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AVD e.V.-Ostertreffen 2009

AVD e.V. Oster-Treffen 2009

AVD e.V. (Alano Verein Deutschland e.V.)-Ostertreffen 2009

Zum ersten Mal haben wir eine Veranstaltung in der Hauptstadt durchgeführt. In den letzten Jahren richtete der AVD e.V. in der Regel sein Ostertreffen in Niedersachsen aus. Dieses Jahr aber entschieden wir uns das Treffen in Berlin abzuhalten, um so quasi zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Neben dem ersten Treffen in Berlin, haben wir auch die offizielle Einweihung der „AVD e.V.Arbeitsgruppe-Berlin“ gefeiert.

Die “AVD e.V.-AG-Berlin“ wird für alle seriösen Hundefreunde ihre Pforten, einmal die Woche öffnen. Der Trainingstermin wird, soweit mir bekannt ist, immer der Sonntag sein.

Das Ostertreffen ist bekanntlich immer die erste Veranstaltung im Jahr. Häufig, haben wir Ostern noch mit schlechtem oder wechselhaftem Wetter zu kämpfen, dieses Jahr aber wurde uns nahezu perfektes Wetter geschenkt. Den ganzen Tag strahlender Sonnenschein, einige zogen sich sogar einen gebührenden Sonnenbrand zu. Des Nachts wurde es etwas kühl, blieb aber trocken, sprich jeder der eine dicke Jacke dabei hatte, konnte eigentlich nicht klagen.

Die Veranstaltung begann ca. um 12:00 am Samstag. Zuvor hatten die Teilnehmer bereits ihre Park- und Zelt-Plätze bezogen. Sicher bedingt durch dass schöne Wetter waren auffällig viele zu sehen, die ihre Zelte aufschlugen und ein gemütliches Camping, den Hotels auf der Liste der Ausschreibung vorzogen.

Das Gelände der AVD e.V.-Arbeitsgruppe-Berlin ist nicht besonders groß (allerdings sehr schön), was dazu führte das doch einige Besucher außerhalb des Geländes parken mussten. Dies war auch ohne weiteres möglich, da das Vereinsgelände neben Feldern und einem weiteren Hundeplatz liegt.

Normaler Weise sind unsere Ostertreffen, im Vergleich zu dem Pfingst-, sowie Sommertreffen, meist nicht so stark besucht, doch die Teilnehmer kamen (für ein Ostertreffen) doch in großer  Zahl. Natürlich gibt es auch immer einige Gäste die nur mal kurz auf Steppvisite vorbei schauen, was ja auch in Ordnung ist. Doch der Harte Kern blieb tatsächlich vom frühen Mittag bis in die späte Nacht (ca. 4:00 Uhr) motiviert und hartnäckig auf dem Platz, um auch nichts zu verpassen. Und die Insider wissen ja schließlich auch, dass es in der Regel zum Schluss am spannendsten wird…

Da ich von Vereinskameraden, die selbst verhindert waren, nach Veranstaltungen häufig gefragt werde, wie viele Besucher denn da waren, bin ich dazu übergegangen immer grob die Besucher zu zählen. Das habe ich  diesmal allerdings nicht sehr gewissenhaft gemacht. Rückblickend würde ich ungefähr schätzen, dass wir um die 70 Besucher (incl. Kurzbesucher, bzw. der „Laufkundschaft“ als die ich sie immer bezeichne) hatten. Für die erste Veranstaltung in Berlin und dafür das Ostern war, eine schöne Besucherzahl.

Da wir die Treffen immer offen ausschreiben, waren natürlich neben den Dogo Canarios auch andere Rassen bzw. Mischlinge vertreten, wie z.B. Malinois, Cane Corso, Deutscher Schäferhund, American Bulldog, Rottweiler, Dobermann und selbst eine seltene griechische Hassen-Brake konnte ich entdecken.

Diesmal waren auch wieder viele neue Gesichter zu sehen, einige Mitglieder die sonst als feste Stammgäste regelmäßig zu sehen sind, blieben wiederum bei dieser Veranstaltung aus.

Die Besucherklientel setzte sich, wie eigentlich immer, aus verschiedenen „Schichten“ zusammen, viele hatten einen vollkommen unterschiedlichen „backround“, kamen aber blendend miteinander klar. Ich konnte diesmal insgesamt sogar 5 Polizeibeamte zählen, die an unserer AVD e.V. Veranstaltung teilnahmen.

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Es wurden viele Dogo Canarios vorgeführt und präsentiert. Einige aus den Zuchtstätten  des AVD e.V. (Delegación Alemán del Dogo Canario), und eine gar nicht mal so kleine Zahl, aus unbekannten so genannten „privaten deutschen Hobby Würfen“.  Wir freuen uns ja immer über unsere Besucher und ihre Hunde, doch will ich nicht verschweigen, dass es uns natürlich ein Dorn im Auge ist, immer noch von Menschen zu hören, die ohne jegliche genetische wie auch rassespezifische Ahnung, Welpen produzieren und dies dann als Hobby bezeichnen, bzw. von privaten Unfallwürfen sprechen. Wir wollen hier auf keinen Fall die Käufer bzw. Halter von Dogo Canarios diskriminieren, nur weil ihr Hund nicht über den AVD e.V. kontrolliert gezüchtet wurde, sie sind (wie jeder bestätigen kann, der schon mal an einer unserer Veranstaltung teilnahm)  selbstverständlich willkommen und werden immer absolut fair behandelt. Es geht mir hier also nicht um die Welpenkäufer, sondern um ach so privaten „Hobbyzüchter“ und deren Vermehrungsunfälle. Jeder der sich, mal informiert und vor Augen hält, was die Hunde im AVD e.V. alles leisten und beweisen müssen bevor sie zur Zucht kommen, wie streng sie auf genetische Fehler (Erbkrankheiten, Wesens- und Leistungs-Schwächen etc.) ausgesiebt werden, muss verstehen warum wir diese sog. Privaten Hobbyzüchter, beim besten Willen nicht als seriös bezeichnen können. Vor allem wundert es mich immer, wenn denn ein Rüde ungewollt eine Hündin deckt, ohne Prüfungen, ohne Zuchtzulassung,  und so quasi ein Hobbyzüchter entsteht, warum dieser Hobbyzüchter dann seine Welpen überhaupt für Teuergeld verkauft? Warum verschenkt er sie nicht? Tolles Hobby!

Merkwürdig nicht wahr? Und da es ja ach so einfach ist, mal kurz ein paar Texte vom AVD e.V. abzuschreiben und zu kopieren, kann man sich sogar noch schnell für ein „Paarmarkfünfzig“, eine mehr oder weniger, seriös wirkende Homepage ins „world wide web“ setzen lassen…

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Aber weg von den Schattenseiten unserer Rasse zurück zum Alano Arbeitstreffen Ostern 2009.

Was wurde geboten? Da es sich nicht um eine Show für Zuschauer handelt, und es nicht darum geht, alles rosa rot und hübsch frisiert dar zustellen, dürfen bei uns alle alles mitmachen. Das heißt dass auch diesmal die Betonung auf Arbeitstreffen lag. Jeder durfte seinen Hund, ob er gute oder schlechte Veranlagung zeigte, ob er ein totaler Anfänger oder ein ausgebuffter Profi auf dem Platz arbeiten. Die Hunde wurden in den „Sparten“ Ruhelage, Umweltfestigkeit, Menschenfreundlichkeit, Stressgleichgültigkeit sowie im Schutzdienstbereich gearbeitet gefördert und geprüft.

So nahmen Hunde vom Welpenalter (jüngster Teilnehmer 12 Wochen alt) bis zum Rentenalter an allen Trainingsangeboten teil.

Interessant war mit Sicherheit, für die Teilnehmer die das erste mal da waren, dass der AVD e.V. größten Wert auf  Ruhelage sowie auf Umweltsicherheit legt. Viele unserer Neider verbreiten ja gern einmal,  Aussagen wie „…im AVD e.V. geht es nur um den Schutzdienst, außer beißen zählt da nichts…“. Es ist sicher so dass selbst unsere Neider zugeben würden, dass es außerhalb des AVD e.V.  mit Sicherheit, keine große Population an Dogo Canarios (Alano / Perro de Presa) gibt, welche für den privaten Schutz geeignet sind. Doch ist es ein Irrglaube, dass wir im AVD e.V. auf Schutzdienst züchten, (der genetisch Interessierte, wird zugeben, dass dies auch gar nicht möglich wäre). Nein das tun wir also nicht, wir züchten nicht auf Schutzdienst sondern auf   WESENSFESTIGKEIT (!) Für uns bedeutet das, dass ein Hund nicht nur das eine kann, er muss rundum offen, klar und belastbar sein. Wir wollen weder einen fetten, schläfrigen übertypisierten Ausstellungsmolosser züchten, noch einen linksliegenden scharfen Beißer. Für uns muss ein Dogo Canario (Alano / Perro de Presa) wirklich „nervenstark“ sein, dass ist uns bei weitem wichtiger als spritziger (hochleistungs-)  Hundesport oder die schönste Farbe der Saison… Wir vertreten den Dogo Canario in Deutschland, als eine Hunderasse, die sich perfekt für aktive Leute eignet, die einen gesunden, belastbaren, wesensfesten, familientauglichen und Schutzhund-geeigneten Molosser suchen.

Auffällig ist wie viele Dogo Canarios, die außerhalb, des AVD e.V. gezüchtet wurden, an Gesundheits- wie an Wesensdefekten leiden. Es gibt sehr wohl eine gewisse Zahl die auch im Schutzdienst beißen würde, doch meist mit schwachen Nerven und deutlichen Anzeichen von Unsicherheit und negativer Schärfe. Da ist mir persönlich ein freundlicher, offener umwelttauglicher Hund der nicht beißt lieber als ein scharfer linksliegender „Schnapper“.

 

Natürlich gibt es im AVD e.V. auch Hunde die nicht unseren Vorstellungen entsprechen, aber das ist bei über 300 Dogo Canarios wohl auch kein Wunder. Doch mit dem Durchschnitt unserer Hunde können wir wohl recht zufrieden sein, vor allem wenn man sich in der Welt des Alano (Dogo Canario / Perro de Presa) auskennt und so Vergleichsmöglichkeiten hat…

Wie gesagt wir haben also auch bei diesem Treffen sehr auf die so genannten Ruhelagebereiche der Hunde geachtet. Die Hunde wurden durch Menschengruppen geführt, sowie mit verschiedenen ungewohnten Stresssituationen konfrontiert.

Nach dem allgemeinen Training mit den Hunden, waren dann die Zuchtwertprüfungen (ZWP’s) an der Reihe. Die ZWP’s sind die Wesensprüfungen unserer Rasse, sie stellen einen Teil der zuchtrelevanten Prüfungen dar. Sie sind wiederum in zwei Phasen eingeteilt, die Ruhe- sowie die Reizlage. Die Prüfung selbst gibt es in drei verschiedenen Stufen (ZWP1, ZWP2, ZWP3).

Bei diesem „Alanotreffen“ wurden drei Hunde in der Stufe 1 gemeldet und zwei in der Stufe 2.

Die einzigste Hündin die beim diesjährigen Ostertreffen zur ZWP vorgestellt wurde, startete ehrenhalber, da sie aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Zucht zugelassen werden kann.

Hier die Resultate:

ZWP1:

Rareza de la Arena

(bedingt bestanden / mit deutlichen Abstrichen – Teilnahme ehrenhalber da Zuchtsperre)

Alero la Guardia

(bestanden)

Sancho de la Arena

(bestanden)

ZWP2:

Hampa de la Arena

(bestanden)

Alvarez  la Guardia

(bestanden)

Nach den Zuchtwertprüfungen war es dann an der Zeit die letzten Vorbereitungen für die Nachtübung abzuschließen.

Die Nachtübung bestand aus 8 Stationen, wovon 5 Ruhelage Stationen waren und 3 Stationen Reizlage. (Bei den Reizlage Stationen mussten die Hunde die Angriffe von den Bösewichten abwehren).

Die Nachtübung verlief für die meisten Hunde eigentlich recht gut, volle „Enttäuschungen“ gab es diesmal eigentlich nicht. Gestartet wurde wieder in 4 verschiedenen Klassen. Die Goldklasse wurde diesmal von den Dienst-Gebrauchshunden dominiert. Neben drei Malinois startete auch ein Deutscher Schäferhund (sogar ein BSP-Teilnehmer).

Hier die Ergebnisse der Nachtübung:

Junghund-Klasse

1. Platz: Talisa de la Arena

2. Platz: Artus de la Legion

3. Platz: Tosca de la Arena

Bronze-Klasse

1.Platz Sancho de la Arena

2.Platz: Sultán de la Arena

3.Platz: Alero la Guardia

Silber-Klasse

1.Platz: Patrino de la Arena

2.Platz: Honra de la Arena

3.Platz: Oso de la Arena

Gold-Klasse

1.Platz: Hampa de la Arena

2.Platz: Debby vom Herrenberger Schloß (Malinois)

3.Platz: Nando von der Nebelhöhe (Malinois)

Nach dem die Siegerehrung beendet war, zeigte uns die Uhr (4:00), dass wir schleunigst ins Bett sollten, da wir ja schließlich am Sonntagmorgen wieder um 10:00Uhr starten wollten.

Am nächsten morgen läuten wir den Tag mit einem netten Frühstück ein. Es wurde, neben Brötchen und Kaffe, auch reichlich Rührei serviert, so dass wir uns wohl gestärkt wieder an die Arbeit machen konnten. Am Sonntag wurden die Hunde noch einmal im Schutzdienst gearbeitet und an kleineren Problemen gefeilt. Wir stellten auch noch eine Körung des DMC (Deutscher Malinois Club e.V.) nach, da wir eine Mali Hündin zu Besuch hatten, die zwei Wochen später diese Prüfung ablegen sollte. Auch dies war sicher für die Alanofreunde mal eine nicht uninteressante Vorstellung.

 

Insgesamt, kann man auch dieses Treffen als absolut gelungen bezeichnen. Es war für alle etwas dabei (nur nicht für die Ausstelungsfreaks). Das Treffen beendeten wir dann am frühen Nachmittag, so dass unsere Besucher auch noch etwas vom Osterfest hatten. Der sonntagliche Kirchgang viel natürlich aus, aber schließlich gibt es ja auch immer noch den Ostermontag. Also nicht das uns noch jemand vorwirft unsere Osterveranstaltung hätte es unchristliches…

Der Alano Verein Deutschland e.V. möchte sich bei der gesamten AVD-Arbeitsgruppe-Berlin bedanken. Unsere weitere Anerkennung gebührt den Figuranten S. Lauß, M. Brecht und T. Barche, die das Wochenende kräftig mithalfen, die Hunde im Schutzdienstbereich zu überprüfen und zu trainieren. (Übrigens sind es alles Absolventen des Dog-Control-Figurantenlehrganges gewesen).

Nun möchte ich diesen Bericht schließen und hoffe auf ein erneutes Wiedersehen in einem guten Monat, beim großen AVD-Pfingstreffen in Thüringen!

Arne Pohlmeyer

13.04.09

AVD e.V.-Herbsttreffen 2008

 AVD e.V. – Herbsttreffen 2008

Das diesjährige Herbsttreffen wurde von der AVD e.V.- AG- Thüringen ausgerichtet – und das, gleich vorweg, hat die Arbeitsgruppe auch bestmöglich gemeistert!

 

Der Herbst ist in Deutschland ja immer so eine Sache für sich – Im Herbst werden die meisten Hundeleute doch langsam etwas fauler. Wo im Frühjahr, Sommer und Spätsommer noch alle hochmotiviert an und mit ihren Hunden arbeiten, stellen sie sich im Herbst doch schon langsam auf den alljährlichen Winterschlaf ein. Auch ist das Wetter, Ende Oktober, häufig nicht grad das beste, meist überwiegt das kalte, graue und regnerische Wetter, die Schönheit von rotverfärbten Laubbäumen und tiefen Sonnenuntergängen. 

Doch wir hatten Glück, es wurde uns schönstes und vor allem auch trockenes Herbstwetter geschenkt.

Tagsüber wurde es sogar richtig warm, abends wohl etwas frisch aber unter dem bereit gestellten Heißpilz gut auszuhalten.

Das Treffen ging über zwei Tage und wurde von verschieden Freunden des AVD e.V. besucht. Insgesamt waren sicher 60 Besucher beim AVD e.V.-Herbsttreffen  dabei. Neben den Alanos (Dogo Canario / Perro de Presas) wurden auch einige andere Molosser, Bulldogen und Gebrauchshunde vorgeführt.

