AVD e.V.-Treffen SÜD Pfingsten 2007

Alano Verein Deutschland e.V.

Gruppe Süd

Pfingsten 2007

 

Das diesjährige Pfingstreffen wurde von der AVD e.V.-Gruppe Süd ausgerichtet.

Das Treffen wurde von unseren bayrischen Vertretern Peter und Josef, lange im Vorfeld geplant und bestens vorbereitet.

 

Sehr spannend bei diesem Arbeits- und Prüfungstreffen war das Austragungsgelände, das nämlich im  Gegensatz zu den meisten Hundetreffen nicht die grüne Wiese sondern, ein riesiger Baustoffhandel war.

Hier gab es eine Vielzahl von Möglichkeiten die man zum arbeiten der Hunde nutzen konnte.

Alles war bestens vorbereitet, und Getränke und verschiedene Leckereien (von Kuchen über Chili Con carne bis zu Bratwurst und Brötchen), war alles da.

 

Ab 14 Uhr fanden sich am Samstag die  Teilnehmer langsam alle ein. Nach einer kurzen Begrüßung (im bayrischen Stil) durch Josef Reger, wurde das diesjährige Pfingsttreffen offiziell eröffnet.

 

Die Teilnehmer kamen aus den verschiedenen Ecken Deutschlands und aus dem benachbarten Österreich zusammen um das diesjährige Pfingsttreffen gemeinsam zu gestalten. Auch bei bester Organisation kann ein Hundetreffen ohne das  entsprechende Hundematerial nicht gelingen.  Es waren fast alles aktive Hundeführer, reine Zuschauer waren nur wenige da.

 

Alle Anwesenden waren interessiert ihre Hunde im Schutzdienst zu arbeiten, und da boten sich hier wirklich eine Fülle an Möglichkeiten die Hunde auch mal außerhalb vom 0815 Schema zu arbeiten. Auf einem eigens abgesperrten Gelände wurden die Hunde in großen Baucontainern, auf Transportern, zwischen LKW’s mit laufendem Motor, auf Gitterrosten die mit dem Wasserschlauch bespritzt wurden, in gefliesten Räumen, zwischen allen möglichen Baumaterial zu trainieren und zu testen.

 

Nach dem die Hunde ausgiebig gearbeitet wurden, meldeten sich viele Teilnehmer zu den ZWP’s an. Zuchtwertprüfungen stellen einen der wichtigsten Bausteine unserer Zuchtselektion dar, es sind die Wesensprüfungen wo die Kandidaten in Ruhe- wie in Reizlage geprüft und bewertet werden. Wenn sich unsere strenge Zuchtordnung international nur halbwegs durchsetzten könnte, wäre dem Verfall unserer Rasse in kürzester Zeit Einhalt geboten…

Da man auf Grund falscher Orientierung und Überbewertung der Schönheitsausstellungen davon leider nicht ausgehen kann, wird man in ein paar Jahren wohl die charakterfesten Hunde unseres Vereins nicht mehr mit dem internationalen Gros der Dogo Canarios über einen Kamm scheren können. Selbst jetzt sprechen einige internationale Züchter schon so ehrfürchtig über unsere Leistungslinien als würde es sich um eine andere Art Hund handeln. Doch dies sollte uns nicht nur mit Stolz erfüllen, sondern vielmehr auch deutlich machen wie besorgniserregend die Lage langsam wird bzw. wie es um das Wesen unserer Rasse steht. Es ist höchste Eisenbahn, dass auch die spanischen Züchter sich wieder auf das wesentliche, den Ursprung unserer Rasse konzentrieren.

 

Trotzdem wollen aber auch wir nicht Betriebsblind werden, es ist noch lange nicht so das all unsere Hunde unseren Anforderungen entsprechen, gerade im Bezug auf den Formwert und das Aussehen gibt es noch viel Arbeit, aber auch im Wesen gibt es neben unseren Elitehunden und dem wesensmäßig guten Durchschnitt auch immer noch einige Ausreißer mit denen wir nicht zufrieden sein können, aber wir sind immerhin auf dem richtigen Weg, was man von vielen anderen nicht behaupten kann…

 

Pfingsten war es so das 8 Hunde zur ZWP 1 und ein Hund zur ZWP2 gemeldet wurden.

