Alano? Presa? Dogo Canario?

Vom alten Alano zum Dogo Canario von heute

(Über die Entwicklung der verschiedenen Namensvarianten)

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Für diejenigen die nicht über genügend Zeit oder Interesse verfügen um den ganzen Artikel zu lesen, haben wir in äußerst vereinfachter Form einen Merkblock! Klick hier!!!

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Mit diesem Artikel will ich einige Richtigstellungen über das künstlich inszenierte Namenswirrwar geben. Anfangs hatte ich mich noch gestreubt auf die dümmlichen Versuche einiger deutscher "Züchter", "Hundehändler", "Antikfans", "Clubgründer", "Molosser-Experten" und anderer "Hobbykynologen" eizugehen.

Da mich allerdings immer häufiger Fragen von verunsicherten Rasseinteressenten erreichen, die von einigen selbsternannten und absolut unqualifizierten "Rasseexperten" beraten wurden scheint Aufklärung von Nöten zu sein.  Diese "Rasseexperten", die in Selbstüberschätzung ihre  zweifelhafte kynologische Fachkompetenz  jedem auftischen der ihnen zuhört und so unaufhörlich den Ruf unserer Rasse beschmutzen, sind auch Schuld an der Verwirrung die über die Namensgebung unserer Rasse zunehmend herrscht. Des Weiteren wurde ich auch vereinsintern von einigen Züchtern und Mitgliedern gebeten mich zu dem Thema zu Wort zu melden um so dem provozierten Chaos entgegen wirken zu können...

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Wir bezeichnen unsere reinrassigen spanischen Doggen als "Alanos", "Perro de Presas" wie auch als "Dogo Canarios.

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Der Grund warum wir nicht nur die älteste oder nicht nur die modernste Rassebezeichnung verwenden, ist darin zu sehen, daß wir einerseits klar zu der Geschichte und der traditionellen Verwendung, wie andererseits auch zu der Zucht reinrassiger Hunde stehen und so auch respektvoll unserer Rasse  und den Typ aus dem sie entstanden ist huldigen.

Des Weiteren sprechen wir uns, in aller Deutlichkeit, gegen die Zerteilung, Zersplitterung und Zerstückelung von Hunderassen aus. Da dies allen Hunderassen nur Schaden zugefügt hat. Aus einem Hund mehrere getrennte Rassen zu kreieren, führt zu genetischer Armut und zu einer extremen Verschlechterung der Hunde. Es würde ein nicht mehr gut zu machender Schaden entstehen.

In dem folgendem Artikel will ich die Entwicklung der Namensgebung unserer "Rasse" erklären.

Vorab hier noch einmal der Merkblock zum Namensthema im AVD e.V. :

 


Was züchtet der AVD e.V.?

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Wir züchten die Rasse: Dogo Canario (auf deutsch: die spanische bzw. kanarische Dogge).

Wir züchten nur reine: Dogo Canarios !!!

 

Züchten wir eine Rasse Namens Alano? Nein das tun wir nicht!

 

Es gibt überhaupt keine Rasse unter dem Namen Alano (mit 5 Buchstaben).

 

 

Das Wort Alano bedeutet übersetzt  Dogge, nicht mehr und nicht weniger.

 

Alano = Dogge 

 

Das Wort Dogge ist keine Rassebezeichnung! Dogge ist eine Typ-/Kategoriebezeichnung, es gibt viele verschiedene Doggenarten.

 

Also gibt es auch viele verschiedene Alanos (Doggen) wie zum Beispiel den Alano Aleman (die Deutsche Dogge) oder den Alano de Burdeos (die Bordeauxdogge) etc..

 

 

Züchten wir die Rasse Dogo? Nein das tun wir nicht!

 

Es gibt überhaupt keine Rasse unter dem Namen Dogo (mit 4 Buchstaben).

 

Das Wort Dogo bedeutet übersetzt Dogge, nicht mehr und nicht weniger.

 

Dogo = Dogge

 

Das Wort Dogge ist keine Rassebezeichnung! Dogge ist eine Typ/Kategoriebezeichnung, es gibt viele verschiedene Doggenarten.

