AVD e.V.-Ostertreffen 2011

AVD e.V. – Oster-Event-2011

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Ostertreffen 2011

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Das diesjährige Oster-Schutzdienst-Event, fand erstmalig in Hessen statt. Hessen liegt bekanntlich sehr zentral und ist deshalb für uns ein nicht uninteressantes Bundesland.

Ich werde diesen Bericht des Treffens recht knapp und kompakt halten, da ich momentan etwas an Zeitmangel leider. 

Also…, das Ostertreffen war gut besucht. Frank, der immer etwas mitzählt, ist auf eine aktive Teilnehmerzahl von ca. 60 Hundeführern gekommen und auf ca. 100 Personen die ich hier mal als „Durchlaufpublikum“ bezeichnen will.

Dafür dass wir in erster Linie immer etwas mehr Augenmerk auf das Pfingst- und Sommertreffen legen, können wir mit diesen Zahlen sehr wohl zufrieden sein.

Auffällig war, dass wir dieses mal auch sehr viele Starter aus dem klassischem Gebrauchshundelager hatten und überdurchschnittlich viele Diensthundeführer an unserer Veranstaltung teilnahmen.

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Einige aus unserem  AVD e.V. fragen zwar hin und wieder ob es denn sinnvoll ist, sich mit den spanischen Doggen diesen durchgezüchteten Dienstgebrauchshunden zu „stellen“. Denn gerade bei der Rasse Malinois (die immer zu gegen ist), existiert doch eine sehr hohe Leistungsdichte, in der unsere Dogos Canarios doch extrem leistungsstarke Wettkampfkonkurrenten finden. 

Doch wie ich schon einmal schrieb, scheue ich mich persönlich nicht mit unseren AVD e.V.-Dogos Canarios diese Herausforderung dankbar anzunehmen. Klar ist gerade der Mali wohl so ziemlich an der internationalen Spitze der Schutzdienstrassen, doch sehe ich es so: nur wer sich (in diesem Fall geht es um Hunde) an den besten orientiert, sich ihnen stellt und den direkten Vergleich antritt kann sich selbst verbessern.

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Natürlich wollen wir bei unseren Dogos Canarios ein ganz anderes Wesen haben als es bei vielen Dienstgebrauchshunderassen gewünscht wird. Wir im AVD e.V. wollen wesensfeste, sichere, sauber und (historisch betrachtet) rassetypische Hunde haben, die aber eben auch für den Schutzdienstbereich (vor allem für den realen, den harten, den unvorhergesehenen und nicht schematischen) im vollen Umfang ihre Belastbarkeit sowie ihre Verlässlichkeit unter Beweis stellen können.

Und anmerken will ich, kurz und knapp, dies taten sie auch bei diesem Treffen wieder.

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Übrigens bin ich selbst (sicher nicht allen bekannt) auch Führer von Malinois und zwar von wirklichen guten, doch weiß ich sehr wohl wo unsere Dogos Canarios sie in Längen übertreffen. (Zugegeben andersherum gibt es natürlich auch gewisse Bereiche wo es auch anders aussehen kann). Ich wollte es auch nur kurz anmerken, damit ersichtlich wird warum ich diese Hundeführer mit Ihren wirklichen guten Dienstgebrauchshunden immer herzlich willkommen heiße und dieses auch in Zukunft so beibehalten werde. Unsere Treffen bleiben rasseunabhängig bzw. rasseoffen.

Zum Ablauf, wir starteten recht pünktlich am Vormittag mit allgenmeiner Umwelt/Stress/Parcours-Arbeit. So hatten wir kleine Stationen aufgebaut, wo die Hunde z.B. durch Personengruppen, Kartons, Flatterbänder, Planen, entlang an einem Luftgebläsen  etc. laufen mussten… Unsere regelmäßigen Besucher kennen dies, wir wollen den Hunden und Ihren Haltern auch neben dem Schutzdienst etwas bieten und wollen (ehrlich gesagt auch aus Sicherheitsgründen) damit im Vorfeld eventuelle Wesensauffälligkeit aufdecken.   

Danach war der individuelle Schutzdienst an der Reihe, vom rohen Welpen bis zum harten Polizeihund kamen alle auf ihre Kosten, ob am weichen Arm oder am Vollschutz mit hoher Belastung… Die Hunde wurden ordentlich gefördert, auch gefordert,  aber nicht überfordert. So soll es sein. Es war insgesamt wirklich eine runde Sache.