Die Zuchtwertprüfung 1 ist unsere Grund- beziehungsweise Mindestanforderung die wir an das Wesen eines Alano/Dogo Canario stellen.

Es gibt natürlich immer wieder Zuschauer und Interessenten aus dem harten Schutzdienstlager denen die ZWP1 nicht als spektakulär genug erscheint, dass mag in einer Art verständlich sein, denn auch uns fallen noch deutlich mehr Möglichkeiten ein, wie wir die Wesensprüfungen noch deutlich erschweren können, aber was hat man davon, wenn bei uns nur noch die absoluten Spitzenhunde bestehen können, was klar bedeutet das Züchter mit Hunden außerhalb unseres Vereins eigentlich keine Möglichkeiten mehr haben mit ihren Dogo Canarios zu bestehen…

Und sollten wir nie vergessen, dass es sich hier nicht um eine Ausbildungsprüfung sondern um eine Anlagenprüfung handelt und Hunde die während dieser Wesensprüfung die nötigen Anlagen zeigen, gehören eigentlich automatisch schon zur internationalen Elite was Leistung, Wesen und Charakter betrifft.

Und auch bei uns fallen immer wieder Hunde in der ZWP1 durch und wenn es nicht so wäre, würden wir die Anforderungen sofort weiter anziehen, da es ja sind und Zweck von Zuchtprüfungen ist nur die guten dem Rasseideal nahen Hunde in die Zucht zu lassen.

Deshalb können wir  es auch ohne weiteres verdauen wenn uns jemand sagt das er erst interessiert ab der ZWP2 zu schaut, da es vorher wohl noch nicht genügend auf’s Mett gibt, naja…

 

Auf jeden Fall wurden die Zuchtprüfungen, bei diesem Alanotreffen, klar von den ZWP’s 1 dominiert. Kurze Erläuterung zum Ablauf der Prüfung:

Der Hund wird mehrfach durch eine große Gruppe von fremden Passanten geführt und später in die Mitte eines sich bedrohlich schnell schließendem Menschenkreises abgesetzt. Diese Belastungen sind höher einzustufen als die Durchquerung einer Fußgängerzone und die Fahrt in einem voll besetzten Fahrstuhls. Wenn der Hund sich hier sicher und freundlich gezeigt hat, geht es weiter mit verschiedenen Umwelt und Schreckbelastungen (Schirme, Planen, Schüsse 9mm ect.). Nach dem Ruhelagenteil muss der Prüfling dann noch entschieden  einen Überfall vereiteln und während einer Mutprobe beweisen das er auch ohne die Nähe und Unterstützung seines Hundeführers selbstbewusst und auf sich gestellt arbeiten kann. Bei den Schutzdienstteilen folgen analog zur Gebrauchshundeselektion noch starke Belastungen mit dem Stock, um auch die positiven Eigenschaften wie Belastbarkeit und die Härte in der Zucht zu verankern.

ZWP2 stellt im Gegensatz zur ZWP1 schon eine deutlich gesteigerte Überprüfung der Wesensveranlagungen dar, hier geht’s dann schon richtig zur Sache, so dass man davon ausgehen kann das kaum ein ausgebildeter Sporthund der typischen Gebrauchshunderassen hier mithalten kann.

 

Das spannendste bei den ZWP’s war sicher die Tatsache das hier kleine Prüfungs-Geschichte geschrieben wurde, es wurden zwei Junghunde die gerade erst 8 Monate alt geworden sind zur Wesensprüfung vorgestellt!!! Nach unserem Wissen und kurzen Recherchen gab es bis Dato, von ähnlich jungen Alanos/Dogo Canarios,  weltweit noch keine vergleichbare (geprüfte bzw. nachweisbare) Leistung in den Bereichen Ruhe- und Reizlage!