Es war ein freundliches Miteinander, bei dem der facettenreiche Alanofreund, neben dem engagierten  Malinois-Hundesportler und die Steuerberaterin neben den Banditos-Jungs standen und alle bestens miteinander auskamen. 

AVD e.V.- Hundesportveranstaltungen die Verbinden!

Was wir dort an Hundematerial zu sehen bekamen war gut und abwechslungsreich. Hervorheben möchte ich (als alter Boxerfan) ein junges Pärchen, was zwei Boxer von hoher Wesensqualität vorzuzeigen hatte. Sicher ist der Boxer ein Gebrauchshund, ein echter deutscher Polizeihund sogar, doch Boxer die am Vollanzug sauber arbeiten bekommt man dann doch eher selten zu sehen. 

 

Auch die Malinois haben wiederholt ihrer Rasse Ehre gemacht und gezeigt, dass sie für jeden Spaß zu haben sind.

Die Planung, Organisation, sowie die Verpflegung, für die die AVD-AG-Thüringen alleinig zuständig war, war ausgezeichnet! Es waren enorm viele Übungsstationen, ein riesiger  „Pavillon“, ein großer Tresen und ähnliche mobile Objekte aufgebaut. Neben Glühwein, Salaten, Thüringer Bratwurst und Kuchen gab es sogar ein ganzes Spanferkel… 

Der Ablauf des Herbsttreffens gestaltete sich folgender Maßen, 

gegen Mittag trudelten, aus dem gesamten Bundesgebiet, die Aktiven sowie die Zuschauer ein. Nach einer kurzen Ansprache wurde der Wesensparcour freigegeben. 

 

Dieser Wesensparcour bestand aus verschiedenen, sehr anspruchsvollen Stationen, die dem Hund viel abverlangten. Da wurden die Hunde über Wippen, durch Dosenvorhänge, über Autos, über extrem schmale Schwebebalken, auf Treckeranhänger, durch überdimensionale Abflussrohre, über Hürden, durch Kanister, entlang an Fußballhupen etc. etc. geführt. 

Nachdem dieser Wesens- und Trainingsparcour ausgiebig genutzt wurde, begannen wir mit dem Schutzdienstaufbau der Hunde. Die Hundeführer erhielten die Möglichkeit ihre Hunde nach ihren ganz unterschiedlichen Wünschen arbeiten zu lassen.   

Nach dem offenen Schutzdienst-Training, waren dann die zuchtrelevanten Formwertprüfungen  und die Einser ZWP’s dran. Die ZWP1 ist eine Wesenüberprüfung die wiederum in Ruhe- und Reizlage geteilt ist, sie stellt in etwa dass da, was wir im Minimum von einen von uns gezüchteten Hund erwarten…

Bei diesem Treffen wurden vermehrt die Nachwuchsfiguranten gebeten auf den Plan zu treten. Denn nur wer den Nachwuchs fördert kann später aus ihm Nutzen ziehen. Wer nicht regelmäßig figuriert kann kaum ein guter und vor allem versierter Figurant werden.

Bei den ZWP’s schlug sich dies, damit nieder das die ZWP 2 doch recht schonend figuriert wurden. Die eigentliche Belastung mit der Waffe war zwar da, doch das Bedrängen und vor allem der Aufprall bei der Mutprobe fiel etwas verhalten aus. Dies lag aber nicht (nur) an der eventuellen Unerfahrenheit des Scheintäters, sondern wohl vor allem daran, dass der volle Schutzanzug dem Scheintäter deutlich zu groß war, was ihn somit ungemein in seiner Bewegung eingeschränkt hatte…

Die Resultate der Formwertprüfungen (Von Note 1 -Bestnote bis 6 -ungenügend):

Alvarez de la Guardia, Wurftag: 20.08.07

Allgemeine Erscheinung:

Ein sehr kräftiger und großer, 12 Monate alter Jungrüde, der als gut im Typ stehend bezeichnet werden kann. Trotz seiner enormen Größe, zeigt der Jungrüde keine Einschränkungen in seinen Bewegungsabläufen.

Bewertung: Formwertnote 2 (ohne Abstriche)

Ella (T. Koch), Wurftag: 04.07.07

Allgemeine Erscheinung:

Einjährige, niedrig gestellte Hündin, mit Schwächen im Gangwerk. Die Hündin weißt keine groben Fehler auf, könnte allgemein aber besser im Typ stehen.

Bewertung: Formwertnote 3 (ohne Abstriche).

Maria de la Arena (Prüfungswiederholung), Wurftag: 10.08.05

Allgemeine Erscheinung:

Vollausgereifte Hündin, steht sehr genau im Typ, leichte Schwächen sind allerdings in den nicht voll korrekten Gängen zu sehen. Insgesamt aber eine vorzügliche Hündin.

Bewertung: Formwertnote 1 (mit deutlichen Abstrichen).

 

Die Resultate der Zuchtwertprüfung 1 (ZWP1) (nach den Geburtsdaten geordnet).

Sancho de la Arena, Wurftag 25.10.07

Allgemeiner Eindruck: Der noch sehr junge Rüde zeigt eine gute Gesamtvorführung. Bei der Mutprobe des Schutzdienstteils gerät er aber etwas ins stocken, weshalb wir ihm in der Selbstsicherheit und im Durchsetzungsvermögen, am heutigen Tag noch einen Mangel attestieren müssen. Der Prüfer sowie der Zuchtleiter raten zu einer erneuten Vorführung des Rüden, da er nach ihrer Einschätzung mit etwas höherem Alter auch vom Wesen belastbarer  wird.

Bewertung: bedingt bestanden

Alvarez de la Guardia, Wurftag 20.08.07

Allgemeiner Eindruck: Sehr guter Jungrüde mit bestem Wesen. Absolut gelassener selbstsicherer und rechtsliegender Hund, der im Schutzdienstteil zeigt, dass er auch die nötige Härte und das nötige Durchsetzungsvermögen mitbringt.

Bewertung: bestanden

Orca de la Arena, Wurftag 21.04.06

Allgemeiner Eindruck: Guter Rüde, der aber noch etwas mehr Dampf haben könnte. 

Bewertung: bestanden

“Digger” (Cane Corso-Mix. Teilnahme ehrenhalber da Fremdrasse), Wurftag: ?

Allgemeiner Eindruck: Wehrlastiger, etwas linksliegender Rüde, mit druckvollen, (zu) aggressiven  Kampfhandlungen. In der Ruhelage zeigt der Rüde mit fremden Personen aber keine Probleme! Der Rüde müsste sich allgemein selbstsicherer und gelassener zeigen.

Bewertung: bestanden

Nachtübungswettkampf-Herbst 2008

Nach der Verkündung der ZWP- und Formwert-Resultate, wurde der Begin der Nachtübung eingeleitet.

Die Nachtübung wurde von der AVD e.V.- AG- Thüringen schon von langer Hand geplant und vorbereitet. Was auffallend fair war, dass der Leiter der Arbeitsgruppe offen für Veränderungen und Erweiterungen war – sprich sicherlich keine Nachtübung die von den Mitgliedern der AG-Thüringen zuvor geübt und durchlaufen wurde!

Diese Nachtübungswettkämpfe, werden im Alano Verein Deutschland e.V. sehr wohl als Wettkampf ausgetragen, doch sollte immer der sportliche faire „Spaß- und –Übungs-Charakter“ im Vordergrund stehen bzw. zumindest nicht verloren gehen.

Wie so häufig starteten zwar recht viele Hunde (immerhin noch 33 Hunde!), doch bei weitem nicht alle anwesenden. Im Schnitt würde ich sogar sagen, dass diesmal wenn überhaupt nur die Hälfte der Hunde auch im Nachtwettkampf antraten. (Wobei ich mich hier selbst als Hundeführer nicht ausnehme).

Die Nachtübung bestand aus 6 Stationen, wir hatten bei vergangenen Nachtübungen zwar häufig mehr Stationen, doch darf man mit Fug und Recht behaupten, dass die Stationen des Herbsttreffens voll ausreichten um die Hunde angemessen zu belasten.  

Einige Spezialisten wie z.B. Honra de la Arena, Dardo de la Arena, Arnold von Baden, Patrino de la Arena, Demonio de la Arena, Quentin de la Arena und einige mehr traten aus verschieden Gründen leider nicht an bzw. waren verhindert…

Gestartet wurde wie gewohnt in vier verschieden Klassen (natürlich alle mit Schutzdienst!), Jugendklasse, Bronzeklasse, Silberklasse, Goldklasse.

Die Resultate der verschiedenen Nachtübungsklassen finden Sie hier:

Jugendklasse

1. Sancho de la Arena

2. Talisa de la Arena

2. „Axis“ Ut Solig

3. Silverio de la Arena (Ricky)

4. Amy de la Guardia

5. „Shakira“ (T. Koch)

6. „Gogo“ (S. Gugger)

7. Risa de la Arena

Bronzeklasse

1. Alvarez de la Guardia

2.  Quattro de la Arena

3. Ramera de la Arena

4. „Ella“ (T. Koch)

5. Ramon Perros de Presa 

6. Orca de la Arena

7. Amanda vom Drachenstich (Malinois)

Silberklasse

1.Oso de la Arena

1.Cobra de la Arena

2. “Bruxa” (P. Bauch) (Malinois)

3. Dureza de la Arena

3. “Lenny” (M. Lauß)

4. Dora von Walhalla

5. Pantera de la Arena 

6. Maria de la Arena

7. „Jenny“ (P. Bauch) (Malinois)

8. Mago de la Arena

8. Leo de la Arena

8. Esira v. Adlerauge (Malinois)

9. “Daisy” (M. Barthel) (Boxer)

10. Olé Olé de la Arena

10. “Buster” (M. Barthel) (Boxer)

11. “Digger” (M. Brecht) (Cane Corso-Mix)

Goldklasse

1.Hampa de la Arena

2.“Odin“ (D. Rolle) (Malinois)

Im Anschluss der Siegerehrung, wurde der gemütliche Teil eingeleitet. Viele der Besucher fuhren noch in der selben Nacht nach Hause, einige gingen ins Hotel, einige schliefen im Auto oder im Wohnmobil und einige saßen wie immer bis zum nahen Morgen in lustiger Runde zusammen. Musikalisch wurde diese ausklingende Nacht wieder von unserem AVD-Stamm-DJ Christian R. begleitet…

Am nächsten Morgen wurde nach dem Frühstück mit den Zweier ZWP’s begonnen.

Die ZWP 2, die schon eine erhöhte Anforderung an die Prüflinge stellte wurde von 5 Hunden absolviert. 3 der 5 Kandidaten konnten die Prüfung bestehen. Hier die erfolgreichen Kandidaten:

Zuchtwertprüfungen Stufe 2

Oso de la Arena:

Allgemeiner Eindruck: Guter rechtliegender Rüde, mit vollkommen offenem und freundlichen Wesen. Der Rüde zeigt sich absolut unbeeindruckt, könnte aber noch etwas mehr Aggression und Dampf gebrauchen. Insgesamt eine gute Vorführung.

Bewertung: voll bestanden

Olé Olé de la Arena:

Allgemeiner Eindruck: Guter Rüde mit echtem und ernstem Charakter. Er könnte sich noch etwas gelassener und selbstsicherer zeigen. Insgesamt eine gute Vorstellung.

Bewertung: voll bestanden

Hampa de la Arena

Allgemeiner Eindruck:

Routinierter Rüde mit tadelloser (vorzüglicher) Vorführung.

Bewertung: voll bestanden

 

Besondere Erwähnung gebührt dem Hundeführer Timm Barche der seinen Rüden immer wieder vorführt, sich mit “Hampa de la Arena“ sämtlichen Prüfungen sowie Wettkämpfen stellt und mit dieser bestandenen Zuchtwertprüfung-2 bereits seine 10te (!) ZWP2 und insgesamt seine 13te Zuchtwert-Prüfung abgelegt hat. Gratulation von hier aus!

Nach den etwas durchwachsenden Wesensprüfungen, wurden dann alle noch verbleibenden Hundeführer aufgefordert ihre Hunde zum freien Schutzdienst-Training auf den Platz zu holen.

Nach weiteren zwei Stunden abwechslungsreichen Hundesport, brachen dann auch die letzten Hundeführer ihren zum Teil recht weiten Heimweg an. 

Abschließend muss deutlich gesagt werden, dass die AVD-AG-Thüringen mit diesem Treffen unserem hohen Standart voll gerecht wurde und sie für die örtlichen Gegebenheiten ein wunderschönes Treffen ausgerichtet hat. Vor allem kann man der Arbeitsgruppe zu ihrer Gemeinschaft und gegenseitigen Solidarität nur gratulieren.

Dafür dass das Arbeitstreffen im (wenig beliebten) Herbst stattfand, kann man es nur als äußerst gelungen bezeichnen. 

Der Vorstand wird sich mit dem Leiter der AG zusammen setzten um weitere Treffen in Thüringen in Angriff zu nehmen.

Also besten Dank an den Leiter Steffen Lauß, die gesamte AG-Thüringen, alle Helfer, Figuranten sowie auch an unsere treuen Besucher…

Arne Pohlmeyer

Präsident AVD e.V.

AVD e.V.-Sommertreffen 2008

Sommertreffen 2008

Das diesjährige Sommertreffen fand wie gewohnt in Essen statt.

Dort steht dem Verein eine vorzügliche „Location“ zur Verfügung.

Ein sehr großer, best gepflegter Hundeplatz mit einem riesigen Vereinsheim.

Die Gruppe, die den Hundeplatz das ganze Jahr über betreibt, ist überaus hilfsbereit, aktiv und professionell.

Man bekommt nicht nur das Gefühl, dass wir dort gern gesehen sind, sondern das unsere dortigen Freunde sich selbst auf das AVD e.V. Sommertreffen freuen.

Also besser hätten die „Essener“ das AVD e.V.-Treffen nicht vorbereiten können.

Zum Treffen:

Samstagmittag ging’s los… Viele Besucher mit Alanos (Dogo Canario FCI) sowie anderen Bulldog- Molosser- und Gebrauchshunde-Rassen sind gekommen um dieses Treffen gemeinsam mit uns zu bereichern.

Die Besucher kamen aus allen Teilen Deutschlands und dem benachbarten Holland.

Programmpunkte waren Junghundetraining, Wesensparcour, Zuchtwert-Prüfungen, jede Menge Schutzdienst und eine große und spektakuläre Nachtübung in vier verschiedenen Klassen.

Wir haben diesmal die Besucher zählen lassen und sind auf etwas über 70 Personen mit vielen Hunden gekommen. Neben unseren spanischen Doggen (Dogo Canario/Alano/Perro de Presa), waren z.B. auch belgische Malinois, Olde English Bulldogs, Bordeauxdoggen, Holandse Herder, English Bulldogs, Rottweiller, Deutsche Schäferhunde, Bullmastiffs, X-Mechelaars, Bullmastiff-Dogo Canario-Mix, X-Hollandse Herder, Dobermann, Englischer Glatthaar Foxterrier, Am. Staff, X-DSH, Parson Jack Russel Terrier, und andere vertreten.

Die Hundeführer waren teilweise erfahrene und bekannte Hundesportler sowie Diensthundeführer.

Nachtübung:

Beim Highlight der Veranstaltung,  der Nachtübung, sind immerhin noch um die 40 Hunde gestartet. Natürlich lässt nicht jeder seinen Hund an der Nachtübung teilnehmen, weshalb die Nachtübungsstarter in der Regel nur einen kleinen Teil der Besucherhunde darstellen.

Die Ergebnisse des Nacht-Wettkampfes folgen in Kürze:

Das Treffen lief im Großen und Ganzen sehr freundschaftlich und harmonisch ab.

98% der Teilnehmer waren voller Lob über diesen gelungen Wettkampf, übrigens vollkommen unabhängig welche Platzierung ihre Hunde belegten.

In der Nachtübung gab es allerdings auch zwei Starter (einer in der lockeren Bronzeklasse und einer in der anspruchsvolleren Silberklasse-beides AVD-Mitglieder) die etwas auszusetzen hatten. So etwas kann immer mal vorkommen, doch sollten die Hundeführer besser erst einmal in Ruhe über die Leistungen ihrer Hunde sowie über die Belastungen in der Nachtübung nachdenken, bevor der Ablauf des Wettkampfes aufgehalten und gestört wird.

Der eine hatte es viel zu verbissen gesehen, als todernster Wettstreit und meinte wohl dass wenn sein Hund nur eine Schwäche zeigt, es ihn als Hundeführer blamiere und der andere hat es ganz im Gegenteil als lustige Übung ohne Zeitdruck und mit viel Raum zu diskutieren gesehen…

Beides kann und darf so nicht sein unsere Nachtübungen / Nachtwettkämpfe werden immer von sehr vielen Hundeführern und Hundesportlern besucht. Auch sind immer wieder Führer von Gebrauchshunderassen wie z.B. Malinois, X-Herder (Schäferhund-Mixe), Dobernmann u.a. dabei, von denen beschwert sich übrigens nie jemand.