 

Also gibt es auch viele verschiedene Dogos (Doggen) wie zum Beispiel den Dogo Aleman (die Deutsche Dogge) oder den Dogo de Burdeos (die Bordeauxdogge) etc..

 

Die Wörter Dogo und Alano bedeuten im spanischen genau das gleiche nämlich Dogge!

 

Und  ja wir züchten auch eine spanische Dogge: den Dogo Canario!

Kann man einen Hund der Rasse Dogo Canario als Alano (Dogge) bezeichnen?

Ja natürlich kann man das, es sind schließlich Doggen!

 

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Die FCI hat den Hundetyp des alten “Alano (Perro de Presa)“ unter dem Synonymnamen “Dogo Canario“ vorläufig als Rasse anerkannt.

 

Erstens ist festzustellen, dass der Name “Dogo Canario“ ein brandneuer Name ist. Er wurde von angehörigen der FCI kreiert und existiert natürlich auch bei der FCI in verschiedenen Namensvarianten für die verschienen FCI-Länder. Zum Beispiel: in Spanien heißt er Dogo Canario, in Polen “Pies Kanryjski“, in Frankreich “Dogue des Canaries“ usw. usw. und bei uns in Deutschland ist die offizielle FCI-Bezeichnung „Kanarische Dogge“.

Die FCI hatte aus Spanien mehrere Namensvorschläge erhalten, für Spanien hat sich die FCI dann für den Namen “Dogo Canario “ entschieden. Die FCI-Führung stand der Verwendung des Wortes "Presa" oder "Alano" als Name oder Namenszusatz sehr kritisch gegenüber, da diese Worte zu diesem Zeitpunkt zu altmodisch und kampfbetont klangen. "Presa" (span.= festhalten=Packer) war ihnen zu dicht am Kampfhundethema, "Alano" (wehrhafte Dogge) zu leicht verwechselbar und zu allgemein.

In Spanien existieren und existierten aber noch duzende Namensvarianten für unsere Rasse wie z.B. Alano, Presa Espanol, Pero de Presa, Bulldog Espanol, Perro de Presa Canario, Perro de Toro, Mastin Canario, Alano Jabali, Perro de Pelea, Dogo Espanol u.v.m. .

Nur  einige absolut professionelle Showzüchter benutzen ausschließlich die spanische FCI- Bezeichnung ”Dogo Canario”.

 

Zweitens ist festzustellen, dass die FCI (Federation Cynologioue  Internationale), zwar ein sehr großer, aber doch nur ein privater Hundeverband ist, sie ist nichts staatliches, halbstaatliches, keine Behörde oder sonst wie rechtlich maßgebend. Weshalb natürlich auch nicht alle Züchter dieser Organisation nacheifern und ihre Vorstellungen teilen.

 

Der Rassename “Dogo Canario“ betitelt die gleiche “Rasse“ die in alter Zeit als “Alano” oder "Perro de Presa"und in den letzten Jahren auch häufig als “Perro de Presa Canario“ bezeichnet wurde!

 

Ein paar deutsche behaupten gerne auch mal das es sich beim Dogo Canario, Perro de Presa und Alano um drei völlig verschiedene Rassen handelt, das ist definitiv falsch und historisch wie genetisch nicht haltbar.

 

Nur das Wort “Dogo Canario“ ist eine definierte moderne Rassebezeichnung. Aber ob alles was modern ist auch besser ist?!

 

Liebe Leser auch auf die Gefahr hin das Sie denken dass wir unser Niveau jetzt deutlich runtergesetzt haben, haben wir uns aus gegeben Anlass entschlossen auf unserer Internetseite mit deutlichen Merksätzen zu arbeiten und einige wichtige Punkte überdeutlich raus zu stellen.

 

Es gibt leider Leute die sich scheinbar größte Mühe geben uns absichtlich miss zu verstehen. Texte und Textpassagen von uns abschreiben (kopieren) und uns vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen zitieren.

