AVD e.V.-Herbsttreffen 2010

AVD e.V. Herbsttreffen mit Nachtübung

AVD – Herbsttreffen 2010

Das diesjährige AVD-Herbsttreffen, fand nicht wie ursprünglich geplant in Bayern statt, sondern in Thüringen. Unsere Vereinsanlage in Thüringen ist nicht unbedingt für schlechte bzw. kalte Wetterbedingungen geeignet. Aber wir hatten Glück, trotz 80% Regenwahrscheinlichkeit (laut Vorhersage) blieb es fast vollkommen trocken und die Temperaturen waren ebenfalls akzeptabel. Sozusagen Glück gehabt.

Dafür dass dieses Treffen nur mäßig beworben wurde, sind doch erfreulich viele Teilnehmer erschienen. Alleine 45 Starter bei der Nachtübung, sind für ein Herbsttreffen nicht schlecht.

Neben den spanischen Doggen unseres Vereins, waren auch einige aus fremder Zucht vertreten, sowie eine Reihe Fremdrassen, wie z.B. Malinois, Deutscher Schäferhund, Bullterrier, Bordeauxdogge, Thai Ridgeback, Am. Staffs, Hollandse Herder etc.,

Neben dem Ruhelagen- und Umwelttraining stand natürlich auch Schutzdienstarbeit auf dem Programm. Einige sehr hoffnungsvolle Junghunde konnten sich hier positiv präsentieren.

Natürlich gab es auch zuchtrelevante Prüfungen wie die Ausdauerprüfen (am Vortag), die Formwertprüfungen und die Zuchtwertprüfungen. Bei den ZWP’s waren es 7 Teilnehmer.

Wobei „nur“ 4 der sieben gemeldeten Hunde die ZWP bestehen konnten.

Auf der einen Seite zeigt dies, dass unsere Prüfungen echte, reale Selektionsinstrumente sind, die auch tatsächlich greifen. Wir wollen uns nicht in die Tasche lügen, dies gibt es schon bei genügend anderen Rassezuchtvereinen. Auf der anderen Seite muss ich aber einräumen, dass wir uns mit dieser ZWP nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert haben. Denn zwei der drei „Durchfaller“ stammten aus unseren Verein, und sogar aus zwei recht ordentlichen Verpaarungen. Geführt wurden die beiden von Steffen und Marius. Dies nur ganz deutlich rausgestellt um allen „Unkern“ zum Trotz, klar vor Augen zu führen, dass wir auch die Hunde unsere eigenen Hundeführer und Züchter (sozusagen aus dem ganz engen Kern), genauso hart und fair prüfen wie alle anderen Teilnehmer. Bei der Zucht und Zuchtselektion gilt es, auf die wahren Werte zu achten und nicht auf selbst gestrickte „Stories“ zu bauen.

Nachtübung:

Wie gewohnt wurde der nächtliche Wettkampf in 4 Klassen aufgeteilt. Die Nachtübung war mit 6 Stationen eher kurz bzw. knapp bemessen. Allerdings dauerte es trotzdem, über die halbe Nacht bis alle 45 Starter „abgefertigt“ waren. Die härteste Klasse, die sog. Goldklasse war diesmal (aus unserer Sicht) eher leicht gestaltet. Im Gegenzug war die Bronzeklasse, die bekanntlich für unsere Beginnerhunde den folgenden Schritt nach der Junghundklasse darstellt, diesmal doch recht schwer bzw. „wirkungsvoll“ gestaltet. Viele der Starter in der Bronzeklasse hatten doch deutliche Probleme mit den gebotenen Belastungen. Die Bronzeklasse war diesmal übrigens die am stärksten frequentierte Klasse.