Man sollte selbst wissen was man von seinem eigenen Hund zu halten und zu erwarten hat. Es geht um das Verhalten, die Leistung und den Charakter der Hunde und nicht um das Ego der Hundeführer!

Doch ist es auch ein Wettkampf der viel Vorbereitung und auch Kosten verschlingt, es gibt Pokale und Urkunden und viele Deckrüdenbesitzer werben mit Nachtübungserfolgen. Es ist für manche Hundeführer sogar eine art Sport, parallel zu IPO und Ring etc. . Also ist es auch keine planlose und lockere Übung nebenbei, wo man nach Herzenslust mit den Prüfern diskutieren kann. Die nächtlichen Scheintäter machen dies übrigens auch Ehrenamtlich und sollten somit auch mit dem gebührenden Respekt behandelt werden.

Wenn wir unsere Nachtübungen mit denen aus dem ehemaligen PCC/AC vergleichen, ist es sicher so das es bei uns sowieso viel sportsmännischer, freundschaftlicher und harmonischer zugeht, doch wollte ich auch mal die negativen Impulse ansprechen.

In Zukunft stelle ich mir es wieder so vor, dass jeder Hundeführer seinen Hund ohne Tricks (und entschuldigt) „Beschiss“ führt, sportlich fair und freundlich bleibt, wie immer als Hundeführer nüchtern bleibt, in jeder Reizlagen-Station dem Scheintäter für’s figurieren dankt, bis zur Siegerehrung bleibt, auch für den Letztplatzierten klatscht und die Bewertung des eigenen Hundes, dankend vom Richter entgegen nimmt. So wie es sich unter Sportsleuten mit Sportsgeist gehört!

(Ich denke aber das sich die beiden besagten Hundeführer, bereits wieder abgeregt haben. Einer zumindest zeigte sich noch während des Treffens einsichtig und hatte die Größe zum “umdenken”.)

Am zweiten Tag, am Sonntag, kamen dann noch weitere bzw. neue Besucher, die dann interessiert den Aufbau einiger Hunde verfolgten.

Die Qualität der vorgeführten Hunde war bei diesem Treffen wieder überaus beeindruckend, wir konnten neben hervorragenden „Alanos“ auch einige sehr leistungsstarke „Malis“ bewundern, vor allem eine enorm kampftriebstarke Mali-Hündin stach für mich deutlich hervor…

Danken möchten wir allen die uns geholfen haben dieses schöne Treffen auszurichten und durchzuführen, allen Figuranten wie z.B. Marcel, Denis, Timm, Marius, Steffen und ihren Kollegen, der gesamten Essener-PHV-Crew und allen vorweg Claudia und Hannes ohne die dieses, ich darf es wohl so betiteln, überaus gelungene Hundetreffen nicht möglich gewesen wäre.

Euer Arne Pohlmeyer

Zusatz: Anmerken muss ich noch das diesmal versucht wurde von unseren hinterhältigen „Konkurrenten“ das Treffen, bei dem es um Hunde und ihre Freunde geht, zu sabotieren. Diese charakterlosen Denunzianten haben uns im Vorfeld beim Veterinäramt angezeigt und dort Lügen und haltlose Propaganda verbreitet. Doch es geht in Deutschland, zumindest noch manchmal, mit Recht zu. Schließlich melden wir unsere Veranstaltungen an, impfen unsere Hunde, versichern unsere Hunde, halten uns strikt an die Landesverordnungen und an geltende Tierschutzgesetzte, haben viel strengere Regel was das Verhalten und den Umgang mit den Hunden betrifft, verbieten das führen von Hunden wenn zuvor Alkohol konsumiert wurde etc. alles strenger als man es von irgendwelchen anderen Hundeveranstaltungen außerhalb des AVD e.V. kennt. Doch das Veterinäramt wollte oder musste uns nun ja jetzt kontrollieren, denn wenn gesichtslose Lumpen eine Anzeige erstatten dann muss der wohl nachgegangen werden.

Im Endeffekt war es so dass zivil gekleidete Veterinärbeamte unsere Veranstaltung bzw. unsere Nachtübung besuchten und ansahen. Resultat der Geschichte (Denunziations-Anzeige) war, dass die Herren vom Amt uns zum Ablauf unserer Hundeveranstaltung sogar beglückwünschten und sie als vorbildlich bezeichneten…

Naja mal schauen was als nächstes von diesen hinterlistigen Lumpen kommt- schämen würde ich mich an ihrer Stelle…

AVD e.V.-Pfingsttreffen 2008

Pfingsten 2008

 

Das Pfingsttreffen wurde, wie bereits im vergangenen Jahr, von der AVD e.V.-AG-Bayern ausgerichtet.

 

Bei dem gewählten Gelände handelte es sich nicht um einen schnöden Hundeplatz, sondern um einen großen Baustoffhandel, der für ein extrem anspruchsvolles und abwechslungsreiches Trainingsumfeld sorgte.

 

Das Treffen ging über zwei Tage. Am Samstagmittag begannen wir mit der Begrüßung, die vom Grundstücksinhaber Josef Reger vollzogen wurde.

 

Begonnen wurde mit verschiedenen Umwelt-, Stress- und Ruhelageübungen. Danach begannen wir mit dem Schutzdienstaufbau, der ebenfalls nicht nach einem langweiligen, schematischen 0815-Schutzdienst ablief. Ganz im Gegenteil konnten die Teilnehmer ihre vierbeinigen Freunde ganz individuell, und auf ihre Hunde zugeschnitten, arbeiten lassen. Neben Elementen aus dem VPG/IPO wurde auch mit verschiedenen Methoden und Techniken aus dem Ring- und Personenschutzbereich gearbeitet. Auch hierbei wurde wieder das Gelände optimal ausgenutzt.

 

Auffällig war die wirklich überzeugende Qualität der Junghunde. Besonders aus den Würfen Elly x Arnold, Cobra x Arnold und Maxima x Demonio konnten wir bereits spektakuläre Einlagen bewundern.

 

Wenn ich es mir erlauben darf, möchte ich vollkommen wertfrei anmerken, dass mir persönlich besonders die Junghunde Sancho de la Arena, Romper de la Arena, Ramera de la Arena, S. (Ricky) de la Arena und Alvarez la Guardia gefallen haben.

 

Das sind alle Hunde, die schon richtig Dampf zeigten, die sogar in Blechcontainern und auf Ladeflächen von LKWs richtig gezeigt haben, was Charakter und Trieb ist. Die meisten der erwähnten Hunde könnte man schon in Kürze auf den Mann umstellen. Die spritzige Hündin von Steffen beißt jetzt schon überall und wird in der AVD e.V.-AG-Thüringen bereits am holländischen „Pak“ gearbeitet. Peter’s Riesenbomber Alvarez sticht etwas aus dieser Gruppe raus, er ist bereits jetzt größer und schwerer als viele erwachsene Rüden, er ist nicht der temperamentvollste, aber Griffe macht er wie ein Großer! Und richtig figuriert, schafft man es auch, dass er aus sich heraus kommt und auch mal “Laut“ gibt. Ansonsten lauert er „nur“, versteinert bis er einen seiner Blomben-Griffe setzt.

 

Nach dem Schutzdienst waren die Zuchtwertprüfungen, die Wesensprüfungen in Ruhe- und Reizlage, an der Reihe.

 

ZWP 1: Olé Olé de la Arena

 

Bewertung : voll bestanden

 

Allgemeiner Eindruck :

 

 

ZWP 1:  Ramon Perro de Presa

 

Bewertung: durchgefallen

 

Allgemeiner Eindruck:

 

 

ZWP 2: Hampa de la Arena

 

Bewertung: voll bestanden

 

Allgemeiner Eindruck:

 

ZWP2: Doramas (Import de la Arena)

 

Bewertung : bedingt bestanden

 

Allgemeiner Eindruck :

 

 

 

ZWP2: Lenny (Laus)

 

Bewertung : voll bestanden

 

Allgemeiner Eindruck :

 

 

 

 

 

Nach den ZWPs wurden die letzten Vorbereitungen für die Nachtübung getroffen und noch einige Stationen verfeinert. In der Zwischenzeit setzte sich Marius noch den Helm auf und ließ sich von “Arnold“ aus dem Container pflücken. Arnold wurde mit Korb auf den Platz geführt. Dies galt nicht einer eventuellen Gefährlichkeit des Rüden, sondern einem Trainingszweck. Arnold wird auch dienstlich geführt, weshalb der Korb ihn nicht abschalten, sondern anschalten soll. Arnold macht sogar temperamentvolle und dominante Unterordnung mit Korb. Es gibt nicht viele Molosser, die das können. (Dies nur zur Erklärung für die, die zugeschaut haben).

Arnold ist derzeit der Rüde, der am meisten Energie in den Schutzdienstangriff legt. Er bringt richtig Power gegen und in den Mann. Des Weiteren verfügt er über absolut derbe und feste Schrauber-Griffe, die selbst bei dicksten Druckverteilern  riesige Blutergüsse hinterlassen. Er wird nur hin und wieder mal figuriert, und doch hat er bereits einige Narben auf seinen Sparringspartnern hinterlassen. Er ist kein Hund den ein Figurant mal gern zwischendurch hetzt. Schon gar nicht wenn Arnold ernst wird. Meistens sind spezielle Vorbereitungen und große Überredenskünste seines Besitzers von Nöten…

 

Zur Nachtübung:

 

Der Nachtübungsparcours war wieder extrem. Die Hunde mussten zwischen Plastikrohren, am Feuer entlang, durchs Wasserbecken, durch einen Pool aus Plastikflaschen, über eine Art Riesen-Trampolin, entlang an Kanister werfenden Radladern, hinauf auf ein 3 Meter hohes Gerüst, (und das über eine Art Schrägwand, die mir schon eher vorkam wie eine Rutsche). Dann gab es da noch Schweinegequicke vom Band, einen Diskoraum mit dröhnender Musik, einen Käfig mit Brahma-Hühnern und so weiter und so weiter. Und als ob das nicht schon alles gereicht hätte, gab es noch drei saftige Überfälle während des Parcours.

 

Gestartet wurde in vier Klassen:

-Jugendklasse

-Bronzeklasse

-Silberklasse

-Goldklasse

 

Die Schutzdienst-Anforderungen wurden in den ansteigenden Klassen auch immer massiver.

 

In der Silberklasse war es schön zu sehen, dass meine Kritik an den letzten Nachtübungen in Punkto “echtes Verteidigen des Hundeführers“, absolut gefruchtet hatten.

 

In der ersten Schutz-Station musste der Hundeführer sich hinsetzten, und der Hund wurde massiv nach vorn abgelenkt. Jetzt folgte ein Angriff von hinten auf den Hundeführer: Der Scheintäter versuchte den Hundeführer in einen “Choke“ zu nehmen und ihn von seinen Sitz zu ziehen. Auf das darauf folgende (teilweise echte) Stöhnen oder Hilfeschreien des Hundeführers, sollte der Hund sich umdrehen und seinen Herrn zur Hilfe kommen. (Es gab übrigens auch weibliche Hundeführer, nur weiß ich nicht, wie das Gegenstück zu “Herrn“ ist).

 

Und viele Hunde ließen ihren Hundeführer nicht lange im Regen stehen. (Einige wie z.B. “Patrino de la Arena“ nicht mal eine Sekunde, da er immer mehr angeflogen als angelaufen kommt). Auch gute Hunde, die aber in der Regel trotzdem nicht weit vorn bei den Nachtübungen der letzten Jahre platziert wurden, zeigten hier, was an Schutzhundepotential in ihnen steckt. Das wirkliche Verteidigen des Meisters (Meisterin J) liegt ihnen häufig mehr als das spektakuläre Kanister-, Wasserwerfer- und Luftdruckfeuerwerk.

Ganz unabhängig von den Platzierungen haben mich Hunde wie Lenny, Doramas, Zeus, Mago und besonders Chico, und einige andere, mit ihrer ruhigen, aber unumstößlichen Verteidigungsbereitschaft, wirklich beeindruckt. Also eine kurze Zwischengratulation von mir: Tolle Hunde und gute Hundeführer!

 

Zusammengefasst war diese Nachtübung sehr spektakulär, anspruchsvoll, abwechslungsreich und zuschauerfreundlich, (für Zuschauer die Charakter und Leistung lieben). Einziger kleiner Schönheitsfehler, irgendetwas habe ich ja immer zu mosern, war, dass die Ruhelagen bis auf eine Station nicht für die Silber-, Bronze-, Jugendklasse herab gesenkt wurde. Sprich: Ein 6 Monate alter Jungspund musste genauso durchs Wasser und genauso dicht an den Feuertonnen lang etc. wie die Elitehunde der Goldklasse. Dies ist bei einigen Ruhelagenstationen OK, aber dass im Gros genau die gleichen Umwelt- und Stressanforderungen von den  Kleinen bewältigt werden mussten, war schon hart. Die Starterzahl war nicht überwältigend, aber akzeptabel. Wenn ich mich nicht irre, liefen genau 30 Hunde bei diesem Wettkampf mit. Aber davon abgesehen, war die Nachtübung wieder einmal ein gelungenes Spektakel für Freunde des wesensfesten Gebrauchshundes.

 

 

 

Nachtübungsplatzierungen:

 

Jugendklasse:

 

Platz

 

 

 

Hundename

 

 

 

Besitzer

 

 

 

Rasse

 

 

 

Punkte

 

 

 

1

 

 

 

Alvarez de la Guardia

 

 

 

Peter Kick

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

43

 

 

 

2

 

 

 

Romper de la Arena

 

 

 

P. K. Theobald

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

42

 

 

 

3

 

 

 

Sancho de la Arena

 

 

 

Mike Rothmann

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

41

 

 

 

4

 

 

 

Amira de la Guardia

 

 

 

Josef Reger

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

32

 

 

 

5

 

 

 

Risa de la Arena

 

 

 

Marius Brecht

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

31

 

 

 

6

 

 

 

Aika de la Guardia

 

 

 

Joachim Bauer

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

29

 

 

 

7

 

 

 

Alegra de la Guardia

 

 

 

Josef Reger

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

27

 

 

 

8

 

 

 

S. (Ricky) de la Arena

 

 

 

Paul Bauch

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

27

 

 

 

9

 

 

 

Ramera de la Arena

 

 

 

Steffen Lauss

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

25

 

 

 

 

 

Bronzeklase:

 

 

Platz

 

 

 

Hundename

 

 

 

Besitzer

 

 

 

Rasse

 

 

 

Punkte

 

 

 

1

 

 

 

Pantera de la Arena

 

 

 

Denis Grasow

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

57

 

 

 

2

 

 

 

Bruxy

 

 

 

Paul Bauch

 

 

 

Malinois

 

 

 

41

 

 

 

3

 

 

 

Puntal de la Arena

 

 

 

Claus Schulz

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

37

 

 

 

4

 

 

 

Ramon

 

 

 

Andre Ferreri

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

33

 

 

 

5

 

 

 

Orca de la Arena

 

 

 

Tobias Offen

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

29

 

 

 

6

 

 

 

Primavera de la Arena

 

 

 

Mike Rothmann

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

20

 

 

 

7

 

 

 

Mora de la Arena

 

 

 

Albert Spreu

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

12

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Silberklasse:

 

 

Platz

 

 

 

Hundename

 

 

 

Besitzer

 

 

 

Rasse

 

 

 

Punkte

 

 

 

1

 

 

 

Cobra de la Arena

 

 

 

Arne Pohlmeyer

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

51

 

 

 

2

 

 

 

Dureza de la Arena

 

 

 

Arne Pohlmeyer

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

47

 

 

 

3

 

 

 

Oso de la Arena

 

 

 

Arne Pohlmeyer

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

45

 

 

 

3

 

 

 

Padrino de la Arena

 

 

 

Ronny Nopper

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

45

 

 

 

4

 

 

 

Lenny

 

 

 

Maik Lauss

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

42

 

 

 

5

 

 

 

Ora de la Arena

 

 

 

Nicole Wiesmüller

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

42

 

 

 

6

 

 

 

Olé Olé de la Arena

 

 

 

Mike Rothmann

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

39

 

 

 

7

 

 

 

Doramas

 

 

 

Peter Kick

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

34

 

 

 

8

 

 

 

Leo de la Arena

 

 

 

Denise Mohr

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

32

 

 

 

9

 

 

 

Mago de la Arena

 

 

 

Steffen Lauss

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

31

 

 

 

10

 

 

 

Maxima de la Arena

 

 

 

Josef Reger

 

 

 

Alano/DC

 

 

 

25

 

 

 

11

 

 

 

Jenny

 

 

 

Paul Bauch

 

 

 

Malinois

 

 

 

23

 

 

 

12

 

 

 

Digger

 

 

 

Marius Brecht

 

 

 

CC Mix

 

 

 

18

 

 

 

 

 

 

Goldklasse:

 

 

  1. Platz: Hampa de la Arena
  2. Platz: Dardo de la Arena

 

Nach der Nachübung gab es noch eine schnelle Siegerehrung, und ab ging’s in die Falle. Zum Leidwesen der Scheintäter war bereits der Tresen verschlossen, nachdem sie aus der Dusche kamen, weshalb das traditionelle Feierabendbier leider ausblieb.

