AVD e.V.-Pfingsttreffen 2009

AVD e.V. – Pfingsttreffen 2009

Das diesjährige Pfingsttreffen richtete die AVD e.V.-AG-Thüringen aus. Die „Gruppe Ost“ verfügt da über einen großen Hunde-Platz in schöner Lage.

Der Beginn des Treffens wurde auf  13 Uhr des Pfingstsamstags gelegt, um so auch den weit angereisten, die Möglichkeit einzuräumen halbwegs pünktlich zu erscheinen, was den meisten auch entgegenkam.

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An den beiden Tagen (Samstag und Sonntag) wurde vom Ruhelagetraining, über Schutzdiensttraining, über Zuchtwertprüfungen bis zu einer schönen Nachtübung alles geboten, was dem leistungsorientierten Molosser- sowie Schutzhunde-Freund am Herzen liegt. Prozentual gesehen waren recht viele Junghunde vertreten.

 

Neben zwei Malinois, einem DSH, einem Cane Corso, einem Rottweiler, einem Bullmastiff, einer franz. Bulldogge, einer deutschen Dogge, zwei Jack Russel Terrieren, einem Bulldog und ein paar Mixen, blieben die Dogo Canarios diesmal ziemlich unter sich. Das ausbleiben, aus dem Diest-Gebrauchshundelage, war uns aber schon zuvor bewusst, weil überall in Deutschland und in den benachbarten Ländern Holland und Belgien, Gebrauchshunde-Veranstaltungen stattfanden. Jeder zweite Hundeplatz macht Pfingsten irgendein Treffen, überall wurde für spezielle Mali-Veranstaltungen oder Hollandse Herder Treffen etc. geworben. Einige Gebrauchshundeführer hatten netter Weise bereits zuvor darauf hingewiesen, dass sie leider Pfingsten nicht zum AVD e.V. kommen können, da sie bereits seit einem dreiviertel Jahr diskutieren zu welchem Hundetreff sie nun gehen. Da ist es natürlich logisch, das die meisten erst einmal die Treffen ihrer eigenen Hunderasse in den Vordergrund stellen.

 

Allgemein hätten es aber ruhig ein paar mehr Besucher sein dürfen. Mit der Zuschaueranzahl kann man eigentlich ganz zufrieden sein, doch auffällig viele der Stammgäste waren verhindert und selbst eine ganze Reihe der Vereinsmitglieder schienen wohl für die Fahrt nach Thüringen etwas zu, entschuldigt bitte, „faul“ gewesen zu sein. (Liebe Vereinskameraden, dies muss sich in Zukunft bitte wieder ändern. Die Veranstalter geben sich nicht nur während der Veranstaltung, sondern auch im Vorfeld große Mühe allen ein schönes Arbeitstreffen herzurichten. Dieses Angergement sollte auch mit der verlässlichen Teilnahme der Vereinsmitglieder honoriert werden. Neue Interessenten, viele Zuschauer alles auch sehr schön, doch die Mitglieder sowie der sog. „Enge Kreis“ sollte doch auch immer anwesend sein. Wenn wir die Prüfungstage, die Seminare und die spontan Treffen einmal außen vor lassen, reden wir schließlich nur von ungefähr 5 großen Treffen im ganzen Jahr…).

Zurück zum Bericht. Das Arbeits-Treffen war sehr harmonisch, es gab nette Gespräche und anständige Arbeit für und mit den Hunden. Das ganze Gelände war wieder sehr einfallsreich und aufwendig hergerichtet, so dass man neben dem allgemein üblichen 0815-Schutzdienst auch mal andere „Dinge“ ausprobieren konnte. Neben einem langen Tunnelgang, mehreren Trainings-Autos und ähnlichen Dingen, gab es sogar einen echten, großen Bagger der auf dem Hundeplatz stand. Da dürften sich die „Mali- und Herderfreunde“ im nachhinein sicher etwas „ärgern“, da bei den von ihnen besuchten Pfingsttreffen sicher nicht mit einen so schönen Trainingsumfeld aufgewartet wurde. Neben dem Training, der Nachtübung und dem „Spaß“, gab es auch ernsthafte Prüfungen: Zuchtwert-Prüfungen wurden von vier Hunden abgelegt, wobei nur einer der vier Hunden durchgefallen ist. (Kleine Anmerkung: und dies lag, aus meiner Sicht, noch einmal am Hund, sondern eher an gewissen Fehlentscheidungen der Besitzer).

Hier die erfolgreichen Teilnehmer der ZWP’s:

ZWP1:

-Anja la Guardia: voll bestanden. (Vorstellung am Anzug)

-Astor de la Legion: bedingt bestanden (erst 8 Monate alt! Vorstellung am Anzug)

ZWP2:

-Hampa de la Arena: voll bestanden

Unser Glückwunsch an die erfolgreichen Hundeführer!!!