 

Wir sind natürlich überzeugt, dass Sie als seriöser, erwachsener Mensch vom Intellekt her absolut in der Lage sind unsere Texte auch ohne Merksätze und Wiederholungen zu verstehen. Also lassen Sie sich bitte nicht beirren, dies sind nur Sicherheitsmassnahmen gegen Oberflächlichkeit und gegen diese geistigen Tiefflieger mit denen unserer Rasse sowieso schon ein schweres Los zu tragen hat...

 

Nun aber viel Spaß beim lesen des Artikels.


 

Anfang des Artikel:

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Die FCI hatte aus Spanien mehrere Namensvorschläge erhalten (unter anderem Alano, Presa Espanol, Perro de Presa, Alano Espanol, Presa Canario, Bulldog Espanol, Perro de Presa Canario, Perro de Torro, Mastin Canario, Dogo Espanol).

 

Der älteste und historisch belegteste Name ist definitiv "Alano". Das Wort "Alano" beschrieb früher schon nichts anderes als eine molossoide, wehrhafte Dogge und wird im spanischen Sprachgebrauch auch immer noch für verschiedene doggenartige Rassen gebraucht, wie zum Beispiel der "Alano Alemán" (die Deutsche Dogge), der "Alano Argentino" (die Argentinische Dogge), der "Alano Burdeos" (die Bordeauxdogge), der "Alano Ingles" (Der englische Mastiff), der "Alano Malorquin" (die Mallorca Dogge) und viele weitere.

 

Diese verschiedenen Doggen-Rassen sind in Spanien natürlich erst im 20. Jahrhundert aufgetaucht. Davor existierte seit dem frühen Mittelalter nur eine Dogge in Spanien der "Alte Alano". Das Wort "Alano" was später für so viele Doggenarten Verwendung fand, wurde früher also ausschließlich für einen Hund verwand. Und genau um diesen Hund, um diesen historischen Alano handelt es sich hier!

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Woher stammt der Name?

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Die meisten Kynologen gehen hier von einer Ableitung von den Alanen aus. Die Alanen waren ein indogermanischer Stamm, der sich den Westgoten bei der Völkerwanderung anschloß und so in den mediteranen Raum gelang. Einige Alanen erreichten sogar die nördliche Spitze des afrikanischen Kontinents. Die Alanen führten doggenartige Hunde mit sich und waren so die ersten die molosside Doggen in diese Länder brachten.

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Die Alanen nutzten diese Doggen als Kriegs-, Wach- und Jagdhunde.

Die ganzen mediteranen Länder ähnelten sich früher sehr, da sie von den gleichen religiösen, sprachlichen und kulturellen Einflüssen geprägt waren. In diesen Gebieten entstand ein nahezu gleicher Doggentyp, den wir nach seiner Funktion als "Packer" bezeichnen würden. Diese Packer wurden als Jagdhunde auf wehrhaftes Wild, als Treiber- und Stierkampfhunde, als Wachhunde und als Kriegshunde verwendet.

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Spanien entwickelte sich zu dem Land, dass über die stärkste Population dieser Packer verfügte. Die Spanier benutzen verschiede Namen für diese Hunde. Alle Namen waren funktionsbezogene Namen. Als Beispiel waren folgende Namen gebräuchlich: perro de Agarre, Alano, Perro de Toro, Perro de Presa, Dogo, Alao, Alan, Chato Presa, Alant, Alano de Toro, Perro de Presa Espanol, Alaunt, Dogo de Burgos, Alani, Perro de Jabali, Alano Jabali, Perro de Pelea und viele weiterte...

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Alle diese Namen meinen ein und den selben Hundetyp! Der meist verwendete Name war (historisch klar belegbar) "Alano", (wohl in Anlehnung und Erinnerung an den Volksstamm der Alanen).

 

Auch in altertümlichen Schriften wurde dieser Hundetyp schon immer als "Alano" bezeichnet. Auch wird in mehreren alten Büchern das Wort "Presa" mit "Alano" gleichgestezt. Die beschriebenen Hatzhunde entsprechen erstaunlich genau der Beschreibung unserer "Dogo Canarios" (aus Leistungszucht nicht aus Schönheitszucht) von heute. 