 

Nach einer wie immer sehr kurzen Nacht, (die ich übrigens auf dem harten Asphalt verbracht habe, da der Platz im Auto mit meinen drei Reisekumpanen einfach zu eng war. Und eine Hotelübernachtung lohnt sich für uns nicht da wir ja immer bis zum Ende der NÜ bleiben und morgens gleich als erste wieder starten müssen, wir sprechen hier also in der Regel von einer Nacht um die 3 Stunden.), begannen wir nach einem netten Frühstück, direkt wieder mit dem Training.

 

Nach und nach machten sich alle wieder auf  ihren häufig sehr langen Heimweg.

Die Fahrgemeinschaft, der ich angehörte, schaute auf der Heimreise noch bei der AVD-AG-Thüringen vorbei, wo wir den neuen Thüringer AVD e.V.-Hundeplatz inspizierten.

 

Abschließend möchte ich allen Teilnehmern zu ihren Hunden und deren Leistungen und Leistungssteigerungen gratulieren und mich bei den Veranstaltern und Helfern bedanken. Danken möchte ich Denis, der mal wieder keine Mühen gescheut hatte. Denis hatte zwei Vereinskameraden und mich, (mangels passendem Fahrzeug), nämlich aus Hannover abgeholt, was für ihn im Ganzen die doppelte Fahrstrecke bedeutete! Das nenn ich mal Engagement oder vielleicht besser Freundschaft. Ein besonderer Dank geht auch an Marius, der eigentlich gar keine Zeit hatte. Er hat sich mühevoll losgeeist, fuhr die 600 km allein (eine Strecke), und figurierte sofort nach seiner Ankunft kräftig mit. Denn so ein Marius lässt auch die Bayern nicht hängen. Ohne ihn hätte ich alt ausgesehen, denn viele figurierfreudige Helfer hatte ich nicht gerade um mich…

 

Also dann bis zum nächsten AVD e.V.-Treffen, einige stehen ja dieses Jahr noch an.

 

 

Arne Pohlmeyer

(Präsident AVD e.V.)

AVD e.V.-Ostertreffen 2008

Alano-Dogo Canario-Ostertreffen 2008

Wie so häufig wollen wir bei diesem Bericht über die vergangene Veranstaltung mit dem Wetter beginnen.

Ja das Wetter – das hat uns diesmal wirklich einen Strich durch die Rechnung gemacht!

Die letzten Jahre hatten wir Ostern eigentlich immer recht gutes Wetter gehabt, manchmal etwas kalt aber immer überwiegend trocken und vor allem gab es kaum einmal Straßenprobleme (vom üblichen Osterstau einmal abgesehen).

Das war diesmal alles ganz anders, viele unserer Mitglieder aus dem Mittel und süddeutschen Raum steckten im Schneechaos fest oder  sahen auf Grund der Schneefälle gänzlich von einer Anreise ab.

Also war das diesjährige Ostertreffen nicht gerade sehr stark besucht, was mich hier wohl auch legitimiert den Bericht über das Ostertreffen 2008 etwas knapp und prägnant zu verfassen.

Es waren also nicht, wie sonnst üblich, etliche Zuschauer und Teilnehmer die ich selbst häufig nicht kenne, sondern mit vielleicht 6-7 Ausnahmen alles gut Bekannte Vereinskameraden.

Da es diesmal überschaubar und somit nachvollziehbar war, habe ich mir mal schnell die Mühe gemacht und alle Besucher des AVD e.V.- Ostertreffens durchgezählt und bin auf immerhin über 40 Leute gekommen. Wie üblich war allerdings ein Großteil der Leute spätestens zur Silberklasse der Nachtübung wieder auf dem Heimweg oder in der warmen Koje verschwunden.

Zum Ablauf kann man eigentlich folgendes sagen: Alles wie immer! Mit einer traditionellen Verspätung begann wir mit dem „Wesens-Trainings-Parcours“ für die Welpen und Junghunde. Da hieß es mal wieder drunter-drüber-durch endlang an allerhand Umwelt- und Stresssituationen.

Danach begann die Beuteförderung und der Schutzdienstaufbau der neuen Generationen, auf die wir zurecht alle sehr stolz sein können.

Im Anschluss kamen dann die in Ausbildung stehenden und auch die alten Hunde an die Reihe. Sie zeigten sehr schön zu was ein anständiger Alano (Dogo Canario FCI) in der Lage ist, und hierbei meine ich nicht nur die separierte Schutzdienstleistung, schnödes Beißen können einige Gebrauchshunde ja genauso gut. Aber das Zusammenspiel von glasklaren Verstand, vollkommen festen und sicherem Wesen, hoher Belastbarkeit, freundlicher Ruhelage und nicht zuletzt absolut durchsetzungsstarken Schutzdiensthandlungen. Das ist das was einen echten Alano (Dogo Canario FCI) auf dem Gebrauchshundeplatz (und nicht nur dort) auszeichnet und ihn so einmalig macht.

Trotz Schneefall und Eiseskälte sprang z.B. Padrino de la Arena auf’s Dach des zuvor bereitgestellten Opel Omegas, um den Scheintäter auch dort zu stellen.

Zu den Prüfungen wurden nur 3 Hunde gemeldet. Alle wurden in den Wesesnsprüfungen (ZWP’S) vorgestellt.

Erster Hund war Alf vom Teufelshofs, der die ZWP 1 ablegte.

Zweiter war Ora de la Arena die die ZWP2 ablegte.

Und der dritte war der Routine Hampa de la Arena der ebenfalls die ZWP 2 abgelegt hat.

Nun mag sich der ein oder andere nicht Insider wundern, warum Hampa de la Arena so häufig verschiedenen Wesensprüfungen unterzogen wird, obwohl er ja schon zuchtzugelassen ist und er sogar die ZWP3 erfolgreich absolviert hat. Der Grund ist in einem darin zu sehen, dass sein Hundeführer dokumentieren will, dass sein Rüde konstant leistungsfähig ist und zum anderen strebt er an, die Hundeführerauszeichnung für den aktivsten Hundeführer 2008 im AVD e.V. zu erlangen. Dies nur noch einmal als Hinweis für alle die ebenfalls den sportlichen Ehrgeiz haben, sich um diese Ehrung zu bemühen und so vielleicht diesen freundschaftlichen Wettstreit aufzunehmen. Es zählen alle Prüfungen für den Hundeführer auch wenn sie mit einem fremden Hund geführt werden.

So nun aber wieder zu den Zuchtwert-Prüfungen des Ostertreffens 2008:

ZWP1-Alf vom Teufelshof:

Ruhelage:

Personen-Gruppe:

Wirkt temperamentvoll und triebig, aber ohne Auffälligkeiten, ohne Beanstandung.

Personen-Kreis:

Ohne Beanstandung

Schüsse:

Schussaggressiv

Schirm:

Ohne Beanstandung

Vorhang:

Ohne Beanstandung

Freier-Umwelttest:

Ohne Beanstandung, allerdings gibt die Mit-Besitzerin des Hundes Hilfestellung.

Reizlage:

Überfall:

Kommt schnell rein, Griff mit Intervalldruck.

Mutprobe:

Schnelles Nachsetzen, geht gut in den Mann und hält griff unter Belastung.

Gesamteindruck:

Temperamentvoller, sehr angespannter bzw. aufgestaucht wirkender noch junger Rüde, mit niedriger Reizschwelle. Ansonsten tadellose Vorführung.

Ergebnis:

Bestanden (Ehr. da FR).

ZWP2-Ora de la Arena:

Ruhelage:

Personnen-Gruppe:

Neutral, ohne Beanstandung

Personenkreis:

Freundlich, ohne Beanstandung

Schüsse:

Schussaggressiv

Schirm:

Dominant-aggressiv

Vorhang:

Ohne Beanstandung

Freier Umwelttest:

Sehr freundlich

Reizlage:

Überfall:

Ohne Beanstandung (Belastung trifft Geschirr)

Mutprobe:

schnelles nachsetzen, bremst sichtbar vor Kontakt ab, starker Aufprall, bekommt Griff den sie unter Belastung hält.

Gesamteindruck:

sehr schöne Vorführung der noch jungen Hündin.

Ergebnis:

Bestanden

ZWP2-Hampa de la Arena:

Ruhelage:

Personengruppe:

sehr wild und ungestüm, noch akzeptabel

Personenkreis:

Sehr wild und ungestüm, noch akzeptabel

Schüsse:

Ohne Beanstandung

Schirm:

Ohne Beanstandung

Vorhang:

Ohne Beanstandung

Freier Umwelttest:

Ohne Beanstandung

Reizlage:

Überfall:

Voll, wird aber etwas lang vom Hundeführer gehalten.

Mutprobe:

Hund geht ungebremst in den Mann, setzt Griff und hält unter Belastung.

Gesamteindruck:

Solide Vorführung.

Ergebnis:

bestanden

Nach Beendigung der Wesensprüfungen, befanden wir uns bereits mitten in der Dämmerung, was bedeutete das alle mit anpacken mussten um den Parcours der Nachtübung aufzubauen.

Die Leitung sowie die Planung (mit ein wenig Hilfe meinerseits) unterlag diesmal Denis Grasow, der diese Aufgabe auch gut erfüllte.

Zur Nachtübung wurden diesmal  21 Hunde gemeldet, was ich unter Berücksichtigung des Wetters und der Tatsache, dass in der Regel nur etwa die Hälfte der Anwesenden Hunde gestartet werden, noch für eine beachtliche Zahl halte.

Es gab vier Klassen die auf die Vorraussetzungen der Hunde (im Bezug auf Training, Genetik, Ausbildung und Alter angepasst sein sollten). Die vier Klassen waren die Junghundeklasse für die Welpen, die Bronzeklasse für die Newcomer, die Silberklasse für die reifen Hunde und die Goldklasse für die ganz robusten Haudegen.

Die Gewinner der Klassen waren:

Jugendklasse:  Romper de la Arena (Elly x Arnold)

Bronzeklasse: Pantera de la Arena (Zora x Rocky)

Silberklasse: Quentin de la Arena (Cobra x Demonio)

Goldklasse: Hampa de la Arena (Sheila x Demonio)

Der Ablauf der Jugendklasse und der Bronzeklasse gefiel mir sehr gut!

Der Ablauf der Silberklasse weniger, da sie diesmal psychologisch zu schwer gestaltet wurde, (was nicht geplant war) einer der beiden Scheintäter versuchte in zwei Stationen die Hunde durch absolute Reizausschaltung die Hunde so wenig zu animieren bzw. zu verwirren, das die meisten sich mehr als unsicher waren, ob der Täter überhaupt gebissen werden sollte bzw. durfte. Dies verunsicherte extrem die wenig erfahrenen oder noch unerfahrenen Hunde. Ich selbst hatte mir z.B. aufgrund seiner sehr guten Entwicklung der letzten Monate ausgemahlt, dass der junge Rüde Pancho (Oso de la Arena) gewinnen könnte. Doch dem war nicht so, er hat zwar keine schlechte Figur gemacht (von dem Timm’s blauer Arm noch zeugt), doch seine hohe und druckvolle Angriffsgeschwindigkeit in der Reizlage konnte er überhaupt nicht ausspielen und ging dem Figurantenspiel auf dem Leim.

In der Goldklasse waren die Weihen vielleicht auch etwas zu hoch gesteckt, doch es ist die Goldklasse, die anspruchsvollste Klasse dort gilt kein rumheulen-da heißt es HOP oder TOP.

Doch keine Angst, ich lerne ja auch immer dazu, die nächste Nachtübung wird etwas leichter für die Hunde, oder zumindest schlüssiger und aufbauender gestaltet!

Erfreulich aber war, dass alle Hunde bis auf zwei Ausnahmen (die freiwillig die Stationen ausließen) vollkommen sicher und freundlich die Ruhelagen mit den friedlichen Menschen annahmen und sich dort offen und vollkommen umweltsicher präsentierten.

Nach der Nachtübung blieb nur noch der wirklich harte Kern in der stürmischen Nacht zurück und fachsimpelte nicht wie sonst, sondern amüsierte sich über die verschieden komischen Begebenheiten, die so eine Nacht scheinbar immer mit sich bringt. Chris erfreute den einen mehr und den anderen weniger, mit seiner völkischen Heimatmusik im modernem Rockgewand, aber wie ich bereits im Alanoforum geschrieben haben um 4 Uhr Nachts ist nix und niemand mehr ernst zunehmen, auch keine Musik. Hätten wir aus lauter Angst vor Erfrierungen und dem Zu-Ende-Gehen der Glühweinschorle (oder wie nennt man so etwas Denis?) nicht die Segel gestrichen, würde sich die arme Denise wohl doch noch einen Zahn an einer geschlossenen Bierflasche ausbrechen und Ari wohl immer noch auf die Götterdämmerung warten… Resümee der spontanen Nachtübungsabschlussfeier: Nach Müde kommt Blöd -aber Spaß hat’s gemacht!

Am nächsten morgen haben wir, im Gegensatz zu Herrn Siedler, der zu unserem gottgegebenem “Zuspätkommen” immer etwas zu sagen hat, recht pünktlich das Ostertreffen wieder aufgenommen…

Wir begannen mit dem für die Helfer entspannenden Teil, wir ließen alle Welpen und Junghunde zusammen auf dem Platz über alle möglichen Utensilien wie Planen, Gitter, Kanister etc. toben, so dass wirklich eine beeindruckende Junghundkorona, zusammengesetzt aus im Verein gezüchteten  und importierten Welpen, und Junghunden zu bewundern war.

Im Anschluss wurde die Ausbildung im Schutzdienst wieder aufgenommen.

Was sich noch ein paar Stunden hinzog, bis dann auch diese Veranstaltung zu Ende ging, die bevor ich es noch vergesse zu erwähnen am Ostersonntag übrigens mit zwar windigen aber doch herrlichen Wetter gesegnet war.

Insgesamt haben mich (nach meinem persönlichen Empfinden) die Entwicklungen von Quattro de la Arena, Puntal de la Arena (bei der Nachtübung), Ora de la Arena (die jetzt auch zu dem elitären Kreis der ZWP2-Hündinnen gehört) und die Welpen im allgemeinen, vorallem aber der sehr gute Nachwuchs von Josef und Peter der leider ohne seine Züchter erschien, am meisten beeindruckt.

Wie immer geht unser Dank an alle helfenden Hände, auch wenn im Vorfeld einige Dinge nicht ganz optimal liefen.

Ein besonders großer Dank geht an dieser Stelle an Astrid und Denis.

Beim nächsten AVD e.V. -Treffen sehen wir uns hoffentlich alle ebenso gut gelaunt wieder.

Um es schon  jetzt auf den Punkt zu bringen: Beim Pfingstreffen in Bayern!

Bis dahin verbleibe ich mit freundlichem Gruß Euer

Arne Pohlmeyer

(Präsident AVD e.V.)

AVD e.V.-Weihnachtstreffen 2007

AVD e.V. Weihnachtsfeier und Arbeitstreffen

Am 15.12.2007 trafen sich die Frühaufsteher, kurz nach Sonnenaufgang und begaben sich auf ihre Drahtesel. Die geplante Ausdauerprüfung wurde über die zuchtrelevante Strecke von 25 km ausgetragen.

Die Strecke wurde am Vortag von Steffen L. und mir, in einer zwei Stunden Aktion,  ausgesucht, vermessen und ausgeschildert.

Alle teilnehmenden Hunde kamen noch deutlich unter dem Zeitlimit ins Ziel. Einzig Micha mit seinem Oro de la Arena hatte Pech, der Hund war zwar topfit aber das moderne Mountainbike leider nicht. Micha hatte plötzlich einen platten Reifen. Aufpumpen konnte man ihn leider auch nicht wieder, da es sich um ein modernes Ventil handelte, für das leider keine Pumpe an Bord war. So muss Micha die Prüfung zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal wiederholen, wir sind überzeugt, dass er dies sicher auch freudig machen wird. Es war immerhin auch eine schöne Radtour.

