AVD e.V. – Oster-Event 2014

AVD e.V. Oster-Event 2014

 

 

Das diesjährige Ostertreffen fand mal wieder in einer neu gewählten Location in Lippetal (NRW) statt. Um die Treffen und insbesondere die Nachtübungen interessant und vor allem abwechslungsreich zu gestalten, ist  hin und wieder ein Wechsel der Örtlichkeiten von Vorteil.

Am Freitag haben wir einen, wohl bis lang einmaligen und spektakulären “Schutzdienst-Warm-Up“ geboten. Die Teilnehmer fanden sich mit ca. 35-40 Hunden vor einer großen Diskothek ein. In der Disko boten wir freies Szenario-Training an.  Hier war natürlich die Kreativität der Hundeführer gefragt, da wir dass Szenario nach den wünschen der Hundeführer gestaltet haben.

Normaler Weise ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit, eine Großraum-Disko zu einem erschwinglichen Preis für einen ganzen Abend anzumieten. Doch Dank der Tatsache dass K-Freitags die Diskos (unserer Kultur folgend, richtiger Weise) gesetzlich geschlossen bleiben müssen, konnte es  Michael D.  so einrichten, dass wir die Disko ausschließlich für uns und unsere außergewöhnliche Schutzdienst-Nacht anmieten konnten.

Neben dem realitätsbezogenen, harten Schutzdienst stellt so eine Diskothek im Punkto “Umweltbelastung“ natürlich eine enorme Herausforderung für die Hunde dar.

Neben dem bekannten Marius Brecht und meiner Person konnten wir für diese Diskonacht unseren Newcomer Figuranten  Mirko H. als Scheintäter verpflichten. Hierzu ist er extra die lange Stecke von Fürstenwalde angereist und das ohne eigenen Hund an Bord. (Allerdings bekommt er in Kürze einen Hund aus dem Hause “De la Arena“).  Mirko  lieferte sehr gute und vor allem ausdauernde Arbeit im Vollschutzanzug ab. An dieser Stelle soll hier noch einmal unser Respekt und Dank für dieses Engagement ausgesprochen sein!

 

 

Spektakuläre Videos und Bilder werden (nach Durchsicht des Vorstandes) veröffentlicht.

 

 

Nach dieser langen Disko-Nacht trafen sich die Teilnehmer ab 11:00 Uhr Vormittags wieder auf dem Hundeplatz (Lippetal) ein, wo dann dieses AVD e.V.-Oster-Event ausgetragen wurde. Es gab einen freien Umwelt-Parcours, Schutzdienst-Training, Zuchtwertprüfung und eine harte Nachtübung n vier verschiedenen Starter-Klassen.

Obwohl viele unserer Stammkunden und leider auch vereinsinterne Personen absagen mussten, war das Oster-Treffen ein voller Erfolg und war zumindest ausreichend gut besucht.