Als lose Beispiele seien hier die folgenden historischen Autoren und ihre Bücher über die Jagd angeführt: König Alfonso XI im Jahre 1342, Gaston Phoebus im 15 Jahrhundert, M. de Espinars im Jahre 1644 und das hoch interessante Buch "Tresoro de la Cazeria" aus dem Jahre 1864.

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König Alfonso XI und Alonso M. Espinar über die Namensvarianten:

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(Zitiert von Richard Strebel 1904/1905)

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Zitat ANFANG:  Alfonso XI., König beider Castilien und von Leon (1312-50) verdanken wir ein Jagdbuch (El libro de la Monteria 1342), welches erst 1877 gedruckt wurde. In diesem beschreibt er unter dem Namen "Alano" eine in Spanien gebräuchliche Doggenform, aus dessen Schilderungen eine große Ähnlichkeit mit dem Mastiff hervorgeht, er fügt ausdrücklich hinzu, daß er ihn nicht "ohne besondere Ursache" zu groß wünsche. Diese Schilderung deckt sich mit der Abbildung in der Alhambra sehr gut; leider finden wir keine weiteren Mitteilungen über seine Herkunft.

Erst zwei Jahrhunderte später hören wir wieder von der spanischen Dogge und zwar durch den Alonso M. Espinar (1644), der jetzt aber bereits drei Arten verzeichnet (Alano, Dogo und Mastin).
Der Alano stimmt nach seiner Beschreibung genau mit dem des Königs Alfonso XI. überein, der Dogo soll größer als dieser sein.

Heute ist in Spanien der Dogo wenigstens in der offiziellen Kynologie verschwunden, schon der in Madrid 1864 herausgegebene "Tesoro de la cazeria" führt ihn unter den Rassen nicht mehr an, sondern nur den Alano oder Perro de presa und den Mastin.

Der Alano ist hier bereits bulldogartig geschildert, die Bezeichnung "Perro de presa" ist eigentlich mehr Sammelname für den schweren Hetzrüden, vom Dogo hören wir aber nichts mehr.

Zitat ENDE

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1342 und 1644 originalere Quellen über ihre Synonymnamen, hat wohl kaum eine Rasse aufzuweisen. 


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Als die Spanier sich auf machten, um die neue Welt zu erobern, waren ihre Schiffe nicht nur mit Soldaten sondern auch mit unzähligen "Alanos" besetzt, die sie als gefürchtete Kriegshunde mit sich führten.

 

Die "Conquistadores", die spanischen Eroberer, legten längere Pausen auf den heutigen Kanarischen Inseln ein, bevor sie zur großen Fahrt nach Südamerika auf brachen. Diese Pausen wurden genutzt um sämtlich Reserven nochmals aufzustocken. Selbstverständlich waren diese Pausen sehr viel länger, als man es sich in unserer Zeit vorstellen kann. Viele Spanier und ihre "Alanos" blieben auf den Inseln und wurden dort sesshaft.

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So gelangten die "Alanos" auf die Kanarischen Inseln. Es waren die ersten doggenartigen Packer die es dort gab!

 

Auf den Kanaren wurden diese Alanos ausschließlich als Wachhunde gehalten, bevor die Kanaren ihre Leidenschaft für die heute verbotenen "Peleas" (Kämpfe) entdeckten.

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Diese Hunde waren natürlich die absolut selben wie auf dem spanischen Festland und keine neuen Inselkreationen wie manche Leute gern behaupten. Es war natürlich immer noch die selbe Rasse wie auf dem Festland!

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Einige der heutigen kanarischen Züchter behaupten gerne mal, daß es sich bei der Rasse um eine rein kanarische Mischung aus den besagten spanischen Kriegshunden und dem einheimischen Bardino Majorero, der englischen Bulldogge und englischen Mastiff handelte. Diese hin und wieder zu findene Behauptung wurzelt nicht in kynologisch beweisbaren Theorien, sondern viel mehr in der schon seit Jahren stetig steigenden Ablehnung gegen das spanische Festland und alles was von dort kommt. Die meisten Kanaren mögen es auch gar nicht wenn man sie als Spanier bezeichnet. Die Kanaren wollen lieber mit den Guanchen, den kanarischen Ureinwohnern, in Verbindung gebracht werden (Wobei sie bei genauer Betrachtung wohl doch alle auf Festlandspanier zurückgehen). Viele von ihnen fordern sogar die Unabhänigkeit von Spanien. Es handelt sich also nur um eine seit Jahren aktuelle politische Feindseligkeit, die natürlich nichts mit unseren Hunden zu tun hat.