Hier die Resultate der Ausdauerprüfung:

Ausdauerprüfung (25 km)

Pantera de la Arena – bestanden

Oso de la Arena – bestanden

Olé Olé de la Arena – bestanden

Primavera de la Arena – bestanden

Oro de la Arena – Prüfungsabruch wegen Fahrraddefekt

Bis wir alle Fahrräder und die Hunde wieder verstaut hatten, war es inzwischen schon früher Mittag geworden. Jetzt fanden sich auch alle weiteren Teilnehmer des Arbeitstreffens ein. Das diesjährige Weihnachts-Arbeitstreffen sowie die anschließende Weihnachtsfeier,  fand auf einer eigens dafür angemieteten Anlage statt. Der Vorteil lag klar auf der Hand, die Hunde konnten in einer großen überdachten Halle gearbeitet werden. Und die Räumlichkeiten für die anschließenden Festlichkeiten war auch gleich vor Ort, so dass niemand (wie in der Vergangenheit häufig) nass und durchgefroren vom Hundeplatz in ein mehr oder weniger weit entferntes Restaurant pilgern musste.

Ich denke der Austragungsort war, von unserem zweiten Vorsitzenden Frank Nedel,  sehr gut gewählt.

Neben der Aufbauarbeit für Junghunde und dem allgemeinen Training (was aus zeitlichen Gründen etwas kurz kam) wurden auch noch weitere zuchtrelevante Prüfungen abgehalten. Zuchtrelevant bedeutet übrigens, dass es notwendige Teile der Zuchtzulassung sind. Das heißt, dass der Alano (Dogo Canario FCI) bevor er die Zuchtzulassung erhält, eine Ausdauerprüfung, einen Gesundheitstest, eine Formwertprüfung und eine ausführliche Wesensprüfung in Ruhe- und Reizlage ablegen muss, bevor die Zuchtzulassung beantragt wird. Diese harteund verantwortungsvolle Selektion der Zuchthunde gibt es übrigens ausschließlich im Alano Verein Deutschland e.V. –Delegación Alemán del Dogo Canario ©AVD e.V. , überall anders wird nicht so verantwortungsvoll und zukunftsweisend gezüchtet!

In der wetterfesten Ausbildungshalle wurden die Formwertprüfungen, von einem unserer Formwertrichter abgenommen.

Hier die Resultate:

Formwertprüfung
Oso de la Arena – Formwertnote 1 mit deutlichen Abstrichen
Oro de la Arena – Formwertnote 2 mit deutlichen Abstrichen
Quentin de la Arena – Formwertnote 2 mit leichten Abstrichen
Nuera de la Arena – Formwertnote 2 mit leichten Abstrichen
Maria de la Arena – Formwertnote 2 mit deutlichen Abstrichen
Honra de la Arena – Formwertnote 2 mit deutlichen Abstrichen
Puntal de la Arena – Formwertnote 3 ohne Abstriche
Olé Olé de la Arena – Formwertnote 2 ohne Abstriche

Die Formwertnoten im AVD e.V. werden, um genau zu differenzieren, in 6 Noten unterteilt (analog zum deutschen Schulsystem). Die Note 1 ist die Bestnote, die Note 6 die schlechteste. Wobei erwähnt werden muss, dass nur die ersten drei Noten einem zuchtuneingeschränkten Formwert entspreche und die Noten 5 und 6 zuchtauschließend sind.

Die Benotung V, sg, g etc., wie im Schaubereich üblich, werden bei der Formwertprüfung nicht verwendet, da sie den Formwert nicht ausreichend differenzieren und so die Unterschiede nicht klar herausstellen. Die Formwertnoten 1 und 2 würden bei einer Schönheits-Ausstellung in der Regel ein V bedeuten. Allerdings muss klar erwähnen, dass die Formbewertung des AVD e.V. nicht mit unaussagekräftigen Bewertungen der Schönheit (Schönheitsausstellungen) zu vergleichen sind. Im AVD e.V. wird nacht fundierten kynologischen Gesichtspunkten der Formwert ermittelt, nicht nach dem persönlichen Geschmack die Schönheit beschrieben. Es ist allgemein bekannt, dass bei Schönheitsausstellungen, die gleichen Hunde bei verschiedenen Schaurichtern häufig vollkommen anders bewertet werden. Da fliest dann auch immer der Pflegezustand und die Vorstellungsfähigkeit des Hundeführers mit ein (von politischen Gesichtspunkten einmal ganz abgesehen).

Im AVD e.V. sollte ein Alano (Dogo Canario FCI) also nur eine gute Formwertnote erhalten, wenn er auch tatsächlich über einen typvollen und anatomisch gesunden und leistungsfähigen Körper verfügt. Also keine kynologische Spielerei für pokalgierige Hundehalter, sondern notwendige Zuchtselektion!

Neben der Ausdauerprüfung und der Formwertprüfung konnten die Hundeführer am diesjährigen Weihnachtstreffen, ihre Hunde auch zur Wesensprüfung im Bereich Ruhe- und Reizlage vorstellen.

Die Wesensprüfung im AVD e.V. wird als Zuchtwertprüfung deklariert, kurz ZWP. Diese Wesensprüfung gibt es in drei verschieden Klassen, wobei die ZWP 3 die höchste Anforderung an die zukünftigen Zuchthunde darstellte. Der Ruhelagenteil ist übrigens bei allen drei Stufen gleich schwer. Ich betone schwer! Es ist also keines Wegs korrekt zu sagen, dass das die Ruhelage in der ZWP 3 genau so leicht ist wie in der ZWP1, sondern anders herum wird ein Schuh draus. Die Ruhelage ist schon in der niedrigsten Stufe der ZWP1, genauso hart und schwierig wie in der ZWP3. Im Punkto Ruhelage und Umweltsicherheit macht der AVD e.V. keine Ausnahmen, da verlangen wir von Anfang an ein Maximum von Wesensfestigkeit!

So war es zum Beispiel auch bei dieser ZWP so, dass ein hervorragend veranlagter Dobermann Jungrüde, von seinem mit Sportsgeist ausgestatteten Hundeführer in der AVD-ZWP Stufe 1 vorgestellt (ehrenhalber da Fremdrasse) wurde. Der Rüde war noch extrem jung und zeigte im Reizlagenteil (Schutzdienst mit Belastung) eine nahezu fehlerfreie Vorstellung. Allerdings schnappte der Dobermann-Jungrüde in der Ruhelage nach einer neutralen Person und wurde deshalb disqualifiziert.

Dies nur mal als kleine Anekdote für diejenigen, die häufig mal behaupten im AVD e.V. würden aggressive oder scharfe Hunde zur Zucht kommen, dies ist eine Lüge. Es ist sogar im Gegenteil so, dass die Rasse Dogo Canario (Alano) nur im AVD e.V. so geprüft wird, dass Hunde mit Wesensfehlern überhaupt rausselektiert werden können. Denn wenn man nie etwas prüft findet man auch nie Fehler – dass ist natürlich klar…

(Aber ich bin, aus Erfahrungen der Vergangenheit, natürlich überzeugt, dass unsere Widersacher sicher in Kürze (nach diesem Artikel) auch, zumindest im Internet, behaupten werden, dass sie das Wesen ihrer Zuchthunde angeblich überprüft hätten. Aber was soll’s im Internet kann sich sicher jeder mit uns messen, in der Qualität der Hunde sicher nicht!).

Bevor ich die Prüfungsergebnisse einfüge, möchte ich auch noch in aller Deutlichkeit sagen, dass nur etwa 10% der gesamten Rase (weltweit!) in der Lage sind eine ZWP1 erfolgreich zu bestehen. Und bei noch höheren Zuchtwert-Prüfungen wage ich kaum einen Prozentsatz zu nennen. Also ist es absolut keine Schande wenn bei einer Zuchtwertprüfung auch mal ein Hund aus guter Linie durchfällt. Wenn alle Vereinshunde in der Lage wären eine ZWP1 zu bestehen, würden wir uns sicher freuen, andererseits würden wir die Anforderungen, dann aber drastisch anziehen. Denn schließlich ist es bei einem seriösen Zuchtverein so, dass nur die guten, die Elite zur Zucht verwendet werden soll. Wir wollen keinen Stillstand in unserer guten Qualität sondern eine stetige Steigerung.

Erfreulich ist rauszustellen, dass sich eine neue Hündin in den handverlesenden Kreis der ZWP3-Hunde begeben hat. Honra de la Arena ist nach Sheila die einzige Hündin, die die höchste Stufe der Wesensprüfung, die ZWP3, erfolgreich absolviert hat! So gehen Hunde in die deutsche Rassegeschichte ein. Nur Schade, dass sich der Hundebesitzer noch nicht zu einer Zuchtleihe (Zuchtverwendung) der Hündin entschließen konnte. Schon vor über einem Jahr, wurde dem Besitzer der damaligen ZWP2-Hündin, von kanarischen Züchtern mehrer Deckrüden (in Kooperation) angeboten…

Also an dieser Stelle noch mal einen besonders herzlichen Glückwunsch!

Hier die Ergebnisse der Wesensprüfungen vom 15.12.07:

Zuchtwertprüfung 1
Ora de la Arena – bestanden
Alf vom Teufelshof(Teilnahme ehrenhalber da Fremdrasse) – nicht bestanden
Nuera de la Arena – nicht bestanden
Ramon von Perro de Presa/Pretorianern – nicht bestanden

Zuchtwertprüfung 2
Maxima de la Arena –  bestanden
Patrino de la Arena – bestanden

Zuchtwertprüfung 3
Hampa de la Arena (Greif) –  bestanden
Dardo de la Arena – bestanden
Honra de la Arena (Ginger) – (bedingt) bestanden

Nach der Beendigung der Prüfungen, wurde dann zum gemütlichen und später feuchtföhlichen Teil der Veranstaltung übergegangen. Die eigentliche Weihnachtsfeier mit schönem Weihnachtsessen hatte begonnen.

Bevor ich es vergesse… Vor dem Singnal zu Essenfassen hielt ich, in guter Tradition, eine Kurze (!) Ansprache bei dem ich die wichtigsten Begebenheiten des Jahres noch einmal erzählte und gewisse Wünsche für das kommende erwähnte. Dann wurden in Respekt und Annerkennung  drei AVD e.V. Ehrenurkunden 2007 feierlich überreicht. Die diesjährigen Ehrenurkunden erhielten, die Empfänger für ihre selbstlose, vereinsloyale und unterstützende Arbeit für den Alano Veein Deutschland e.V. – Delegación Alemán del Dogo Canario©AVD e.V., für die Rasse Dogo Canario und dem Typ Alano aus dem sie hervorgegangen ist.

Die drei geehrten Herren waren Florian Siedler, Albert Spreu und Denis Grasow.

Ich denke, dass ich wohl, von einem vollends gelungen Weihnachtstreffen sprechen darf.

Also Liebe Vereinsmitglieder ich wünsche Euch einen guten Rutsch und ein gesundes und friedvolles Neues Jahr. Auf das wir uns im kommenden Jahr 2008 wieder gemeinsam der Arbeit an unserer Rasse und in unserem Verein widmen können.

Arne Pohlmeyer

28.12.07

AVD e.V.-Sommertreffen 2007

Am 15. und 16. September fand das diesjährige AVD e.V.-Sommertreffen in Essen statt.

 Unserem Verein stehen in Essen mehrere Platzanlagen zur Verfügung.

Wir hatten uns dieses Jahr entschlossen das Alano-Treffen auf dem Gelände des PHV-Essen auszurichten. Der PHV ist ein Verband für das Schutz- und Polizeihundewesen, in dem wiederum AVD e.V.-Mitglieder im Vorstand Ämter bekleiden.

Die vergangenen beiden Jahre hatten wir ja das Vereinsgelände des DVG-Essen Karnap genutzt. Die Treffen dort waren auch immer sehr erfolgreich und auch in Zukunft werden wir sicher einer Einladung aus Karnap wieder freudig folgen. Doch ist es gerade im Bezug auf unsere abwechslungsreichen Nachtübungen immer von Vorteilt, wenn wir die Plätze ab und zu mal wechseln.

 

Das diesjährige Ausbildungsgelände und das riesige Clubheim des PHV war absolut hervorragend geeignet um ein schönes AVD e.V.-Treffen auszurichten, und ich denke das war es auch…

Der Zuschauerandrang war nicht so besonders groß, dafür waren aber fast alle Besucher aktive Hundeführer und so waren sehr viele Hunde bei der Arbeit zu sehen. Und das sollte ja auch der eigentliche Sinn unserer Treffen sein.

 

Los ging es am Samstagvormittag so um 11Uhr. Wir begannen mit einem kleinen aber ausgeklügelten Wesensparcour, der die Belastbarkeit, die Geschicklichkeit und die Umwelttauglichkeit der Hunde fordern sollte.

 

Da nach ging es los mit der Ausbildung im Schutzdienstbereich. Gearbeitet wurde mit Elementen aus dem IPO, VPG, KNPV und Mondioring.

 

Während der beginnenden Dämmerung wurden die letzten Meldungen zur Nachtübung angenommen. Und die allgemeinen Regeln und der Ablauf der Nachtübung genau erklärt. Die Nachtübung wurde von unserem zweiten Vorsitzenden Frank Nedel hervorragend geleitet!

Nach Einbruch der Dunkelheit ging startete unsere, immer sehr beliebte, Nachtübung.

Die Starter der Nachtübung konnten ihre Hunde in drei verschiedenen Klassen melden, die Junghundklasse, die Silberklasse und die Goldklasse.

 

Es wurden neben unseren Dogo Canarios auch noch eine ganze Reihe anderer Rassen gemeldet (wie z.B. Malinois, Rottweiler, Dobermänner, Am.Staffs und Mischlinge).

Nachtübung / Wesensparcour mit Schutzdienst

Junghundklasse:

1. Platz: Patrino de la Arena (54 Pkt)

2. Patz: Ora de la Arena (50 Pkt)

2. Platz: Alf vom Teufelshof (Dobermann) (50 Pkt)

3. Platz: Quentin de la Arena (48 Pkt)

4. Platz: Oso de la Arena (46 Pkt)

5. Platz: Tara (Pitbull / Am. Staff FCI) (42 Pkt)

6. Platz: Rubio (40 Pkt)

7. Platz: Quattro de la Arena (39 Pkt)

8. Platz: Pantera de la Arena (38 Pkt)

9. Platz: Ole Ole de la Arena (37 Pkt)

10. Platz: Orca de la Arena (30 Pkt)

11. Platz: Chila (23 Pkt)

12. Platz: Gordian (Schwarzer Russischer Terrier) (21 Pkt)

13. Platz: Orlanda de la Arena (18 Pkt)

Silberklasse:

1. Platz: Dureza de la Arena (46 Pkt)

2. Platz: Capitán de la Arena (44 Pkt)

3. Platz: Sparky (Rottweiler-Dogo Canario Mix) (35 Pkt)

4. Platz: Dora von Walhalla (34 Pkt)

5. Platz: Lenny (33 Pkt)

6. Platz: Jeno’s Berta (32 Pkt)

7. Platz: Toni (29 Pkt)

8. Platz: Mago de la Arena (28 Pkt)

9. Platz: Maria de la Arena (26 Pkt)

9. Platz: Hombre de la Arena (26 Pkt)

10. Platz: Schakal (Malinois-DSH-Mix) (25 Pkt)

11. Platz: Tequilla (Rottweiler) (24 Pkt)

12. Platz: Bugspy Malone Space Invaders (Pitbull/Am. Staff FCI) (21 Pkt)

13. Platz: Zeus (Pibull/Am. Staff FCI) (18 Pkt)

14. Platz: Leo de la Arena (17 Pkt)

15. Platz: Prinz (16 Pkt)

16. Platz: Maja (Labrador-Boxer-Mix) (14 Pkt)

17. Platz: Digger (Cane Corso-Am. Bulldog-Mix) (10 Pkt)

Goldklasse

1. Platz: Hampa de la Arena (42 Pkt)

2. Platz: Honra de la Arena (36 Pkt)

3. Platz: Clara vom Further Moor (Malinois) (35 Pkt)

4. Platz: Parko (Nedel) (34 Pkt)

Am zweiten Tag starteten wir mit der Ausbildung und versuchten einige Fehler der Hunde wieder aufzuarbeiten. An dieser Stelle ein großes Lob an “Theo” (griechisch) der, obwohl erst vor einer Woche den Figurantenlehrgang absolviert, stramm seinen Mann stand und einen starken Hund nach dem anderen nahm (auch Hunde wie Arnold und Parko die ihm dicke Knutschflecke hinterließen) ohne dabei zu murren. Theo hat überhaupt keinen Dogo Canario und ist noch nicht einmal Mitglied, er figurierte nur aus Freude und Wissbegieren. Daumen hoch!