Unser Glückwunsch und unser Respekt gilt diesen beiden Junghunden (Quentin de la Arena und Patrino de la Arena), die eigentlich noch mehr Welpe als erwachsener Hund sind.

Die besten und fehlerfreisten Vorstellungen boten uns hier “Capitán de la Arena” in der ZWP1und “Hampa de la Arena” in der ZWP2.

 

 

 

Hier die Resultate (in Kurzform) der ZWP’s Pfingsten 2007:

 

(Anmerkung: Eine bestandene ZWP allein ermöglicht noch keine Zuchtverwendung des Hundes, zuvor müsste noch nach erfolgreich abgelegten Gesundheitstest, Ausdauerprüfung und Formwertprüfung die Zuchtzulassung beantragt werden, und erst nach beurkundeter Zuchtzulassung wird der Hund der Zucht zugeführt).

 

 

ZWP2

Hampa de la Arena

Allgemeiner Eindruck:

Sehr gute und absolut fehlerfreie Vorführung des routinierten Rüden

Resultat:

Voll bestanden

 

 

 

 

 

ZWP1

Dora von Walhalla

Allgemeiner Eindruck:

Insgesamt eine gute Vorstellung, die Hündin zeigt sich in der Ruhelage freundlich und fehlerfrei (außer beim Schirm wo sie etwas schreckhaft erscheint).

In Reizlage ebenfalls gute Arbeit allerdings könnte der Griff noch deutlich fester und ruhiger sein.

Resultat:

Voll bestanden

 

 

ZWP1

Doramas (Import de la Arena)

Allgemeiner Eindruck :

Der schöne Rüde müsste in der Ruhelage bei Schirm, Vorhang und Schüssen noch etwas selbstsicherer sein, aber insgesamt eine gute Vorstellung mit guter Leistung.

Resultat:

Voll bestanden

 

ZWP1

Lenny

Allgemeiner Eindruck:

Solide, etwas roh wirkende Vorstellung, ohne größere Fehler.

Resultat:

Voll bestanden

 

ZWP1

Quentin de la Arena

Allgemeiner Eindruck:

Freundlicher, sehr guter Junghund von gerade erst 8 Monaten Alter. Er könnte beim Schirm und bei den Schüssen selbstsicherer sein. In der Reizlage wiederum ist er absolut ohne Fehler.

Resultat:

Voll bestanden

 

ZWP1

Patrino de la Arena

Allgemeiner Eindruck: Sehr triebiger Jungrüde von gerade erst 8 Monaten, wirkt in der Reizlage ausgeprägt aggressiv, sollte etwas ruhiger sein.

Resultat:

Voll bestanden

 

ZWP1

Capitán de la Arena

Allgemeiner Eindruck:

Sehr guter Rüde mit absolut perfekter und fehlerfreier Vorführung.

Resultat:

Voll bestanden

 

ZWP1

Maria de la Arena

Allgemeiner Eindruck:

Am heutigen Tage eine mäßige Vorstellung der Hündin die noch ausreicht, in Ruhe- wie Reizlage zeigt sie Leistung, allerdings nicht ohne deutlich Fehler.

Resultat:

Bedingt bestanden

 

 

ZWP1

Akbar von baden

Allgemeiner Eindruck:

In der Ruhelage akzeptabel, in der Reizlage keine akzeptable Leistung bzw. Führerverteidigung erkennbar.

Resultat:

Nicht bestanden

 

 

 

 

Nachtübung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach den Zuchtwertprüfungen ging es an die Nachtübung, die uns allen schon im Vorfeld, von der Arbeitsgruppe Süd, als spektakulär und äußerst ausgefeilt angekündigt wurde.

 

Zu der Nachtübung wurden 33 Hunde gemeldet. Gestartet wurde wie immer in drei Klassen “Jugendklasse“, “Silberklasse“ (für erwachsene Hunde) und die “Goldklasse“ (für die absoluten Nachtübungskracks.