Es war und ist eine spanische Rasse!

Die Rasse war bereits fertig und ausgereift, bevor sie von den Eroberern auf die Kanaren gebracht wurden. Natürlich ist es möglich das einige Exemplare auch mit anderen Rassen gekreuzt wurden, allerdings waren diese Vermischungen dann so verschwindend gering, daß wir uns damit nicht beschäftigen müßen. Es existieren auch keinerlei literarische Beweise, die auf einen Mischling hindeuten würden. Es war also kein Inselmischling sondern eine fertige spanische Rasse. Natürlich können wir uns die Rasse zu diesem Zeitpunkt nicht als Rasse im Sinn heutiger Zuchtvereine vorstellen, es wurde natürlich ohne Zuchtpapiere und Zuchtverband gezüchtet. Und es ist wohl richtiger von einem Typ als von einer Rasse im modernem Sinn zu sprechen. Sehr wohl aber wurde Wert auf Wesen und Funktion gelegt. Hunde wurden generell für ihre Verwendung gezüchtet und unsere Rasse hatte da schon eine jahrhunderte lange Selektion hinter sich.

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Der "Alano" oder wie er auf den Kanaren später auch oft genannt wurde "Perro de Presa Canario" verlor auf den Kanarischen Inseln viel von seinen Funktionen, die ihn auf dem Festland so groß gemacht hatten. Hier gab es keine großen Viehherden die er treiben konnte, keine Jagd auf wehrhaftes Wild (Wildscheine, Bären ect. existieren auf den Kanaren nicht), keine Stierkämpfe, keinen Krieg ect.). Auf den Kanaren war die Wachhundaufgabe lange Zeit die hauptsächliche Arbeit für unsere Hunde. Als die Hundekämpfe populär wurden (besonders auf Gran Canaria und Lanzarote) entwickelten sich einige dieser Alanos/Presas zu wahren Kampfexperten. Diese Hundekämpfe waren der hauptsächliche Grund weshalb unsere Rasse gerade von den Kanaren aus auf der ganzen Welt bekannt wurde. Dies Kämpfe sind heute natürlich verboten und finden nur noch im Untergrund stand.

Natürlich starb die Rasse auf dem spanischem Festland nie aus und die kanarischen Inseln hatten sehr wohl Zuchtaustausch mit dem spanischem Festland betrieben!

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Einige "Rasseexperten" behaupten gerne auch mal das die Rasse erst von den Kanarischen Insel auf das spanische Festland gelangt ist. Diese Behauptung ist aber in keinster Weise haltbar und schlicht falsch!

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Auf den Punkt, es ist eine rein spanische Rasse die auf den Kanarischen Inseln international bekannt geworden ist!

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(Alter Festland-Alano)

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(Dogo Canario aus Arbeitslinie) 

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Viele professionelle Züchter behaupen immer wieder gerne, dass ihre Hunde komplizierte Zuchtprodukte, hervorgegangen aus Kreuzung möglichst vieler verschiedener Rassen seien. Aber es ist absolut logisch, dass das in vielen Fällen gar nicht möglich wäre. Viele Züchter und Zuchtverbände suchen sich dann ein paar fremde Rassen die dann herangezogen werden, um so ihre Rasse interessanter zu machen. (Als Paradebeispiel sei hier die Rasse "Dogo Argentino" erwähnt. Senior Martines erklärte in der Vergangenheit das seine Rasse, eine geheime Kreuzung zwischen Alano Cordobes, Englischen Pointern, Deutschen Doggen, Englischen Bullterrieren, Bordauxdoggen, Englischen Bulldoggen, Deutschen Boxern, Irischen Wolfshunden, Mastin de los Pirineas und andere sei. So ein umfangreiches Zuchtvorhaben wäre in dieser kurzen Zeit unmöglich gewesen. Und genau so haben wir halt auch Leute, die im Bezug auf unserer Rasse, gerne von komplizierten Mischungen einiger weniger sprechen. Tja so ist es natürlich auch einfacher, dass sich eine einzelne Person als Rassevater provilieren kann... 