Etwas später waren dann die Prüfungen an der Reihe.

Der Formwertprüfung unterzogen sich die Hunde Wizard de Irema Curto, Ora de la Arena, Lenny (Lauß), Mora de la Arena, Moja de la Arena. Formwertprüfer war Timm Barche. Timm Barche gehört zu der kleinen Hand voll Leute in Deutschland, die den Formwert des Dogo Canario korrekt ermitteln können.

Hier die Bewertungen der Formwertprüfung:

Wizard de Irema Curto: Formwertnote 2 (ohne Abstriche)

Ora de la Arena: Formwertnote 2 (mit leichten Abstrichen)

Lenny (Lauß): Formwertnote 2 (mit leichten Abstrichen)

Mora de la Arena: Formwertnote 3 (ohne Abstriche)

Moja de la Arena: Formwertnote 3 (mit deutlichen Abstrichen)

Da nach folgten die Wesensprüfungen für Zuchthunde in Ruhe und Reizlage.

Gemeldet wurden drei Rüden in der Klasse ZWP2, die Rüden waren Hampa de la Arena, Lennox de la Arena, Quentin de la Arena.

Richter war Frank Nedel. Hier seine Urteile:

Hampa de la Arena

Allgemeiner Eindruck:

Sehr guter charakterstarker Rüde mit tadelloser Vorstellung in Ruhe- und in Reizlage.

Bewertung: Voll bestanden

Lennox de la Arena

Allgemeiner Eindruck:

Sehr guter charakterstarker Rüde mit tadelloser Vorstellung in Ruhe- und in Reizlage.

Bewertung: Voll bestanden

Quentin de la Arena

Allgemeiner Eindruck:

Sehr guter , noch sehr junger (12Monate) Rüde, der noch etwas unerschrockener sein könnte.

Bewertung: Voll bestanden

Zu den ZWP’s (Zuchtwertprüfungen) will ich anmerken das vielleicht schon einigen aufgefallen ist, dass Timm mit Hampa de la Arena (Sheila x Odin) doch bereits die ZWP3 und schon mehrere malew die ZWP2 abgelegt hat. Dies sollte keinen verwundern sondern lieber animieren Timm nicht nachzustehen und auch die eigenen Hunde immer wieder Leistungsprüfungen zu unterziehen um so die tatsächliche dauerhafte Qualität der Hunde zu untermauern.

Des weiteren wollen wir auch die anderen beiden ZWP-Starter bedenken, Quentin und Lennox. Beide Hunde haben mich absolut beeindruckt!

Lennox de la Arena (Zora Puma) wurde sehr lange nicht gearbeitet und legte für mich, aus Figurantensicht, eine absolute Spitzenleistung hin. Der Rüde war absolut sicher in der Ruhelage und blitzschnell, hart und extremwehrfähig in der Reizlage. Sehr schön!

Quentin de la Arena (Cobra x Odin) legte eine nicht ganz tadellose, aber trotzdem nicht minder zu bewertende Vorstellung hin und das obwohl er erst am nächsten Tag seinen ersten Geburtstag feiern durfte. Mit 12 Monaten ist er der erste Hund (Molosser!) der die ZWP2 erfolgreich bestanden hat. Herzlichen Glückwunsch!

(Für die Insider aus alten Zeiten die ZWP2 ist ähnlich wie die ZTP-BV (Sewerin) nur das sie nicht am Beuteärmel figuriert wird, sondern am Anzug und das der Scheintäter wesentlich kürzer und somit direkter aus dem Versteck her raus angreift. In der Ruhelage ist sie auch etwas verschärft. Also so zu sagen eine etwas härtere ZTP-BV.)

Nach den Prüfungen ließen wir das Treffen mit ein wenig Training und leckeren Kuchen und Waffeln gemütlich ausklingen.

Auch dieses Jahr waren wieder ernsthafte Hundesportler, Ausbilder und angehörige der Polizeihundestaffeln als Gäste und Teilnehmer vertreten.

Alles in Allem also wieder ein gelungenes AVD e.V. Treffen was voll unter dem Stern des Arbeits-Dogo Canarios stand.

Ein riesiger Dank geht an den gesamten PHV-Essen, an alle Helfer (wie z.B. den überaus hilfsbereiten Thomas) und an die Organisatoren des AVD e.V. Sommertreffens 2007 ganz besonders an Claudia und Hannes die dieses Treffen erst ermöglicht haben. Vielen Dank!!!

Arne Pohlmeyer

Praxisnahes Gebäudetraining am 16.06.07

Praxisnahes Gebäudetraining für Schutzhunde Kurzbericht…

Am 16.06.07 traffen sich einige Schutzdienstfreunde auf einem Reiterhof um ein ausgefallendes Gebäudetraing mit Ihren Vierbeiner zu absolvieren.

Auf  dem Reiterhof standen mehrere Gebäude zur Verfügung die ein extrem praxisnahes Trainingsumfeld boten.

Besonders spannend war eine Trainingssituation in der der Hundeführer mit seinem  Schutzhund über mehere glatte Treppen in einen Kneipen-Party-Raum gelang, in dem alle Teilnehmer fröhlich saßen den Hund begrüßten und staunend zusahen als plötzlich ein bitterböser “Räuber” die Party unsanft beenden wollte und dabei auch massiv den Hundeführer+Hunde-Teams an die Wäsche ging… Die meisten erfahrenen Hunde wurden nicht vorher gearbeitet und somit aktiviert sondern wurden völlig roh in diese unerwartete Situationen geführt. Das alles war natürlich recht spanned, da bei dieser realitätsnahen Arbeit viele der Hunde natürlich ganz anders aussahen als bei der Arbeit auf dem gewohnten Hundeplatz.

Es waren neben einigen Junghunden und untrainierten Hunden auch einige alte Experten am Start.

So zeigte zum Beispiel der alte Kämpe “Wotan”, dass er wenn es drauf ankommt wie eh und je seinen Mann steht und den angreifenden echten Täter sofort kontrolliert und das wo er seit weit über einem Jahr keinen Figuranten mehr gesehen hat… Charakter ist halt Charakter”!

Aber auch viele andere Hunde haben hier sehr gute und grundsolide Arbeit gezeigt (wie z.B. Honra de la Arena, Cobra de la Arena, Hampa de la Arena, Delicia de la Arena und andere).

Ebenfalls konnten wir, in ähnlichen Situationen,  bei den jüngeren Hunden oder auch weniger gut trainierten älteren Startern gute Leistungen sehen (wie z.B. bei Ora de la Arena, Quentin de la Arena, Pantera de la Arena, Mago de la Arena, Maria de la Arena und andere).

Neben den Überprüfungen wurden die Hunde aber auch im normalen Schutzdiest aufgebaut und ausgebildet, wo sich natürlich die riesige Reithalle anbot.

Hier zeigten vorallem die Hunde Ora de la Arena, Oso de la Arena, Quattro de la Arena, Maria de la Arena, Mago de la Arena, Dobermann “Muffin”, Dora von Walhalla und Alberts “Mina” de la Arena deutliche Fortschritte an denen wir sicher weiter aufbauen können.

Von den Junghunden hat mich persönlich Nicloe’s Wotantochter “Ora de la Arena” am meisten beeindruckt, das ist der Charakter den ich mir wünsche: nervlich sicher, trotzdem richtig triebig, geht super über Wehr und Beute (60% zu  40%), zeigt Härte, sehr schnelle Reaktionen, und scheut sich absolut nicht vor echten Tätern, und schön ist sie auch noch, Glück muß man haben! (Neben einer guten Verbingungswahll!!!)

Erwähnenswert war sicher auch noch die Arbeit die uns Timm mit seinem Greif (Hampa de la Arena) zeigte. Timm testete wie sich sein Hund wohl beim “Korb bewachen” anstellen würde. Im Mondioring-FCI muß der Hund einen Gegenstand, in der Regel einen Weidenkorb, bewachen. Timm wandelte diese Hundesportübung etwas ab in dem er keinen Weiden- sonderen einen Lederkorb benutzte… Eine schwierige Ausbildungsstufe, vorallem wenn man seinen Hund nicht, aus Showzwecken,  künstlich in der Beute hochdrehen will.

Neben den “Üblichen Verdächtigen”, danken wir diesmal besondersn Florian und Steffen für die mutige und spektakuläre Scheintäterarbeit.

Neben den Hunden stand aber auch diue Geselligkeit im Mittelpunkt dieses Wochenendes.

Tobi hatte für alle gegrillt und es standen reichlich Getränke zur Verfügung.

Eine kleine Fehlplanung auf der Einkaufsliste war sicher das neben antialkohlischen Getränken und Flaschenbier auch Harte Ware wie Wodka, Wisky, Rum ect. für alle in Fülle eingeplant war. Doch sowas trinken wir als verantwortungsbewußte Hundeführer doch nicht!!!

Am nächsten Tag ging’s dann auf den Hundeplatz zum sonntäglichen Hundesport.

Wie gesagt es war kein offizielles AVD e.V.-Treffen sondern ein recht spontanes Trainings-Kumpel-Treffen. Aber ich denke auch von so was “Kleinem aber Feinem” kann man hier mal kurz berichten….

Arne Pohlmeyer

AVD e.V.-Treffen SÜD Pfingsten 2007

Alano Verein Deutschland e.V.

Gruppe Süd

Pfingsten 2007

 

Das diesjährige Pfingstreffen wurde von der AVD e.V.-Gruppe Süd ausgerichtet.

Das Treffen wurde von unseren bayrischen Vertretern Peter und Josef, lange im Vorfeld geplant und bestens vorbereitet.

 

Sehr spannend bei diesem Arbeits- und Prüfungstreffen war das Austragungsgelände, das nämlich im  Gegensatz zu den meisten Hundetreffen nicht die grüne Wiese sondern, ein riesiger Baustoffhandel war.

Hier gab es eine Vielzahl von Möglichkeiten die man zum arbeiten der Hunde nutzen konnte.

Alles war bestens vorbereitet, und Getränke und verschiedene Leckereien (von Kuchen über Chili Con carne bis zu Bratwurst und Brötchen), war alles da.

 

Ab 14 Uhr fanden sich am Samstag die  Teilnehmer langsam alle ein. Nach einer kurzen Begrüßung (im bayrischen Stil) durch Josef Reger, wurde das diesjährige Pfingsttreffen offiziell eröffnet.

 

Die Teilnehmer kamen aus den verschiedenen Ecken Deutschlands und aus dem benachbarten Österreich zusammen um das diesjährige Pfingsttreffen gemeinsam zu gestalten. Auch bei bester Organisation kann ein Hundetreffen ohne das  entsprechende Hundematerial nicht gelingen.  Es waren fast alles aktive Hundeführer, reine Zuschauer waren nur wenige da.

 

Alle Anwesenden waren interessiert ihre Hunde im Schutzdienst zu arbeiten, und da boten sich hier wirklich eine Fülle an Möglichkeiten die Hunde auch mal außerhalb vom 0815 Schema zu arbeiten. Auf einem eigens abgesperrten Gelände wurden die Hunde in großen Baucontainern, auf Transportern, zwischen LKW’s mit laufendem Motor, auf Gitterrosten die mit dem Wasserschlauch bespritzt wurden, in gefliesten Räumen, zwischen allen möglichen Baumaterial zu trainieren und zu testen.

 

Nach dem die Hunde ausgiebig gearbeitet wurden, meldeten sich viele Teilnehmer zu den ZWP’s an. Zuchtwertprüfungen stellen einen der wichtigsten Bausteine unserer Zuchtselektion dar, es sind die Wesensprüfungen wo die Kandidaten in Ruhe- wie in Reizlage geprüft und bewertet werden. Wenn sich unsere strenge Zuchtordnung international nur halbwegs durchsetzten könnte, wäre dem Verfall unserer Rasse in kürzester Zeit Einhalt geboten…

Da man auf Grund falscher Orientierung und Überbewertung der Schönheitsausstellungen davon leider nicht ausgehen kann, wird man in ein paar Jahren wohl die charakterfesten Hunde unseres Vereins nicht mehr mit dem internationalen Gros der Dogo Canarios über einen Kamm scheren können. Selbst jetzt sprechen einige internationale Züchter schon so ehrfürchtig über unsere Leistungslinien als würde es sich um eine andere Art Hund handeln. Doch dies sollte uns nicht nur mit Stolz erfüllen, sondern vielmehr auch deutlich machen wie besorgniserregend die Lage langsam wird bzw. wie es um das Wesen unserer Rasse steht. Es ist höchste Eisenbahn, dass auch die spanischen Züchter sich wieder auf das wesentliche, den Ursprung unserer Rasse konzentrieren.

 

Trotzdem wollen aber auch wir nicht Betriebsblind werden, es ist noch lange nicht so das all unsere Hunde unseren Anforderungen entsprechen, gerade im Bezug auf den Formwert und das Aussehen gibt es noch viel Arbeit, aber auch im Wesen gibt es neben unseren Elitehunden und dem wesensmäßig guten Durchschnitt auch immer noch einige Ausreißer mit denen wir nicht zufrieden sein können, aber wir sind immerhin auf dem richtigen Weg, was man von vielen anderen nicht behaupten kann…

 

Pfingsten war es so das 8 Hunde zur ZWP 1 und ein Hund zur ZWP2 gemeldet wurden.

Die Zuchtwertprüfung 1 ist unsere Grund- beziehungsweise Mindestanforderung die wir an das Wesen eines Alano/Dogo Canario stellen.

Es gibt natürlich immer wieder Zuschauer und Interessenten aus dem harten Schutzdienstlager denen die ZWP1 nicht als spektakulär genug erscheint, dass mag in einer Art verständlich sein, denn auch uns fallen noch deutlich mehr Möglichkeiten ein, wie wir die Wesensprüfungen noch deutlich erschweren können, aber was hat man davon, wenn bei uns nur noch die absoluten Spitzenhunde bestehen können, was klar bedeutet das Züchter mit Hunden außerhalb unseres Vereins eigentlich keine Möglichkeiten mehr haben mit ihren Dogo Canarios zu bestehen…

Und sollten wir nie vergessen, dass es sich hier nicht um eine Ausbildungsprüfung sondern um eine Anlagenprüfung handelt und Hunde die während dieser Wesensprüfung die nötigen Anlagen zeigen, gehören eigentlich automatisch schon zur internationalen Elite was Leistung, Wesen und Charakter betrifft.

Und auch bei uns fallen immer wieder Hunde in der ZWP1 durch und wenn es nicht so wäre, würden wir die Anforderungen sofort weiter anziehen, da es ja sind und Zweck von Zuchtprüfungen ist nur die guten dem Rasseideal nahen Hunde in die Zucht zu lassen.

Deshalb können wir  es auch ohne weiteres verdauen wenn uns jemand sagt das er erst interessiert ab der ZWP2 zu schaut, da es vorher wohl noch nicht genügend auf’s Mett gibt, naja…

 

Auf jeden Fall wurden die Zuchtprüfungen, bei diesem Alanotreffen, klar von den ZWP’s 1 dominiert. Kurze Erläuterung zum Ablauf der Prüfung:

Der Hund wird mehrfach durch eine große Gruppe von fremden Passanten geführt und später in die Mitte eines sich bedrohlich schnell schließendem Menschenkreises abgesetzt. Diese Belastungen sind höher einzustufen als die Durchquerung einer Fußgängerzone und die Fahrt in einem voll besetzten Fahrstuhls. Wenn der Hund sich hier sicher und freundlich gezeigt hat, geht es weiter mit verschiedenen Umwelt und Schreckbelastungen (Schirme, Planen, Schüsse 9mm ect.). Nach dem Ruhelagenteil muss der Prüfling dann noch entschieden  einen Überfall vereiteln und während einer Mutprobe beweisen das er auch ohne die Nähe und Unterstützung seines Hundeführers selbstbewusst und auf sich gestellt arbeiten kann. Bei den Schutzdienstteilen folgen analog zur Gebrauchshundeselektion noch starke Belastungen mit dem Stock, um auch die positiven Eigenschaften wie Belastbarkeit und die Härte in der Zucht zu verankern.

ZWP2 stellt im Gegensatz zur ZWP1 schon eine deutlich gesteigerte Überprüfung der Wesensveranlagungen dar, hier geht’s dann schon richtig zur Sache, so dass man davon ausgehen kann das kaum ein ausgebildeter Sporthund der typischen Gebrauchshunderassen hier mithalten kann.