Das übliche Durchlaufpublikum mitgerechnet, hatten wir über 70 Besucher, was für Ostern schon eine gute Hausnummer ist. Etwas verwundert stellten einige fest dass zwar erfreulich viele hoch motivierte Teilnehmer aus Großbritannien  und Skandinavien anwesend waren, dafür aber mehrere Amtspersonen sowie  auch einige Züchter des Vereins diese Veranstaltung nicht beiwohnen konnten. Diese Tatsache missfällt mir persönlich sehr! Von unserem (in der deutschen Hundeszene einmaligen) Verein und seiner Vereinsarbeit profitieren natürlich nicht nur die “Nutzer“ der Veranstaltungen sondern vor allem unsere Züchter und deren Welpenkäufer. Wir haben das weltweit strengste und mit Fug und Recht als Beste zu bezeichnende Zuchtselektions-Reglement etabliert welches für Molosser in ihrer Gebrauchsprägung existiert. Nicht ohne Grund haben wir alle paar Jahre wieder Trittbrettfahrer die vom guten Ruf unseres Vereins und seiner Zuchthunde profitieren wollen und versuchen uns (meist kläglich) zu imitieren und zu kopieren. Natürlich weiß jeder dass der AVD e.V. mit Abstand größte zuchtbuchführender Verein für die spanische Dogge Dogo Canario (Alano/Presa) ist und sicher auch dass bei unseren Veranstaltungen alle  seriösen Hundeführer und alle Hunderassen willkommen sind und immer gefördert und fair behandelt werden.  Doch empfinde ich es gerade deshalb als traurig, dass wir einige Züchter haben die sich maximal einmal im Jahr auf einer Veranstaltung oder Prüfung blicken lassen, wobei wir Starter aus dem Ausland haben die nahezu jede Veranstaltung mitnehmen, und dass bei extrem langen Anreisewege… (Wie gesagt natürlich gibt es immer mal unabdingbare Gründe warum man an den Vereinsaktivitäten mal nicht teilnehmen kann, deshalb soll sich hier natürlich nicht jeder angesprochen füllen. Ich will keines Falls alle über einen Kam scheren, aber Kritik und eine gewisse Richtung  wo die Reise hingehen soll, muss ich (in meiner Vorstandsfunktion) nun mal auch aufzeigen. Ohne Kritik keine Verbesserung. Viele sind erfreut über das vor ran kommen und größer werden des Vereins, aber wie heißt es so schön “Stillstand wäre ein Rückschritt in der Entwicklung“ Und auch wenn der AVD e.V. ein wenig bürokratischer Club ist, sind wir sehr wohl gut organisiert, innovativ und offen für alle die sich positiv und engagiert einbringen wollen.

 

 

Zurück zur Veranstaltung:

 

 

Wir hatten 13 ZWPs und 45 Hunde die in der Nachtübung gestartet sind. Natürlich waren tagsüber weitere Hunde auf dem Platz zu sehen, aber natürlich startet nicht Hund in der Nachtübung. (Resultate von Prüfung und Wettkampf siehe weiter unten).

 

 

Die Nachtübung wurde als Wettkampf  ausgetragen und war dieses mal zwar nicht sehr lang (6 Stationen) aber mit drei Kampfhandlungen (die es wirklich in sich hatten) eine wirkliche Herausforderung für die Hunde. Besonders die Silberklasse war eine der härtesten die wir in den vergangenen 16 Jahren hatten.

In zwei Schutzdienststationen versuchten die Scheintäter die Hunde komplett abzusperren und am Einbiss zu hindern, so dass sich die meisten Teilnehmer bereits auf Goldklassen-Niveau hoch gesetzt fühlten. Die Ruhelagenstationen hatten es mit Druckluft und viel “drunter , drüber, durch“ auch in sich, aber die dritte noch nicht erwähnte Kampfhandlung war dann die die alles topte. Wir präparierten einen unserer neuen Figuranten so dass 95% der Hunde ihn für einen undefinierbaren Geist und nicht für einen Menschen hielten. Dieser Test war, obwohl der Hund nicht körperlich belastet wurde, eine der schwierigsten Stationen die ich selbst jemals bei einer Nachtübung gesehen habe!

 

 

Da bei den Teilnehmern der Goldklasse bereits das Tageslicht wieder angebrochen war, müssen wir leider einräumen, dass diese Station in der  Silberklasse tatsächlich schwerer war als in der Goldklasse. Alle Goldklasse-Hunde erkannten, dank dem frühen Tageslicht, unter dem komplizierten Kostüm den Scheintäter, wobei unter diesem Gesichtspunkt nur “Yacanto de la Arena“ diese Station zu guter Zufriedenheit erfüllen konnte.

Aber nicht nur die Schwierigkeitsstufe dieser Nachtübung war hoch, sonder auch die Qualität der  vorgestellten Hunde. Wie Sati Gill bereits erwähnte dieses mal waren eigentlich alle Teilnehmer Gewinner!