 

Bei unserer Rasse handelt es sich also um eine spanische Rasse und nicht um einen Inselmischling!

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(Alano auf altem spanischem Geldschein)

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Wir haben heute genauso auf dem spanischen Festland, wie auch auf den Kanarischen Inseln, noch sehr gute und traditionelle Rassexemplare gefunden.

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Zurück zu den Namen, die Menschen auf den Kanarischen Inseln wie auch in Spanien haben sich für gute Hunde interessiert und nicht für die verschiedenen  Namensgebungen. Der auch in Deutschland oft benutze Name "Presa Canario" oder korrekt "Perro de Presa Canario" ist ein Name der hauptsächlich von einem Mann, Manuel Curto Gracia, international bekannt gemacht wurde und auch heute noch vehement verteidigt wird. Manuel Curto, züchtet auf Tenerife. Er ist ausnamslos mit allen anderen kanarischen Züchtern verstritten. Da sich Manuel Curto mit keinen anderen Züchtern austauscht, stellen seine Zuchtprodukte fast schon einen eigenen Typ dar. Es ist meines Erachtens aber mehr als bedenklich sich komplett von allen anderen Züchtern abzukapseln (gerade im Bezug auf hohe Inzucht ect.). Alle anderen kanarischen Züchter haben den neuen FCI-Namen akzeptiert, nutzen tun sie ihn allerdings nicht alle, aber akzeptiert haben die meisten den Namen und keiner behauptet das es sich beim "Dogo Canario" um eine andere Rasse handelt (außer Manuel Curto und einige internationale Trittbrettfahrer die ihm momentan nacheifern). 

Zum Beispiel hat sich auch der Verein von Tenerife "Club Espanol del Presa Canario" einfach in "Club Espanol del Dogo Canario" umgenannt, ohne das es irgendwelche größeren Querelen gab.

Der Name "Presa Canario" ist ein guter alter Name, aber nicht wirklich historisch, er stellt das meist benutze Bindeglied zwischen den ältesten Namen "Alano" und dem modernen Namen "Dogo Canario" dar.

Der Name "Dogo Canario" betitel die gleiche "Rasse" die in alter Zeit als "Alano" und in den letzten Jahren häufig auch als "Perro de Presa Canario" bezeichnet wurde!(Entschuldigen Sie bitte das ich mich etwas wiederhole, aber ich will sicher gehen das diese Tatsachen klar verstanden werden).

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Juan Pérez Marrero, züchtet seit 1927

(Seit: Neunzehnhundertsiebenundzwanzig)

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Der moderne bzw. heutige Dogo Canario stammt vom alten Alano ab.  Der Dogo Canario stellte in Spanien den direkten Nachfolger des alten Alano dar. Auch wenn diese spanischen Doggen (Alanos) ziemlich rein gezüchtet wurden, scheint es uns hier trotzdem richtiger von einem Typ als von einer Rasse im modernen Sinn zu sprechen. Die hier beschriebenen Hatz- und Kriegshunde entsprechen erstaunlich genau unseren heutigen Dogo Canarios (aus Leistungszucht-!-) von heute. Es gibt heute leider auch eine große Anzahl von Schönheitszüchtern, die den Dogo Canario ausschließlich auf Optik und Masse züchten. Häufig weisen die Hunde der Schönheitszüchter Vermischungen mit schweren Rassen wie Mastino und Bullmastiff auf. Doch in der Gesamtheit, hat sich der Dogo Canario Gottlob noch nicht zu weit von seinem Ahnherrn dem alten “Alano“ entfernt. 

Die FCI hat meiner Meinung nach einen nicht ganz glücklichen Namen gewählt. Namen wie z.B. "Dogo Espanol" oder "Perro de Presa Espanol" wären sicher historisch und politisch etwas besser gewesen.