 

 Nachtübungsresultate:

Goldklasse
Platz

 

 

 

Hundename

 

 

 

Besitzer

 

 

 

Rasse

 

 

 

Punkte

 

 

 

1

 

 

 

Hampa de la Arena

 

 

 

Timm B.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

109

 

 

 

2

 

 

 

Parko

 

 

 

Frank N.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

91

 

 

 

3

 

 

 

Honra de la Arena

 

 

 

Thomas G.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

80

 

 

 

4

 

 

 

Xana v. Kaiserstuhl

 

 

 

Theo M.

 

 

 

Engl. Bullterier

 

 

 

70

 

 

 

Silberklasse

 

 

 

Platz

 

 

 

Hundename

 

 

 

Hundeführer

 

 

 

Rasse

 

 

 

Punkte

 

 

 

1

 

 

 

Cobra de la Arena

 

 

 

Arne Pohlmeyer/

Benjamin Schild

 

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

120

 

 

 

2

 

 

 

Dora von Walhalla

 

 

 

Florian S.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

105

 

 

 

3

 

 

 

Dureza de la Arena

 

 

 

Arne P.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

98

 

 

 

4

 

 

 

Barry

 

 

 

Walter B.

 

 

 

Malinois Mischling

 

 

 

87

 

 

 

5

 

 

 

Archie Bentaiga

 

 

 

Bert E.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

79

 

 

 

6

 

 

 

Capitán de la Arena

 

 

 

Arne P.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

76

 

 

 

7

 

 

 

Lenny

 

 

 

Maik L.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

75

 

 

 

8

 

 

 

Maria de la Arena

 

 

 

Theo u. Claudia

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

71

 

 

 

9

 

 

 

Toni

 

 

 

Andreas F.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

65

 

 

 

10

 

 

 

Jinete de la Arena

 

 

 

Sven S.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

63

 

 

 

11

 

 

 

Mago de la Arena

 

 

 

Steffen L.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

60

 

 

 

12

 

 

 

Akbar von Baden

 

 

 

Jochen M.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

58

 

 

 

13

 

 

 

Simba Bentaiga

 

 

 

Thorsten M.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

51

 

 

 

14

 

 

 

Leo de la Arena

 

 

 

Christian R.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

49

 

 

 

Junghundklasse

 

 

 

Platz

 

 

 

Hundename

 

 

 

Hundeführer

 

 

 

Rasse

 

 

 

Punkte

 

 

 

1

 

 

 

Patrino de la Arena

 

 

 

Ronny N.

 

 

 

Alano/

Dogo Canario

 

 

 

 

 

129

 

 

 

2

 

 

 

Pantera de la Arena

 

 

 

Grasow

 

 

 

Alano/ Dogo Canario

 

 

 

127

 

 

 

3

 

 

 

Quentin de la Arena

 

 

 

Tobias V.

 

 

 

Alano/

Dogo Canario

 

 

 

 

 

124

 

 

 

4

 

 

 

Ora de la Arena

 

 

 

Nicole W.

 

 

 

Alano/

Dogo Canario

 

 

 

 

 

116

 

 

 

5

 

 

 

Oso de la Arena

 

 

 

Arne P.

 

 

 

Alano/

Dogo Canario

 

 

 

 

 

107

 

 

 

6

 

 

 

Julchen

 

 

 

Christian R.

 

 

 

Dogo Mallorquin/FCI 101

 

 

 

7

 

 

 

Adolf

 

 

 

Walter B.

 

 

 

Alano/ Dogo Canario

 

 

 

99

 

 

 

8

 

 

 

Quattro de la Arena

 

 

 

Florian S.

 

 

 

Alano/ Dogo Canario

 

 

 

93

 

 

 

9

 

 

 

Orca de la Arena

 

 

 

Tobias O.

 

 

 

Alano/ Dogo Canario

 

 

 

83

 

 

 

10

 

 

 

Olé Olé de la Arena

 

 

 

Mike R.