 

 

Und so oder so uns sind ehrliche Hundeführer die ihre Hunde testen wollen und diese somit halt auch mal ins kalte Wasser werfen müssen, tausend mal lieber als die sogenannten Zaungäste und Internethelden, die immer nur schlau daher reden, selbst aber ihre Hunde nicht ein zusetzten wagen…

 

Resultate:

 

ZWP1: 

Enzo  –  bestanden

Zak Heisenburg  –  bestanden

Don v. Rothebachyuellchen  –  bestanden

Khan (Griffiths)  –  bestanden

Lakatamia Orpheus  – bestanden

Yanez Altobello  –  bestanden

A’ Sam vom Hause Mecki  – nicht bestanden

 

ZWP2: 

 

Pohlmeyer’s Working Malinois “A’Patrasch von der Lönshütte“  –  bestanden

Khan (Griffiths)  –  bestanden

Yanez Altobello  –  bestanden

Zak Heisenburg  –  bestanden

Lakatamia Orpheus  – bestanden

Havana Colores del Mundo  –  bestanden mit Einschränkung

 

Nachtübungs-Wettkampf (Nighttrail) :

(Jeweils nur die ersten drei aufgelistet)

 

 

Junghundklasse:

  1. Platz: Elli (DSH)
  2. Platz: Hektor (Malinois)
  3. Platz: Jasa de la Arena

 

 

Bronzeklasse:

  1. Platz: I’ Hektor de la Arena
  2. Platz: Digger (Mix)
  3. Platz:Easton (Holandse Herder)
  4. Platz:  El Patron’s Aurora

 

Silberklasse:

  1. Platz: Pohlmeyer’s  Working Malinois “Antik von den brennenden Herzen“
  2. Platz: Gambler (Renassans Bullbod)
  3. Platz: Zorro de la Arena

 

 

Goldklasse:

  1. Platz: Lakatamia Orpheus (DSH)
  2. Platz:: Yacanto de la Arena
  3. Platz: Khan (Griffiths)

 

Die Siegerehrung fand erwartungsgemäß dann eher im kleineren Rahmen statt, da es wohl nicht mehr alle Teilnehmer schafften ihre Müdigkeit zu überwinden. Allerdings wurde uns hier noch eine, bis lang nie dagewesene Aktion geboten: Einer der Teilnehmer machte seiner Freundin einen (gut vorbereiteten) Heiratsantrag, mit Ring und Kniefall. …und – sie sagte Ja.

Die Siegerehrung war dann erst um 8:00 beendet und die glücklichen aber todmüden Teilnehmer machten sich wieder auf ihre (zum Teil extrem weite) Heimreise.

 

Mit Sascha und Pia habe ich dann noch bis zum frühen Mittag  ein- und aufgeräumt, bis wir uns dann mit einer komplett schlaflosen Nacht in den Knochen wieder nach Haus fuhren.

 

Gerade wo mir dieses Aufräumen (welches wie das Aufbauen, organisieren der Events mit dem ganzen drum herum, welches kaum jemand mitbekommt) wieder bewusst wird, möchte ich es natürlich keines Falls versäumen all unseren Helfern (mit Helfer sind bei uns nicht nur die Figuranten gemeint) uns herzlich zu bedanken. Dass ist dass was eine starke Gruppe ausmacht!

Nur mit Leuten die motiviert, fair, zum teil fast selbstlos oder zumindest nicht egoistisch sind, lässt sich so etwas bewerkstelligen.

Alle nochmals an alle helfenden Hände, angefangen von unserem Gastgeber Michael D., über die Vorbereiter, Aufbauer, Abbauer, Urkundenschreiben, Formularausgeber, Kassierer, Richter, Figuranten und so weiter und so weiter. Ich werde den Teufel tun und alle namentlich nennen. Obwohl ich für so etwas ein gutes Auge und ein gutes Erinnerungsvermögen habe, hätte ich jetzt doch Angst jemanden hier in der Erwähnung eventuell zu übergehen. Also meine lieben Helfer und auch Freunde, vielen Dank Euch allen!

 

 

Bis zum nächsten Event!

 

Euer

Arne Pohlmeyer

(AVD e.V.-Präsident)