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("Kanaren Presa")

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Wir haben in den letzten Jahren sehr häufig Spanien und die Kanaren besucht. Dort habe wir schnell gelernt, dass auch dort die Züchter und Rasseliebhaber viele verschiedene Namenssynoyme für unsere Rasse verwenden (wie z.B. Dogo Canario, Alano, Perro de Presa Espanol, Chato de Presa, Dogo de Burgos, Perro de Toro, Spanish Bulldog, Perro de Presa Canario, Perro de Pelea, Alano de Jabali ect.). Wobei die meisten Namensvarianten klar auf die Verwendungszwecke unserer Rasse zurück zuführen sind.

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("Festland Alano")

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Heute findet man im Internet auch mehrere Seiten von Züchtern aus den USA und Spanien die ihre Hunde als "Alano Espanols" anpreisen und unter einem eigenen Standard züchten. Bei diesen erwähnten Hunden handelt es sich leider häufig nicht um reinrassige "Alanos", sondern meist um moderne Mischlinge, die nichts oder nur wenig mit den alten Jagd-Alanos/Presas zu tun haben. Viele der im Internet werbenden Alano Espanol Züchter kreuzen andere Alano-Nachfolgerassen ein, hier werden z.B. moderne Dogo Canarios mit Ca de Bous und Dogo Argentinos gekreuzt. Bedingt durch einen in Spanien fest verankerten Irrglauben, dass auch der Deutsche Boxer von den alten Alanos abstammt und nicht etwa von den germanischen Saupackern, Bären- und Bullenbeissern, wird extrem häufig auch der Deutsche Boxer zur Blutauffrischung verwand. Uns sind sogar mehrere reinrassige Deutsche Boxer bekannt, die ohne Probleme Alano Espanol Papiere erhalten haben und natürlich bei einigen der Kreuzungstheoretiker sofort für die Zucht genommen wurden.

Lustiger Weise ist dazu anzumerken: Um so mehr Internet um so mehr Boxer...!

Es gibt aber auch eine Reihe von spanischen Züchtern die mit, aus unserer Sicht, reinrassigen Hunden züchten, sie als "Alano Espanols" bezeichnen und die alten Traditionen hochhalten!

Wir halten es da mit dem bekannten spanischen Kynologen, (Spezialrichter, Tierarzt, Züchter, Ausbilder u. Jäger) Sanz Timón, der sagt: ...heute existiert der alte Alano nur noch im Dogo/Presa Canario und in einigen Presas der nordspanischen Regionen weiter, diese Hunde sind die reinsten Nachfolger der alten Alanos... !

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("Kanaren Presa" schwerer Typ.) 

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Leider ist es aber schon richtig, dass es sich bei vielen deutschen Hunden, die als Alanos , Presas, Dogo Canarios ect. bezeichnet werden, gar nicht um reinrassige Hunde handelt... Dies ist wohl scheinbar auf die sehr große Anziehungskraft unserer Rasse, für die sog. Schwarzzüchter zurück zuführen.

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Man muss nur ehrlicher Weise auch anführen, dass auch in Spanien selbst, immer mal wieder verwandte Rassen zur Blutauffrischung herangezogen werden, weshalb der Begriff "reinrassig" etwas dehnbar gehandhabt wird.

Einige (angebliche) "Experten" widerum behaupten, dass es sich bei jedem Synonymnamen um eine eigene Rasse handeln würde. Einige haben sogar behauptet sie würden unter dem Namen Presa Canario und Dogo Canario zwei getrennte Rassen im selben Zwinger züchten.

Was die meisten dieser deutschen "Experten"  verbindet ist die Tatsache, dass die Ahnentafeln ihrer Hunde in den seltensten Fällen korrekt sind. Und sie die fatale Tatsache nicht erkennen, dass es für einen Hundetyp immer ein verhängnissvolles Vorhaben ist, ihn in verschiedene moderne Rassen zu zerztückeln. Dann kann man zwar aus einem Hund, gleich vier fünf neue "Rassen" züchten, doch was bleibt da an genetischer Vielfalt noch über? Nichts als inzest- und übergezüchtete jämerliche Kreaturen... 