 

 

 

Alano/ Dogo Canario

 

 

 

77

 

 

 

11

 

 

 

Orlanda de la Arena

 

 

 

Ulrich B.

 

 

 

Alano/ Dogo Canario

 

 

 

75

 

 

 

12

 

 

 

Gerry

 

 

 

Heinz L.

 

 

 

Deutscher Schäferh.

 

 

 

70

 

 

 

13

 

 

 

Primavera de la Arena

 

 

 

Mike R.

 

 

 

Alano/ Dogo Canario

 

 

 

37

 

 

 

 

Die Nachtübung fand auf einem anderen Teil des Baustoffhandels statt, so dass es für alle Hunde auf komplett neuem und unbekannten Gelände statt fand.

 

Die Nachübung bestand aus 10(!) Stationen, sieben Umwelt- Ruhelage- Unterordnungs- Stress- Situationen und drei schweren Reizlagen (KH).

Ich verkneife es mir diesmal in allen Einzelheiten auf die einzelnen Stationen einzugehen, da wir in der Regel sonst unsere Nachtübungen beim nächsten Treffen der Konkurrenz eins zu eins wieder finden.

 

Soviel soll genügen: Die Hunde wurden in den Stress/Umweltteilen extrem durch Hochdruckluft, Wasserbomben, Scheinwerfern, Einzugs-Musik, Flatterbändern, Kanistern, Betonmischern, Luftballonpools usw. usw.  geprüft und strapaziert.

 

In den Reizlagen gab es drei Täter die den Hunden richtig einheizten.

 

Nach meinem persönlichen Resümee muss ich sagen war die Nachtübung sehr interessant und fantasievoll aufgebaut, allerdings darf auch Eigenkritik wie auch Kritik zwischen Freunden und Vereinsmitglieder nicht ein Tabu dar stellen.

 

Für die Insider:

Neben der perfekten Vorbereitung, durch die Arbeitsgruppe Süd, gab es ein paar Punkte die für mich nicht ganz optimal  waren. Dies waren keine Fehler einer Einzelperson, sondern entstand aus dem Umstand heraus das wir keine Zeit fanden um die Scheintäter, Bewerter und Helfer der Nachtübung ausreichend zu instruieren bzw. alle Eventualitäten durchzusprechen…:

In der Junghundklasse wurde wie in allen vorherigen Stationen gesagt, dass der Hundeführer bis auf Anweisung an einer vorgegebenen Stelle warten musste, dies war ja in allen anderen Stationen auch logisch. Allerdings kam in dieser Station plötzlich ein Scheintäter der mehr oder weniger angriff, und das mehr oder weniger war dann auch das Problem, da der Scheintäter zwar hetzte aber nicht in die Reichweite des Hundes kam und so konnten nur die Hunde einen schnellen Einbiss erlangen, deren Hundeführer dem Täter entgegenrannten und die die artig ihren Hund festhielten und an der vorgegebenen Stelle warteten konnten nur einen verzögerten Anbiss landen. Das was nun gewollt war, hätte den Hundeführer deutlicher gesagt werden müssen. In der Erwachsenen Klasse wurde in zwei Reizalgestationen der Hund gesperrt oder durch Sperrversuche am Einbiss gehindert und das ist im AVD e.V. in der Silberklasse normalerweise nicht üblich. Ein Beispiel war das ein Figurant sich komplett hinter einer aufrecht vorgehaltenen Schubkarre versteckt hatte und so eigentlich nur ein sofortiger Anbiss im Kopf/Hals/Schulterbereich möglich war, da sogar die Ellbogen eingezogen wurden und der Scheintäter hatte keinen Helm das war doch etwas gefährlich, Resultat war das fast kein Hund einen Einbiss landen konnte. Da der Täter sich nonstop hinter der Karre versteckte und das wo wir klar gesagt hatte das keiner seinen Hund loslassen  bzw. ableinen durfte war diese Station also klar zu schwer. Mit zu schwer meine ich nicht zu hart, ein knackiger aber deutlicher Überfall wäre hier angebrachter gewesen. Ein beutestarker Hund sucht seine Beute auch hinter einer Schubkarre, aber ein Hund der aus der Verteidigung her raus beisst war hier schon ungleich im Nachteil, was eigentlich nicht der Sinn der Silberklasse ist…