 

Das spannendste bei den ZWP’s war sicher die Tatsache das hier kleine Prüfungs-Geschichte geschrieben wurde, es wurden zwei Junghunde die gerade erst 8 Monate alt geworden sind zur Wesensprüfung vorgestellt!!! Nach unserem Wissen und kurzen Recherchen gab es bis Dato, von ähnlich jungen Alanos/Dogo Canarios,  weltweit noch keine vergleichbare (geprüfte bzw. nachweisbare) Leistung in den Bereichen Ruhe- und Reizlage!

Unser Glückwunsch und unser Respekt gilt diesen beiden Junghunden (Quentin de la Arena und Patrino de la Arena), die eigentlich noch mehr Welpe als erwachsener Hund sind.

Die besten und fehlerfreisten Vorstellungen boten uns hier “Capitán de la Arena” in der ZWP1und “Hampa de la Arena” in der ZWP2.

 

 

 

Hier die Resultate (in Kurzform) der ZWP’s Pfingsten 2007:

 

(Anmerkung: Eine bestandene ZWP allein ermöglicht noch keine Zuchtverwendung des Hundes, zuvor müsste noch nach erfolgreich abgelegten Gesundheitstest, Ausdauerprüfung und Formwertprüfung die Zuchtzulassung beantragt werden, und erst nach beurkundeter Zuchtzulassung wird der Hund der Zucht zugeführt).

 

 

ZWP2

Hampa de la Arena

Allgemeiner Eindruck:

Sehr gute und absolut fehlerfreie Vorführung des routinierten Rüden

Resultat:

Voll bestanden

 

 

 

 

 

ZWP1

Dora von Walhalla

Allgemeiner Eindruck:

Insgesamt eine gute Vorstellung, die Hündin zeigt sich in der Ruhelage freundlich und fehlerfrei (außer beim Schirm wo sie etwas schreckhaft erscheint).

In Reizlage ebenfalls gute Arbeit allerdings könnte der Griff noch deutlich fester und ruhiger sein.

Resultat:

Voll bestanden

 

 

ZWP1

Doramas (Import de la Arena)

Allgemeiner Eindruck :

Der schöne Rüde müsste in der Ruhelage bei Schirm, Vorhang und Schüssen noch etwas selbstsicherer sein, aber insgesamt eine gute Vorstellung mit guter Leistung.

Resultat:

Voll bestanden

 

ZWP1

Lenny

Allgemeiner Eindruck:

Solide, etwas roh wirkende Vorstellung, ohne größere Fehler.

Resultat:

Voll bestanden

 

ZWP1

Quentin de la Arena

Allgemeiner Eindruck:

Freundlicher, sehr guter Junghund von gerade erst 8 Monaten Alter. Er könnte beim Schirm und bei den Schüssen selbstsicherer sein. In der Reizlage wiederum ist er absolut ohne Fehler.

Resultat:

Voll bestanden

 

ZWP1

Patrino de la Arena

Allgemeiner Eindruck: Sehr triebiger Jungrüde von gerade erst 8 Monaten, wirkt in der Reizlage ausgeprägt aggressiv, sollte etwas ruhiger sein.

Resultat:

Voll bestanden

 

ZWP1

Capitán de la Arena

Allgemeiner Eindruck:

Sehr guter Rüde mit absolut perfekter und fehlerfreier Vorführung.

Resultat:

Voll bestanden

 

ZWP1

Maria de la Arena

Allgemeiner Eindruck:

Am heutigen Tage eine mäßige Vorstellung der Hündin die noch ausreicht, in Ruhe- wie Reizlage zeigt sie Leistung, allerdings nicht ohne deutlich Fehler.

Resultat:

Bedingt bestanden

 

 

ZWP1

Akbar von baden

Allgemeiner Eindruck:

In der Ruhelage akzeptabel, in der Reizlage keine akzeptable Leistung bzw. Führerverteidigung erkennbar.

Resultat:

Nicht bestanden

 

 

 

 

Nachtübung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach den Zuchtwertprüfungen ging es an die Nachtübung, die uns allen schon im Vorfeld, von der Arbeitsgruppe Süd, als spektakulär und äußerst ausgefeilt angekündigt wurde.

 

Zu der Nachtübung wurden 33 Hunde gemeldet. Gestartet wurde wie immer in drei Klassen “Jugendklasse“, “Silberklasse“ (für erwachsene Hunde) und die “Goldklasse“ (für die absoluten Nachtübungskracks.

 

 Nachtübungsresultate:

Goldklasse
Platz

 

 

 

Hundename

 

 

 

Besitzer

 

 

 

Rasse

 

 

 

Punkte

 

 

 

1

 

 

 

Hampa de la Arena

 

 

 

Timm B.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

109

 

 

 

2

 

 

 

Parko

 

 

 

Frank N.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

91

 

 

 

3

 

 

 

Honra de la Arena

 

 

 

Thomas G.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

80

 

 

 

4

 

 

 

Xana v. Kaiserstuhl

 

 

 

Theo M.

 

 

 

Engl. Bullterier

 

 

 

70

 

 

 

Silberklasse

 

 

 

Platz

 

 

 

Hundename

 

 

 

Hundeführer

 

 

 

Rasse

 

 

 

Punkte

 

 

 

1

 

 

 

Cobra de la Arena

 

 

 

Arne Pohlmeyer/

Benjamin Schild

 

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

120

 

 

 

2

 

 

 

Dora von Walhalla

 

 

 

Florian S.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

105

 

 

 

3

 

 

 

Dureza de la Arena

 

 

 

Arne P.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

98

 

 

 

4

 

 

 

Barry

 

 

 

Walter B.

 

 

 

Malinois Mischling

 

 

 

87

 

 

 

5

 

 

 

Archie Bentaiga

 

 

 

Bert E.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

79

 

 

 

6

 

 

 

Capitán de la Arena

 

 

 

Arne P.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

76

 

 

 

7

 

 

 

Lenny

 

 

 

Maik L.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

75

 

 

 

8

 

 

 

Maria de la Arena

 

 

 

Theo u. Claudia

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

71

 

 

 

9

 

 

 

Toni

 

 

 

Andreas F.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

65

 

 

 

10

 

 

 

Jinete de la Arena

 

 

 

Sven S.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

63

 

 

 

11

 

 

 

Mago de la Arena

 

 

 

Steffen L.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

60

 

 

 

12

 

 

 

Akbar von Baden

 

 

 

Jochen M.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

58

 

 

 

13

 

 

 

Simba Bentaiga

 

 

 

Thorsten M.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

51

 

 

 

14

 

 

 

Leo de la Arena

 

 

 

Christian R.

 

 

 

Alano/Dogo Canario

 

 

 

49

 

 

 

Junghundklasse

 

 

 

Platz

 

 

 

Hundename

 

 

 

Hundeführer

 

 

 

Rasse

 

 

 

Punkte

 

 

 

1

 

 

 

Patrino de la Arena

 

 

 

Ronny N.

 

 

 

Alano/

Dogo Canario

 

 

 

 

 

129

 

 

 

2

 

 

 

Pantera de la Arena

 

 

 

Grasow

 

 

 

Alano/ Dogo Canario

 

 

 

127

 

 

 

3

 

 

 

Quentin de la Arena

 

 

 

Tobias V.

 

 

 

Alano/

Dogo Canario

 

 

 

 

 

124

 

 

 

4

 

 

 

Ora de la Arena

 

 

 

Nicole W.

 

 

 

Alano/

Dogo Canario

 

 

 

 

 

116

 

 

 

5

 

 

 

Oso de la Arena

 

 

 

Arne P.

 

 

 

Alano/

Dogo Canario

 

 

 

 

 

107

 

 

 

6

 

 

 

Julchen

 

 

 

Christian R.

 

 

 

Dogo Mallorquin/FCI 101

 

 

 

7

 

 

 

Adolf

 

 

 

Walter B.

 

 

 

Alano/ Dogo Canario

 

 

 

99

 

 

 

8

 

 

 

Quattro de la Arena

 

 

 

Florian S.

 

 

 

Alano/ Dogo Canario

 

 

 

93

 

 

 

9

 

 

 

Orca de la Arena

 

 

 

Tobias O.

 

 

 

Alano/ Dogo Canario

 

 

 

83

 

 

 

10

 

 

 

Olé Olé de la Arena

 

 

 

Mike R.

 

 

 

Alano/ Dogo Canario

 

 

 

77

 

 

 

11

 

 

 

Orlanda de la Arena

 

 

 

Ulrich B.

 

 

 

Alano/ Dogo Canario

 

 

 

75

 

 

 

12

 

 

 

Gerry

 

 

 

Heinz L.

 

 

 

Deutscher Schäferh.

 

 

 

70

 

 

 

13

 

 

 

Primavera de la Arena

 

 

 

Mike R.

 

 

 

Alano/ Dogo Canario

 

 

 

37

 

 

 

 

Die Nachtübung fand auf einem anderen Teil des Baustoffhandels statt, so dass es für alle Hunde auf komplett neuem und unbekannten Gelände statt fand.

 

Die Nachübung bestand aus 10(!) Stationen, sieben Umwelt- Ruhelage- Unterordnungs- Stress- Situationen und drei schweren Reizlagen (KH).

Ich verkneife es mir diesmal in allen Einzelheiten auf die einzelnen Stationen einzugehen, da wir in der Regel sonst unsere Nachtübungen beim nächsten Treffen der Konkurrenz eins zu eins wieder finden.

 

Soviel soll genügen: Die Hunde wurden in den Stress/Umweltteilen extrem durch Hochdruckluft, Wasserbomben, Scheinwerfern, Einzugs-Musik, Flatterbändern, Kanistern, Betonmischern, Luftballonpools usw. usw.  geprüft und strapaziert.

 

In den Reizlagen gab es drei Täter die den Hunden richtig einheizten.

 

Nach meinem persönlichen Resümee muss ich sagen war die Nachtübung sehr interessant und fantasievoll aufgebaut, allerdings darf auch Eigenkritik wie auch Kritik zwischen Freunden und Vereinsmitglieder nicht ein Tabu dar stellen.

 

Für die Insider:

Neben der perfekten Vorbereitung, durch die Arbeitsgruppe Süd, gab es ein paar Punkte die für mich nicht ganz optimal  waren. Dies waren keine Fehler einer Einzelperson, sondern entstand aus dem Umstand heraus das wir keine Zeit fanden um die Scheintäter, Bewerter und Helfer der Nachtübung ausreichend zu instruieren bzw. alle Eventualitäten durchzusprechen…:

In der Junghundklasse wurde wie in allen vorherigen Stationen gesagt, dass der Hundeführer bis auf Anweisung an einer vorgegebenen Stelle warten musste, dies war ja in allen anderen Stationen auch logisch. Allerdings kam in dieser Station plötzlich ein Scheintäter der mehr oder weniger angriff, und das mehr oder weniger war dann auch das Problem, da der Scheintäter zwar hetzte aber nicht in die Reichweite des Hundes kam und so konnten nur die Hunde einen schnellen Einbiss erlangen, deren Hundeführer dem Täter entgegenrannten und die die artig ihren Hund festhielten und an der vorgegebenen Stelle warteten konnten nur einen verzögerten Anbiss landen. Das was nun gewollt war, hätte den Hundeführer deutlicher gesagt werden müssen. In der Erwachsenen Klasse wurde in zwei Reizalgestationen der Hund gesperrt oder durch Sperrversuche am Einbiss gehindert und das ist im AVD e.V. in der Silberklasse normalerweise nicht üblich. Ein Beispiel war das ein Figurant sich komplett hinter einer aufrecht vorgehaltenen Schubkarre versteckt hatte und so eigentlich nur ein sofortiger Anbiss im Kopf/Hals/Schulterbereich möglich war, da sogar die Ellbogen eingezogen wurden und der Scheintäter hatte keinen Helm das war doch etwas gefährlich, Resultat war das fast kein Hund einen Einbiss landen konnte. Da der Täter sich nonstop hinter der Karre versteckte und das wo wir klar gesagt hatte das keiner seinen Hund loslassen  bzw. ableinen durfte war diese Station also klar zu schwer. Mit zu schwer meine ich nicht zu hart, ein knackiger aber deutlicher Überfall wäre hier angebrachter gewesen. Ein beutestarker Hund sucht seine Beute auch hinter einer Schubkarre, aber ein Hund der aus der Verteidigung her raus beisst war hier schon ungleich im Nachteil, was eigentlich nicht der Sinn der Silberklasse ist…

Da in der Goldklasse viele Stressfaktoren nicht gesteigert werden konnten, und es den Figuranten plötzlich doch zu gefährlich erschien, gegen die noch gradlinigeren und durchsetzungsstärkeren Hunde der Goldklasse mit der Schubkarre anzugehen, mussten wir uns kurzer Hand entscheiden mit extrem hoher Härte gegen die Hunde vorzugehen. Da nur so der wichtige Unterschied, die notwendige und eindeutige Steigerung der Goldklasse klar rauszustellen und zu sichern.

Das in einer Station ein Radlader voll auf die Hunde zufuhr und abprubt abbremste um ein Gespenst hochzuziehen, fand ich wiederum sehr gut und absolut ausgefallen.

Ein Missgeschick entwickelte sich leider für den Mitveranstalter Josef  R. zu einem echten Unfall, der das Treffen etwas überschatte.

Josef stieß sich so dermaßen den Kopf, als er gerade seine Maxima de la Arena bei der Nachtübung führte, das  Josef sofort mit einer wirklich starken Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die Wunde wurde mit 16 Stiche genäht! AUA!

 

Wirklich grandios war die Organisation während der Nachtübung, das Drumherum.

Alle Bewertungsbögen wurden sofort eingesammelt und digitalisiert was nicht nur dazu beitrug, dass das erste mal in der Geschichte des Vereins alle Urkunden noch in der Nacht bei der Siegerehrung überreicht werden konnten, sondern auch dazu das alle Ergebnisse sofort über einen professionellen Projektor in gigantischer Größe an eine Häuserwand geworfen wurde. Das gab’s auch noch nie, so konnte man die ganze Nachtübung in jeder Klasse sehen welcher Hund gerade auf welchem Platz liegt. Das war irre spannend und einfach eine großartige Idee.

Wirklich beeindruckt haben mich eigentlich nur wenig Hunde bei dieser Nachtübung (wie z.B. Patrino de la Arena, Pantera de la Arena und Dora von Walhalla)  fast alle anderen habe ich schon mit besser Leistung gesehen.

Was mich aber absolut beeindruckt hatte waren die Helfer die im Hintergrund der Nachtübung und der gesamten Veranstaltung tätig waren. Fast alles gute Freunde von Peter und Josef, mein größter Respekt.

 

 

Nach der Siegerehrung der Nachtübung war es bereits halb sechs morgens geworden und das wo wir beim Einbruch der Dunkelheit bereits mit der Nachtübung begonnen hatte.

Das untermauert meine Theorie das eine Starterzahl von 40 Teilnehmern das Maximum für eine Nachtübung darstellen sollte.

 

Am nächsten morgen ging es schon um 8 Uhr morgens weiter, Training für alle. Mit Schlaf war also nicht viel.

 

Gegen Mittag  traten dann alle voller neuer Eindrücke und voller Müdigkeit die Heimreise an.

 

 

Fazit ein super organisiertes Treffen mit vielen engagierten Helfern, vielen netten Teilnehmern und einer beeindruckenden Nachtübung.

 

 

Das Treffen war, nach einer kleinen Generalprobe im Vorjahr, quasi die gelungene Prämiere der Arbeitsgruppe Süd. Wir hielten Bayern für ein etwas schwieriges Pflaster und wurden positiv überrascht. Es waren zwar keine Besuchermassen da, doch mit über 40 Hunden war es sehr wohl ein echtes AVD e.V.-Treffen.

 

Ich denke wir alle freuen uns schon wieder auf das nächste Süddeutsche Alanotreffen…

 

 

Arne Pohlmeyer

 

AVD e.V.-Präsident

AVD e.V.- Treffen Ostern 2007

Alano/Perro de Presa/Dogo Canario Oster-Treffen

Ostern 2007

 

Das diesjährige Ostertreffen war sehr gut besucht und insgesamt recht gut gelungen. Viele Vereinskameraden sind angereist um Ihre Hunde vorzuführen, zu arbeiten und sie weiter auszubilden. Neben dem engeren Kreis waren auch einige interessierte Hundesportler zu Gast bei unserem AVD e.V.- Ostertreffen.

Das Treffen ging über 2 Tage, wobei (wie üblich) am ersten Tag deutlich mehr los war.

