchteter Welpen sind in Familien mit Kindern vermittelt worden!Des Weiteren hat er sich auch als Diensthund der verschiedenen Sicherheitskräfte etabliert.

Aussehen:

Die spanische Dogge ist ein urwüchsiger, stämmiger, übermittelgroßer Hund. Die Funktion sollte beim Dogo Canario immer vor der Optik stehen.

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Auch darf man sich beim Dogo Canario keine Rasse vorstellen deren Exemplare alle absolut gleich aussehen, die Gesundheit, das Wesen und die Leistung sollten uns wichtiger erscheinen, dennoch muss der Dogo Canario aber Typ haben. Er soll molossoid sein aber nicht plump wirken, er soll kräftig aber nicht überladen sein, er soll stabile Knochen haben aber nicht schwerfällig wirken.Der Dogo Canario hat einen ausgeprägten Schädel vom brachyzephalen (breitköpfigen) Typus und einen muskulösen Körperbau.

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Das kurze, pflegeleichte Haarkleid ist einfarbig falb bis rot oder gestromt, Stromungen kommen in nahezu allen Varianten vor, von schwarz-, über grau-, braun-, rot-, bis falbgestromt ist alles als typisch zu bezeichnen, auch weiße Abzeichen kommen häufig vor.Größe: (Schulterhöhe) 58-68 cmGewicht: Der austrainierte, muskulöse aber nie fette Dogo Canario sollte je nach Schulterhöhe, 40 bis 60 kg wiegen. (Die Hündinnen entsprechend weniger).Die Formwertprüfungen werden im AVD e.V. anhand des Rasse-Standarts durchgeführt, des Weiteren wird aber nicht nur auf typvolle Hunde, sondern vor allem auf gesunde und funktionelle Anatomie geachtet.

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Das Wesen:

Wie sollte ein guter und typischer Dogo Canario sein?Vom Charakter sollte der Dogo Canario ruhig, ausgeglichen, geradeaus, nerven- und triebstark sein. Ein unbedingt ernstzunehmender Beschützer von Haus, Hof und Familie. Kein Feigling oder hinterhältiger Wadenbeißer. Er sollte sozial sein und sich gegenüber körperlich Schwächeren nachsichtig zeigen.

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Der echte Dogo Canario weist ein einzigartiges Balancewesen auf, einerseits präsentiert er sich als kinderlieber und absolut umwelttauglicher Begleiter seiner Familie, andererseits verfügt er über genügend Mut, Härte und den nötigen Instinkt, um Angriffe auf die Seinen äußerst effektiv zu vereiteln. Wir finden hier Wesenszüge, die sich wohl in keiner anderen Hunderasse so gut vereinigen.Sicher mag der eine oder andere einen guten Schutzhund einer anderen Rasse, zum Beispiel einen guten Rottweiler kennen, der einem Dogo Canario im Schutzdienst Konkurrenz bieten kann, doch wie wahrscheinlich ist es, dass dieser Hund auch freundlich und umweltsicher ist? Meist hört man dann, dass sich der Hund gerade einmal von seinem Besitzer anfassen lässt, von Fremden aber auf keinen Fall. Der echte Dogo Canario ist kein „Einmannhund“ sondern ein echter Familienhund.Natürlich gibt es eine ganze Reihe von Rassen, die ebenfalls kinderfreundlich und offen sind, Hunde mit denen man ohne Probleme über jeden Flohmarkt spazieren kann. Nehmen wir als Beispiel einen Golden Retriever oder einen Labrador, ich bin überzeugt davon, dass wir hier viele familienfreundliche und umweltsichere Begleiter finden, doch würden diese Hunde ihre Hundeführer auch in der Form eines effektiven Schutzhundes verteidigen? Sicher nicht!

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Beide Eigenschaften, die des freundlichen Begleiters und die des wehrhaften Schutzhundes, finden wir nur bei unserer Rasse. Vorausgesetzt der Dogo Canario kommt aus einer Zuchtstätte, die ihre Prioritäten und ihr Hauptaugenmerk auf diese Wesensmerkmale legt.Diese “Balancewesen“ ist für mich der entscheidende Grund gewesen, warum ich zur spanischen Dogge gefunden habe, und seit her versuche, diese Wesenseigenschaften zu erhalten, zu schützen und zu fördern.

Der echte Dogo Canario ist ein vorzüglicher Familienhund, der sich bestens mit Kindern versteht.Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass es sich bei ihm um den ursprünglichsten und wesensfestesten Vertreter unter den Molosser-Rassen handelt.Von vielen der modernen Molosser (wie zum Beispiel Mastiff, Bordeauxdogge, Bullmastiff, oder dem Mastino) unterscheidet sich der Dogo Canario deutlich, er ist absolut kein Schläfer, wohl ausgeglichen, aber bei weitem arbeits- und ausbildungsfreudiger als nahezu alle anderen Vertreter seiner Rassefamilie.Er verfügt über eine mittlere bis hohe Reizschwelle. Dank seiner Selbstsicherheit und seiner Furchtlosigkeit reagiert er auf fremde Umweltreize, in der Regel sehr gelassen. Negative Schärfe und Aggression sind ihm fremd.