Nach dem offenen Schutzdient waren einige Formwertprüfungen an der Reihe:

-Silverio de la Arena: Formwertnote: 1 (mit leichten Abstrichen)

-Xante de la Arena: Formwertnote: 1 (mit deutlichen Abstrichen)

-Calandor de la Guardia: Formwertnote: 1 (mit deutlichen Abstrichen)

-Arisol Monteria Tradicional: Formwertnote: 2 (mit leichten Abstrichen)

 

Nach den Formwertprüfungen wurden noch drei Hunde zu den zuchtrelevanten Wesensprüfungen gemeldet:

ZWP-1: Calandor de la Guardia:

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Allgemeiner Eindruck: Gute Vorstellung des Rüden. Im Schutzdienstteil zeigt der Hunde eine sehr gute Leistung, hohe Belastbarkeit und druckvolles Einsteigen. Die Griffe sind ordentlich, die Geschwindigkeit ist hoch. In der Ruhelage waren keine offensichtlichen Fehler zu erkennen, doch könnte sich der Rüde in der Ruhelage etwas offener und temperamentvoller präsentieren.  

Bewertung: bestanden

ZWP-2: Parko (Nedel):

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Allgemeiner Eindruck: Routinierter Rüde mit schöner Vorstellung im Schutzdienst. In der Ruhelage gewisse Unsicherheiten zu erkennen, aber im tolerierbaren Rahmen. Bei der Mutprobe sollte der Hund den direkteren Weg wählen. Härte und Belastbarkeit waren aber sehr gut. 

Bewertung: bestanden

ZWP-2: Allegra de la Guardia:

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Allgemeiner Eindruck: Gute Vorführung der Hündin. In der Ruhelage absolut ohne Beanstandung in der Reizlage könnten die Griffe etwas voller sein  (fest waren die Griffe, aber etwas spitz), der Weg bei der Mutprobe sollte direkter gewählt werden.  

Bewertung: bestanden

Nun war die Nachtübung an der Reihe. Die Nachtübung wurde wie gewöhnt in Form eines Wettkampfes ausgeführt. Die anspruchsvollen Stationen waren alle gut einsehbar, die Zuschauer deutlich konzentrierter und scheinbar interessiert als es häufig der Fall ist. Die Hunde waren im Gros von sehr guter Qualität, die Konkurrenzdichte hoch, der Ablauf fair…alles nach meinem Geschmack.

Wie angekündigt, ich halte den Bericht extra etwas knapp… Hier die Treppchenplatzierungen der jeweiligen Starter-Klassen:

Junghundklasse:

1.      Platz: Aaron (Malinois)

2.      Platz: Skally (Malinois)

3.      Chilli de la Arena

Bronzeklasse:

      1.      Platz: Aimee vom Forster Hexenkessel (Malinois)

       2.      Platz: Quina de la Arena

       2.    Platz: Yacanta de la Arena

       3.    Platz: Delano (A.v.braunschweiger Land)

Silberklasse:

1.      Platz: Antik von den brennenden Herzen (Malinois)

2.      Odin (Malinois)

3.      Oso de la Arena

Goldklasse:

1.      Platz: Buaro de la Guardia

2.      Platz: Hampa de la Arena

3.      Debby vom Herrenberger Schloß

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Die zügige Siegerehrung der Nachtübung war um ca. 5:00 morgens beendet und die müden Krieger krochen ins Zelt, in den Wohnwagen, fuhren ins Hotel oder traten die mutige Heimreise an.

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(Buaro, Goldklasse 1.Platz und Peter strahlt schon vorher)

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Trotz meines eng zusammengefassten Berichtes, will ich nicht versäumen zu erwähnen, dass wir viele neue Geschichter sahen und wir durchweg positiv von unserem Publikum angetan waren. Viele interessierte und faire Sportsfreunde aus der gesamten BRD waren da. Alle waren freundlich, alle waren anständig, alle waren motiviert. Eine Gruppe war sogar so gut drauf, dass sie selbst während des normalen Schutzdiensttrainings lauthals gute Leistungen von Hunden bejubelten – so etwas motiviert, bleibt in Erinnerung und spornt an.   

Bedanken will ich mich auch noch bei der SV-Ortsgruppe die uns den Platz vermietet hat, sowie bei den zahlreichen organisatorischen Helfern und Figuranten. Diesmal hatten wir wirklich sehr viele helfende Hände, weshalb ich es mir wohlweißlich verkneife sie einzeln aufzuzählen um nicht Gefahr zu laufen, jemanden bei meiner Aufzählung  zu vergessen. Seid Euch aber gewiss ich speichere (auf Elefantenart), jegliche uneigennützige Hilfe und Unterstützung für unseren Verein immer ab…

Also vielen Dank!

Bis zum nächsten Treffen, Pfingsten in Berlin (Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterLink, klick hier), verbleibe ich mit besten Grüßen und meinem obligatorischen „Gut Griff“

Euer Arne