 

So waren insgesamt sicher 50 bis 60 Menschen mit mindestens 60 bis 70 Hunden auf dem Vereinsgelände zu sehen.

Natürlich blieben nicht alle bis zur Nachtübung (die bekanntlich ja erst Nachts losgeht) geblieben, doch kann man mit Fug und Recht sagen, dass das Alano/Dogo Canario-Arbeitstreffen einen guten Anklang fand.

 

 

Nach einer kurzen Begrüßung fingen wir  ca. um halb zwölf an die Junghunde im Bereich “Ruhelage und Umweltfestigkeit“ zu trainieren. Alle Junghunde wurden an verschiedenste Stresssituationen mit und ohne fremde Personen gewöhnt. Hier wurde der Nachwuchs mit Wasser begossen, musste über Planen laufen, vorbei an Helfern die plötzlich Schirme öffneten, die Hunde anfassten, unerwartet stolperten oder mit Kanistern schmissen, unter Vorhängen durchlaufen, vorbei an einen 9mm Revolverschützen usw. usw. .

 

Die Junghunde zeigten sich im Gros übrigens sehr wesensfest, so dass nur wenige nachhaltig beeindruckt waren. Generell würde ich sagen, dieses Alano/Dogo Treffen wurde besonders durch die Junghunden (8 Wochen bis 13Monaten) dominiert.

Danach waren die Besitzer der Junghunde mächtig gespannt ob denn im Schutzdienst auch schon was drin ist… Und auch hier zeigten sich die Junghunde sehr gut. Wir können mit unserem Nachwuchs wohl zufrieden sein.

Die Figuranten gaben sich große Mühe den Wünschen der Hundeführer gerecht zu werden und ihre Vierbeiner möglichst gut zu fördern.

 

Nach Beendigung des Nachwuchstrainings wurden uns von Tobi’s “Viper“ (Quentin de la Arena) und von Thomas’s  “Ginger“ (Honra de la Arena) zwei, wie ich meine, für den sachkundigen Zuschauer beeindruckende Vorführungen dar geboten.

 

Quentin de la  Arena war gerade einmal 6 Monate alt und zeigte was er bereits in der Hundeschule Dog-Control gelernt hat und was für ein genetisches Potential in so einem jungen Kerlchen steckt.

Quentin de la Arena wurde von Tobi sauber bei Fuß auf den Hundeplatz geführt und im Abstand von ca. 25 Metern Entfernung zum Scheintäter abgelegt, wo er korrekt liegen blieb.

Der Hundeführer ging (ohne Hund) zum Scheintäter, der ihn mit Handschlag begrüßte, plötzlich schlug die Stimmung um und der Scheintäter griff den Hundeführer an. Jetzt wo Quentin de la Arena sah, dass sich sein Hundeführer in Bedrängnis befand, sprang er auf und raste auf den Scheintäter los und versuchte den Angriff zu vereiteln, was ihm etwas leidlich gelang.

 

Dann trennte bzw. unterbrach der Hundeführer durch Kommando die Kampfhandlung und nahm seinen “Viper“ wieder bei Fuß und entfernte sich. Nun ergriff der Scheintäter einen Plastikring (zwingt mich nicht Hulahup-Reifen richtig zu buchstabieren) der mit Flatterband behangen war und bedrohte das Tobi-Viper-Team, worauf hin Tobi seinen Alano/Dogo Canario FCI gegen den Täter schickte. Der halbjährige Rüde ging ohne abzubremsen voll durch die “Barriere“, wie wir im Mondioring sagen, eine Barriere bedeutet soviel wie eine optische Blockade die den Hund beeindrucken und vom Einbiss abhalten soll. Doch obwohl sein Ziel völlig verdeckt war, sprang der Hund durch den  Reifen und landete einen festen und sicheren Griff. Diese Übung stammt auch aus dem in der Hundeschule

“Dog-Control“ verwendeten Mondioring-System.

Nach dem landen dieses spektakulären Griffes, übte der Scheintäter noch hohen Druck, in der Form aus, dass er den Junghund in der Luft drehte und ihn mit dem Rücken aufkommen lies, diese Rollen musste der Jungrüde ein paar mal halten bis der Scheintäter die Kampfhandlung einstellte.

 

Die nächste Mutprobe musste der Hund bestehen in dem er gegen den mit einem Wassereimer bewaffneten Täter antreten musste. Der Scheintäter nahm den Hund nett an um ihn dann einen Schock zu verpassen in dem er ihn mit Wasser übergoss. Doch auch hier hielt der Jungrüde Quentin de la Arena seinen Griff ohne sich vom Figuranten beeindrucken zu lassen.

Zum Abschluss wurde Quentin dann noch gegen einen Täter, der sich auf dem Dach eines eigens präparierten Autos befand, geschickt. Der Jungrüde kam mit vollem Tempo auf das Dach geschossen und beendete die Bedrohung durch den Täter.

Eine wirklich aussagekräftige Vorführung, der Rüde war nur 6 Monate alt und war bei allen Kampfhandlungen unangeleint auf sich allein gestellt. Er stammt übrigens aus der Verpaarung “Demonio de la Arena“ x “Cobra de la Arena“ .

 

 

Die zweite Vorführung mit Thomas und seiner erfahrenden Ginger folgte gleich im Anschluss.

Thomas betrat nicht das eigentliche Ausbildungsgelände, sondern lief mit seiner professionell ausgebildeten Hündin direkt zwischen den Besuchern im Zuschauerbereich, als plötzlich ein Täter Thomas deutlich aggressiv angriff. Diesen Übergriff auf ihren Hundeführer vereitelte die Hündin durch konsequenten Griff und Fixierung des Täters. Das ist ja auch das was wir von einem guten Hund aus unserem Verein erwarten wollen.

 

Doch jetzt wurde das Szenario noch deutlich interessanter in dem ein zweiter Täter den Hundeführer angriff. Die Hündin wechselte sofort auf den zweiten Täter und stoppte auch dessen Angriff. Und jetzt ging das ganze ein paar mal hin und her da die beiden Täter immer abwechselnd den Führer des Hundes angriffen.

Diese Übung haben wir der Hündin beigebracht, da sie tatsächlich als Schutzhund geführt werden soll, und wir davon ausgehen, dass ein Angriff von mehreren Tätern mindestens so wahrscheinlich, wenn nicht sogar noch deutlich wahrscheinlicher ist, als ein Angriff von nur einen Täter, gegen einen Hundeführer mit seinem großen Hund. Honra de la Arena demonstrierte auf jeden Fall das sie dazu im Stande ist und das natürlich vollkommen sauber und sicher. Bei einer ähnlichen Vorführung mit einer der häufiger verwendeten Diensthundrassen, wären sicher alle Anwesenden gebeten worden einen gebührenden Sicherheitsabstand einzuhalten, bei Honra de la Arena war dies nicht nötig, hier konnte die Vorführung (realitätsecht) direkt zwischen den Zuschauern statt finden.

Honra de la Arena stammt übrigens aus Odin x Sheila .

 

Nach den Vorführungen waren nun die erwachsenen Hunde an der Reihe in den verschiedenen Bereichen gearbeitet zu werden.

 

Auch das lief alles sehr positiv und Reibungslos ab (Von einer, durch meinen Fehler versuchten, AusnahmeJ einmal abgesehen).

 

Alle nutzen kräftig das Angebot an Figuranten und Trainingsmöglichkeiten.

So wurden z.B. reihenweise die Figuranten auf das Dach unseres präparierten Autos (übrigens ein Porsche) gebeten um zu schauen welche Hunde es dem jungen Viper gleich tun würden und ebenfalls den Täter vom Dach holen würden. Am lustigsten machte uns das wohl Odin vor, der nicht über die Motorhaube oder den Kofferraum ging sondern mit einem lockeren Satz direkt auf das Dach sprang und den Figuranten runterpflückte.

 

Wir hatten dieses Jahr Ostern mal wieder Hunde mit äußerst guter Qualität auf den Platz. Neben den ganzen Überfliegern fiel es dann einigen Hundeführern schon recht schwer kleinere Probleme bei Ihren Hunden zu verzeihen oder überhaupt zu verstehen. Es ist nun mal so das leider nicht jeder den absoluten Granatenhund haben kann. Manche brauchen halt etwas länger, manche brauchen halt etwas mehr Training und manche brauchen halt etwas mehr Unterstützung von ihren Besitzern. Selbst bei unseren Leistungsverpaarungen gehört ein wenig Glück auch immer dazu und überall wo es Glück gibt, gibt es leider auch jemanden der halt etwas Pech hat. Aber wenn wir nicht immer alle unsere Hunde mit absoluten Spitzenhunden wie WotanOdinSheilaArnold und Co vergleichen würden, sondern vielmehr einen Vergleich zu anderen sogenannten “Presa Alano Dogo Clubs“ oder anderen Molosserrassen wie den vielen Cane Corsos, American Bulldogs, Bordeauxdoggen, Dogo Argentinos, Mastinos, Dogo Malorquins, Fila Brasileiros, Bullmastiffs etc. heranziehen. Dann würde sicher ganz klar herausgestellt werden, dass Wesensfestigkeit in großer Einheit nur durch unsere Zuchtselektion erreicht werden kann.

 

Wir arbeiteten bis zum Einbruch der Dunkelheit, währenddessen bereiteten einige hilfsbereite Vereinskollegen schon einmal den Nachtübungsparcour vor.

 

Die Nachtübung bestand aus 8 Stationen (4 x Stress- u. Ruhelage und 4x Schutzdienst) und wurde wieder in drei Klassen durchgeführt:

  • Die Jugendklasse (vom Welpenalter bis zu 12 Monaten)
  • Die Silberklasse ( für die Erwachsenen Hunde)
  • Die Goldklasse (für die harten Vollprofis, die Champs)

Viele fragen uns gerne was denn in so einer Nachtübung passiert. Einige fragen weil sie probieren unsere Nachtübungen zu kopieren da ihnen selbst nur Sachen einfallen die man als  kynologischen Blödsinn bezeichnen könnte, die anderen Fragen da sie sich nicht trauen mit einem untrainierten Hund bei uns teilzunehmen. Dazu ist zu sagen das Nachtübungen immer etwas anders sind und keiner von uns dafür seinen Hund extra trainiert, was ja auch absolut kontraproduktiv und voll am Sinn der Nachtübung vorbei wäre!

 

Ich will die Stationen dieser Oster-Nachtübung nur kurz anhand von den erwachsenen Hunden erläutern.

  • 1.) Station der Hund musste über ein ca. 1.30m hohes und 6m langes Gittergerüst laufen unter dem einige Kerzen flackerten.
  • 2.) Der Hund musste sich zu einer Menschengruppe, die ein Saufgelage dar stellen sollten, begeben.
  • 3.)Hier wurde der Hund an einer Blechplatte vorbeigeführt, auf die aus großer Höhe ein Knäul aus Kanistern und Holzlatten mit großem Krach aufschlug.
  • 4.) Der Hundeführer musste sich mit seinen Hund in ein Auto setzten, woraufhin plötzlich ein Scheintäter durch das geöffnete Fenster griff und auf den Hundeführer einschlug, jetzt sollte der Hund den Scheintäter fassen. Daraufhin hielt der Scheintäter eine voll laufende Motorsäge (ohne Kette) direkt vor den Kopf des Hundes um ihn in seiner Verteidigungshandlung zu stoppen.
  • 5.) In diese Station musste der Hundeführer in einen großen Anhänger laufen in dem ein Scheintäter wartete. Der Scheintäter hatte einen Beuteärmel in der Hand, den er dem Hund bestmöglichst anbot und versuchte möglichst die Hunde in ein klares Beute- Griffverhalten zu ziehen. Jetzt wo der Hund fest den Ärmel in Beschlag hatte schenkte der ST den Ärmel und griff urplötzlich den Hundeführer an. Hier sollte der Hund zeigen das er nicht übertrieben equipmentfixiert  ist und somit den Ärmel wieder ausspucken und den Angriff auf seinen Hundeführer vereiteln. Dies war eine recht schwere Übung, da auch einige sehr gute Hunde nur mit Mühe zum Ausspucken ihres Lieblingsspielzeugs zu bewegen waren. Sicher eine Übung über die viele Hundesportler noch nie nachgedacht hatten…
  • 6.)Jetzt wurde es spukig, der Hund wurde durch, mit  Fackeln beleuchtete und gut verkleidete Schaufensterpuppen geführt.
  • 7.)Dies war die größte Station, der Hunde musste durch einen Planen- und Dosenvorhang laufen um in eine art Raum, der wiederum mit Plastikmüll vollgestellt war, zu gelangen. Aus diesem Raum musste der Hund durch einen weiteren undurchsichtigen Vorhang kriechen (oder wie einige auch springen) um draußen von einem Scheintäter massiv angegriffen zu werden.
  • 8.)In der letzten Station begab sich der Hundeführer mit Hund zu einer freundlichen Menschengruppe, die plötzlich grundlos aggressiv wurde. Jetzt wo der Hund voll auf die Gruppe fixiert war griff ein Täter mit äußerster Vehemenz von der anderen Seite an. Falls der Hund diesen hinterhältigen Überfall vereitelt hatte, griff ein weiterer Scheintäter den Hundeführer an, um zu sehen ob der Hund vom ersten Täter ablassen und seinen Hundeführer gegen weitere Angreifer verteidigen würde.

Bei dieser Nachtübung starteten insgesamt 34 Hunde.

Das wir mit den Anforderungen bei unseren Nachtübungen richtig liegen, zeigt z.B. dass die ersten drei Plätze der Goldklasse auch an Hunde gingen die alle samt die schwere ZWP3 mit Erfolg bestanden hatten.

Nachtübung

 

Jugendklasse:

  • 1. Platz: Pantera de la Arena (HF: D. G.)
  • 1. Platz: Patrino de la Arena (HF: Ronny N.)
  • 2. Platz: Quentin de la Arena (HF: Tobias V.)
  • 3. Platz: Ora de la Arena (HF: Steffen L.)
  • 3. Platz: Julchen von Kirchenholz (APBT) (HF: Christian R.)
  • 4. Platz: Freya (Import de la Arena( (HF: Christina K.)
  • 5. Platz: Olé Olé de la Arena (HF: Mike R.)
  • 6. Platz: Q-Perle de la Arena (HF: Frank N.)
  • 6. Platz: Quattro de la Arena (HF: Florian S.)
  • 6. Platz: Orca de la Arena (HF: Tobias O.)
  • 7. Platz: Nuera de la Arena (HF: Peter K.)
  • 8. Platz: Primavera de la Arena (HF: Mike R.)
  • 9. Palma de la Arena (HF: Winny W.)

 

Silberklasse:

 

  • 1. Platz: Cobra de la Arena (HF: A. P.)
  • 1. Platz: Dureza de la Arena (HF: A. P.)
  • 2. Platz: Dora von Walhalla (HF: Florian S.)
  • 3. Platz: Maxima de la Arena (HF: Josef R.)
  • 4. Platz: Lenny (HF: Maik L.)
  • 5. Platz: Mago de la Arena (HF: Steffen L.)
  • 6. Platz: Leo de la Arena (HF: Christian R.)
  • 6. Platz: Eddy (Malinois) (HF: K. Krauß)
  • 7. Platz: Maria de la Arena (Theo & Claudia)
  • 8.Platz: Kedo (Campo del Norte) (Tobias B.)
  • 9.Platz: Akbar von Baden (HF: Jochen Maier)
  • 10.Platz: Mora de la Arena (Albert Spreu)

 

Goldklasse:

 

  • 1. Platz: Demonio de la Arena (HF: Jens M.)
  • 2. Platz: Hampa de la Arena (HF: Timm B.)
  • 3. Platz: Dardo de la Arena (HF: Josef R.)
  • 4. Platz: Honra de la Arena (HF: Thomas G.)
  • 5. Platz: Parko (de la Arena) (HF: Frank N.)
  • 6. Platz: Delicia de la Arena (HF: Melanie H.)
  • 6. Platz: Marlow (Malinois) (HF: K. Krauß)
  • 7. Platz: Rudi (Holandes Herder) (HF: Mario B.)
  • 8.Platz: Hank (Malinois) (HF: K. Krauß)

 

Nach einer kurzen Nacht begannen wir am zweiten Tag des Alano Verein Deutschland e.V.-Oster-Treffens um ca. 10 Uhr morgens.

Wir arbeiteten in freundlicher Atmosphäre noch bis zum Nachmittag mit unseren Alanos/Dogo Canari  FCI und traten die für einige mehr oder weniger weite Heimreise an.

 

Rundum ein gelungenes Hundetreffen!

 

Besonderer Dank an alle helfenden Hände!