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Bei all seiner Ruhe und Belastbarkeit ist er aber ein Hund, der nicht abgestumpft, langsam und reaktionsunfähig ist, sondern einer, der wenn es von ihm gefordert ist, auch blitzschnell agieren kann.
Wenn man einen guten Dogo Canario in Aktion gesehen hat, sei es beim Spielen, Fahrradfahren, Hundesport oder im Schutzdienst, kann man kaum glauben, dass diese Hunde im Haus oft stundenlang vollkommen ruhig und ausgeglichen auf ihrem Platz liegen. Hektik und Nervosität kennt er nicht.

Der Dogo Canario ist sehr menschenbezogen und liebt den Kontakt mit seiner Familie, nichts ist ihm wichtiger.
Er ist durch und durch ein selbstbewusster, menschenfreundlicher Hund, der aber nie zum unterwürfigen Kriecher wird.

Trotz seiner hervorragenden Eignung als Familienhund, muss ich aber auch herausstellen, dass der Dogo Canario ein Gebrauchs- bzw. Arbeitshund ist, der eine (Arbeits)-Aufgabe haben sollte. Für eine Verwendung als reiner Sofahund oder als Ausstellungshund für Hundeshows ist er bei weitem zu schade und sein Wesen würde verkümmern.

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Seine Verträglichkeit mit anderen Tieren hängt von seiner Sozialisierung und Prägung ab. Bei guter und konsequenter Erziehung ist der Dogo Canario ohne größere Probleme mit anderen Haustieren zusammen zu halten, allerdings wird es nur in seltenen Fällen vorkommen, dass er sich von anderen Tieren dominieren lässt.
Gerade heutzutage sollte das Wesen eines guten Dogo Canarios als Paradebeispiel und als Leitbild aller (Dienst-) Gebrauchshundezüchter dienen, denn es passt bestens in unsere heutige Zeit.

Heute wo wir in einer Zeit leben in der die Öffentlichkeit nicht viel Verständnis für uns Hundehalter aufbringt, eine Zeit in der die meisten Städte und Dörfer sehr dicht besiedelt sind und wir deshalb einen freundlichen, unkomplizierten und sicheren Begleiter schätzen. Und doch leben wir auch in einer Zeit in der die Kriminalitätsstatistiken, gerade im Bereich der Körperverletzungs- und Vergewaltigungsdelikte, explosionsartig steigen. Genau hier liegt dann auch die Grundlage auf die ich aufbaue, klar rauszustellen, dass auch die guten Schutzhundeigenschaften unserer Dogo Canarios ebenfalls ihre Daseinsberechtigung in der heutigen modernen Zeit finden.

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Es muss aber jedem klar sein, dass dieses einzigartige Wesen nicht automatisch da ist, es ist nicht von der Rasse Dogo Canario pauschal gepachtet. Die Züchter haben die schwerwiegende Aufgabe und Verantwortung zu übernehmen, dieses Wesen durch vernünftige Selektion zu festigen und immer wieder zu kontrollieren. Auch der Welpenkäufer trägt einen gewissen Anteil daran, ob dieses Wesen in der Rasse erhalten bleibt oder ob es durch Schwarzzucht und Fehlselektion langsam verloren geht. Der Welpenkäufer sollte sich umfangreich informieren und nur diejenigen Züchter unterstützen, die nachweislich ihre Zuchthunde einer Wesensprüfung in Ruhe und Reizlage unterziehen.
Züchter die streng auf die oben erwähnten Wesenseigenschaften achten und ihre Zuchthunde darauf selektieren, finden Sie bei unseren Wesens- und Leistungszüchtern im AVD e.V.

Fazit:

So gehören zu unserer Zielgruppe potentieller Interessenten alle jene,

-die zu einem großen Hund tendieren, denen aber die herkömmlichen Molosser zu krank, zu feige und zu lethargisch sind

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-die einen Dogo Canario aus reiner Schönheits-, Qual- oder Mischling-Zucht ablehnen, da sie einen wirklich gesunden und wesensfesten Hund suchen

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- die einen wehrhaften Schutz-, Begleit-, und Familienhund suchen und bisher vielleicht mit einem Boxer oder Rottweiler geliebäugelt haben

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-die nicht nur einen Wachhund wollen, der anschlägt, sondern einen, der genügend Mut und Härte besitzt, um seine Familie auch aktiv zu beschützen

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-die eine urtümliche, unverbrauchte und gesunde Hunderasse schätzen, die noch nicht durch das fatale Ausstellungswesesen und dessen ausschließliche Selektion auf Schönheit überzüchtet und verkrüppelt wurde (Sprich einen Molosser aus Leistungs- und nicht aus Schönheitszucht suchen)

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-die einen ruhigen Familienhund als angenehmen Hausgenossen und Partner suchen, der sich mit den Kindern gut verträgt

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Die spanische Dogge ist eine alte Rasse, die gerade wieder in der heutigen Zeit eine neue Daseinsberechtigung sucht und findet!

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Arne Pohlmeyer

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