Hier folgen nun die Treppchenplätze des Nachtübungs-Wettkampfs (Achtung mehrere Doppelplatzierungen):

Junghundklasse:

1.Platz: Zorro de la Arena (Hampa de la Arena x Quina de la Arena)

1.Platz: “Delano” Arnold vom braunschweiger Land (Arnold von Baden x Anja la Guardia)

2.Platz: “Lea” Anja vom braunschweiger Land (Arnold von Baden x Anja la Guardia)

3.Platz: „Kira“ de la Legion (Hampa de la Arena x Ora de la Arena)

Bronzeklasse:

1. Platz: Barosso de la Guardia (Alvarez de la Guardia x Nuera de la Arena)

1. Platz: Nelly zum Friedberg (Deutscher Schäferhund)

1. Platz: Alida de la Legion (Hampa de la Arena x Ora de la Arena)

Silberklasse:

1. Platz: Artus de la Legion (Hampa de la Arena x Ora e la Arena)

1. Platz: Debby  vom Herrenberger Schloß (Malinois)

2. Platz: Ora de la Arena (Wotan x Elly)

2. Platz: Odin (Malinois)

2 .Platz: Julchen vom Kirchenholz (Am Staff.)

3. Platz: Lenny (El Maestro de la Arena x Conquisa de la Arena)

3.Platz: Buaro de la Guardia (Alvarez de la Guardia x Nuera de la Arena)

3.Platz: Curly (Malinois)

Goldklasse:

1.Platz: Hampa de la Arena (Demonio x Sheila)

2.Platz: Yankee (Malinois)

3.Platz: Nando (Malinois)

Insgesamt können wir dieses Treffen als gelungen bezeichnen. Die Tagesleistungen der Hunde (die halt manchmal auch von den Tagesformen abhängen) waren etwas durchwachsen, aber nun gut. Das Wetter war schön, der Großteil der Besucher interessiert, offen und freundlich, insgesamt also alles in Ordnung. Anmerken muss ich allerdings dass ich Zeuge von ein zwei Situationen wurde, bei denen mir das Verhalten einiger Anwesender nicht gefallen hat. Hierbei handelt es sich nicht um etwas, was sich nicht unkompliziert auf dem „kurzen Dienstweg“ klären bzw. zukünftig abstellen lässt. Für den einen oder anderen dem dies ebenfalls unangenehm aufgestoßen sein mag, sei gesagt dass ich dies in Zukunft so nicht hinnehmen werde.

Als Vorsitzender des AVD e.V. bin ich stolz, dass bei unseren Veranstaltungen, jeder seriöse Hundeführer willkommen ist. Dass sich bei uns Familien mit Kindern, neutrale Zuschauer, neue Rasseinteressenten, ob jung oder alt, sich willkommen und wohl fühlen können.

Sollte es eine Entwicklung geben (wie dies bei vielen anderen Clubs u. Vereinen der Fall ist), dass man den Eindruck erlangen könnte, unsere Treffen oder aber der Hundesport den wir betreiben, wäre vorrangig für testosteronstrotzende Teilnehmer, wird der AVD e.V. Vorstand hier einen Riegel vorschieben.

Wir sind froh über unsere zahlreichen Besucher, dies wird auch in Zukunft so bleiben. Wir werden es nicht zu lassen, dass sich unsere Mitglieder, Vereinsinteressenten und „Neu-Besucher“ von ein zwei „peoples“, die sich nicht zu benehmen wissen, irritieren lassen.

Machos, Maulhelden oder alkoholisierte Besucher trifft man bei anderen Hundeveranstaltungen schon zur Genüge, im AVD e.V. wollen wir dies nicht!

Natürlich können wir nicht ausschließen, dass wir bei z.B. 80 Besuchern auch mal einen Chaoten dabei haben. Doch fängt einer oder etwas an zu stören werden wir, dieses Problem zukünftig abstellen.

Unsere AVD-Treffen waren, sind, und werden auch in Zukunft für alle Interessenten und Besucher, eine freundliche und offene Atmosphäre bieten. Dafür wird der Vorstand mit Nachdruck eintreten. Damit auch in Zukunft unsere Besucher  positiv feststellen, was für nette Menschen man auf unseren Treffen doch kennen lernen kann.

Neben unseren Hunden, kommt es nämlich nicht nur auf ein schickes Vereinsheim, gutes Essen und günstige Getränke an, es kommt auf die Atmosphäre und Stimmung an.

Danken möchte ich der gesamten „AVD-AG-Thüringen“, allen Helfern, Figuranten und natürlich unserem „Büroteam“.

Euer

Arne Pohlmeyer

1. Vorsitzender

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