Was mir ganz persönlich, neben der guten Verpflegung, sehr gut gefallen hat, war die deutlich besseren Vorführungen,  der Hunde während der Nachtübung. Noch bei den letzten beiden Nachtübungen im Herbst und beim Ostertreffen, hatte ich ja erwähnt, dass ich mit den gezeigten Leistungen nicht so ganz zufrieden war. Diesmal war es anders. Mit den Nachtübungen, ist es natürlich immer so eine Sache, die Hunde haben nicht immer die gleiche Tagesform, beim ersten mal sehen sie oft noch nicht so gut aus, starten sie wiederum sehr häufig verlangsamt sich oft die Reaktionsgeschwindigkeit (vor allem bei den Wehrhunden), die Hundeführer machen mal mehr und mal weniger Fehler etc. etc. etc. .

Auf jeden Fall haben wir den Schwierigkeitsgrad bei der Bronze- und Silberklasse dieses Mal deutlich angezogen und statt dass es dadurch zu mehr „Ausfällen“ kam, rissen sich die Hunde scheinbar (fast) alle am Riemen und legten Leistungen mit Top-Punktzahlen hin.

Nehmen wir zum Beispiel mal Theo’s Maria oder Steffen’s Ora die hätten mit der gleichen Leistung (angenommen) während des Herbsttreffens gute Chancen auf den ersten oder zweiten Platz gehabt, bei dieser guten Leistung der Gesamtheit der Hunde reichte es zum Beispiel „nur“ für den 4. Platz.

Wie gesagt die Nachtübung war also sehr interessant zu beobachten und insgesamt als sehr erfreulich zu bezeichnen. Vor allem, weil auch Hunde die noch vor einem Jahr kaum jemand groß auf dem Schirm hatte jetzt wirklich solide Leistungen abliefern wie z.B. Lenny und Orca um nur mal zwei aus dem Kopf heraus aufzuzählen.

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Auch gab es während der Nachtübung einige Kandidaten die noch keiner großartig gesehen hat. Denn nur weil wir nicht immer alle Hunde dabei haben und somit präsentieren können (oder manchmal auch wollen) haben sie schon ihre Qualitäten soviel ist sicher, bzw. die Insider wissen dies sehr wohl richtig einzuschätzen. Diesmal hatten wir zum Beispiel unsere junge Zuchthündin Quina de la Arena (Cobra x Demonio) mit, die somit an ihrer ersten Nachtübung teilnahm und dies bislang auch nicht geübt hatte. Perle, wie sie mit Rufnamen genannt wird, belegte zusammen mit Ramera de la Arena (Elly x Arnold) den ersten Platz der Nachtübung in der Bronzeklasse. Nicht schlecht für diese „Anfänger-Hunde“, wie ich meine…

Hier die „Treppchen-Platzierungen“ der Nachtübung:

Jugendklasse:

1. Platz: Artus de la Legion (volle Punktzahl)

2. Platz: Talisa de la Arena

3. Platz: Akira de la Legion

Bronzeklasse:

1.Platz: Quina de la Arena

1.Platz: Ramera de la Arena

2.Platz: Astor de la Legion

3.Platz: Wolf de la Arena

Silberklasse:

1. Platz: Dureza de la Arena

2. Platz: Oso de la Arena

3. Platz: Digger (Mix)

Goldklasse:

1.Platz: Hampa de la Arena

2.Platz: Parko (Nedel)

Nach der Siegerehrung, wurde von den Hartgesottenen, noch kräftig gefeiert. Was bei einigen dazu führte, dass sie beim Trainingsbeginn, am Sonntagmorgen um 10Uhr, noch überhaupt nicht geschlafen hatten. Dies tat dem sonntäglichen Training, wo wir hauptsächlich an den erkannten Problemen des Vortages feilen, aber keinen Abbruch. Um ca.14 Uhr dürften sich dann so ziemlich alle auf den Heimweg begeben haben.

 

Im Résumé betrachtet können wir von einer schönen und gelungenen Veranstaltung sprechen, bedanken uns bei allen Zuschauern für ihre Aufmerksamkeit und gratulieren allen Teilnehmern der Prüfungen und der Nachtübung.

Vielen Dank an alle Helfer die während der Veranstaltung, sowie im Vor- und Nachgang, für eine reibungslose Veranstaltung sorgten!

 

Ich schließe diesen Bericht und verabschiede mich mit „bis bald“,  beim normalen Übungsbetrieb, Hundeschultraining, oder bis zum großen AVD e.V.-Sommertreffen, was aller Wahrscheinlichkeit nach wieder in Essen (NRW) stattfinden wird.

Also bis bald

Arne Pohlmeyer

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P.s.: Fotos folgen in Kürze, falls Sie / Ihr noch welche habt, würden wir uns freuen, wenn wir diese auch hätten. Einfach unter arne-pohlmeyer@web.dezusenden, Vielen Dank!