Da in der Goldklasse viele Stressfaktoren nicht gesteigert werden konnten, und es den Figuranten plötzlich doch zu gefährlich erschien, gegen die noch gradlinigeren und durchsetzungsstärkeren Hunde der Goldklasse mit der Schubkarre anzugehen, mussten wir uns kurzer Hand entscheiden mit extrem hoher Härte gegen die Hunde vorzugehen. Da nur so der wichtige Unterschied, die notwendige und eindeutige Steigerung der Goldklasse klar rauszustellen und zu sichern.

Das in einer Station ein Radlader voll auf die Hunde zufuhr und abprubt abbremste um ein Gespenst hochzuziehen, fand ich wiederum sehr gut und absolut ausgefallen.

Ein Missgeschick entwickelte sich leider für den Mitveranstalter Josef  R. zu einem echten Unfall, der das Treffen etwas überschatte.

Josef stieß sich so dermaßen den Kopf, als er gerade seine Maxima de la Arena bei der Nachtübung führte, das  Josef sofort mit einer wirklich starken Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die Wunde wurde mit 16 Stiche genäht! AUA!

 

Wirklich grandios war die Organisation während der Nachtübung, das Drumherum.

Alle Bewertungsbögen wurden sofort eingesammelt und digitalisiert was nicht nur dazu beitrug, dass das erste mal in der Geschichte des Vereins alle Urkunden noch in der Nacht bei der Siegerehrung überreicht werden konnten, sondern auch dazu das alle Ergebnisse sofort über einen professionellen Projektor in gigantischer Größe an eine Häuserwand geworfen wurde. Das gab’s auch noch nie, so konnte man die ganze Nachtübung in jeder Klasse sehen welcher Hund gerade auf welchem Platz liegt. Das war irre spannend und einfach eine großartige Idee.

Wirklich beeindruckt haben mich eigentlich nur wenig Hunde bei dieser Nachtübung (wie z.B. Patrino de la Arena, Pantera de la Arena und Dora von Walhalla)  fast alle anderen habe ich schon mit besser Leistung gesehen.

Was mich aber absolut beeindruckt hatte waren die Helfer die im Hintergrund der Nachtübung und der gesamten Veranstaltung tätig waren. Fast alles gute Freunde von Peter und Josef, mein größter Respekt.

 

 

Nach der Siegerehrung der Nachtübung war es bereits halb sechs morgens geworden und das wo wir beim Einbruch der Dunkelheit bereits mit der Nachtübung begonnen hatte.

Das untermauert meine Theorie das eine Starterzahl von 40 Teilnehmern das Maximum für eine Nachtübung darstellen sollte.

 

Am nächsten morgen ging es schon um 8 Uhr morgens weiter, Training für alle. Mit Schlaf war also nicht viel.

 

Gegen Mittag  traten dann alle voller neuer Eindrücke und voller Müdigkeit die Heimreise an.

 

 

Fazit ein super organisiertes Treffen mit vielen engagierten Helfern, vielen netten Teilnehmern und einer beeindruckenden Nachtübung.

 

 

Das Treffen war, nach einer kleinen Generalprobe im Vorjahr, quasi die gelungene Prämiere der Arbeitsgruppe Süd. Wir hielten Bayern für ein etwas schwieriges Pflaster und wurden positiv überrascht. Es waren zwar keine Besuchermassen da, doch mit über 40 Hunden war es sehr wohl ein echtes AVD e.V.-Treffen.

 

Ich denke wir alle freuen uns schon wieder auf das nächste Süddeutsche Alanotreffen…

 

 

Arne Pohlmeyer

 

AVD e.V.-Präsident