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(Perro de Agarre - Nordspanien)

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(Dogo Canario / Import de la Arena)

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Doch es gibt neuerdings leider viele von solchen selbsternannten "Experten", ohne jeglichen Sinn für Zucht und ohne jegliche kynologische Weitsicht, die eine Zersplitterung fordern und propagieren.

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("Kanaren Presa" leichter Typ).

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Die meisten Fehlinformationen die Sie über unsere Rasse und den Rassenamen finden basieren sicher nicht ausschließlich auf Unwissenheit der Autoren, sondern wohl auch darauf, dass die meisten deutschen Züchter, außerhalb des AVD e.V., nicht wissen wie sie sonst ihre Welpen für Käufer interessant machen können. Das hauptsächliche Problem liegt meiner Meinung nach darin, dass sich, neben den Leuten die aus komerziellen Interesse mutwillig Lügen verbreiten, viele Rasselaien dazu berufen fühlen ihr Halbwissen im Internet zu veröffentlichen. Einfach weil es ja sehr simpel ist und schließlich jeder im Internet schreiben kann was er will, dieser Typ von Hobbykynologe würde sicher nie etwas niederschreiben, wenn er dazu ein Blatt Papier und eine Füllfederhalter benutzen müßte.

 

Das Internet ist sicher eine gute Errungenschaft unserer Zeit, aber in Bezug auf die vielen Hundeseiten, die man im Internet finden kann, denke ich manchmal, dass es besser wäre wenn das Internet nicht existieren würde, da sich dann die Hundezüchter wieder durch die Qualität ihrer gezüchteten Welpen beweisen müßten und nicht durch die von ihnen gebastelten Internetseiten...

 

Um jetzt nicht noch all zu weit abzuschwenken, zähle ich die Fakten nochmals zusammen:

Es handelt sich im Ursprung um genau den selben Hund! "Alano" ist die älteste und historisch richtige Bezeichnung, die aber den Grundtyp und nicht eine moderne Rasse betitelt. Die gegenwärtige FCI-Bezeichnung für unsere Rasse lautet "Dogo Canario", sie wird in Zukunft die meist benutzte Bezeichnung sein, obwohl es in Spanien auch wieder ein starke traditionelle Bewegung, gibt die den Namen  Alano favorisiert. Desweiteren existieren und existierten mehrere Synonymnamen.

----Das Wort “Alano“ wie auch das Wort “Dogo“ bedeuten im spanischen genau das selbe nämlich “Dogge“!----

 

Im AVD e.V. werden nur "reine" Exemplare zur Zucht verwendet! 

 

Der AVD e.V. benutzt, aus oben genannten Gründen alle Bezeichnungen bzw. lehnt keine ab. Ob nun die moderne Rassebezeichnung Dogo Canario, die Funktionsbezeichnung "Perro de Presa" oder die Typbezeichnung "Alano". 

 

 

Arne Pohlmeyer

Präsident AVD e.V.

 

  

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 (Dogo Canario)  

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("Alano" Spanien 1905)

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("Presa Canario", Kanarische Inseln)

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(Canary Islands 1970er)       ("Festland Presa" 1898)       (Canary Islands 1930er)

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(Canary Islands 1920)

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(Perro de Agarre)

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(Dogo Canario / Import de la Arena)

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So bitte nicht:

Rein auf Optik (Schönheit) gezüchtete moderne "Show-Dogo Canarios":

Weit vom Ursprung entfernt, man kann schon von einer "Entartung" sprechen, wenn man diese körperlich behinderten, modernen Ausstellungskreationen genau betrachtet. 

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Anatomisch harmonisch aufgebaut, leistungsfähiger Rassevertreter

(1987 kanarische Ausstellung."Roby" aus Piti x Mora)

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(Kanaren)

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(Balearen)

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(Kanaren)

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(Capitán de la Arena)

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(Spanien)

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(Nordspanien 1952)

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(Kanaren)

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(Spanien)

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(Kanaren)

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(Spanien)

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(Kanaren)

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(Spanien Alano)

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(Kanaren-Presa)

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(Dogo Canario)

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(De la Arena)

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(Balearen)

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(Kanaren)

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